Nicht von dieser Welt
Schauspieler / Schauspielerinnen in Nicht von dieser Welt:
Darsteller:
Margherita Buy, Silvio Orlando, Carolina Freschi, Maria Cristina Minerva, Sonia Gessner, Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Nicht von dieser Welt:
Selbst geschaffene Grenzen und deren Überwindung stehen im Mittelpunkt von „Nicht von dieser Welt“. Dabei zeichnet der warmherzige Film kein negatives Bild, sondern zeigt Möglichkeiten auf, wie die eigenen Grenzen durch eine Erweiterung des Blicks und die Konfrontation mit anderen Lebensentwürfen überschritten werden können. Denn Stillstand ist der Tod und wie Ernesto diesem Schicksal dank der Hilfe von Caterina entkommt und sich aus seiner Lethargie befreit, zeigt „Nicht von dieser Welt“ derart anrührend und herzerwärmend, daß die zahlreichen Preise und eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film im Jahr 2000 nicht weiter verwunderlich sind. Trotz dieses Preisregens ging der Film außerhalb seines Entstehungslands Italien weitgehend unter. Deutsche Filmfreunde und Arthouse-Liebhaber können diesen ruhigen, wunderbaren Film jetzt auf einer leider unbefriedigenden DVD kaufen: Während das grobkörnige Bild noch zu verzeihen wäre, ist das komplette Fehlen jeglichen Bonusmaterials unentschuldbar. Schade, daß die Freude an diesem Film dadurch ein wenig verwässert wird. Fazit: „Nicht von dieser Welt“ ist eine zartbittere Tragikomödie aus Italien, dessen Botschaft das Herz rührt und zum Reflektieren über das eigene Leben und die Wahrnehmung anderer einlädt. Glänzend besetzt und routiniert inszeniert – Geheimtipp! (Tino Hahn) alle Rezensionen von Tino Hahn ...
"Caterina ist eine junge Frau, die sich für ein Leben als Ordensschwester entschieden hat. Ernesto betreibt eine Wäscherei und hat sich von seinem Alltag vollständig absorbieren lassen. Teresa ist eine junge Frau, die nicht weiß, wo sie hin soll und einen Platz zum Schlafen sucht. Gabriele ist ein Polizist, der seinen Beruf ernst nimmt. Niemand kennt sich, doch das Schicksal führt sie zusammen, als Caterina im Park ein ausgesetztes Baby findet und sich auf die Suche nach der Mutter macht. Auf einmal wird Caterina, die glaubte ihr Leben und ihre Zukunft fest im Griff zu haben, mit einer ihr bis dahin unbekannten Seite ihrer Persönlichkeit konfrontiert. Ernesto wird durch Caterinas Nachforschungen aus seiner Lethargie geweckt und beginnt zu fürchten und zu hoffen, dass er der Vater des Kindes sein könnte. Teresa hat einige Geheimnisse und gute Gründe, sie für sich zu behalten. Und der ordnungsliebende Gabriele darf von all dem nichts erfahren.Der nicht anamorphe 1.85:1-Transfer leidet unter deutlichen Schwächen. So ist er auffällig grobkörnig und vergrieselt, was über die gesamte Lauflänge für heftige Unruhe sorgt. Hinzu gesellen sich sichtbare Kompressionsprobleme, vor allem deutliche Treppenartefakte an Kanten und teils flimmernde Bildteile (zum Beispiel eine karierte Bluse bei 1:29:16). Immerhin weiß der Kontrast generell zu gefallen, tendiert bei Innenaufnahmen aber dazu, alles etwas zu dunkel erscheinen zu lassen. Dann gehen auch schon mal Details verloren.
