Die Passion Christi
Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Passion Christi:
Darsteller:
James Caviezel, Monica Bellucci, Claudia Gerini, Maia Morgenstern, Sergio Rubini, Toni Bertorelli, Roberto Bestazzoni, Francesco Cabras, Giovanni Capalbo, Rosalinda Celentano, Emilio De Marchi, Francesco De Vito, Lello Giulivo, Abel Jefry, Hristo Jivkov, Luca Lionello, Jarreth J. Merz, Matt Patresi, Fabio Sartor, Mattia Sbragia, Giacinto Ferro, Hristo Shopov, Olek Mincer, Roberto Visconti, Pietro Sarubbi, Adel Bakri, Lucio Allocca, Paco Reconti, Lino Salemme, Emanuele Gullotto, Maurizio Di Carmine, Francesco Gabriele, Angelo Di Loreta, Federico Pacifici, Roberto Santi, Giovanni Vettorazzo, Ted Rusoff, Andrea Coppola, Luciano Federico, Romuald Andrzej Klos, Giuseppe Lo Console, Dario D`Ambrosi, Nuot Arquint, Adel Ben Ayed, Gabriella Barbuti, Michelle Bonev, Omar Capalbo, Franco Costanzo, Luca De Dominicis, Danilo Di Ruzza, Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Passion Christi:
Was war nicht alles zum Filmstart geschrieben und diskutiert worden. Da gab es jüdische Gruppen, die, ohne den Film überhaupt gesehen zu haben, nur Aufgrund von Gerüchten und Vorabinformationen, Mel Gibson und/oder den christlichen Kirchen, insbesondere der katholischen Kirche und der von ihr abgespaltenen orthodoxen Gruppierung der Mel Gibson angehört, Antisemitismus vorwarfen und so dafür sorgten, das ein jeder für das Feuilleton verantwortliche Redakteur einer regionalen/ überregionalen Tageszeitung Wochen und wochenlang vor dem Start des Filmes Wissenschaftler unterschiedlichster Fachbereiche und Strömungen mit Vertretern nahezu aller christlichen Gruppierungen und sonstige Experten auf diesem Gebiet die Frage der Rechtmäßigkeit dieses Vorwurfes diskutieren lies. Als hätte dies nicht schon gereicht fand sich im nächsten Vorwurf, dem der Gewaltverherrlichung und unnötig gezeigten Brutalität in den Folter und Kreuzigungsszenen das nächste Thema über das zusätzlich zu den obigen Experten noch die Jugendschützer diskutieren konnten. So war mir eigentlich unmöglich den Film gänzlich ohne Vorurteile anzuschauen und doch wollte ich mir gerade angesichts der Kontroversen und des Pro- und Contra in den Diskussionen, selbst ein Urteil bilden über den Film gehen und versuchen ihn mir möglichst vorurteilsfrei anzuschauen. Ob mir dies gelungen ist, weiß ich nicht 100% und von daher kann ich im folgenden nur das Wiedergeben, was mir so während des Anschauens des Filmes durch den Kopf gegangen ist. Teilweise nicht immer geordnet sondern vielmehr chaotisch und so wie es mir im Laufe des Filmes in den Sinn gekommen ist. Was ich unumwunden zugeben muß ist, das mir Film wirklich an die Nieren gegangen ist und ich mich Angesichts der Brutalität der Folter- wie der Kreuzigungsszene am liebsten abwenden wollte und doch bleibt für mich doch nur eine einzige Szene, die ich für unnötig brutal und damit überflüssig halte und das ist jene Szene, in der die Krähe dem zweiten Verbrecher, der nicht wie der andere vom Anblick des gefolterten Jesu bekehrt wird, das Auge aushackt. Alle andere Szenen sind in meinen Augen immer noch brutal und unmenschlich und bestärken mich darin, Folter abzulehnen, zeigen aber was Menschen in der Lage sind anderen Menschen anzutun, wenn ein Menschenleben aus welchen Gründen auch immer, nichts (mehr) zählt, Folter bzw. Geißelung legitimiert sind und sie sich, angestachelt und angefeuert von Kameraden, Vorgesetzten und bei öffentlicher Bestrafung neugierigen Zuschauern, erstmal an Gewalt gewöhnt haben und sich dann einen Rausch der Gewalt steigern und der Tod mehr Erlösung ist als mit dem Leben davongekommen zu sein. Selbst die hie und da