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Der Manchurian Kandidat
http://www.digitalvd.de/dvds/38973,Der-Manchurian-Kandidat.html
Major Bennett Marco (Denzel Washington) wird nachts von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Immer wieder durchlebt er die traumatischen Ereignisse, die er im ersten Golfkrieg erlebte, als er mit seiner Truppe in einen feindlichen Hinterhalt geriet. Tagsüber vertritt er bei Vorträgen die Überzeugung, dass Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber), der sich nun mit Hilfe seiner machtbewussten Mutter, der einflussreichen Senatorin Eleanor Prentiss Shaw (Meryl Streep) um das Amt des Vizepräsidenten der USA bewirbt, ihn und seine Jungs gerettet hat, doch in seinem Unterbewusstsein bohrt der Zweifel.
Zunehmend verunsichert beginnt Marco die offizielle Version der großartigen Rettungsaktion, die fester Bestandteil des Mythos um Shawn geworden ist, in Frage zu stellen. Und immer ungeheurer werden die Abgründe an Verrat und Manipulation, auf die er stößt. Immer unheimlicher werden seine Enthüllungen. Worauf das Pentagon freilich nicht gerade erfreut reagiert, denn die Demontage des Kriegshelden würde dessen Wahl gefährden. Oder ist Marco nur ein paranoider Spinner, dessen Golfkriegssyndrom ihm seltsame Streiche spielt? Nur: Wie ist das seltsame Metallteil zu erklären, dass sich unter seinen Haut befindet? Warum muss der liberale Senator Thomas Jordan (Jon Voight) sterben? Und was hat der Rüstungskonzern Manchurian Global mit der ganzen Sache zu tun? ...
Inhaltsangabe zu Der Manchurian Kandidat: 
Major Bennett Marco (Denzel Washington) wird nachts von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Immer wieder durchlebt er die traumatischen Ereignisse, die er im ersten Golfkrieg erlebte, als er mit seiner Truppe in einen feindlichen Hinterhalt geriet. Tagsüber vertritt er bei Vorträgen die Überzeugung, dass Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber), der sich nun mit Hilfe seiner machtbewussten Mutter, der einflussreichen Senatorin Eleanor Prentiss Shaw (Meryl Streep) um das Amt des Vizepräsidenten der USA bewirbt, ihn und seine Jungs gerettet hat, doch in seinem Unterbewusstsein bohrt der Zweifel.
Zunehmend verunsichert beginnt Marco die offizielle Version der großartigen Rettungsaktion, die fester Bestandteil des Mythos um Shawn geworden ist, in Frage zu stellen. Und immer ungeheurer werden die Abgründe an Verrat und Manipulation, auf die er stößt. Immer unheimlicher werden seine Enthüllungen. Worauf das Pentagon freilich nicht gerade erfreut reagiert, denn die Demontage des Kriegshelden würde dessen Wahl gefährden. Oder ist Marco nur ein paranoider Spinner, dessen Golfkriegssyndrom ihm seltsame Streiche spielt? Nur: Wie ist das seltsame Metallteil zu erklären, dass sich unter seinen Haut befindet? Warum muss der liberale Senator Thomas Jordan (Jon Voight) sterben? Und was hat der Rüstungskonzern Manchurian Global mit der ganzen Sache zu tun? Der Manchurian Kandidat stammt aus dem Hause Paramount Home Entertainment.