Obwohl Hauttöne häufig leicht rotstichig wirken, können die Farben grundsätzlich überzeugen, da sie natürliche Ausprägungen zeigen. Zudem erfreut ein satter, jedoch nicht zu dominanter Schwarzwert. Beim Schärfeverhalten ist, abgesehen von den bereits erwähnten unsauberen Konturen, ebenfalls keine echte Kritik angebracht. Sowohl lange Distanzen als auch Close-ups gewähren Feinheiten viel Spielraum, sofern diese nicht vom Rauschen getilgt werden. Gesichter sehen allerdings oft etwas flächig aus. Darüber hinaus sind Verschmutzungen zu häufig sichtbar. Macht zusammen ganz knappe...Freunde des Originals kommen nicht auf ihre Kosten - der italienische Ton fand nämlich leider keinen Weg auf den Silberling. Immerhin gelang die deutsche Synchronisation gut und liegt hier in Dolby Digital 2.0 Stereo vor. Akustische Wunderdinge darf man natürlich kaum erwarten, sich aber zumindest am hellen, klaren Score erfreuen. Auch einzelne Effekte sowie die gelungene Geräuschkulisse weben einen relativ dichten, homogenen Soundteppich, welcher nie durch Rauschen gestört wird. Weniger toll dagegen ist die Sprachwiedergabe: Dialoge klingen manchmal etwas dumpf, zudem neigen besonders Frauenstimmen dazu, S-Laute überdeutlich zu betonen. Weil die jederzeit hervorragende Verständlichkeit des Gesagten trotzdem nie leidet, stehen am Ende doch noch...Über die Ausstattung sollte man lieber keinerlei Worte verlieren, da sie einfach unsäglich ist. Immerhin soundunterlegte, aber leider starre Menüs gehen zwar in Ordnung, sonst herrscht jedoch gähnende Leere - sogar Untertitel zum Hauptfilm fehlen. Und dass, wie oben erwähnt, auch noch auf den italienischen Originalton verzichtet wurde, verärgert gänzlich. Nein, für diese wortwörtliche Null-Leistung kann es nicht einmal unseren obligatorischen Gnadenpunkt geben!Manchmal ist der Titel eines Films gleichzeitig auch Programm - wie im vorliegenden Fall. Tatsächlich wirken die Protagonisten, als wären sie NICHT VON DIESER WELT. Irgendwie mag sich das Trio nämlich nirgends wirklich einfügen. Alle Hauptpersonen haben eine eher hinderliche, umklammernde Liebe ihres Lebens gefunden und es damit gleichzeitig indirekt fast beendet: Caterina ist - wie jede andere Nonne - nur mit Jesus verheiratet und erstickt im engen Kloster, ohne sich dessen bewusst zu werden. Parallel dazu betreibt Ernesto seine eigentlich verhasste Wäscherei, nimmt nichts anderes mehr wahr und verbringt die Abende mit Fertiggerichten vor dem Fernseher. Dagegen weiß Teresa überhaupt nicht, wo sie demnächst schlafen soll - der Taumel durch die eigene Existenz ist ihr Partner, für zwischenmenschliche Bindungen bleibt keine Zeit. Drei Menschen, drei ganz ähnliche Schicksale, ständig begleitet von Einsamkeit und Trauer: ""Die schlimmsten Dinge passieren unter unser aller Augen..."" Aus dieser Grundkonstellation entwickelt Regisseur Giuseppe Piccioni ein formal meisterhaftes Ensemblestück, indem er zum Beispiel einzelne Segmente durch Voice Over verbindet und so den steten Erzählfluss aufrechterhält. Doch auch inhaltlich gelingt ihm Großartiges. Obwohl grundsätzlich ""bloß"" einzelne Momente aneinander gereiht werden, der Handlungsfaden also ein recht dünnes Etwas ist, wirkt NICHT VON DIESER WELT nie bruchstückhaft oder banal. Vielmehr fügen sich sämtliche kleinen Oden an den Augenblick sukzessive zu einem Mosaik zusammen, welches sowohl die Charaktere als auch Story und Atmosphäre quasi wie bei einem Puzzle langsam aufbaut. Dazu dienen unter anderem Randerzählungen wie eine völlig verzweifelte junge Frau, welche in Restaurants ihre Telefonnummer auf Servietten schreibt und selbige gut sichtbar liegen lässt. Einmal rief sie tatsächlich jemand an... Ein herzzerreißender Soundtrack trägt ebenfalls zur tief melancholischen Stimmung bei. Dass NICHT VON DIESER WELT dennoch nicht als bleischwerer Downer daherkommt, liegt daran, dass Piccioni ungeachtet aller Traurigkeit immer wieder Komik aufblitzen lässt (Michael Holland) alle Rezensionen von Michael Holland ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Nicht von dieser Welt, DVD:
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Weitere Filminfos zu Nicht von dieser Welt: Originaltitel: Fuori dal mondo Land / Jahr: Italien 1999 Produktion: Lionello Cerri Musik: Ludovico Einaudi Kamera: Luca Bigazzi Ausstattung: Marco Belluzzi Kostüme: Caroline Olcese Schnitt: Esmeralda Calabria Maske: Fernanda Perez Ton: Amedeo Casati Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Nicht von dieser Welt:
Kapitel- / Szenenanwahl, DVD-Menü mit Soundeffekten
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