Manderlay
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Gerade eben dem Martyrium in Dogville entkommen, stößt Grace im amerikanischen Süden der 30er Jahre auf die Plantage Manderlay, in der die Schwarzen immmer noch wie Sklaven gehalten werden.
In diesem Augenblick stirbt deren Herrin und Grace beschließt, die Demokratie nach Manderlay zu bringen - notfalls mit Waffengewalt der von ihrem Vater zur Hilfe abgestellten Gangster. Der Prozess erweist sich als aüßerst schwierig, zumal Grace einem der Schwarzen verfällt und der retterin auch noch eine faustdicke Überraschung bevorsteht.
Im zweiten Teil von Lars von Triers radikaler Trilogie über Amerika, der wie der Vorgänger DOGVILLE nur auf einer gewaltigen Bühen mit wenigen Kulissenfragmenten gedreht und in acht Kapitel strukturiert wurde, befasst sich der Filmemacher anhand des Themas Sklaverei mit den Problemen der aufgezwungenen Demokratie - Verweise auf den Irak und Afghanistan sind unverkennbar.
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Inhaltsangabe zu Manderlay: 
Gerade eben dem Martyrium in Dogville entkommen, stößt Grace im amerikanischen Süden der 30er Jahre auf die Plantage Manderlay, in der die Schwarzen immmer noch wie Sklaven gehalten werden.
In diesem Augenblick stirbt deren Herrin und Grace beschließt, die Demokratie nach Manderlay zu bringen - notfalls mit Waffengewalt der von ihrem Vater zur Hilfe abgestellten Gangster. Der Prozess erweist sich als aüßerst schwierig, zumal Grace einem der Schwarzen verfällt und der retterin auch noch eine faustdicke Überraschung bevorsteht.
Im zweiten Teil von Lars von Triers radikaler Trilogie über Amerika, der wie der Vorgänger DOGVILLE nur auf einer gewaltigen Bühen mit wenigen Kulissenfragmenten gedreht und in acht Kapitel strukturiert wurde, befasst sich der Filmemacher anhand des Themas Sklaverei mit den Problemen der aufgezwungenen Demokratie - Verweise auf den Irak und Afghanistan sind unverkennbar.
Manderlay stammt aus dem Hause Universum Film.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Manderlay:
Darsteller:
Bryce Dallas Howard, Isaach De Bankolé, Danny Glover  , Willem Dafoe, Jeremy Davies, Lauren Bacall, Chloë Sevigny, Jean-Marc Barr  , Udo Kier  , Michaël Abiteboul, Rik Launspach, Geoffrey Bateman, Suzette Llewellyn, Virgile Bramly, Charles Maquignon, Ruben Brinkmann, Joseph Mydell, Doña Croll, Javone Prince, Llewella Gideon, Clive Rowe, Mona Hammond, Ginny Holder, John Hurt, Emmanuel Idowu, Zeljko Ivanek, Teddy Kempner, Fredric Gildea, Andrew Hardiman, Aki Hirvonen, Mikael Johansson, Wendy Juel, Hans Karlsson, Ian Matthews, Seth Mpundu, Derrick Odhiambo-Widell, Maudo Sey, Erich Silva, Nina Sosanya, Ross Taylor, Eric Voge, Alemayehu Wakijra, Nick Wolf,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Manderlay:
0Frank Brenner2009-01-28Lars von Triers filmisches Universum ist in Trilogien gegliedert. Nach seinen viel beachteten Filmen der „Europa-Trilogie“ hat er die „Golden Heart-Trilogie“ verfasst, mit der er ein Riesenpublikum erreichen konnte und aus seinem Schattendasein im Arthauskino heraustrat. Mit seinem 2003 abgedrehten Film Dogville hat der kreative und umtriebige Däne seine „Amerika-Trilogie“ eingeleitet, die zwei Jahre später mit Manderlay ihre Fortsetzung erfuhr. Trotz seines enormen Outputs hat es von Trier bislang geschafft, sich stilistisch stets weiterzuentwickeln und keine tonangebende Idee in seinen Werken zweimal zu verwenden. Mit dieser Tradition hat er nun erstmals spürbar gebrochen, denn Manderlay ist nicht nur inhaltlich die Fortsetzung von Dogville, der Film geht auch in ästhetischer Hinsicht auf den gleichen Pfaden weiter, die der Vorgängerfilm auf so spektakuläre Weise geebnet hatte.
