Hollow Man - Unsichtbare Gefahr
Schauspieler / Schauspielerinnen in Hollow Man - Unsichtbare Gefahr:
Darsteller:
Elisabeth Shue Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Hollow Man - Unsichtbare Gefahr:
Verhoeven startete seine Karriere mit dem drastischen Sexdrama „Türkische Früchte“. Diese schräge Mischung aus Sex, Melodramatik und Sadismus war auch das Startbrett für Rutger Hauer, der daraufhin die Hauptrollen in weiteren filmen von Verhoeven übernahm. Verhoevens Nachfolgeprojekt „Soldier“ war ein gut gemachter, ambitionierter Kriegsfilm, der aber in Deutschland leider nur in einer um 45 Minuten gekürzten Fassung erschien. Mit „Flesh & Blood“ inszenierte der aus Holland stammende Verhoeven seinen ersten Hollywood-Film und ernannte die detaillierte Gewaltdarstellung zur neuen Kunstform. „Flesh & Blood“ steht in meinem Videoregal in bester Gesellschaft mit der ungeschnittenen Fassung von „Caligula“, transportiert seine Story aber wesentlich spannender, als „Caligula“ es unter der uninspirierten Regie von Tinto Brass vermochte. Verhoevens nächster Film wurde zu einem der Meilensteine des Science-Fiction-Films: „Robocop“. Wie fast alle Filme, die Verhoeven im Anschluss drehte, waren die Markenzeichen von „Robocop“ extreme Gewalt (wer die ungeschnittene Criterion-Edition gesehen hat, wird wissen, was ich meine!), Zynismus und perfekte Special-Effects. Nach „Robocop“ folgte mit „Total Recall“ ein weiterer Science-Fiction-Film, bevor sich Verhoeven mit „Basic Instinct2 und „Showgirls“ ausgiebig dem Erotik-Thriller widmete. Besonders Basic Instinct wurde zum Skandalfilm erklärt, allerdings war die Darstellung der Sexszenen wohl nur für frigide Amerikaner schockierend. Aber wenn ein film erst zum Skandal erklärt wird, sind die Besucherrekorde nicht mehr weit, und „Basic Instinct“ bildete dabei keine Ausnahme. Nach „Starship Troopers“ waren die Erwartungen an seinen neuen Film in den einschlägigen Kreisen natürlich enorm und so war es fast klar, dass „Hollow Man“ diese Erwartungen nicht vollends erfüllen kann. Während „Starship Trooper“s mit seinen plumpen, eindimensionalen und klischeebehafteten Charakteren trotz allem Identifikationsfiguren liefern konnte, so kann man sich bei Hollow Man nur schwerlich mit einem der Charaktere identifizieren. Kevin Bacons Rolle ist von Anfang an von Arroganz und Wahnsinn geprägt, die im Laufe der Handlung nur immer deutlicher sichtbar werden. Überhaupt frage ich mich, was Kevin Bacon dazu getrieben hat, eine Rolle anzunehmen, in der er fast überhaupt nicht präsent ist? Ach, mir ist die Antwort grade eingefallen: chronische Erfolgslosigkeit! Es scheint allerdings mehr als fraglich, ob er sich damit wieder seinen verdienten Platz in der Liga der zweitklassigen Schauspieler von Hollywood zurückerobern kann! Einer seiner Leidensgenossen, Charlie Sheen, setzt wenigstens auf kleine, aber äußerst selbstironische Auftritte wie in „Being John Malkovich“, die ihm dazu verhelfen, in Würde für immer von der Leinwand zu verschwinden! Zurück zum Film: Kevin Bacon spielt den Leiter (Sebastian Caine) einer strenggeheimen Forschungseinrichtung des US-Militärs, deren Ziel es ist, ein Unsichtbarkeitsserum zu entwickeln. Als erste Experimente mit Tieren sichtbare bzw. unsichtbare Ergebnisse hervorbringen, muss das Serum noch an einem Menschen getestet werden. Ein Freiwilliger ist dann auch schnell gefunden: Caine injiziert sich das Serum selbst und wird wirklich unsichtbar. Er genießt seine neuen zustand und bedauert fast, dass er wieder sichtbar werden soll. doch bei der Injektion des Gegenserum geschieht das unerwartete: Caine verwandelt sich nicht mehr zurück und das ganze Drama nimmt seinen lauf... Drama ist sogar relativ wörtlich zu nehmen, denn selbst Platon ließ Sokrates bereits über die Verwerflichkeit der Unsichtbarkeit schwadronieren und die Ursprungsstory zu „Hollow Man“ stammt von H.G. Wells, dem „Shakespeare des Science-Fiction Horror“. Leider lässt Verhoevens Verfilmung jegliche subtilen Anspielungen vermissen, und auch seine Ironie verschwindet im laufe der Handlung immer mehr, während blut und Gedärm proportional zunehmen... Aber was will man eigentlich mehr als blutige Effekte und Spannung? Mir persönlich reicht das, und wer mit anderen Erwartungen in einen Paul Verhoeven-Film geht, der wird mit 24 stunden Showgirls nonstop bestraft! Denn komischerweise sind die Leute, die sich über filme wie „Hollow Man“ aufregen, weil sie so hirnlos und brutal ist, auch immer diejenigen, die „American Beauty“ mit „American Pie“ verwechseln... (Tino Hahn) alle Rezensionen von Tino Hahn ...
