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Unberührbare, Die
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Unberührbare, Die:
4Patrick Fiekers2009-01-28„Die Unberührbare“ ist ein Film von Oskar Röhler. Die Schriftstellerin Hanna Flanders, gespielt von Hannelore Elsner, gilt als Verfechterin des Kommunismus. In den späten Sechzigern war sie in der DDR ebenso berühmt, wie im westlichen Teil Deutschlands. Ihr Ende kam mit dem Mauerfall im Jahre 1989.
Röhler greift das Leben der Schriftstellerin auf. Der Film „Die Unberührbare“ zeichnet die letzten Tage im Leben der Schriftstellerin nach. Ihre Romane verschwinden nach dem Mauerfall. Das Interesse sinkt gen Nullpunkt. Auch Freunde wenden sich von Hanna ab. Ihr Leben wird einsam, katastrophal.
Ihre Wohnung in München trägt sich vom Erfolg ihre Romane, doch diese Zeit geht vorbei. In großen Schritten nähert sie sich dem persönlichen Ruin. Die Menschheit macht sie krank. Dinge, die den Menschen Freude bereiten, ist sie leid. Kurzerhand zieht sie nach Berlin. Sie setzt Hoffnung in ihrem Verleger Joachim Rau.
Bewertung:
Mit „Die Unberührbare“ hat Röhler ein Drama geschaffen, dass von der Qualität hoch auf dem deutschen Filmmarkt anzusiedeln ist. Hannelore Elsner hat für ihre Rolle als Hanna Flanders den Deutschen Filmpreis 2000 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ bekommen. Doch auch der Film wird in der Kategorie „Bester Film“ ausgezeichnet. Neben Hannelore Elsner spielen Jasmin Tabatabai und Vadim Glowna in dem Film mit.
Die DVD wartet mit besonderen Extras und Zusatzinformationen auf. Es sind Interviews mit Hannelore Elsner und Oskar Röhler vorhanden, aber auch Zusatzfilme, wie die Verleihung des „Deutschen Filmpreis 2000“. Neben der „Offline-Webseite“ und einer Buchleseprobe bekommt der Zuschauer den Originaltrailer, Biografien, Filmografien und Audio-Interviews. ...
„Die Unberührbare“ ist ein Film von Oskar Röhler. Die Schriftstellerin Hanna Flanders, gespielt von Hannelore Elsner, gilt als Verfechterin des Kommunismus. In den späten Sechzigern war sie in der DDR ebenso berühmt, wie im westlichen Teil Deutschlands. Ihr Ende kam mit dem Mauerfall im Jahre 1989.
Röhler greift das Leben der Schriftstellerin auf. Der Film „Die Unberührbare“ zeichnet die letzten Tage im Leben der Schriftstellerin nach. Ihre Romane verschwinden nach dem Mauerfall. Das Interesse sinkt gen Nullpunkt. Auch Freunde wenden sich von Hanna ab. Ihr Leben wird einsam, katastrophal.
Ihre Wohnung in München trägt sich vom Erfolg ihre Romane, doch diese Zeit geht vorbei. In großen Schritten nähert sie sich dem persönlichen Ruin. Die Menschheit macht sie krank. Dinge, die den Menschen Freude bereiten, ist sie leid. Kurzerhand zieht sie nach Berlin. Sie setzt Hoffnung in ihrem Verleger Joachim Rau.
Bewertung:
Mit „Die Unberührbare“ hat Röhler ein Drama geschaffen, dass von der Qualität hoch auf dem deutschen Filmmarkt anzusiedeln ist. Hannelore Elsner hat für ihre Rolle als Hanna Flanders den Deutschen Filmpreis 2000 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ bekommen. Doch auch der Film wird in der Kategorie „Bester Film“ ausgezeichnet. Neben Hannelore Elsner spielen Jasmin Tabatabai und Vadim Glowna in dem Film mit.
