Der Tango der Rashevskis
Schauspieler / Schauspielerinnen in Der Tango der Rashevskis:
Darsteller:
Hippolyte Girardot, Ludmila Mikaël, Michel Jonasz, Daniel Mesguich, Natan Cogan, Jonathan Zaccaï, Tania Garbarski, Rudi Rosenberg, Selma Kouchy, Mosko Alkalai, Véronique Biefnot, Laurent Capelluto, Christine Cavenelle, Charlie Dupont, Ishai Golan, Laurence Masliah, Sébastien Radovitch, Sheriff Scouri, Alexander Wajnberg, Henri Wajnberg, Michel Wouters, Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Der Tango der Rashevskis:
Mit im Haus von Simon wohnt auch der alte Adolphe, der Schwager der Verstorbenen und Onkel von Simon und David. Er versuchte noch kurz vor Rosas Tod ihren Mann, seinen Bruder, zum Totenbett zu holen. Doch er, der seine Familie damals verlassen hat um als Rabbi in Israel zu leben, weigerte sich, da er seine gesamte Familie für Ungläubige ( Gois ) hält. Adolphe ist bei allen sehr beliebt und weiß immer einen guten Rat, aber auch ihm passiert ein schwerer Fehler. Er bezeichnet Isabelle vor der ganzen Familie als Goi ( ein übles Schimpfwort für Nichtjuden ), als er ein Glas Rotwein zuviel getrunken hat. Im Haus von David sieht es nicht viel besser aus. David ist Arzt in einem Krankenhaus, seine Ehe läuft nicht besonders gut, er kann Nachts nicht schlafen und telefoniert dafür mit Simon, wo sie dann ihre Gedanken austauschen ein eine Partie Schach per Telefon spielen. Auch David fühlt sich nach der Beerdigung mehr jüdisch, er hat sich sogar schon eine Grabstelle auf dem jüdischen Friedhof gekauft. Sein Sohn Ric dagegen, ist dem Glauben nicht so angetan. Nachdem er in Israel, bei der Armee gedient hat und auf Palästinenser schießen mußte ist er stiller geworden, und will auch nicht darüber reden. Außerdem hat er eine arabische Freundin, eine bildhübsche Moslemin, die er heiraten will. Doch auch wenn alle so verschieden sind und es so scheint als hätten sich alle irgendwie auseinander gelebt, haben sie doch alle etwas gemeinsam, und das haben sie ihrer Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Rosa zu verdanken. Die liebe zum Tango! Dieser Film ist eine leicht, ruhige Komödie mit ernsten Untertönen. Sie zeigt dem Zuschauer, das Zusammenleben einer jüdischen Familie, die mal mehr mal weniger ihren Glauben und Traditionen folgen. Die Geschichte plätschert so dahin, man ist halt bei den Alltagssorgen und Problemen dieser Familie dabei. Nicht das diese 90 Minuten Film langweilig wären, aber er ist auch nicht besonders unterhaltend. Die DVD ist dagegen unterhaltsamer. Neben den üblichen Trailer und Teaser findet man noch ein Interview mit dem Regisseur, zwei Kurzfilme vom Regisseur ( "Joyeux Noel, Rachid" und "La Dinde" ), einen Durex-Werbespot und ein Kochrezept für eine Buillon de la productrice. Außerdem ein Tango-Musikstück von Michael Galasso und Tanzübungen der Darsteller, ( Nette Ausstattung ). Das Bild in 16:9 ist nicht schlecht, zwar sind leichte Unschärfen erkennbar und teilweise ist es recht grobkörnig, aber das ist nicht besonders störend. Der Ton klingt leicht rauschig und unspektakulär, da es aber ein reiner Erzählfilm ist, stört auch dieses nicht. Wer sich für die Alltagssorgen einer jüdischen Familie interessiert und sich einen ruhigen gemütlichen Abend machen möchte, kann hier seine Geldbörse zum Kauf öffnen. Andere lassen lieber ihre Euros stecken. Ein netter Film, aber nichts besonderes! (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Die Rashevskis haben sich als liberale Juden bislang nicht viel um Traditionen und Religion geschert. Mit dem Tod der Großmutter, die zur Überraschung aller nach jüdischer Tradition bestattet werden möchte, beginnt innerhalb der Familie ein Selbstfindungsprozess.
Der Schweizer Jude Dani Levy hatte sich in seinem Film Alles auf Zucker! auf humorvolle Weise damit beschäftigt, was passiert, wenn eine jüdische Familie ohne Bezug zu traditionellen religiösen Werten unverhofft mit den Gesetzen des Talmuds konfrontiert wird und ihr Leben umkrempeln muss. Dort wie hier, in Sam Garbarskis Langspielfilmdebüt, ist es der Tod eines Familienmitgliedes, der den Hinterbliebenen die eigenen Wurzeln wieder ins Bewusstsein ruft und sie ihr bisheriges Leben überdenken lässt.
