Die jungen Wilden
Schauspieler / Schauspielerinnen in Die jungen Wilden:
Darsteller:
Burt Lancaster, Dina Merrill, Edward Andrews, Vivian Nathan, Shelley Winters, Larry Gates, Telly Savalas Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die jungen Wilden:
In einem Viertel sitzt ein junger Puertoricaner vor einem Haus. Gesellschaft hat er von einem Mädchen und weiteren Freunden. Während dessen laufen drei junge Männer durch die Straßen zu dem Viertel hin. Aus heiterem Himmel greifen sie den jungen Mann an und erstechen den jungen Mann. Dann laufen sie weg und schmeißen dabei die Messer weg. Eines junges Mädchen, das ihnen hinterher gelaufen ist, nimmt die Messer mit und entsorgt diese, wie sich später herausstellt. Schnell sind Polizisten im Einsatz und können die drei Täter einfangen. Bei einer Vernehmung stellt sich jedoch heraus, dass nur einer der Täter jünger als 16 Jahre ist. Alle drei Jungen sind allerdings Mitglied der Thunderbirds, einer Jugendgang. So landet der Fall auf dem Tisch von Bezirksstaatsanwalt Cole, der seinen Assistenten Hank Bell mit dem Fall betraut. Zusammen mit einem Kollegen macht sich Bell auf den Weg zum Polizeirevier, wo die drei jungen Männer sich derzeit befinden. Bei der Vernehmung der drei wird Hank Bell sofort klar, dass es Probleme geben könnte, weil Danny erst 15 Jahre jung ist. Also trennen sie die Jungs erst einmal und müssen diese langfristig sogar erst einmal frei lassen. Nun beginnen die noch tieferen Ermittlungen, wobei sich herausstellt, dass nichts mehr wirklich so einwandfrei zu sein scheint wie angenommen. So finden sie heraus, dass der junge Puertoricaner selber der Chef einer Gang und sogar für seine Schwester der Chef einer Gang war. Verkörpert werden die Hauptrollen durch Shelley Winters, Burt Lancaster und Dina Merrill. In einer weiteren Rolle ist zum ersten Mal Telly Savalas in einem Film zu sehen. Sie folgten den Regieanweisungen von John Frankenheimer. Die Komposition lag in den Händen von David Amram. Gezeigt wird der Film in Deutsch und Englisch, jeweils mit der Tonspur Dolby Digital 2.0 Mono. Außerdem liegt das Bildformat bei 16:9 Anamorph 1.77:1. Der durch die FSK ab 12 Jahren freigegebene Film wurde vor wenigen Tagen durch Euro Video veröffentlicht. Insgesamt besitzt der im Jahr 1961 produzierte Spielfilm eine Laufzeit von etwa 99 Minuten. Der Film führt deutlich vor Augen, dass nicht alle Taten so klar sind wie es scheint. Zudem wird aufgezeigt, welch gravierendes Ausmaß schon damals das Problem der Jugendbanden hatte. Das Thema war schon oft Gegenstand von Filmen beziehungsweise auch von einem Musical. Auch hier hat der Film wieder eine sehr bedrückende Komponente. So ein richtiges Happyend gibt es hierbei nicht, aber es sind einige Sequenzen des Films äußerst beeindruckend und beklemmend. Dazu gehören beispielsweise unter anderem die Szene im Schwimmbad, wo nur einer plötzlich in die Menge geht und dem einen hilft, und einige Szenen im Gerichtssaal. Für die damalige Zeit ist das ein ziemlich beeindruckender Film, der das Anschauen schon durch die Besetzung der Rollen wert ist. (Marina Teuscher) alle Rezensionen von Marina Teuscher ...
In den Slums von Harlem wird ein junger, blinder Puertoricaner von drei Jugendlichen kaltblütig erstochen. Hank Bell (Burt Lancaster), Staatsanwalt und als Italiener selbst in dem Viertel aufgewachsenen, erhebt Anklage wegen Mordes. Der mutmaßliche Täter kann schnell festgenommen werden, doch der idealistische Bell sieht nach eigenen Ermittlungen in den Reihen der Gangs, die Tat in einem anderen Licht. Im Verlauf des Prozesses muss er feststellen, dass die Schuld nicht allein den Tätern zuzuordnen ist. Der Film liegt in seinem Originalformat 1,77:1 (anamorph) vor. Das Schwarzweißbild erfuhr keinerlei Restaurierung, weshalb es seinem Alter entsprechend aussieht. Die Schärfe ist gerade mal mäßig. Es fehlt an Details. Nahaufnahmen sehen gerade noch gut aus, aber Totalen wirken doch recht weich. Der Kontrast ist annehmbar, der Schwarzwert ganz in Ordnung. Es gibt nur ein dezentes Rauschen und die Kompression arbeitet weitgehend unauffällig. Bemerkenswert ist aber, dass das Bild übersät von analogen Defekten ist. Es wimmelt nur so von zahllosen Dropouts, aber auch Laufstreifen und Kratzern. Der Ton liegt in beiden Fassungen, Deutsch und Englisch, in Dolby Digital 2.0 Mono vor. Beide Tonspuren könnten ebenfalls eine Restaurierung vertragen. Die deutsche Fassung klingt wie so viele Synchronisationen steril und künstlich und lässt diverse Umgebungsgeräusche der englischen OF vermissen oder spielt sie deutlich leiser ab. Die Dialoge sind zwar jederzeit sehr gut verständlich, weisen aber Unsauberkeiten auf. Die englische Originalversion klingt einerseits natürlicher und vielfältiger, andererseits weist sie aber auch Unsauberkeiten in den Dialogen wie Zischen und Knistern auf, die etwas stärker als bei der DF ausgefallen sind. Gelegentlich ist die Verständlichkeit ein kleines bisschen getrübt. Es gibt keinerlei Untertitel. Keine Extras. THE YOUNG SAVAGES (Originaltitel; USA, 1961) ist der zweite Kinofilm von Regisseur John Frankenheimer, nach THE YOUNG STRANGER (1957), der zuvor beim TV Live-Fernsehfilme gedreht hat und hiermit seine Leinwand-Karriere fortsetzte. Im Laufe dieser Karriere entwickelte er sich zu einem der interessantesten und vor allem besten amerikanischen Regisseure seiner Zeit.
