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Schauspieler / Schauspielerinnen in O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee:
Darsteller:
George Clooney Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee:
Die Story: Basiert auf der "Odysse" Homers. Das muss man nicht wirklich verstehen, es hilft aber, die Szenen richtig einzuordnen. Natürlich ist wie immer kaum eine Szene Zufall, und der Plot schlägt 98% der üblichen Filme um Längen. Das Hauptproblem ist jedoch das Ungleichgewicht - in der ersten Stunde ist das Tempo eher gemächlich und wenig aufregend, danach wirkt der Plot überfrachtet und unübersichtlich. So etwas sollte eigentlich nicht passieren. Der Cast: Ja, ich mag Clooney nicht besonders. In "From Dusk Till Dawn" hat er einen kompletten Überblick über sein gesamtes mimisches Talent gegeben, und das reicht eigentlich bei weitem nicht für einen Coen-Film. Als Landei mag das noch durchgehen, aber begeistern mochte ich mich nicht für ihn. John Turturro ist allerdings eine Art Gott und vermutlich mein Lieblingsschauspieler, der auch hier eine tadellose Vorstellung hinlegt. Neuentdeckung Tim Blake Nelson agiert liebevoll und talentiert, den möchte ich gerne mal in einer anderen Rolle sehen. Chalres Durning und John Goodman sind Vollblutschauspieler, die können gar nicht schlecht spielen, sieht man hier auch wieder. Alles in allem ein sehr gelungener und ansprechender Cast. Die Regieleistung ist wie immer hervorragend - die Farben sind absolut geschmackvoll gewählt und teilweise durch chemische Tricks (die Vermeidung satten Grüns gelang nur durch Bearbeitung der Negative) akzentuiert. Die Computereffekte fügen sich nahtlos in den Film ein, ab und an hat man das Gefühl "Hm, wirkt etwas unnatürlich", aber das ist keine echte Kritik, schließlich habe ich "Perfect Storm" überlebt. Aber Fehler gibt es durchaus - die Handlung wirkt diesmal, wohl auch wegen dem Homer-Bezug, wie aus szenischen Bruchstücken zusammengesetzt und über den ganzen Film ungleichmäßig verteilt. Man kann das ja machen, und man kann auch langsam anfangen und temporeich enden, aber wenn man nicht das Gefühl hat, dass das beabsichtigt war, dann scheint der Regisseur den Überblick über den Film verloren zu haben. Der Soundtrack muss einem gefallen - mir hat er es nicht. Und ich gebe zu, dass ich mich streckenweise wirklich gelangweilt habe, was mir bisher in keinem Coen-Film passiert ist. Zu unspektakulär wird die Handlung vorangetrieben, und Clooney hat die Rolle des sympathischen Kriminellen leider einmal zu oft gespielt. Uncool. Bei aller Kritik muss klar sein, dass der Film immer noch 90% der bisher dieses Jahr erschienenen Filme locker in die Tasche steckt, aber ein Coen-Film ist für mich immer etwas besonderes gewesen. Die Enttäuschung ist dann natürlich immer umso größer, wenn es nicht richtig funktioniert. Vielleicht liegt es an mir - aber mehr als "ein guter Film" kann ich leider nicht sagen. Stattdessen werde ich mir lieber "Barton Fink" ansehen. Mehrfach. Und dabei multiple Orgasmen haben. (Tim Kaiser) alle Rezensionen von Tim Kaiser ...