Der Manchurian Kandidat Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Der Manchurian Kandidat:
Darsteller:
Denzel Washington  , Meryl Streep, Liev Schreiber, Jeffrey Wright, Kimberly Elise, Jon Voight  , Ted Levine, Miguel Ferrer, Bruno Ganz  , Tom Stechschulte, Pablo Schreiber, Anthony Mackie, Dorian Missick, Jose Pablo Cantillo, Teddy Dunn, Joaquin Perez-Campbell, Tim Artz, Robyn Hitchcock, Antoine Taylor, Joseph Alessi, Raymond Anthony Thomas, Bill Irwin, Al Franken, Paul Lazar, Danny Darst, Stephanie McBride, Molly Hickock, Victoria Haynes, Adam LeFevre, Roger Corman, Leona E. Sondreal, Zeljko Ivanek, Jim Roche, Ann Dowd, Obba Babatundé, Harry Northup, James Beattie Howard, Walter Mosley, Gordon Brummer, Gayle King, Brad Holbrook, Stacey Newsome-Santiago, Kristen Shaughnessy, Prue Lewarne, Forrest Sawyer, Ukee Washington, Ed Crane, Kaity Tong, Roma Torre, William Meisle,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Der Manchurian Kandidat:
0Mike Borrink2009-01-28Wie oft der Versuch Hollywoods, erfolgreiche Filmklassiker in ein modernes
Gewand zu pressen, fehlgeschlagen ist, sei mal dahingestellt. Eins ist
sicher: "Der Manchurian Kandidat" ist weder Fisch noch Fleisch. Das Remake
des John Frankenheim-Klassikers "Botschafter der Angst" (im Original
übrigens "The Manchurian Candidate") ist zwar ein leidlich spannender
Polit-Thriller geworden, reicht aber an den Kult-Charakter des Originals bei
Weitem nicht heran. Frankenheims Thriller war damals nämlich auch ein
spitzer Kommentar auf die antikommunistische Hysterie der McCarthy-Ära. Nach
der Ermordung von John F. Kennedy erwirkte Frank Sinatra sogar, dass der
nicht mehr gezeigt wurde. Erst 1987 wurde er mit großem Erfolg
wiederaufgeführt. In "Botschafter der Angst" kehrt der hoch dekorierte
Soldat Raymond Shaw (Laurence Harvey) kehrt zusammen mit Major Ben Marco
(Frank Sinatra) aus dem Korea-Krieg zurück. Doch finstere Kommunisten haben
die Soldaten einer Gehirnwäsche unterzogen und sie zu willenlosen Killern
umprogrammiert. Marco leidet immer stärker unter schlimmen Alpträumen und
glaubt, dass mit Shaw etwas nicht stimmt. Er setzt alles daran, Licht hinter
das geheimnisvolle Dunkel zu bringen. Jonathan Demmes Remake geht die
politische Brisanz leider völlig ab. Captain Ben Marco (erschreckend blass:
Denzel Wasington) und Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) haben zwar
gemeinsam im Golfkrieg gedient, die Verlagerung der Geschichte nach Kuwait
dürfte jedoch keine besonders hohen Wellen schlagen. Zehn Jahre danach hat
Shaw mit Hilfe seiner Mutter (einziger Lichtblick: Mery Streep) Karriere in
der Politik gemacht, Marco dagegen kämpft wie viele seiner Kameraden mit
seinen Kriegserinnerungen: Er ist ein nervliches Wrack, geplagt von
Alpträumen, die er mit anderen ehemaligen Kameraden teilt. Er geht zu Shaw
nach Washington, um sich Klarheit zu verschaffen. Dort rennt er verzweifelt
gegen die Mauern einer weit verzweigten Verschwörung an. In Sachen Special
Features kann "Der Manchurian Kandidat" übrigens an allen Fronten glänzen.
Audio-Kommentare von Regisseur Jonathan Demme und Drehbuch Co-Autor Daniel
Pyne, zusätzliche Szenen und einige weitere Features zum politischen
Hintergrund des Films stimmen insgesamt dann doch versöhnlich.
...
