Verrückt / Schön
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Kirsten Dunst Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Verrückt / Schön:
„Have you ever loved something so much, that it hurt's?“, war so spontan das Erste, was mir am Ende dieses Filmes eingefallen ist und wer diese Frage mit Ja beantworten kann, wird wissen, was dies bedeutet und warum mir dieser Film so nahe gegangen ist. Mir geht es dabei ähnlich wie Nicole. Beide sind wir in dem Dilemma Gefühle, Emotionen, Gedanken, alles Irrationale ausdrücken zu müssen und das mit Worten und finden dabei garantiert nur die falschen, nämlich die, die sich so leicht dahersagen lassen um im entscheidenden Augenblick ihre Magie verloren zu haben. So wie „Ich liebe Dich“ in der Situation, in der Nicole sich befindet. Für sie muss es eine ganz andere Bedeutung, Intention, etwas besonderes sein, bloß es sind die gleichen Worte, die vorher schon so oft gesagt oder gedacht wurden, vielleicht nicht von ihr, aber von zu vielen anderen. Also, Gesten, Blicke? Ja, sicher, nur das alles zählt nicht, es müssen Worte sein, Gedanken lesen geht nun mal nicht. Und wie kam es dazu, zu dieser „Scheißsituation“ mit Worten erklären zu müssen, was eigentlich selbstverständlich ist und was der Andere doch wissen muss. Eben diese trügerische Sicherheit, dieses sichere Gefühl von es wird schon nichts passieren, es lohnt nicht dafür ein Risiko einzugehen, der andere wird schon wissen, was ich damit sagen will, er kennt mich, er ... Ach, Mist, was soll das. Alles, diese Gedanken! Bis? Ja, bis einen die Eifersucht auf den Boden der Realität zurückholt. Und zwar vornehmlich dann, wenn man es garantiert nicht gebrauchen kann, wenn alles ganz harmlos ist und nur man selber dieses Gefühl hat, es ist eben nicht so, es muss mich doch einer verstehen. So wie bei Nicole als sie auf der Geburtstagsparty von Carloses Schwester, mit ansehen muss, wie sich eine Andere an Carlos ranmacht und keiner was dagegen unternimmt, ja es sogar gerne sieht! War da vorher noch alles in Ordnung, so ist nun überhaupt nichts mehr so wie es war. Dachte sie vorher, die Liebe lässt sich kontrollieren, ja sogar planen, so lernt man jetzt auf die schmerzhafte Tour, das dem nicht so ist. Sekunden zerstören, was Wochen, Monate aufgebaut haben. Was kümmern mich alle anderen? Wozu brauch ich sie? Ich hab doch meinen Freund, mehr brauch ich nicht, ich weiß schon, was ich tue, genieße dieses Verliebtsein, die Schmetterlinge im Bauch, die Lust am Zerstörerrischen und Destruktiven. Bis? Bis ich merke, dass ich mir nur selbst was vorgemacht habe. Irgendwie war mir schon Angst und Bange, wie sehr ich Nicole verstehen konnte, als mir klar wurde warum. Zum einen kommt hier ein Film und hält mir den Spiegel vor Augen. Zum anderen spielt Kirsten Dunst die Nicole einfach so überzeugend glaubwürdig, dass sich der Zuschauer unweigerlich diese Gedanken macht und sich dem Film einfach nicht entziehen kann. Als ob das oben geschilderte nicht schon genug wäre muss ausgerechnet Nicole, die, geht es nach ihrer Stiefmutter und ihrem Vaters, eigentlich gar nicht in der Lage ist zu lieben, ihnen eine Lektion in Liebe vorleben und um diese kämpfen und ihnen damit die Augen öffnen damit sie erkennen, was ihr wirklich fehlt, nämlich die Liebe ihrer Eltern. Der Mut zum Risiko, das fragile Kartenhaus, das ein Film ist, der auf die Schultern seiner Hauptdarstellerin gelegt ist, darf nicht durch die Nebendarsteller zerstört werden. Wie dies geht zeigt der Film, sie sind immer präsent, füllen ihre Rollen aus, ohne sich damit in den Vordergrund zu drängen. So konnte mich vor allen anderen Lucinda Jenney als böse Stiefmutter überzeugen. Nicht zu vergessen Jay Hernadez. Der Zuschauer kann seine anfänglichen Zweifel und Skepsis gegenüber Nicoles Flirts und später ihrer Liebe verstehen. Zum einen, wegen der Nebendarsteller, die durch ihre Rollen dazu beitragen, ein glaubhaftes Bild, von Nicole als die oben beschriebene Person aufzubauen, zum anderen spielt Hernandez seinen Carlos so als gingen im wirklich fragen wie, ist sie es wirklich wert alles aufzugeben oder den besten Ruf hat sie ja nicht gerade weg und jetzt interessiert sie sich für mich oder zur Abwechslung wohl mal einen Latino, durch den Kopf. Ebenfalls sehr schön, wie er sich gegen sein Umfeld wehrt, um seine Liebe zu Nicole kämpft, sie verteidigt und dann doch keine Chance hat und unter dem Druck seiner Familie und Nicoles Vater einbricht, Nicole aufgibt und sich einreden muss, sein Handeln sei schlussendlich ebenso zerstörerisch wie Nicoles. Die Außenstehenden wissen es bereits vorher, doch wer hört auf sie, wenn er so richtig verliebt ist? Wohl keiner, also warum sollte es dann Carlos tun? Also auch hier ein Lob an Regie und Drehbuch, für die Realitätsnähe. Dass es für große Emotionen keiner Worte bedarf zeigen die Szenen zu „this years lovin'“ von David Gray. Bei all dem Lob will ich einen Kritikpunkt aber nicht vergessen und hier stimme ich mit vielen anderen Kritikern überein, wir wollen bitte, bitte eine Unrated Version dieses Filmes, die mehr von Nicoles selbstzerstörerischem Lebensstil zeigt, von ihren Party, ihrem Alkohol- und Drogenkonsum, nicht bloß einen kurzen, mehr oder minder harmlosen Ausschnitt, der auch noch schlecht geschnitten ist und von Bild- und Tonqualität her so gar nicht in den restlichen Film passt. Hier ist wohl dem Regisseur oder vermutlich eher dem Verleih bei einer Testvorführung eingefallen, „huch, wir haben ja was vergessen. Hilfe, Nicole sieht die meiste Zeit so aus und läuft auch so rum, als ob sie unter Drogen steht, nur gezeigt haben wir es nicht, also müssen wir das ganz schnell nachholen und zwar so, dass unser PG-13 nicht gefährdet ist. Sechs setzen! Fazit: Kann ein Film das ganze Spektrum dessen einfangen, was gemeinhin als Liebe bezeichnet wird? Nach diesem Film kann ich die Frage mit „Ja“ beantworten. (Eric Hoch) alle Rezensionen von Eric Hoch ...