Wiederum wird in einer stark stilisierten Kulisse, die sich auf einige unumgängliche Requisiten beschränkt, ansonsten aber einer Theaterbühne ohne Bauten gleicht, eine zeitlose Geschichte erzählt, die eng mit der Mentalität und Historie der Vereinigten Staaten verknüpft ist. Grace, die Protagonistin aus Dogville, dieses Mal nicht von Nicole Kidman, sondern von Bryce Dallas Howard gespielt, wird auf der Manderlay-Plantage siebzig Jahre nach der gesetzlichen Abschaffung der Sklaverei mit einem ebensolchen Herrschaftssystem konfrontiert. Die weißen Besitzer nutzen ihre schwarzen Arbeiter nach allen Regeln der Kunst aus. Als die Gutsherrin stirbt, sieht Grace die Chance gekommen, den Arbeitern ihre Freiheit zu schenken. Da das Ganze leichter gesagt als getan ist, bietet sie ihre Hilfe vor Ort an.
Manderlay aufgrund seiner inszenatorischen Gestaltung mit dessen Vorgängerfilm direkt zu verknüpfen, erweist sich als kluger Schachzug Lars von Triers. Da sich die beiden Filme auf der inhaltlichen und der Bedeutungs-Ebene sehr ähnlich sind, werden sie so besser als Teil eines größeren Ganzen wahrgenommen. In dem sehr dialoglastigen, überlangen Film geht es einmal mehr um Themen von essenzieller Bedeutung wie das Recht auf persönliche Freiheit, Selbstbestimmung und demokratische Grundsätze im Allgemeinen. In seiner parabelhaft angelegten Geschichte stellt von Trier aufs Neue Stupiditäten des menschlichen Verhaltens bloß und gibt seinen Zuschauern jede Menge tiefgründiger Ansätze für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gezeigten. Auch wenn Manderlay nicht mit dem gleichen nihilistischen Schluss wie Dogville endet, lassen seine Parallelen zur tatsächlichen Situation in den USA dennoch einen Kloß im Hals des Betrachters zurück.
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Lars von Triers filmisches Universum ist in Trilogien gegliedert. Nach seinen viel beachteten Filmen der „Europa-Trilogie“ hat er die „Golden Heart-Trilogie“ verfasst, mit der er ein Riesenpublikum erreichen konnte und aus seinem Schattendasein im Arthauskino heraustrat. Mit seinem 2003 abgedrehten Film Dogville hat der kreative und umtriebige Däne seine „Amerika-Trilogie“ eingeleitet, die zwei Jahre später mit Manderlay ihre Fortsetzung erfuhr. Trotz seines enormen Outputs hat es von Trier bislang geschafft, sich stilistisch stets weiterzuentwickeln und keine tonangebende Idee in seinen Werken zweimal zu verwenden. Mit dieser Tradition hat er nun erstmals spürbar gebrochen, denn Manderlay ist nicht nur inhaltlich die Fortsetzung von Dogville, der Film geht auch in ästhetischer Hinsicht auf den gleichen Pfaden weiter, die der Vorgängerfilm auf so spektakuläre Weise geebnet hatte.
Wiederum wird in einer stark stilisierten Kulisse, die sich auf einige unumgängliche Requisiten beschränkt, ansonsten aber einer Theaterbühne ohne Bauten gleicht, eine zeitlose Geschichte erzählt, die eng mit der Mentalität und Historie der Vereinigten Staaten verknüpft ist. Grace, die Protagonistin aus Dogville, dieses Mal nicht von Nicole Kidman, sondern von Bryce Dallas Howard gespielt, wird auf der Manderlay-Plantage siebzig Jahre nach der gesetzlichen Abschaffung der Sklaverei mit einem ebensolchen Herrschaftssystem konfrontiert. Die weißen Besitzer nutzen ihre schwarzen Arbeiter nach allen Regeln der Kunst aus. Als die Gutsherrin stirbt, sieht Grace die Chance gekommen, den Arbeitern ihre Freiheit zu schenken. Da das Ganze leichter gesagt als getan ist, bietet sie ihre Hilfe vor Ort an.
Manderlay aufgrund seiner inszenatorischen Gestaltung mit dessen Vorgängerfilm direkt zu verknüpfen, erweist sich als kluger Schachzug Lars von Triers. Da sich die beiden Filme auf der inhaltlichen und der Bedeutungs-Ebene sehr ähnlich sind, werden sie so besser als Teil eines größeren Ganzen wahrgenommen. In dem sehr dialoglastigen, überlangen Film geht es einmal mehr um Themen von essenzieller Bedeutung wie das Recht auf persönliche Freiheit, Selbstbestimmung und demokratische Grundsätze im Allgemeinen. In seiner parabelhaft angelegten Geschichte stellt von Trier aufs Neue Stupiditäten des menschlichen Verhaltens bloß und gibt seinen Zuschauern jede Menge tiefgründiger Ansätze für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gezeigten. Auch wenn Manderlay nicht mit dem gleichen nihilistischen Schluss wie Dogville endet, lassen seine Parallelen zur tatsächlichen Situation in den USA dennoch einen Kloß im Hals des Betrachters zurück.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Manderlay:
Originaltitel: Manderlay
Land / Jahr: Dänemark / Schweden / Niederlande 2005
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Manderlay:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Audiokommentar, Dokumentationen
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