Wie oft der Versuch Hollywoods, erfolgreiche Filmklassiker in ein modernes
Gewand zu pressen, fehlgeschlagen ist, sei mal dahingestellt. Eins ist
sicher: " Der Manchurian Kandidat" ist weder Fisch noch Fleisch. Das Remake
des John Frankenheim-Klassikers "Botschafter der Angst" (im Original
übrigens "The Manchurian Candidate") ist zwar ein leidlich spannender
Polit-Thriller geworden, reicht aber an den Kult-Charakter des Originals bei
Weitem nicht heran. Frankenheims Thriller war damals nämlich auch ein
spitzer Kommentar auf die antikommunistische Hysterie der McCarthy-Ära. Nach
der Ermordung von John F. Kennedy erwirkte Frank Sinatra sogar, dass der
nicht mehr gezeigt wurde. Erst 1987 wurde er mit großem Erfolg
wiederaufgeführt. In "Botschafter der Angst" kehrt der hoch dekorierte
Soldat Raymond Shaw (Laurence Harvey) kehrt zusammen mit Major Ben Marco
(Frank Sinatra) aus dem Korea-Krieg zurück. Doch finstere Kommunisten haben
die Soldaten einer Gehirnwäsche unterzogen und sie zu willenlosen Killern
umprogrammiert. Marco leidet immer stärker unter schlimmen Alpträumen und
glaubt, dass mit Shaw etwas nicht stimmt. Er setzt alles daran, Licht hinter
das geheimnisvolle Dunkel zu bringen. Jonathan Demmes Remake geht die
politische Brisanz leider völlig ab. Captain Ben Marco (erschreckend blass:
Denzel Wasington) und Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) haben zwar
gemeinsam im Golfkrieg gedient, die Verlagerung der Geschichte nach Kuwait
dürfte jedoch keine besonders hohen Wellen schlagen. Zehn Jahre danach hat
Shaw mit Hilfe seiner Mutter (einziger Lichtblick: Mery Streep) Karriere in
der Politik gemacht, Marco dagegen kämpft wie viele seiner Kameraden mit
seinen Kriegserinnerungen: Er ist ein nervliches Wrack, geplagt von
Alpträumen, die er mit anderen ehemaligen Kameraden teilt. Er geht zu Shaw
nach Washington, um sich Klarheit zu verschaffen. Dort rennt er verzweifelt
gegen die Mauern einer weit verzweigten Verschwörung an. In Sachen Special
Features kann " Der Manchurian Kandidat" übrigens an allen Fronten glänzen.
Audio-Kommentare von Regisseur Jonathan Demme und Drehbuch Co-Autor Daniel
Pyne, zusätzliche Szenen und einige weitere Features zum politischen
Hintergrund des Films stimmen insgesamt dann doch versöhnlich.
(Mike Borrink)
alle Rezensionen von Mike Borrink ...
0Matthias Schmieder2009-04-28Major Bennett Marco (Denzel Washington) wird nachts von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Immer wieder durchlebt er die traumatischen Ereignisse, die er im ersten Golfkrieg erlebte, als er mit seiner Truppe in einen feindlichen Hinterhalt geriet. Tagsüber vertritt er bei Vorträgen die Überzeugung, dass Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber), der sich nun mit Hilfe seiner machtbewussten Mutter, der einflussreichen Senatorin Eleanor Prentiss Shaw (Meryl Streep) um das Amt des Vizepräsidenten der USA bewirbt, ihn und seine Jungs gerettet hat, doch in seinem Unterbewusstsein bohrt der Zweifel.
Zunehmend verunsichert beginnt Marco die offizielle Version der großartigen Rettungsaktion, die fester Bestandteil des Mythos um Shawn geworden ist, in Frage zu stellen. Und immer ungeheurer werden die Abgründe an Verrat und Manipulation, auf die er stößt. Immer unheimlicher werden seine Enthüllungen. Worauf das Pentagon freilich nicht gerade erfreut reagiert, denn die Demontage des Kriegshelden würde dessen Wahl gefährden. Oder ist Marco nur ein paranoider Spinner, dessen Golfkriegssyndrom ihm seltsame Streiche spielt? Nur: Wie ist das seltsame Metallteil zu erklären, dass sich unter seinen Haut befindet? Warum muss der liberale Senator Thomas Jordan (Jon Voight) sterben? Und was hat der Rüstungskonzern Manchurian Global mit der ganzen Sache zu tun?Das Bild von DER MANCHURIAN KANDIDAT liegt im anamorphen 1,85:1 Format vor. Da Regisseur Jonathan Demme sehr oft verschiedene Filter einsetzte um die gewünschte Atmosphäre zu schaffen, weicht die Bildwiedergabe verschiedener Szenen deutlich voneinander ab. So sind immer wieder sehr harte Kontraste und abweichende Schärfeverhältnisse zu beobachten. In der Regel ist der Kontrastwert sehr ausgewogen, die Schärfe kann jedoch nicht immer vollends überzeugen. Details wirken etwas verschwommen, und im Hintergrund liegende Bildelemente werden recht konturlos dargestellt. Zudem merkt man dem Bild an vielen Stellen die Bearbeitung mit einem Rauschfilter an, welcher zwar permanentes Rauschen unterdrückt, aber zu stehenden Mustern auf großen Flächen führt. Sehr angenehm verhält sich die Farbgebung. Neben kräftigen Farben gefallen vor allem die natürlich wirkenden Hauttöne. Verunreinigungen, Bildstörungen oder sonstige Artefakte sind während der gesamten Spieldauer nicht zu entdecken, so reicht die Wertung noch auf gute sieben Punkte.Außer der deutschen und englischen Dolby Digital 5.1 Tonspur befindet sich nur noch ein Audiokommentar-Track auf der DVD.
