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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Geschichte vom weinenden Kamel:
In der unwirtlichen Gegend der Mongolei, in direkter Nähe zur lebensfeindlichen Wüste Gobi, bringt eine Kamelstute nach schwerer Geburt ein weißes Kalb zur Welt. Die Mutter, verstört aufgrund der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr junges, verweigert ihm die lebensnotwendige Milch und die nicht minder wichtige Geborgenheit und Zuneigung. Die Hirtennomaden, in deren Obhut sich die Tiere befinden, stehen der Situation hilflos gegenüber. Die vom Muttertier abgemolkene Milch wird von dem Jungtier verschmäht und auch die vom Menschen unterstützten Anbandelungsversuche scheitern. In ihrer Not erscheint eine alte Legende als einzige Möglichkeit zur Rettung des Kälbchens: Ein Musiker soll mit den magisch-himmlischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz dem Jungtier öffnen. Eine seltsame Mixtur ist „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ schon, doch trotz der Elemente aus Tiermärchen und Dokumentation, kommt es nie zur Verkitschung: die erzählte Geschichte bleibt locker und ungezwungen. Die beiden Absolventen der HFF-München, Bvambasuren Davaa und Luigi Falorni, besuchten über den Zeitraum von 3 Monaten eine mongolische Hirtenfamilie. Sie porträtieren mit respektvollem Abstand die verträumte Lebensweise dieser außergewöhnlichen Menschen an einem der entbehrungsreichsten Orte dieser Erde. Das Verhältnis Mensch/Tier wird beeindruckend dargestellt, wenn der Schnitt vergleichende Szenen aus dem Alltag der Menschen und dem der Kamele zeigt. Davaa und Falorni haben eine wunderbare Geschichte eingefangen und erlauben dem Zuschauer einen kleinen Einblick in eine andersartige, bezaubernde Welt. (Jan Heesen) alle Rezensionen von Jan Heesen ...
"In der unendlichen Weite der Wüste Gobi kommt ein kleines, weisses Kamel zur Welt.
Die Mutter verstößt es und ohne die nahrhafte Muttermilch ist das Junge dem Tode geweiht. Nur ein uraltes Ritual kann den Nomaden noch helfen – sie müssen die Kamelmutter mit der Hilfe eines Musikers zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. In klaren Bildern wird eine wahre Geschichte erzählt, doch es entwickelt sich daraus ein einzigartiges Märchen von der Suche nach Geborgenheit, Zugehörigkeit und dem universellen Bedürfnis nach Liebe, das jedem Lebewesen eigen ist.Bauen wir uns doch mal eine logische Argumentationskette: Dieser Film wurde in der Wüste gedreht. Dort ist es logischerweise arg hell, wegen starker Sonneneinstrahlung und so. In der Folge überstrahlt das Bild übermäßig - oder? Nö. Angesichts solcher Produktionsverhältnisse erscheint der Kontrast sogar richtig gelungen. Natürlich könnte er etwas knackiger sein, doch echten Grund zum Mäkeln gibt er nicht. Gleiches gilt für die Schärfe, welche zwar keinen Referenzcharakter besitzt, aber Details immer klar genug herausarbeitet, um beispielsweise Falten in Kleidungsstücken oder Gesichtern zu erkennen. Zusammen mit kräftig-natürlichen Farben, niemals auftretenden Artefakten, ebenso fehlendem Rauschen und dem ruhigen Transfer letztlich eine reife Leistung.Man könnte glauben, dass Mehrkanalton sich für einen solchen Film nicht lohnt - allerdings wäre dies ein großer Irrtum. Sowohl die deutsche als auch mongolische Spur in Dolby Digital 5.1 bringen nämlich wunderbar das Gefühl rüber, sich mitten in der Wüste zu befinden. Da fegt ein Sandsturm über alle Lautsprecher hinweg, knattern Zelte frontal oder pfeifen Vögel (wahrscheinlich die ganz