Die DVD wartet mit besonderen Extras und Zusatzinformationen auf. Es sind Interviews mit Hannelore Elsner und Oskar Röhler vorhanden, aber auch Zusatzfilme, wie die Verleihung des „Deutschen Filmpreis 2000“. Neben der „Offline-Webseite“ und einer Buchleseprobe bekommt der Zuschauer den Originaltrailer, Biografien, Filmografien und Audio-Interviews. (Patrick Fiekers)
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Kommentare zu Unberührbare, Die:
Kommentar von Eva Behrens
Tag auf den anderen - ohne vorherige Planung, ohne genügend Geld, ja, nicht einmal mit einer korrekten Aussicht auf eine Wohnung - beschließt Hanna, München zu verlassen und nach Berlin zu ziehen. Im Ostteil der Stadt, dort, wo ihre Bücher verlegt werden, hofft sie, auf Gleichgesinnte zu treffen. Rasch muss die Schriftstellerin erkennen, dass ihr überstürzter Umzug ein großer Fehler war. Ihr Bekannter, auf dessen Hilfe sie vage Hoffnungen gesetzt hatte, hat es eilig sie loszuwerden, ihre Freunde aus alten Tagen haben sich längst in neue Richtungen entwickelt, der Rowohlt-Verlag, der einige ihrer frühen Werke veröffentlicht hatte, zeigt an ihr kein Interesse mehr und zu allem Überfluss stellt sich schon bald heraus, dass Hanna mit ihren politischen Überzeugungen auf recht verlorenem Posten steht. Eine mitleidige Angestellte ihres Ost-Berliner Verlages bietet Hanna die Möglichkeit, vorübergehend in einer Autorenwohnung am Stadtrand unterzukommen. Es ist eine grauenvolle Buchte: gammlig, versifft und mit Möbeln, die unübersehbar den Charme des real existierenden Sozialismus ausstrahlen. Bei einer Frau, die sie durch Zufall kennenlernt, findet Hanna vorübergehend Unterschlupf und im Kreise von deren Familie so etwas wie menschliche Wärme. Als ihr Geld zur Neige geht, weiß die Schriftstellerin jedoch, dass sie in Berlin nicht bleiben kann, es folgt ein weiterer überstürzter Umzug - zurück nach München. Ihre finanzielle Not zwingt die Frau zu einem peinlichen Bettelbesuch bei den Eltern und zu einem nicht weniger unangenehmen Auftritt in einem Modehaus mit dem, Versuch, den erst vor kurzem gekauften sündhaft teuren Designermantel wieder zurück zu geben. Zerrüttet an Leib und Seele landet Hanna schließlich im Krankenhaus, wo man sie mit einer weiteren unangenehmen Erkenntnis konfrontiert... Bei der unglücklichen Heldin dieses in schwarz-weiß gedrehten Filmes handelt es sich in Wirklichkeit um Gisela Elsner, eine Schriftstellerin, die während der sechziger und siebziger Jahre einige recht bekannte Bücher veröffentlichte, die jedoch später an ihre frühen Erfolge nicht mehr anknüpfen konnte. Sie war außerdem die Mutter von Oskar Röhler, dem Mann also, der bei diesem Film Regie führte. Obwohl Röhler folglich von dem Thema durchaus emotional betroffen ist, bringt er doch auch eine gewisse Distanz auf ( er hatte wohl nicht allzu viel Kontakt zu der Mutter) und das tut diesem Film ausgesprochen gut. Er schildert die verzweifelte Lage einer tief unglücklichen Frau und kommt doch ganz ohne Lamento, Weinerlichkeit und peinliche Schuldzuweisungen aus. Er konzentriert sich ganz auf das Wesentliche, alles Störende (Farbe, Effekte, laute Musik) hat er weggelassen. Er verlässt sich statt dessen auf das Können der Schauspieler und darauf kann er sich auch verlassen - und wie! Vor allem die Hauptdarstellerin Hannelore Elsner, die übrigens mit der Heldin weder verwandt noch verschwägert ist, überzeugt auf ganzer Linie. Ihre Leistung ist wahrlich Oskarreif! Einzig die eine oder andere Nebenfigur schien mir etwas überzeichnet (z.B. der Hotelportier im "Excelsior" oder Hannas Mutter). Insgesamt ein Film, der zum Nachdenken anregt und sich wohltuend vom allgemeinen lauten (und normalerweise ja trotzdem recht netten) Hollywoodtrubel abhebt. ...
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Bei der Vorstellung des Titels Unberührbare, Die handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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