Wie man es von Polit-Thrillern eigentlich gewohnt ist, bieten sie in den seltensten Fällen einen Schauplatz für eine bombastische Effektkulisse. Erfreulicherweise ist dies hier nicht unbedingt der Fall, denn die Action-Sequenzen des Golfkriegs werden sehr weiträumig und dynamisch mit vielen direktionalen Effekten im Hörraum abgebildet. Die abgefeuerten Geschosse bahnen sich ihren Weg gehöhrvoll über alle Lautsprecher zu ihrem Ziel. Dialoge sind gut verständlich und natürlich gehalten, wenn sie auch in der englischen Originalfassung etwas zu leise klingen. Der Soundtrack wie auch die Umgebungsgeräusche verteilen sich gut auf allen Lautsprechern und unterstützen die meist düstere Atmosphäre des Filmes. Auch der Subwoofer ist nicht ohne Arbeit und darf immer mal wieder dezente aber druckvolle Signale von sich geben.
Klar, der Sound kann nicht mit einem Action-Kracher mithalten, doch ansonsten stimmt hier eigentlich fast alles. Für einen eher auf Dialoge ausgelegten Thriller auf jeden Fall eine gelungene Arbeit.Die Menüs des Filmes wurden sehr ansprechend animiert und mit Musik unterlegt. Im klar strukturierten Hauptmenü findet man auch gleich den Button SPECIAL FEATURES, der nach Betätigung zu den ersten Extras führt.
Neben dem AUDIOKOMMENTAR von Regisseur Jonathan Demme und Co-Drehbuchautor Daniel Pyne, bietet das Feature DER FEIND IN DER MITTE: HINTER DEN KULISSEN VON DER MANCHURIAN KANDIDAT in gut 15 Minuten einen leider nur eingeschränkten Blick hinter die Kamera. Es werden sehr viele Filmausschnitte gezeigt, welche dann vom Drehbuchautor und Regisseur kommentiert werden. Interessanter ist hier die Dokumentation zu den DARSTELLERN VON DER MANCHURIAN KANDIDAT, in welcher alle Hauptcharaktere und deren Schauspieler genauer unter die Lupe genommen werden. Erfreulicherweise wurden auch einige ZUSÄTZLICHE SZENEN auf die DVD gepackt. Diese können optional mit Regiekommentar abgespielt und zudem mit englischen und deutschen Untertiteln ausgestattet werden. Hinter dem Punkt SCHNITTE verbergen sich zwei verlängerte Szenen, welchen wiederum ein optionaler Audiokommentar zugeschaltet werden kann. Als nächstes wartet eine Szene aus den PROBEAUFNAHMEN MIT LIEV SCHREIBER darauf entdeckt zu werden. Diese knapp drei Minuten lange Sequenz findet sich auch im Hauptfilm wieder und zeigt eine Unterhaltung des zukünftigen Vize-Präsidenten und seiner Mutter bei einem Dinner im Restaurant. Als letztes gibt es noch ein zehn Minuten dauerndes Feature zu sehen, in welchem sich POLITIK EXPERTEN zum Thema des Filmes äußern.