Seine Lieblingsband live zu erleben ist immer ein großes Ereignis. Doch nicht immer bleibt im Alltag die Zeit, einen Tournee-Termin auch wirklich wahrzunehmen. In diesem Fall lohnt es sich, stattdessen den Live-Mitschnitt eines Konzertes auf DVD anzuschaffen. Der Multi-Channel-Sound einer DVD sorgt dafür, dass auch vor dem Fernseher richtige Live-Atmosphäre aufkommt. Da die Kamera in der Regel ganz nah am Ort des Geschehens ist, bekommt der Heimkino-Zuschauer auch viel mehr vom Konzert mit als der eigentliche Zuschauer vor Ort.
Vorsicht ist allerdings trotzdem geboten: Nur die brandaktuellen Konzerte bieten auf DVD ein gestochen scharfes Bild und einen hochwertigen DTS-Sound. DVDs, die ältere Konzerte aus den Neunzigern, Achtzigern oder Siebzigern präsentieren, müssen auf alte Stereoaufzeichnungen und oft genug auf unscharfes VHS-Material zurückgreifen. Hier wird der technische Vorteil der DVD nicht genutzt. B.B. King gehört zusammen mit John Lee Hooker zu den großen schwarzen Blues-Legenden. Icestorm Entertainment widmet B.B. King nun eine eigene Konzert-DVD. Bevor sich allerdings Blues-Fans dieses Werk anschauen, sollten sie sich die Zeit nehmen und mehr über den knapp 80 Jahre alten Mann erfahren. B.B. King wurde 1925 in Itta Bena, Mississippi, geboten. Mit acht Jahren lernte er seine ersten Gitarrengriffe. Der bekannte Slide-Gitarrist Bukka White brachte ihm die Grundlagen der Bluesgitarre bei. Als junger Mann schuftete B.B. King noch als Arbeiter auf Farmen der Umgebung. Ab 1946 versuchte er sich aber schon als Straßenmusiker in Memphis. Mit erstem Erfolg. Er durfte ein Jingle für das Radio komponieren und übernahm schon bald den Job eines DJ im schwarzen Sender WDIA. Seine Bekanntschaft wuchs. Schon bald nannten ihn die Leute den "Boy from Beagle Street" oder einfach nur den "Blues Boy". So entstand der Künstlername B.B. King. Nach acht eigenen Singles nahm B.B. King irgendwann mit Ike Turner den Song "Three O'Clock" auf – ein erster Hit und so etwas wie der Durchbruch. Schon bald tourte B.B. King unermüdlich durch die Lande und trat in durchschnittlich 300 Shows pro Jahr auf. Es folgten zahlreiche LPs, wobei das 1965 aufgenommene "Live At The Reagal" als bestes Werk gefeiert wird. Auch heute ist B.B. King noch sehr aktiv. Er ist für Experimente immer zu haben. Zusammen mit Eric Clapton hat B.B. King etwa gerade das fantastische Blues-Album "Riding with the King" eingespielt. Die DVD zeigt den alten B.B. King bei einem faszinierenden Live-Konzert – aufgezeichnet in dts und Dolby Digital 5.1. Während der alte Mann auf einem Stuhl sitzt und seine Gitarre "Lucille" malträtiert, fliegen dem Zuhörer die glasklaren Blues-Akkorde nur so um die Ohren. King und seine Musiker verzichten auf ein großes Show-Spektakel. Wie der alte Mann aber seine Fans einfängt und sie mit seinem unerreichten Gitarrenspiel fasziniert, das hat schon etwas. Als Special bietet die DVD ein Interview mit B.B. King, das den Blues-Künstler als hellwachen Menschenfreund mit viel Humor und spannenden Geschichten darstellt. Hier berichtet er, wie er seine Gitarre aus einer brennenden Kneipe gerettet hat, dass er seit 30 Jahren ein jährliches Gratiskonzert für Kinder zwischen 5 und zehn Jahren gibt und wie er zu seinem Namen gekommen ist. Ein tolles Blues-Dokument für alle Fans. © 2001 www.typemania.de (Carsten Scheibe) alle Rezensionen von Carsten Scheibe ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Verrückt / Schön, DVD:
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Weitere Filminfos zu Verrückt / Schön: Originaltitel: Crazy/Beautiful Land / Jahr: USA 2001 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Verrückt / Schön:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, Audio Kommentar von Regisseur John Stockwell und Hauptdarstellerin Kirsten Dunst, Zusätzliche Szenen
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