Frankenheimer bescherte seinem Publikum, trotz einer zeitweiligen Tiefphase, eine große Anzahl an Filmen, die sich entweder als Filmklassiker oder zumindest als absolut gelungene Genreperlen erwiesen. Zu seiner Filmographie gehören unter anderem: THE MANCHURIAN CANDIDATE (Botschafter der Angst, 1962), SECONDS (1966), GRAND PRIX (1966), FRENCH CONNECTION II (1975), BLACK SUNDAY (Schwarzer Sonntag, 1977), 52 PICK-UP (1986), DEAD BANG (1989), THE FOURTH WAR (Powerplay, 1990), RONIN (1998) und REINDEER GAMES (2000). THE YOUNG SAVAGES basiert auf dem Roman "A Matter of Conviction" von Evan Hunter (auch "Marnie") und handelt von einem brutalen Mord an einem Latino, begangen von drei weißen Gang-Mitgliedern. Die drei werden schnell geschnappt und man will sie wegen Mordes ersten Grades anklagen, was die Todesstrafe bedeuten würde. Alles scheint klar, doch der Fall mutet doch nicht an so einfach zu sein, wie er zunächst aussah. Mit jeder Zeugenbefragung kommen neue Aspekte zum Vorschein, die das ganze Geschehen in neuem Licht erscheinen lassen und die Gerichtsverhandlung komplett auf den Kopf stellen. Mal gibt es neue Ansichten zum Opfer, mal werden Hintergründe der Täter ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Auch der Staatsanwalt, verkörpert von Burt Lancaster, muss sich mit einigen privaten Problemen herumschlagen. So entwickelt sich dieses Werk von einem simplen Krimi hin zu einem komplexen Gerichts- und Jugenddrama, dass von Jugendkriminalität, Rassismus und soziale Belangen wie Armut, Vernachlässigung und Benachteiligung erzählt. Hauptdarsteller Burt Lancaster hatte damals eigentlich wenig Interesse an diesem Film und machte ihn ausschließlich aufgrund eines ihn verpflichtenden Vertrages mit MGM. Er kam zunächst mit Frankenheimer nicht klar, doch als er sah, wie dieser den Film gestaltete und er mit dem Resultat sehr zufrieden war, bot er ihm die Regie für seinen nächsten Film BIRDMAN OF ALCATRAZ (Der Gefangene von Alcatraz, 1962) an, was der Startschuss für drei weitere fruchtbare Kollaborationen sein sollte: SEVEN DAYS IN MAY (Sieben Tage im Mai, 1964), THE TRAIN (Der Zug, 1964) und THE GYPSY MOTHS (Die den Hals riskieren, 1969). In den Nebenrollen dieses Filmes finden sich u.a. Telly Savalas, Shelley Winters, Dina Merrill und Edward Andrews. DIE JUNGEN WILDEN bzw. THE YOUNG SAVAGES wurde in fantastischem Schwarzweiß von Lionel Lindon fotografiert, doch der Stil selbst ist deutlich dem Regisseur Frankenheimer zuzuschreiben, der seinen beim Fernsehen entwickelten Stil hier wieder nutzt und vorantreibt. Die kameratechnischen Eigenheiten und Stilmittel hat er bis zum Ende seiner langen Karriere stets weiterentwickelt und bis zur Perfektion ausgespielt. So ist die permanente Verwendung von Tiefenschärfe und die Staffelung von Charakteren im Frame zu seinem Markenzeichen geworden und hat viele folgende Filmemacher beeinflusst. Die Umsetzung des Klassikers auf DVD ist mangels Restaurierung nur mäßig. Schade ist auch das völlige Fehlen von Extras, aber der Film selbst ist für Cineasten und Frankenheimer-Aficionados dennoch interessant. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die jungen Wilden, DVD:
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Weitere Filminfos zu Die jungen Wilden: Originaltitel: The Young Savages Land / Jahr: USA 1961 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Die jungen Wilden:
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