Leider sind die Extras nicht gerade aufschlussreich, doch vor allem die entfallenen und geschnittenen Szenen sind immer wieder gerne gesehen und auch der Audiokommentar weiß so einiges Interessantes zu vermitteln.Die Qualität dieser DVD ist solide. Die Bildqualität weist den ein oder anderen Mangel auf, dafür ist der Ton für dieses Genre sehr gelungen. Die Extras sind zwar nominell vorhanden, leider in den meisten Fällen aber etwas gehaltlos.
Spätestens seit seinem Ausnahme-Film DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER ist der Name Jonathan Demme in aller Munde. Als Garant für intelligente und spannende Thriller engagierte man ihn auch für DER MANCHURAIN KANDIDAT. Seine Handschrift ist auch ohne Wissen seines Mitwirkens deutlich zu erkennen, denn der vermeintliche Polit-Thriller gibt sich sehr düster und verworren. Um nicht all zu sehr im Fahrwasser der erfolgreichen Vorlage zu schwimmen, wurde das Remake des Klassikers BOTSCHAFTER DER ANGST (1962) auch in der Handlung deutlich verändert. Die Story an sich ist sehr ansprechend und spannend, doch die Inszenierung ist löchrig und wirft immer wieder unbeantwortete Fragen auf. Zudem gibt es bis zum Showdown kaum nennenswerte Highlights und keinen erkennbaren Spannungsbogen, was den Film oft einfach vor sich hin plätschern lässt.
Der Cast des Films ist mit Denzel Washington, Liev Schreiber, Meryl Streep und Bruno Ganz hochkarätig, doch leider sind es die schauspielerischen Fähigkeiten nicht immer. Erstaunlich war für mich der doch eher schwache Auftritt von Denzel Washington, welcher sich in der Rolle des paranoiden Veteranen sichtlich unwohl fühlte. Liev Schreiber hingegen verkörpert seinen Charakter sehr glaubwürdig und mit einer gewissen Tiefe, doch ist es Meryl Streep, welche dieses Mal alle anderen in den Schatten stellt. Die Rolle der ehrgeizigen und über Leichen gehenden Senatorin ist ihr wie auf den Leib geschrieben und gehört mit Sicherheit zu einer ihrer besten Leistungen überhaupt. Alleine schon wegen ihr lohnt es sich, den mit 140 Minuten sehr lange dauernden Film anzusehen.
DER MANCHURIAN KANDIDAT ist mit Sicherheit kein schlechter Film, dennoch fehlt es ihm an Substanz. Die aufgeworfenen Fragen gegen Ende des Filmes werden leider nur unzulänglich beantwortet und hinterlassen einen fahlen Nachgeschmack. Verschwörungstheoretikern und Thriller-Fans kann der Film dennoch nahe gelegt werden, dem Kauf sollte aber auf jeden Fall ein Leihen in der Videothek voran gehen. ...