Sebastian ist ein ehrgeiziger, fast fanatischer Wissenschaftler, der ebenso exzentrisch wie genial an seinem größten Projekt arbeitet. Er hat ein Serum erfunden, daß unsichbar und wieder sichbar macht. Nach intravenöser Injezierung des Mittels macht der Körper eine schmerzvolle Verwandlung bis zur völligen Unsichtbarkeit durch.
Ein Haken hat die Sache jedoch: Das Mittel wurde bisher nur bei Tieren getestet. Doch Sebastian macht sich mit seinem ebenso fähigen wie ehrgeizigen Team an die Arbeit und versucht eifrig an dem Mittel zu arbeiten. Dann kommt Sebastian plötzlich die wahnwitzige Idee, ein neues Testobjekt zur Verfügung zu stellen: Sich selbst !! Nach anfänglicher Skepsis lenkt sein Team ein, doch das Projekt muß absolut geheim gehalten werden, da sich ein Versuch am Menschen nach Ansicht des Rates der Wissenschaflter im Bereich der Illegalität befindet. Der Tag der Wahrheit kommt immer näher und als es dann soweit ist, klappt alles wie am Schnürchen. Sebastian ist für die Menschheit nicht mehr sichbar doch es kommt zum absoluten Alptraum, als die Rückverwandlung zum Fleisch und Blut nicht funktioniert. Sebastian ist gefangen im Nichts! Nach anfänglicher Panik lernt Sebastian die bestialischen Vorteile seiner Unsichtbarkeit kennen und verliert sich völlig in seinen mörderischen Gedanken... Haben wir uns nicht alle schon einmal vorgestellt unsichtbar zu sein? Ich kann natürlich nur für mich sprechen, doch die Vorstellung hat schon ihren Reiz. Der Umsetzung dieser Vorstellung widmet sich der Film „HollwoMan“. Nicht nur die Vorzüge, sondern auch die Nachteile dieses Phänomens werden hier in eine actionreiche Story verpackt und von dem Hauptdarsteller Kevin Bacon gut an den Mann gebracht. Was passiert mit einem Menschen, der für immer unsichbar sein wird. Kevin Bacon zeigt die Abründe eines Menschen, der verzweifelt ist und seine Situation nicht mehr unter Kontrolle hat. Dabei haben es die Special Effects wirklich in sich. Die Verwandlung zum Unsichtbaren könnte perfekter nicht sein. Der nackte Körper verwandelt sich in beeindruckender Weise ins Nichts, und das sieht so phantastisch aus, wie man es noch nicht gesehen hat. Alles spielt sich ein einem unterirdischen Labor ab, was die psychologische Enge, in der sich Sebastian befindet nur noch steigert. Trotz großartieger Effekte und einer tollen Filmidee ist die Charakterwendung von Kevin Bacon für meinen Geschmack einfach zu unrealistisch und überzogen. Vom ergeizigen Wissenschaftler zur mordenden Bestie, so läßt sich das Profil des Protagonisten beschreiben. Einfach, vielleicht zu einfach haben es sich die Macher hiermit gemacht und wahrscheinlich die Grundzüge der menschlichen Psyche außer Acht gelassen. Daher ist „HollowMan“ nicht mehr als Popcorn Kino aus Hollywood mit sehr guten technischen Effekten. (Christian Schmidtchen) alle Rezensionen von Christian Schmidtchen ...
Der Skandal-Regisseur Paul Verhoeven meldet sich mit einem echten Schocker bei seinen Fans zurück. Der Meister der umstrittenen Filme setzt diesmal auf großes Effektkino und auf eine moderne Gruselgeschichte. Nie war das Spiel mit einem Unsichtbaren schockierender.
