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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu :
Die Antwerpener Polizei im Dauer-Stress. Mysteriöse Mordserien häufen sich und die beiden Kommissare Vincke (Koen de Bouw) und Verstuyft (Werner De Smedt) haben alle Hände voll zu tun. Die Auswahl der Opfer scheint willkürlich, schließlich ist die ganze Bandbreite der Gesellschaft unter den Opfern vertreten. Es muss sich um Profis handeln.

Allerdings nur um einen – und zudem noch betagten Profi. Angelo Ledda (Jan Declair) ist Profikiller. Allerdings wird es immer schwerer für ihn Jobs anzunehmen, da er im Anfangsstadium unter Alzheimer leidet. Notizen auf dem Unterarm sind seine Rettung. Als sein Ziel eines Tages die 12-jährige Bieke (Laurien Van den Broeck) sein soll, verweigert er die Ausführung, da er niemals einem Kind etwas antun würde. Das kleine Mädchen wurde als junges Mädchen von ihrem Vater an zahlungswillige Kinderschänder vermietet, bis Kommissar Vincke ihm das Handwerk legte. Angelo Ledda hat die Nase voll von solchen Aufträgen, und beschließt bei seinen Auftraggebern mal ein bisschen aufzuräumen, so lange er noch weiß wer sie sind.

Es geht in der Geschichte nicht die ganze Zeit vordergründig um das Thema Pädophilie. Es ist zwar allgegenwärtig, und als Zuschauer ist man sich auch sicher, dass alles, was an Morden geschieht, nur der Verdeckung von perversen Gelüsten dient. Doch vordergründig geht es um die Rache eines alternden Auftragskillers, der durch seine Krankheit immer mehr seine Erinnerungen verliert.

Die Rollen sind glänzend besetzt. Jan Declair mit seinen grauen Haaren sieht eher wie der liebe Großvater, als wie der eiskalte Killer aus. Doch schon nach wenigen Szenen sind die Gedanken verflogen. Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass er ein Meister seines Fachs ist. "Totgemacht" ist ein ruhiger Krimi mit einem heiklen aber leider auch aktuellen Thema.

Durch seine Spannung und Witzigkeit und die nicht ganz alltäglichen Charaktere (veralterter Profikiller) kann er mit gehobener Unterhaltung für Fesslung vor dem Fernseher sorgen. Auch wenn der Titel meiner Meinung nach nicht ganz glücklich gewählt wurde. ()

alle Rezensionen von Nils Laschet ...
"Angelo Ledda ist Profi-Killer. Ein geheimer Auftrag bringt ihn nach Antwerpen. Die blutige Spur seiner ‘Arbeit‘ führt die dortige Mordkommission zu einem Kinderpornoring, dessen Wurzeln bis tief in Regierungskreise reichen.

Als Ledda erkennt, dass sein zweites Opfer ein 12-jähriges Mädchen ist, kann er den Mord nicht ausführen - denn er hat eine Maxime: er tötet keine Kinder.

Stattdessen dreht der Killer den Spiess um – er nimmt seine Auftragsgeber ins Visier, aber er hat ein Problem: sein Erinnerungsvermögen lässt ihn immer mehr im Stich...Wie für europäische Filme typisch, wirkt das gesamte Bild etwas grober als man es von den ""glatten"" US-Produktionen gewohnt ist. Das verschafft dem Ganzen einen natürlichen, authentischen Charakter. Die Farben sind meist gedeckt, aber nicht zu matt, jedoch durch Filter ins Bläuliche verzerrt. Die Grüntöne der Visionen/Blackouts des Herrn Ledda sind die kräftigsten Farben des Films. Gelegentlich ist das Bild etwas dunkel geraten, so dass es öfter an feinen Details fehlt. Die Schärfe des Films kann an Kanten und im Detail als ""gut"" bezeichnet werden, lediglich einige helle Einstellungen sind etwas unscharf. Im Bildhintergrund ist immer wieder deutlicheres Rauschen sichtbar. Der Transfer läuft ruhig und ist recht bewegungsstabil, Nachzieher sind selten. Einige analoge Bildfehler sind vorhanden. Die Kompression zeigt sich nur selten durch bewegliche Blockstrukturen in besonders dunklen Flächen. Ein guter Transfer, der sich - trotz der Schwankungen - sieben Punkte verdient.Insgesamt fünf Tonspuren bietet die DVD, wovon drei jedoch überflüssig sind, denn die deutschen in DD 5.1 und DTS unterscheiden sich praktisch nicht - selbst der Ausgangspegel ist fast identisch. Auch die im Surroundformat DD 2.0 sind nicht unbedingt notwendig, ist doch jeder Verstärker zum eigenen Downmix fähig. So bleiben die DD 5.1-Spuren in Deutsch und Flämisch als sinnvolle Tracks übrig. Diese bieten zunächst einen recht breit angelegten Score, der auch mal die Rears belegt, von der Dynamik her aber ruhig etwas mehr ausgearbeitet sein dürfte. Der Surroundmix besteht weitestgehend aus Hintergrundgeräuschen, die aber gelegentlich etwas zu frontlastig angelegt sind. Den wenigen actionreicheren Szenen fehlt es an Druck und Direktionalität. Die Stimmen sind gut verständlich, wirken aber etwas in den Vordergrund gerückt - hier ist die Originalspur natürlicher. Insgesamt zwar kein berauschendes Sounderlebnis, für einen Thriller, der nicht so sehr von der tonalen Mitwirkung lebt, aber brauchbar.Sunfilm hatte mit Titeln wie etwa ""Vidocq"" gezeigt, dass sie auch umfangreiche, sinnvolle Extras anbieten können. Mit ""Totgemacht"" landen wir aber wieder im Bereich ""Minimalausstattung""! Im teilanimierten und sounduntermalten Hauptmenü finden wir unter dem Punkt ""Bonus"" lediglich ein unkommentiertes Behind the Scenes-Featurette, das Eindrücke von den Dreharbeiten vermittelt. Von den Dialoglesungen über den Bereich Maske bis hin zu Bild-in-Bild-Vergleichen zwischen fertiger Szene und Präparation derselben finden sich interessante Einblicke, die jedoch nur vom O-Ton gespeist, verbal unverständlich bleiben (es sei denn, man kann gut Französisch). Weiterhin gibt es noch Interviews mit verschiedenen Filmbeteiligten auf mehr als 30 Texttafeln. Im Hauptmenü lassen sich noch magere drei Trailer zu weiteren DVDs anwählen. Der Kinotrailer zum Film hingegen fehlt entgegen anders lauternder Presseankündigungen. Noch zu erwähnen wäre die fensteranimierte Kapitelanwahl und die optionale Untertitelung in Deutsch für den Hauptfilm.""Totgemacht"" ist ein kleiner, aber feiner Thriller aus dem flämischsprachigen Europa mit guter Story und glaubwürdigen Charakteren. Die Darstellung der fortschreitenden Krankheit Alzheimer als eine Art Gedächtnis-Flashs ist interessant. Die Nebenthematik (Kinderprostitution) ist allerdings, gerade für einen belgischen Film, höchst brisant. Ein rundum empfehlenswerter Film, der das Ansehen auch auf DVD lohnt, denn Bild und Ton sind leicht überdurchschnittlich oder zumindest hinnehmbar ()

alle Rezensionen von Marcus Kampfert ...
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Medien-Typ: DVD
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