Seit jahren gehören die Filme der Coen-Brüder zum Pflichtprogramm von Cineasten, finden aber auch bei der breiten Masse respektablen Anklang. Egal, ob bei „Fargo“ oder bei „The Big Lebowksi“, stets finden die Coens eine Balance zwischen skurrilen Gestalten, ironisch-sarkastischer Humor und einer wahrhaft umwerfenden Visualität. Einen Teil zu diesem Erfolg trägt das eingespielte Team bei, auf das die Coens seit mehreren Filmen vertrauen: Schnitt, Soundtrack und Kamera werden seit ihrem zweiten Film von den selben Leuten stets kongenial beigesteuert. Und bei ihrem ersten Film „Blood Simple“ stand Barry Sonnenfeld hinter der Kamera, der sich inzwischen einen Namen als Regisseur von Filmen wie „Men in Black“ und „Misery“ gemacht hat und nur bei „Arizona Junior“ noch mal für die Coens hinter der Kamera stand. Carter Burwell ist heute einer der renommiertesten Score-Komponisten, der sich durch seinen minimalistischen stil definiert. Seinen letzten Soundtrack komponierte er für „Being John Malkovich“. Diesmal treten seine Kompositionen allerdings in den Hintergrund und überlassen der typischen Musik der 30er Jahre das Rampenlicht. Eines der Lieder wurde übrigens von George Clooney gesungen, für den Film aber neu synchronisiert. Ein Schicksal, welches schon Madonna in „Evita“ ereilte und entsprechend gelassen nahm George Clooney die ganze Angelegenheit...
Alte Freunde lassen die Coen-Brüder nie im Stich und so schrieben sie für Sam Raimi („Tanz der Teufel“, „Armee der Finsternis“, „Ein einfacher Plan“) das Drehbuch zu seinem Film „Die Killer-Akademie“.
Sam Raimi revanchierte sich, indem er das Drehbuch zu „The Hudsucker Proxy“ schrieb.
„O Brother, Where Art Thou“ orientiert sich locker und leicht an Homers Odyssee, kokettiert damit aber auf ähnliche Weise, wie es der angeblich authentisch gefärbte „Fargo“ mit seiner wahren Geschichte erfolgreich vorgemacht hat. Das Ergebnis ist aber keine schicksalsschwangere Verfilmung eines der Klassiker der Weltliteratur, sondern ein locker-leichter, liebevoll skurril-versponnenes Road-Movie, welches in der Tradition der restlichen Filme der Coens steht. Und das ist einer der Gründe, warum ich ihre Filme so mag: Man kann einfach nicht ins Klo greifen, obwohl der Dude da bestimmt anderer Meinung wäre (uh oh, ich glaub, das war ein Insiderwitz ;-) Es gibt eigentlich nur zwei Dinge auf der Welt, die ohne John Goodman unvorstellbar wären: „Roseanne“ und ein neuer film von Joel und Ethan Coen. Und es gibt nur eins auf der Welt, was unverzichtbar wäre, und Roseanne ist es sicherlich nicht... John Goodman und John Turturro sind bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil des Coenschen Universum. während John Turturro neben George Clooney und Tim Blake Nelson eine der Hauptrollen spielt, verkörpert John Goodman diesmal einen einäugigen (bzw. Zyklopen), und auch die Sirenen lassen nicht lange auf sich warten. Allzu ernst sollte man die Bezüge zur Odyssee allerdings nicht nehmen, denn im Grunde genommen ist fast jedes Road-Movie ein Kind der Odyssee. Im Zentrum der Story steht das Ausbrechertrio Everett McGill, Pete und Delmar, die aneinandergekettet einen sagenhaften Schatz bergen wollen. Auf ihrer Odyssee begegnen sie dem Ku-Klux-Klan, depressiven Gangstern und erleben schräge Abenteuer, die schon immer das salz in der Coen-Suppe waren. Das einzige, was ich bei „O Brother, Where Art Thou“ vermisst habe, ist der intellektuelle Tiefgang, der filme wie „Barton Fink“ so besonders gemacht haben. Dafür inszeniert „O Brother, Where Art Thou“ einen hoffentlich fortgesetzten Running Gag der Filmgeschichte: Dies ist schon der zweite film mit George Clooney, in dem eine Kuh auf zwerchfellbelastende Weise ums Leben kommt: Während einer Schiesserei mit Polizisten schwenkt ein Bankräuber plötzlich seine Waffe auf eine Horde Kühe und sagt: „Wenn ich eins mehr hasse als Bullen, dann sind es Kühe“, und mäht eine der Kühe mit seiner MG nieder, während eine andere Kuh vom Polizeiauto gerammt wird! „O Brother, Where Art Thou“ ist ein weiteres Meisterwerk und sollte jeden dazu animieren, sich die restlichen filme der beiden Sonderlinge aus Minnesota sofort in der Videothek seiner Wahl zu leihen! und wer sie schon gesehen hat, der guckt sie einfach noch mal! (Tino Hahn) alle Rezensionen von Tino Hahn ...