Major Bennett Marco (Denzel Washington) wird nachts von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Immer wieder durchlebt er die traumatischen Ereignisse, die er im ersten Golfkrieg erlebte, als er mit seiner Truppe in einen feindlichen Hinterhalt geriet. Tagsüber vertritt er bei Vorträgen die Überzeugung, dass Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber), der sich nun mit Hilfe seiner machtbewussten Mutter, der einflussreichen Senatorin Eleanor Prentiss Shaw (Meryl Streep) um das Amt des Vizepräsidenten der USA bewirbt, ihn und seine Jungs gerettet hat, doch in seinem Unterbewusstsein bohrt der Zweifel. Zunehmend verunsichert beginnt Marco die offizielle Version der großartigen Rettungsaktion, die fester Bestandteil des Mythos um Shawn geworden ist, in Frage zu stellen. Und immer ungeheurer werden die Abgründe an Verrat und Manipulation, auf die er stößt. Immer unheimlicher werden seine Enthüllungen. Worauf das Pentagon freilich nicht gerade erfreut reagiert, denn die Demontage des Kriegshelden würde dessen Wahl gefährden. Oder ist Marco nur ein paranoider Spinner, dessen Golfkriegssyndrom ihm seltsame Streiche spielt? Nur: Wie ist das seltsame Metallteil zu erklären, dass sich unter seinen Haut befindet? Warum muss der liberale Senator Thomas Jordan (Jon Voight) sterben? Und was hat der Rüstungskonzern Manchurian Global mit der ganzen Sache zu tun?Das Bild von DER MANCHURIAN KANDIDAT liegt im anamorphen 1,85:1 Format vor. Da Regisseur Jonathan Demme sehr oft verschiedene Filter einsetzte um die gewünschte Atmosphäre zu schaffen, weicht die Bildwiedergabe verschiedener Szenen deutlich voneinander ab. So sind immer wieder sehr harte Kontraste und abweichende Schärfeverhältnisse zu beobachten. In der Regel ist der Kontrastwert sehr ausgewogen, die Schärfe kann jedoch nicht immer vollends überzeugen. Details wirken etwas verschwommen, und im Hintergrund liegende Bildelemente werden recht konturlos dargestellt. Zudem merkt man dem Bild an vielen Stellen die Bearbeitung mit einem Rauschfilter an, welcher zwar permanentes Rauschen unterdrückt, aber zu stehenden Mustern auf großen Flächen führt. Sehr angenehm verhält sich die Farbgebung. Neben kräftigen Farben gefallen vor allem die natürlich wirkenden Hauttöne. Verunreinigungen, Bildstörungen oder sonstige Artefakte sind während der gesamten Spieldauer nicht zu entdecken, so reicht die Wertung noch auf gute sieben Punkte.Außer der deutschen und englischen Dolby Digital 5.1 Tonspur befindet sich nur noch ein Audiokommentar-Track auf der DVD. Wie man es von Polit-Thrillern eigentlich gewohnt ist, bieten sie in den seltensten Fällen einen Schauplatz für eine bombastische Effektkulisse. Erfreulicherweise ist dies hier nicht unbedingt der Fall, denn die Action-Sequenzen des Golfkriegs werden sehr weiträumig und dynamisch mit vielen direktionalen Effekten im Hörraum abgebildet. Die abgefeuerten Geschosse bahnen sich ihren Weg gehöhrvoll über alle Lautsprecher zu ihrem Ziel. Dialoge sind gut verständlich und natürlich gehalten, wenn sie auch in der englischen Originalfassung etwas zu leise klingen. Der Soundtrack wie auch die Umgebungsgeräusche verteilen sich gut auf allen Lautsprechern und unterstützen die meist düstere Atmosphäre des Filmes. Auch der Subwoofer ist nicht ohne Arbeit und darf immer mal wieder dezente aber druckvolle Signale von sich geben. Klar, der Sound kann nicht mit einem Action-Kracher mithalten, doch ansonsten stimmt hier eigentlich fast alles. Für einen eher auf Dialoge ausgelegten Thriller auf jeden Fall eine gelungene Arbeit.Die Menüs des Filmes wurden sehr ansprechend animiert und mit Musik unterlegt. Im klar strukturierten Hauptmenü findet man auch gleich den Button SPECIAL FEATURES, der nach Betätigung zu den ersten Extras führt. Neben dem AUDIOKOMMENTAR von Regisseur Jonathan Demme und Co-Drehbuchautor Daniel Pyne, bietet das Feature DER FEIND IN DER MITTE: HINTER DEN KULISSEN VON DER MANCHURIAN KANDIDAT in gut 15 Minuten einen leider nur eingeschränkten Blick hinter die Kamera. Es werden sehr viele Filmausschnitte gezeigt, welche dann vom Drehbuchautor und Regisseur kommentiert