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Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Kirschenkönigin:
Darsteller:
Clémence Boué, Frank Giering Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Kirschenkönigin:
Die Gelegenheit ist günstig, als sie auf einem Ball den attraktiven Offizier Albert von Roll kennen lernt. Sie schnappt sich den verarmten Gutsbesitzer, heiratet ihn, bringt mit ihrer nicht unbeträchtlichen Mitgift, ihrer unbändigen Energie und ihrer Fähigkeit, Menschen für ihre Ideen zu begeistern seinen Hof auf Vordermann. Sie veredelt und züchtet plantagenweise Kirschen, bietet gestressten Berliner Künstlern Sommerfrische und zieht schon bald die politischen Fäden in ihrer neuen Heimat Bleichrode. So führt die ""Umtopfung"" der Berliner Stadtpflanze auf das Harzer Land schließlich dazu, dass Ruth Goldfisch dank ihrer Beharrlichkeit, ihren ungewöhnlichen Ideen und riskanten Unternehmungen dem Wahnsinn der Geschichte trotzt und ein facettenreiches Jahrhundert mehr oder weniger ungeschoren übersteht.Dass bei einem Dreiteiler von insgesamt 270 Minuten Länge die Bildqualität kein konstantes Niveau verzeichnet, dürfte logisch sein. So schwankt der optische Eindruck denn auch ziemlich stark: Manchmal sind die Farben kräftig und gefällig, dann wieder seltsam blass und mit deutlichem Sepia-Stich, was natürlich ein gewolltes Stilmittel sein könnte. Eher nicht beabsichtigt dürfte aber der deutlich differente Kontrast sein, welcher in hellen Szenen teilweise überstrahlt, um später wieder sehr weich zu wirken. Ähnlich zeigt sich der Schwarzwert und deckt von gelungener Ausprägung bis zum Grau so ziemlich alle möglichen Facetten ab. Da sie nur minimal auftreten, stören Rauschmuster nicht weiter, das szenenweise gut sichtbare Aliasing dagegen schon. Fast nichts zu bemängeln gibt es allerdings an der Schärfe - sie liegt immer auf weit überdurchschnittlichem Niveau und arbeitet sogar die Falten in Gesichtern klar heraus. Summa summarum rechtfertigt dies nach Bildung eines Mittelwertes trotz aller genannter (kleiner) Fehler noch...Weniger Freude macht der deutsche Dolby Digital 5.1-Sound, da es sich um einen Upmix handelt. Dieser gelang zwar insofern ganz gut, dass Sprache nur über die (gesamte) Front ausgegeben wird - dort allerdings in gleichem Volumen per Center und vorderer Lautsprecher, was anfangs doch etwas irritiert. Wirklich deutliche Schwächen verzeichnet er aber in der Abbildung von Effekten: Schlägt Ruth zum Beispiel eine Autotür zu, ist dies parallel vorn und hinten zu hören. Dies ergibt ein unrealistisches und störendes tonales Bild. Ansonsten dienen die Rears zur Wiedergabe der elegischen Musik, was ganz guten Raumklang impliziert. Dass indes auch hier gegenüber den Front-Speakers wiederum keinerlei Abstufungen in der Lautstärke verzeichnet werden können, führt zu einer gewissen akustischen Penetranz. Von Dynamik kann sowieso nicht die Rede sein, und zu allem Unglück sind Dialoge gut verständlich, klingen jedoch etwas dumpf. Insgesamt wahrhaft kein Meisterstück, aber immerhin ein grundsolider Sound, der eine entsprechend verhaltene Wertung impliziert.Die obligatorische Trailershow sowie eine 20 Fotos umfassende Bildergalerie sind die einzigen auf der ersten DVD enthaltenen Extras. Legt man jedoch die zweite Scheibe ein, kommt schon einiges mehr zum Vorschein. Als richtig gute Idee Universums erweist sich da zunächst, separate Auszüge aus dem Soundtrack in Form von immerhin fünf Titeln mit über 13 Minuten Gesamtlänge anzubieten. Trotzdem sie alle generell Elegie, Nostalgie und Melancholie vermischen, beweist ihre musikalische Vielfalt eindrucksvoll, dass Komponistin Annette Focks als Meisterin ihres Fachs bezeichnet werden muss. Weiterhin stehen mehr als 38 Minuten an Deleted Scenes zur Ansicht bereit. Schön ist, dass sie mit einem Regiekommentar unterlegt wurden, was einigen Aufschluss bezüglich der Gründe des Entfallens und auch der Produktion allgemein zulässt. Weniger toll dagegen: Der