aufblitzende Menschlichkeit, wenn das Gewissen den Befehlshaber an seiner Entscheidung zweifeln läßt, ist hier nur ein schwacher Trost und Hoffnungsschimmer. Ob der Film allerdings jemanden vom Befürworter der Folter zum Gegner machen kann wage ich zu bezweifeln, zu viele gesellschaftliche, familiäre und persönliche Faktoren spielen hierbei eine Rolle. Eines aber wird finde ich auf jeden Fall deutlich, Gewalt und Folter üben eine selbst 400 Jahre nach dem Beginn der Aufklärung eine eigenartige Faszination auf die Menschen aus. In Deutschland zuletzt im Jahre 2003 als ein Polizist dem Täter mit Folter drohen läßt um ein Menschenleben zu retten und so die Diskussion über die Zulässigkeit von Folter in Extremsituationen aufwarf. Eine Situation in der keiner stecken möchte und von der ich nicht vorrausagen könnte, wie ich in ihr entscheiden würde, selbst wenn ich mir jetzt sicher bin, mich gegen die Drohung entscheiden zu würden. Insofern ist jeder Film, der sich mit dieser Frage beschäftigt ebenso gut oder schlecht wie ein (Anti-)Kriegsfilm der die Frage nach Sinn- bzw. Sinnlosigkeit des Krieges stellt und doch wie dieser Film nicht die Folter verhindern kann, den Krieg verhindern kann. Zu Bedenken bei aller berechtigter Kritik ist auch, dass Folter und Geißelung damals und bis zur Aufklärung jahrtausendelang gesellschaftlich akzeptiert war und nicht nur die (katholische) Kirche gefoltert hat oder hat foltern lassen, wenn es darum ging unbequeme ihre religiösen und/oder politischen Einflüsse zu wahren und zu festigen. Gut, das hier in den letzten Jahrzehnten ein Anfang bei der Aufarbeitung dieser dunklen Kapitel gemacht wurde und sich die heutigen religiösen Oberhäupter für das damals begangene Unrecht entschuldigen und eingestehen, dass diese Entschuldigung es nicht ungeschehen machen kann. Ebenso durch den Kopf bei all den Diskussionen rund um die Gewalt ging mir, dass ich selbst schon Gemälde der Apokalypse oder anderer christlicher Motive gesehen habe, die nicht weniger drastisch in der Darstellung von Gewalt sind und dass es der katholischen Kirche in ihren Predigten und Schilderungen der Martyrien von Zeit zu Zeit ebenfalls nicht blutig genug zugehen konnte, denn wer wollte schon nach seinem Tod und erst recht am Ende der Zeit, die gleichen Qualen wie Christi erleiden, wenn er sich dem Gehorsam verweigerte. Fast wollte ich sogar behaupten, wäre dieser Film die Verfilmung eines (historischen) Romanes und nicht des wohl kontroversesten Teils des neuen Testamentes, dann wären die Kritiker sich sicherlich einig im Lob bezüglich der Liebe zum Detail und inhaltlichen Treue zur Vorlage als Meisterleistung des Regisseures. Soweit will ich jetzt nicht gehen, aber Mel Gibson ist es meiner Meinung nach gelungen die Passion getreu dem Wortlaut des/der Bibeltext filmisch umzusetzen. Die Frage ob dieser Bibeltext die historische Wahrheit ist oder nicht sollen andere Diskutieren innerhalb und außerhalb der Kirchen diskutieren. Großes Lob auch an die Schauspieler, die den körperlichen und Seelischen Schmerz für mich als Zuschauer greifbar werden ließen und sich so durch die Identifikation mit Ihnen die Wirkung der Gewalt noch verstärkte. (Eric Hoch) alle Rezensionen von Eric Hoch ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die Passion Christi, DVD:
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Weitere Filminfos zu Die Passion Christi: Originaltitel: The Passion of the Christ Land / Jahr: USA 2004 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Die Passion Christi:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, 4-seitiges Booklet
Kommentare zu Die Passion Christi:
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