Es dauert eine Weile, bis man sich in den komplexen Verwandtschaftsverhältnissen der Rashevski-Familie zurechtgefunden hat. Die verstorbene Großmutter hatte zwei Söhne, die wiederum ebenfalls zusammen drei Kinder haben. Zu all diesen Personen gehört noch der jeweilige Partner, was der Zuschauer erst einmal auseinander klambüsern muss. Denn Garbarski interessiert sich für alle diese Figuren gleichermaßen, lotet ihre Charaktere aus und setzt einen Schwerpunkt auf ihre individuelle Einstellung zur eigenen Religiosität. Nina entscheidet sich nach dem Tod ihrer Großmutter für eine streng jüdische Familie, was ihren Verehrer Antoine zum Judentum konvertieren lässt. Der junge Ric, dessen Freundin eine muslimische Araberin ist, muss sich darüber klar werden, ob ihm seine Liebe wichtiger ist als die Gewissenskonflikte, denen er durch die unterschiedlichen Glaubensverständnisse ausgesetzt ist. Mit Ric und Nina sind Identifikationsfiguren für die Generation der Twentysomethings gefunden, die gerade ihr Leben in die entscheidenden Bahnen lenken wollen. Doch auch die Generationen ihrer Eltern und Großeltern werden im Film berücksichtigt, wenn lang angestaute Ungerechtigkeiten aufbrechen, man versuchen muss, rassistische Vorurteile zu überwinden und unterschiedliche Lebensauffassungen zu akzeptieren. Sam Garbarski hat mit seinem Erstlingswerk einen sehenswerten Film über den Wandel im Umgang mit der religiösen Tradition inszeniert, der zu mehr Toleranz und Verständnis aufruft und die Hoffnung auf eine gegenseitige Annäherung nährt. (Frank Brenner) alle Rezensionen von Frank Brenner ...
"Eigentlich sind die in Paris lebenden Rashevskis eine sehr liberale jüdische Familie. Großmutter Rosa behauptet gar, Religion und Rabbis zu hassen. Doch als sie stirbt, steht ihren Kindern und Enkelkindern eine Überraschung bevor: Rosa hat sich ein Plätzchen auf dem jüdischen Friedhof reservieren lassen. Soll die bestürzte Familie dem Wunsch entsprechen? Und wenn ja, nach welchem Ritus soll die alte Dame dann beerdigt werden? Bei Rashevskis bricht eine turbulente Sinnkrise aus. Nur eine Sache auf der Welt kann diese Situation noch retten – Tango!Das Bild hinterlässt einen ziemlich unausgegorenen Eindruck. Richtig störend wirkt nämlich das gerade zu Beginn sehr stark auftretende Rauschen, welches zwar im weiteren Verlauf etwas abnimmt, aber immer noch sichtbar ist. Entsprechende stehende Muster bleiben da nicht aus. Dafür verrichtet der Kontrast seine Arbeit kompetent und wird dabei von einem wirklich guten Schwarzwert unterstützt. Alle anderen Farben wirken kräftig bis überzeichnet, was allerdings vermutlich ein Stilmittel darstellt.