Kommentar ist nicht optional anwählbar, weswegen er natürlich die enthaltenen Dialoge oftmals überdeckt. Dieser Schnitzer wäre vermeidbar gewesen! Schließlich plaudern Kameramann, Production Designer, Regisseur und Hauptdarstellerin in Interviews ein wenig aus dem Nähkästchen - nüchterne, informative Gespräche, welche sogar länger als die insgesamt 54 Minuten hätten dauern dürfen. Ganz zum Schluss blieben noch das animierte und soundunterlegte Hauptmenü sowie deutsche Untertitel für Hörgeschädigte zu erwähnen. Alles in allem also eine Ausstattung, die weder Quantität noch Qualität vernachlässigt. Obwohl der erwähnte Ausrutscher bei den Deleted Scenes zur Abwertung führt, reicht es darum knapp für...Unklar bleibt dem Rezensenten nach Sichtung des Films, was DIE KIRSCHENKÖNIGIN nun sein möchte: Einerseits geht es um die Emanzipation einer Frau, um Liebe, Schmerz, Verlassen, Schicksal und sonstige Themen, die normalerweise in Fernsehfilmen der öffentlich-rechtlichen Sender gern bis zum absoluten Maximum ausgereizt werden (Stichwort ""Rosamunde Pilcher""). Dazu passt auch der TV-Look inklusive wackliger Kamera und ähnlichen amüsanten Schnitzern hervorragend. Aber andererseits ist Ruth Goldfisch quasi so etwas wie eine unwillentliche Sirene, was bedeutet, dass jeder, der ihr irgendwie nahe kommt, besser schon mal sein Testament aufsetzen sollte. Grausame Unfälle, Suizid, Deportation, blutige Leichen, aufgespießte Leiber oder von der Wand tropfendes Hirn gehören in diesem Dreiteiler einfach dazu und werden fast regelmäßig geboten. Da fragt man sich schon mal ganz beherzt, was das jetzt eigentlich soll? Zumal erschwerend hinzukommt, dass es der überbordenden Saga trotz 270 Minuten Länge tatsächlich glückt, immer wieder echte Hektik zu entwickeln und alle diese Schicksalsschläge abzuhaken, als wären sie nur Teil einer fiesen Nummernrevue. Ruths mütterliche Freundin stirbt einen Tod, der sich in jedem Splatterfilm gut machen würde? Kurzes Geschrei, drei oder vier Tränchen, wusch, weiter im Text! Der geliebte Ehemann erliegt (vor ihren Augen!) in jungen Jahren einem fallenden Baum? Wieder kurzes Gekreische und diesmal sogar fünf bis sechs Tränen, schwupps, Ruth gebärt ein Kind, welches einige Filmsekunden später schon ungefähr acht Jahre alt ist. Den so tragisch von ihr gegangenen Gatten hat sie da längst vergessen. Überzeugende Charaktere, an deren Schicksal der Zuschauer Anteil nimmt, können so nicht erschaffen werden. Und apropos: Zwar ist an der Leistung der Hauptdarsteller nicht viel zu bemängeln (kein Wunder bei Namen wie Jürgen Vogel, Adele Neuhauser, Frank Giering oder Jürgen Tarrach), aber einige Schauspieler in Nebenrollen bringen keinen nur halbwegs überzeugend klingenden Satz heraus. Allerdings sei der Fairness halber angemerkt, dass dies auch ein Verschulden des Drehbuches ist, welches in seiner gestelzt-artifiziellen Sprache oftmals lächerlich wirkt. Beispiel gefällig? Ruth und ihr Baron beim Gestehen der gegenseitigen Zuneigung: ""Ich verspüre Wallungen!"" - ""Ihre Augen funkeln wie feurige Eierbriketts!"" Gute Güte... Letztlich gelingt es dem Film also nicht, in irgendeiner Form zu überzeugen, da er für eine Schnulze zu brutal ist und als historisch fundiertes Drama schlicht nichts aussagt. Zielgruppe, wo bist Du? Da ist es schon fast schade, dass sich Universum mit der Umsetzung auf DVD relativ große Mühe gab und vor allem in Sachen Extras erstaunlich viel bietet." (Michael Holland) alle Rezensionen von Michael Holland ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die Kirschenkönigin, DVD:
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Weitere Filminfos zu Die Kirschenkönigin: Originaltitel: Die Kirschenkönigin Land / Jahr: Deutschland 2004 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Die Kirschenkönigin:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Unveröffentlichte Szenen, Bildergalerie Hinter den Kulissen, Auszüge aus dem Soundtrack
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