Im Gesamtkontext mit den restlichen Filmen der Coens lässt sich „O Brother...“ eher wie eine stilistische Fingerübung an, die aus dem wie immer einfach konstruierten Plot eine Vielzahl von Ereignissen lostritt, die wieder über die naiven Protagonisten hereinbricht. Zu besessen sind die Coens diesmal von Details und von ihrer Bedeutung für die Handlung, dass sie in ihrer Experimentierwut manchmal Gefahr laufen, den roten Faden zu verlieren. Außerdem sind die Charaktere diesmal wesentlich klarer definiert.
Dabei ist die Rolle von Everett so angelegt, dass er zwar über eine gewisse Intelligenz verfügt, aber die größeren Zusammenhänge nicht durchblicken kann. Pete hingegen scheint die größeren Zusammenhänge zwar zu erahnen, kann sie aber nicht deuten und verhält sich aufgrund seiner Unsicherheit aggressiv. Diese Aggressionen muss Everett des öfteren spüren, wenn es um die Machtverteilung in der Gruppe geht. Diese Diskussion um eine Führungsposition innerhalb der Protagonistengruppe kam bisher in keinem Coen-Film vor, denn in keinem Coen-Film zuvor hat bisher ernsthaft eine Figur nach der Führung innerhalb einer Gruppe gedrängt, denn bisher waren alle Protagonisten Einzelgänger, die sich nur widerwillig Gruppen anschlossen. Bei „The Big Lebowski“ gab es zwar die Freundschaft zwischen dem Dude, Walter und Donny, aber im Grunde ihres Herzens waren sie alle Einzelgänger, nur verbunden durch gemeinsame Interessen oder zusammengeschmiedet durch die äußeren Umstände. Diese Methode wird bei „O Brother“ dadurch umgangen, als dass die drei Protagonisten mit Ketten aneinandergefesselt sind und sich zwangsläufig eine Zwecksfreundschaft anbahnt. Zwar sind die Ketten äußere Umstände, aber auch nach ihrer Befreiung bleiben sie zusammen, um den Schatz zu bergen. Als Everett dann schließlich gestehen muss, das der Schatz nicht existiert, sieht man deutlich, welche Mühen es ihm macht, seinen neugewonnenen Freunden die Wahrheit zu erzählen. Allerdings fällt auf, dass „O Brother...“ die wenigsten Gefühle für seine Figuren entwickelt: Stets ist klar erkennbar, in welche Richtung ein Witz funktionieren soll. Der Effekt ihrer früheren Filme, dass man manchmal nicht wusste, ob man lachen oder weinen sollte, wird sich bei „O Brother...“ nicht einstellen. Dafür überzeugt der Film auf anderer Ebene: Durch die sehr lose Anlehnung an Homer’s Odyssee konnten die Coens diesmal Charaktere entwerfen, die sich auf die Geschichte beziehen und sie ihren Ansprüchen entsprechend modifizieren: John Goodman als einäugiger Bibelverkäufer, der die Helden reinlegt, entspricht in der Odyssee dem Zyklopen, während die singenden Frauen am Fluß unschwer als Sirenen zu entlarven sind. Dadurch erreicht der Film eine hohe Glaubwürdigkeit bei jenen Kritikern, die zuvor aufgrund der skurrilen Charaktere verwirrt waren, da sie nicht glaubhaft interpretiert werden konnten. Durch den literarischen Hintergrund von „O Brother...“ wurde der Film diesmal wohlwollender von den Kritikern aufgenommen, während das Publikum ihn, wie fast jeden Coen-Film, weitgehend ignorierte. (Tino Hahn) alle Rezensionen von Tino Hahn ...
Die Brüder Joel Coen und Ethan Coen schreiben zusammen verrückte Drehbücher und verfilmen sie dann auch gemeinsam. Nach "The Big Lebowski" inszenieren sie nun George Cloony in einer verschrobenen Mississippi-Odyssee, die deutliche Anleihen am griechischen Klassiker Odysseus nimmt.