werden. Interessanter ist hier die Dokumentation zu den DARSTELLERN VON DER MANCHURIAN KANDIDAT, in welcher alle Hauptcharaktere und deren Schauspieler genauer unter die Lupe genommen werden. Erfreulicherweise wurden auch einige ZUSÄTZLICHE SZENEN auf die DVD gepackt. Diese können optional mit Regiekommentar abgespielt und zudem mit englischen und deutschen Untertiteln ausgestattet werden. Hinter dem Punkt SCHNITTE verbergen sich zwei verlängerte Szenen, welchen wiederum ein optionaler Audiokommentar zugeschaltet werden kann. Als nächstes wartet eine Szene aus den PROBEAUFNAHMEN MIT LIEV SCHREIBER darauf entdeckt zu werden. Diese knapp drei Minuten lange Sequenz findet sich auch im Hauptfilm wieder und zeigt eine Unterhaltung des zukünftigen Vize-Präsidenten und seiner Mutter bei einem Dinner im Restaurant. Als letztes gibt es noch ein zehn Minuten dauerndes Feature zu sehen, in welchem sich POLITIK EXPERTEN zum Thema des Filmes äußern. Leider sind die Extras nicht gerade aufschlussreich, doch vor allem die entfallenen und geschnittenen Szenen sind immer wieder gerne gesehen und auch der Audiokommentar weiß so einiges Interessantes zu vermitteln.Die Qualität dieser DVD ist solide. Die Bildqualität weist den ein oder anderen Mangel auf, dafür ist der Ton für dieses Genre sehr gelungen. Die Extras sind zwar nominell vorhanden, leider in den meisten Fällen aber etwas gehaltlos. Spätestens seit seinem Ausnahme-Film DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER ist der Name Jonathan Demme in aller Munde. Als Garant für intelligente und spannende Thriller engagierte man ihn auch für DER MANCHURAIN KANDIDAT. Seine Handschrift ist auch ohne Wissen seines Mitwirkens deutlich zu erkennen, denn der vermeintliche Polit-Thriller gibt sich sehr düster und verworren. Um nicht all zu sehr im Fahrwasser der erfolgreichen Vorlage zu schwimmen, wurde das Remake des Klassikers BOTSCHAFTER DER ANGST (1962) auch in der Handlung deutlich verändert. Die Story an sich ist sehr ansprechend und spannend, doch die Inszenierung ist löchrig und wirft immer wieder unbeantwortete Fragen auf. Zudem gibt es bis zum Showdown kaum nennenswerte Highlights und keinen erkennbaren Spannungsbogen, was den Film oft einfach vor sich hin plätschern lässt. Der Cast des Films ist mit Denzel Washington, Liev Schreiber, Meryl Streep und Bruno Ganz hochkarätig, doch leider sind es die schauspielerischen Fähigkeiten nicht immer. Erstaunlich war für mich der doch eher schwache Auftritt von Denzel Washington, welcher sich in der Rolle des paranoiden Veteranen sichtlich unwohl fühlte. Liev Schreiber hingegen verkörpert seinen Charakter sehr glaubwürdig und mit einer gewissen Tiefe, doch ist es Meryl Streep, welche dieses Mal alle anderen in den Schatten stellt. Die Rolle der ehrgeizigen und über Leichen gehenden Senatorin ist ihr wie auf den Leib geschrieben und gehört mit Sicherheit zu einer ihrer besten Leistungen überhaupt. Alleine schon wegen ihr lohnt es sich, den mit 140 Minuten sehr lange dauernden Film anzusehen. DER MANCHURIAN KANDIDAT ist mit Sicherheit kein schlechter Film, dennoch fehlt es ihm an Substanz. Die aufgeworfenen Fragen gegen Ende des Filmes werden leider nur unzulänglich beantwortet und hinterlassen einen fahlen Nachgeschmack. Verschwörungstheoretikern und Thriller-Fans kann der Film dennoch nahe gelegt werden, dem Kauf sollte aber auf jeden Fall ein Leihen in der Videothek voran gehen. (Matthias Schmieder)
alle Rezensionen von Matthias Schmieder ...
0Danny Walch2009-04-28"Major Bennett Marco (Denzel Washington) wird nachts von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Immer wieder durchlebt er die traumatischen Ereignisse, die er im ersten Golfkrieg erlebte, als er mit seiner Truppe in einen feindlichen Hinterhalt geriet. Tagsüber vertritt er bei Vorträgen die Überzeugung, dass Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber), der sich nun mit Hilfe seiner machtbewussten Mutter, der einflussreichen Senatorin Eleanor Prentiss Shaw (Meryl Streep) um das Amt des Vizepräsidenten der USA bewirbt, ihn und seine Jungs gerettet hat, doch in seinem Unterbewusstsein bohrt der Zweifel.