Wir lernen den brillanten, aber menschlich wirklich mehr als fragwürdigen Wissenschaftler Sebastian Caine (Kevin Bacon) kennen. Der forscht mit aller Kraft für das Pentagon an einer Substanz, die Tiere und Menschen dank einer Quantenverschiebung völlig unsichtbar macht. Das Experiment gelingt – zunächst beim Tier. Berauscht von seinem eigenen Genie, wagt der Wissenschaftler schließlich entgegen aller Sicherheitsvorkehrungen den Selbstversuch, um das Zeitlimit des Pentagons einhalten zu können. Der Film "Hollow Man" lebt nicht so sehr von der Story, sondern in erster Linie von seinen noch nie vorher gesehenen Spezialeffekten. Von denen gibt es reichlich. Sie sind in der Tat so spektakulär, dass sich der Hauptdarsteller Kevin Bacon schon mächtig anstrengen muss, um nicht von seinem digitalen Alter ego an die Wand gespielt zu werden. Werden die einzelnen Körper im Film sichtbar oder unsichtbar, baut sich der Körper ganz allmählich Schicht für Schicht und anatomisch korrekt auf. Das ist extrem gruselig für alle Zuschauer, die sonst schon beim Blutabnehmen umkippen. Knochen, Muskeln, Adern und Gedärme – alles zuckt echt und in 3D über den Schirm. Keine Frage: So etwas hat die Welt noch nicht gesehen. Zu Recht lockten allein die Effekte die Besucher zu Millionen in die Kinos. Doch auch der Grusel darf nicht fehlen. Sebastian klinkt – erst einmal unsichtbar geworden – völlig aus. Er ergeht sich in lästigen Psychospielen mit seinem Team, bricht aus dem Labor aus und stellt dann auch noch unschuldigen Frauen nach. Als sein Team ihn schließlich beim Pentagon verpfeifen möchte, dreht der Unsichtbare durch: Nach und nach killt er ein Teammitglied nach dem anderen. Und wie soll man gegen etwas kämpfen, das man gar nicht sehen kann? Kevin Bacon schafft es, seiner Figur so unangenehme und psychotische Züge zu verleihen, dass man sich schon als Zuschauer in seiner Nähe unbehaglich fühlt. Einmal unsichtbar geworden, setzt sich das Gefühl der Beklemmung fort: Diesen Film sollte man besser nicht allein und schon gar nicht mitten in der Nacht anschauen. Zumal man mit dem netten Science-Pärchen Linda (Elisabeth Shue) und Matthew (Josh Brolin) regelrecht mitfiebert, die fast im Alleingang versuchen, ihren ehemaligen Kollegen kaltzustellen. Paul Verhoeven ("Basic Instinct”) bietet den Horrorfans, was sie sehen wollen. Die Schauspieler sind prima, die Specialeffekte grandios und auch die Action stimmt. Am Ende bleibt der Zuschauer als zuckendes Nervenbündel zurück: Hat sich da nicht gerade etwas im Dunkel des Wohnzimmers bewegt? Wer wissen möchte, wie sich solche Filme drehen lassen, schaut sich das umfangreiche Bonusmaterial der DVD an. Hier kann man sehen, wie die Spezialeffekte gedreht wurden. Toll ist vor allem ein Vergleich des Originalfilmmaterials, in dem ein maskierter Dummy-Schauspieler agiert, und dem fertigen Movie mit dem Unsichtbaren. Trailer, ein Storyboard-Film-Vergleich, entfallene Szenen, Filmkommentare und mehrere Filmografien gehören natürlich ebenfalls mit zum Angebot dazu. Damit nicht nur die Optik mit den messerscharfen Details stimmt, bietet die Blockbuster-DVD Soundeffekte in Dolbi Digital 5.1. (Carsten Scheibe) alle Rezensionen von Carsten Scheibe ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Hollow Man - Unsichtbare Gefahr, DVD:
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Weitere Filminfos zu Hollow Man - Unsichtbare Gefahr: Originaltitel: Hollow Man Land / Jahr: USA / Deutschland 2000 Produktion: Douglas Wick, Alan Marshall Musik: Jerry Goldsmith Kamera: Jost Vacano Spezialeffekte: Scott E. Anderson (Leitung Visual Effects), Sony Pictures Imageworks Inc. (Special Visual Effects) Ausstattung: Allan Cameron Kostüme: Ellen Mirojnick Schnitt: Mark Goldblatt Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Hollow Man - Unsichtbare Gefahr:
Kinotrailer, Trailer von anderen Filmen, Biographien Crew, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, Auch als UMD verfügbar, 2 Filmdokumentationen, Storyboard Vergleich, Entfallene Szenen, Filmkommentare von Komponist u. Regisseur
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Dieser Film existiert ebenfalls im UMD-Format für Sonys "Playstation Portable" (PSP)
Erscheinungsdatum: 01.09.2005 Kommentare zu Hollow Man - Unsichtbare Gefahr:
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