In Sachen Schärfe gibt es dann wieder nicht ganz so Positives zu vermelden. Bei der Kantenabbildung leistet sie sich einerseits keine Schwächen, um andererseits Einzelheiten nur unzureichend darzustellen. Eine zu weiche Optik ist die Folge, außerdem mangelt es stellenweise deutlich an Plastizität. Lobend erwähnt sei indes, dass Schmutz, Kratzer oder analoge Defekte nirgends auftreten. Trotzdem zieht das anfangs erwähnte, heftige Grundrauschen zusammen mit der Detailarmut die Wertung unnötig nach unten - nämlich auf lediglich sechs Punkte.Hier lohnt es sich, alle zur Verfügung stehenden Alternativen ausführlicher einzeln zu betrachten, da sie teils extreme Unterschiede aufweisen. Da wäre zunächst die deutsche Synchronisation in Dolby Digital 2.0 Stereo: Sie wirkt recht voluminös, bietet sogar relativ viel Bass und schafft im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten ein ordentliches, wenn auch keineswegs umwerfendes akustisches Erlebnis. Negativ vermerkt werden muss aber, wie störend Stimmen nachhallen. Wer zu Vergleichszwecken auf den deutschen Dolby Digital 5.1-Track umschaltet, glaubt zunächst, temporärer Taubheit erlegen zu sein. Er ist derart leise abgemischt, dass nur ein sehr beherzter Dreh am Volumenregler hörbare Töne bringt. Fast zwangsläufig tritt deshalb ein leichtes statisches Hintergrundrauschen auf. Ansonsten bekommt der Subwoofer hin und wieder mal etwas zu tun, was angesichts des Genres keine Selbstverständlichkeit darstellt. Doch abgesehen vom Score oder einzelnen (winzigen) Effekten haben dafür die Rears Sendepause, weshalb natürlich nie echter Raumklang entsteht. Außerdem gehen Umgebungsgeräusche, wie beispielsweise zwitschernde Vögel, auf Grund der geringen Lautstärke einfach unter - hier hat das Stereo-Pendant kurioserweise wesentlich mehr zu bieten! Zu allem Überfluss scheint Sprache immer etwas über dem Geschehen zu schweben, was auf Dauer schon nervt. Bliebe weiterhin das französische Original als Dolby Digital 2.0 Stereo-Variante, welche mit einer weitaus besseren Integration der Dialoge punktet. Allerdings gehen diese viel zu sehr in die Tiefe, was angesichts der generellen Dumpfheit des Sounds nicht wirklich verwundert. Darüber hinaus gelten die oben getätigten Aussagen bezüglich der deutschen 2.0-Variante analog. Zum guten Schluss wäre da noch der französische 5.1-Ton. Hier kann man quasi nicht mehr meckern - vereinzelte (auch szenenbezogen auf sämtliche Lautsprecher verteilte) Effekte erfreuen das Ohr, die Sprache passt sich dem Geschehen wunderbar an und klingt sehr ausgewogen. Nur die allgemeine Frontlastigkeit ist nach wie vor ein echter Kritikpunkt. Ergo bewegt sich der Mittelwert aller Spuren irgendwo zwischen vier und fünf Punkten. Nach ""Im Zweifel für den Angeklagten""-Prinzip gibt es deshalb hauchdünne...Die animierte und soundunterlegte Hauptauswahl mit ihren statisch-starren Untermenüs hält zunächst eine neun Titel umfassende EPIX-Trailershow bereit. Unter ""Extras"" geht es dann gleich mit dem Kinotrailer zu DER TANGO DER RASHEVSKIS (in Deutsch und Französisch) weiter, welchem ein Teaser folgt. Damit ist die Werbung abgehandelt, man kann zu den ""richtigen"" Boni übergehen. Da wäre ein Interview mit dem Regisseur Sam Garbarski (19:43), welcher sich als eloquent, intelligent und gar nicht von sich eingenommen entpuppt, sondern vielmehr ganz entspannt über seinen Film sowie dessen Hintergründe plaudert. Ähnlich sympathisch und sehenswert: die von entsprechenden Szenen des fertigen Werkes gekrönten Tango-Tanzübungen der Darsteller (6:17). Hier dürfte sich der Titel selbst erklären. Dazu passend kann man dann einem separaten Tango-Musikstück (3:19, leider nur in Dolby Digital 2.0 Stereo) lauschen. Wer keine heiße Sohle aufs Parkett legen kann beziehungsweise will, um die Endorphine in Schwung zu bringen, darf sich im nächsten Punkt mittels des kompletten Rezeptes an einer ""Bouillon de la productrice"" versuchen - empfohlen bei Grippe oder Depressionen. Wenn das nix ist... Zum guten Schluss wurden drei weitere Werke von Garbarski auf diese DVD gepresst: ein witziger Werbespot für Kondome (0:43) sowie zwei Kurzfilme. In ""'Joyeux Noel, Rachid'"" (15:36) erklärt eine muslimische Mutter ihrem angesichts bunter Lichter und reich gefüllter Schaufenster verwirrten kleinen Sohn den Sinn des christlichen Weihnachtsfestes. Für den Jungen folgt eine Odyssee zwischen Religion, Illusion und kindlicher Neugier. Einem ganz ähnlichen Zusammenprall von Kulturen widmet sich schließlich ""La Dinde"" (17:38). Als eine jüdische Familie zu Weihnachten Besuch aus Amerika erhält, kauft die Herrin des Hauses der Gäste wegen eine Pute, was ihrem Mann gar nicht passt - Juden essen so etwas ja nicht! Da sind Konflikte selbstverständlich vorprogrammiert (Michael Holland) alle Rezensionen von Michael Holland ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Der Tango der Rashevskis, DVD:
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Weitere Filminfos zu Der Tango der Rashevskis: Originaltitel: Le tango de Rashevski Land / Jahr: Belgien / Luxemburg / Frankreich 2003 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Der Tango der Rashevskis:
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Kommentare zu Der Tango der Rashevskis:
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