Wir befinden uns mitten in der amerikanischen Depressionszeit, also ein paar Jahrzehnte in der Vergangenheit. Irgendwo im Staat Mississippi klopfen die Sträflinge Everett Ulysses McGill (George Clooney), Delmar (Tim Blake Nelson) und Pete (John Turturro) Steine. Ein trostloses Leben. Mitten in einem Maisfeld wagen sie eines Tages zu dritt aneinandergekettet die Flucht: Der redegewandte McGill hat ihnen weisgemacht, dass am Ende ihrer gefährlichen Odyssee ein Schatz wartet, der sie alle reich macht. Was Demar und Pete nicht wissen: Das ist alles nur erstunken und erlogen. McGill muss nur so schnell wie möglich nach Hause fahren, um seine Frau davon abzuhalten, einen anderen Mann zu heiraten. Das geht aber nur, wenn seine Kettenkumpane mitkommen. Es folgt eine sehenswerte und ziemlich schräge Odyssee kreuz und quer durch die Südstaaten, die sich deutlich am griechischen Klassiker orientiert. Die drei Männer fallen auf singende Sirenen am Fluss herein, werden von einem Zyklopen (der einäugige John Goodman als Bibelverkäufer) ausgeraubt und müssen sich sogar mit Zauberei auseinandersetzen. "O Brother, Where Art Thou" ist auf eine hintergründige Art komisch und verzichtet ganz auf vordergründigen Klamauk. Hier entwickelt sich der Humor vielmehr aus der Situation und den Charakteren heraus. Brillant in der Rolle des McGill ist übrigens George Clooney besetzt. Er mimt perfekt den redegewandten Schönling, der nur Pomade einer bestimmten Art akzeptiert, stundenlang von der perfekten Haarpflege reden kann und trotz aller charakterlichen Unzulänglichkeiten doch an nichts anderes denken kann als an seine Frau (Holly Hunter) und die zahlreichen Töchter. Clooney traut sich hier als Schauspieler, manchmal lächerlich, manchmal etwas dumm und manchmal ziemlich linkisch zu wirken. Er macht im Film nicht immer eine gute Figur. Aber das macht er so gut, dass ihm die Rolle wohl noch lange nachhängen wird. Clooneys Begleiter Delmar und Pete werden in ihrer leicht unintelligenten naiven Art ebenfalls perfekt gespielt. Dieses Chaoten-Trio unterwegs – niemand weiß, was da alles passieren kann. Die Coen-Brüder zünden jedenfalls ein Feuerwerk gefälliger und überraschender Einfälle. Die drei Sträflinge nehmen eher aus Versehen eine Platte auf, die auf ihrer weiteren Flucht vor den Bluthunden der Justiz unverhofft zu einem Bestseller wird. Sie retten einen schwarzen Musiker aus den Händen des Ku-Klux-Klan und entscheiden auf diese Weise auch noch einen lokalen Wahlkampf. Und sie machen die Bekanntschaft des Bankräubers Baby Face Nelson, dessen Name noch heute bekannt ist. Um die der Welt leicht entrückte Stimmung dieser skurrilen Odyssee besser vermitteln zu können, haben die Coen-Brüder das gesamte Filmmaterial künstlich so ausgebleicht, dass alle Farben verblassen. So entsteht eine ganz eigene Atmosphäre. Unsere Meinung: Ein wunderschöner, leicht verrückter Film voller brillanter Einfälle, vielleicht Clooneys bester Film überhaupt. T Bone Burnett, der für den Soundtrack verantwortlich zeichnet, sollte übrigens für seine gefühlvolle Komposition alter Südstaatenweisen mit dem Oscar belohnt werden. Die unter die Haut gehenden Songs sind übrigens auch auf einer Soundtrack-CD zu finden, die sich millionenfach verkauft hat. Leider bietet die DVD keine Extras. (Carsten Scheibe) alle Rezensionen von Carsten Scheibe ... Reminder, PDF-Datenblatt zu O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee, DVD:
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Weitere Filminfos zu O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee: Originaltitel: O Brother, Where Art Thou? Land / Jahr: England / Frankreich / USA 2000 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee:
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