besonders zähe Sorte) aus den Rears. Ein hervorragender Raumklang, der Dialogen und Musik trotzdem die Gelegenheit zur freien Entfaltung gibt. Was man dabei als Grundrauschen ansehen könnte, ist der Wind - Atmosphäre lauert überall. Und trotzdem die Synchronisation wirklich gut gelang, sei natürlich aus Gründen der maximalen Authentizität empfohlen, die DVD im Original zu sehen. Was übrigens zusätzlich belohnt wird, da der mongolische Track noch eine Spur lebendiger klingt. Allein der Subwoofer hätte durchaus etwas mehr Arbeit vertragen. Der Vollständigkeit halber abschließend ein Hinweis: Beide Sprachen können ebenfalls als Dolby Surround-Sound angewählt werden, welcher logischerweise einen viel weniger vielfältigen und sogar recht dumpfen Eindruck hinterlässt. Aber wozu dies tun, wenn DD 5.1 zur Verfügung steht und so gelungen ist, dass man dafür gern acht Punkte vergibt?Neben der stets gern genommenen Trailer-Show und teilweise animierten sowie immer soundunterlegten Menüs wäre zunächst erwähnenswert, dass der Hauptfilm Untertitel bietet. Der Punkt ""Bei den Dreharbeiten"" erklärt sich von selbst, läuft 15 Minuten und ist leider nicht sonderlich aussagekräftig - unter anderem deshalb, weil hier ebenfalls Untertitel wünschenswert gewesen wären. Auch die musikalisch untermalte Bildergalerie ist zwar hübsch, aber von nur geringem Nähwert. Dafür berichten beide Regisseure und der Produzent per Interview über die Hintergründe ihres Films, politische Parallelen innerhalb der Handlung, persönliche Motivationen, das Leben der Nomaden, deren Verhältnis zur Natur und so weiter. Insgesamt 32 informative Minuten, welche nicht bloß Zuschauer erfreuen dürften, die durch den Film auf das Volk neugierig geworden sind. Trotzdem erreicht diese Ausstattung lediglich...Was ist DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL nun eigentlich? Eine Dokumentation? Ein Drama? Oder gar ein Abenteuer? Von allem etwas, grundsätzlich jedoch ein realistischer, respektvoller Blick auf den entbehrungsreichen Alltag der Nomaden und gleichermaßen sensibel erzählter Zusammenprall zweier Kulturen. Dabei gewinnt die angenehm unspektakuläre Handlung gerade ob ihrer Natürlichkeit immer wieder an der mythischen Qualität jedes guten Märchens, ohne zu vergessen, worum es auf emotionaler Zweitebene geht: die Suche nach Zusammengehörigkeit, schützender Nähe und Liebe nämlich. Zwar werden dafür nach Fabel-Manier animalische Protagonisten gewählt, aber genaueste Beobachtung des Umfeldes und der Figuren verhindert stets das Abgleiten in nervige Streichelzoo-Niedlichkeit. Ungeachtet aller Sagen-Elemente also Realismus pur, welcher unter die Haut geht und in vielen Wohnzimmern so manche Träne fließen lassen dürfte. Darum letztlich eine klare Empfehlung - sogar für Menschen, denen schon viele Trampeltiere vor Botok das Herz harpuniert oder gar gebrochen haben... Dies natürlich umso mehr, da Sunfilm bei der technischen Umsetzung auf DVD ganze Arbeit leistete. Nur die Ausstattung kommt etwas mager daher, was aber angesichts der Filmqualität nicht sonderlich stört." (Michael Holland) alle Rezensionen von Michael Holland ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die Geschichte vom weinenden Kamel, DVD:
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Weitere Filminfos zu Die Geschichte vom weinenden Kamel: Originaltitel: Die Geschichte vom weinenden Kamel Land / Jahr: Deutschland 2003 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Die Geschichte vom weinenden Kamel:
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