Zunehmend verunsichert beginnt Marco die offizielle Version der großartigen Rettungsaktion, die fester Bestandteil des Mythos um Shawn geworden ist, in Frage zu stellen. Und immer ungeheurer werden die Abgründe an Verrat und Manipulation, auf die er stößt. Immer unheimlicher werden seine Enthüllungen. Worauf das Pentagon freilich nicht gerade erfreut reagiert, denn die Demontage des Kriegshelden würde dessen Wahl gefährden. Oder ist Marco nur ein paranoider Spinner, dessen Golfkriegssyndrom ihm seltsame Streiche spielt? Nur: Wie ist das seltsame Metallteil zu erklären, dass sich unter seinen Haut befindet? Warum muss der liberale Senator Thomas Jordan (Jon Voight) sterben? Und was hat der Rüstungskonzern Manchurian Global mit der ganzen Sache zu tun?Der Transfer im Format 1,78:1 wurde mit dem VC-1-Codec erstellt und liegt mit einer Auflösung von 1920x1080  ...
"Major Bennett Marco (Denzel Washington) wird nachts von schrecklichen Alpträumen heimgesucht. Immer wieder durchlebt er die traumatischen Ereignisse, die er im ersten Golfkrieg erlebte, als er mit seiner Truppe in einen feindlichen Hinterhalt geriet. Tagsüber vertritt er bei Vorträgen die Überzeugung, dass Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber), der sich nun mit Hilfe seiner machtbewussten Mutter, der einflussreichen Senatorin Eleanor Prentiss Shaw (Meryl Streep) um das Amt des Vizepräsidenten der USA bewirbt, ihn und seine Jungs gerettet hat, doch in seinem Unterbewusstsein bohrt der Zweifel. Zunehmend verunsichert beginnt Marco die offizielle Version der großartigen Rettungsaktion, die fester Bestandteil des Mythos um Shawn geworden ist, in Frage zu stellen. Und immer ungeheurer werden die Abgründe an Verrat und Manipulation, auf die er stößt. Immer unheimlicher werden seine Enthüllungen. Worauf das Pentagon freilich nicht gerade erfreut reagiert, denn die Demontage des Kriegshelden würde dessen Wahl gefährden. Oder ist Marco nur ein paranoider Spinner, dessen Golfkriegssyndrom ihm seltsame Streiche spielt? Nur: Wie ist das seltsame Metallteil zu erklären, dass sich unter seinen Haut befindet? Warum muss der liberale Senator Thomas Jordan (Jon Voight) sterben? Und was hat der Rüstungskonzern Manchurian Global mit der ganzen Sache zu tun?Der Transfer im Format 1,78:1 wurde mit dem VC-1-Codec erstellt und liegt mit einer Auflösung von 1920x1080  (Danny Walch)
alle Rezensionen von Danny Walch ...
Reminder, PDF-Datenblatt zu Der Manchurian Kandidat, DVD:
Alle Film-Daten als PDF
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Weitere Filminfos zu Der Manchurian Kandidat:
Originaltitel: The Manchurian Candidate
Land / Jahr: USA 2004
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Der Manchurian Kandidat:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Kommentar von Regisseur Jonathan Demme und Drehbuch Co-Autor Daniel Pyne, Der Feind in der Mitte: Im Kern des Manchurian Kandidat, Die Darsteller von Manchurian Kandidat, 5 entfernte/zusätzliche Szenen, Outtakes, Liev Schreiber Screen Test, Politikexperten mit optionalen Kommentaren des Regisseurs
Die Laufzeitangabe auf dem Cover ist falsch, anstatt 141Min läuft der Film lediglich ca. 125Min. (ohne Abspann ca. 118Min.)
Kommentare zu Der Manchurian Kandidat:
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