Stay
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Ewan McGregor Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Stay:
Ein etwas "anderer" Film, mit Ewan McGregor, ist nun auf DVD erschienen: "Stay" von "Finding Neverland"-Regisseur Marc Forster. Der Film basiert auf ein Drehbuch von David Benioff ("25 Hour"). "Stay" erzählt die Geschichte eines jungen New Yorkers Psychiaters namens Sam Foster (Ewan McGregor), der seine depressive Kollegin vertritt, und es auch gleich mit einen interessanten Fall zu tun bekommt. Dieser Fall bzw Patient ist der Kunststudent Henry Letham (Ryan Goslin). Dieser platzt unangemeldet in Sams Sprechstunde, und ist sichtlich überrascht, als er statt seiner gewohnten Psychologin der "neuen" vor ihm steht. Doch Sam gelingt es ganz allmählich trotzdem, das Vertrauen des jungen Patienten zu gewinnen. Henry leidet seit einem Unfall an Gedächtnisverlust, aber nicht nur das, er hat auch die Gabe Vorhersagen zu treffen, die später auch wirklich eintreffen, wie z.B. Hagelstürme und Todesfälle. Doch dann macht Henry Sam eine besondere Voraussage: Henry will sich in drei Tagen, an seinem 21. Geburtstag, das Leben nehmen. Sam versucht alles, um seinen Patienten von dessen Plan abzubringen, immerhin behandelte Sam schon erfolgreich seine Freundin Lila (Naomi Watts) nach einem Selbstmordversuch. Doch was immer Sam auch unternimmt um Henry zu helfen, die Dinge scheinen zwanghaft ihren Lauf zu nehmen. Mehr und mehr dringt Sam in Nachforschungen um Henrys Umfeld ein, so dass er beginnt sein eigenes Leben und das seiner Freundin zu vernachlässigen. Ein albtraumhafter Trip durch das nächtliche New York beginnt, der nicht nur seinen Patienten Henry, sondern vor allem ihn und Lila betrifft. "Stay" ist keine leichte Kost, ein abstrakter und surrealer Kunst-Film, der sich mit seinen hervorragenden Schnitten und seiner brillanten Kameraführung aus der Masse hervorhebt. Hier verschmelzen Traum und Wirklichkeit, so dass der Zuschauer oft ratlos vor dem Film sitzt. Aber keine Bange: die Auflösung, auch wenn sie nicht so ganz schlüssig ist, bekommt man ganz am Schluss. Die technische Seite der DVD ist äußerst zufriedentstellend. Das Bild (1:1.234 anamorph) ist sauber und scharf, die Farben sind natürlich, vielleicht etwas zu blass. Der Ton (DD 5.1) bietet klare und gut verständliche Dialoge, gibt eine gute Räumlichkeit und unterstützt den sehr guten Soundtrack optimal. Neben der obligatorischen Trailershow (10 Titel) findet man ein paar Extras zum Film selbst, so sind hier zu finden: der Trailer in Deutsch und Englisch, Szenenspezifische Audiokommentare, Featurrettes zu "Departing Visions" und "The Music of Stay", sowie Star-Featurettes, Interviews, eine Fotogalerie und TV-Spots. Außerdem gibt es noch das Original-Presseheft zum Film, wenn man die DVD in den Computer einlegt. Fazit: Ein Film, mit einer komplizierten und bizarren Handlung. Außergewöhnlich, verwirrend, intelligent, der mit seiner ungewöhnlichen Schnitten und Kameraführung überzeugt. Wer Filme wie "Vergiss mein nicht!", "Der Maschinist" und "Mulholland Drive" mochte, weiß worauf er sich hier einlässt, und wird dann auch mit "Stay" zufrieden sein. Für alle anderen gilt eher Vorsicht geboten, es sei denn "Sie" sind experimentierfreudig! (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
"Der New Yorker Psychiater Sam Foster übernimmt von einer erkrankten Kollegin den Fall des Kunststudenten Henry Letham. Dieser leidet nach einem Unfall an Amnesie, macht dafür jedoch wirre Vorhersagen, die sich aus mysteriösen Gründen bewahrheiten. Als Henry ankündigt, sich in drei Tagen – an seinem 21. Geburtstag, exakt um Mitternacht – das Leben zu nehmen, will Sam ihn unbedingt aufhalten. Bei seinen Nachforschungen in Henrys Umfeld entdeckt er eine Welt voller Widersprüche und Rätsel, die sein eigenes Leben und besonders die Beziehung zu Sams schöner Freundin Lila zu beeinflussen scheint. Sein Versuch, Henry zu retten, wird zum albtraumhaften Psychotrip, bei dem Traum, Realität und Wahnsinn verschwimmen und der Sam immer mehr an seiner eigenen Wahrnehmung zweifeln lässt...Der anamorphe 2.35:1-Transfer dieses besonderen Arthaus-Releases ist alles andere als gewöhnlich, denn Regisseur Marc Forster und Kameramann Roberto Schaefer entwickelten in ihrer Tätigkeit eine derartige Eigendynamik, dass die Beschreibung und der Vergleich des Gebotenen wirklich schwer fallen. In der knapp über 90 Minuten dauernden Laufzeit erlebt der Zuschauer eine Vielfalt an verschiedensten Bildkompositionen, welche durch unterschiedlichste Farbfilter und digitalen Verfremdungen gezeichnet sind. Der charakteristische Farbraum bleibt dabei stets unvorstellbar ausgedehnt – die gewaltige Sättigung führt zu einer sehr eindringlichen Farbgebung, deren Intensität jedoch niemals als störend empfunden wird. Der Schärfepegel bewegt sich auf hohem Niveau, selbst in der Bildtiefe werden feine Details noch plastisch reproduziert. Der Kontrast wird über weite Strecken als Stilmittel genutzt, weshalb eine präzise Bewertung schwierig ist. Mittelt man jedoch den Eindruck der einzelnen Sequenzen, bleibt insgesamt ein sehr positiver Befund im Gedächtnis haften. Nur wenige Szenen neigen zu deutlich überstrahlendem Verhalten, ansonsten ist das Bild immer plastisch und detailreich.
Störend fallen nur leichte Unruhen in hellen Bildbereichen auf, welche augenscheinlich von der etwas zu starken Kompression herrühren. So neigen feine Strukturen bei Kameraschwenks zu leichter Blockbildung, welche jedoch nur auf Bilddiagonalen jenseits der zwei Meter-Grenze auffallen dürften. Herkömmliches Bildrauschen sowie sogenanntes Filmgrain, welches durch analoge Aufnahmen entsteht, sind nur in seltenen Fällen zu beobachten. Wer die Güte seines De-Interlacers auf Herz und Nieren testen möchte, bekommt hierfür genügend Gelegenheit. Die mit filigraner Schrift überzogene Tapete in Henrys Apartment sowie die Kopfbedeckung seiner Mutter werden den ein oder anderen Logik-Algorithmus des eingesetzten Chipsatzes auf jeden Fall zum Straucheln bringen. Auch wenn es auf Grund der drastischen Bild- Modifizierungen schwer fällt eine abschließende Wertung zu treffen, überzeugt der Gesamteindruck auf alle Fälle. In Anbetracht aller Vor- und Nachteile schrammt der interessante Transfer nur knapp an neun Punkten vorbei.Kinowelt verzichtete auf die DTS-Tonspur der HK-DVD, präsentiert jedoch zwei Dolby Digital 5.1-Tonspuren in Englisch und Deutsch, die selbst höchsten Ansprüchen Stand halten. Selten wurde das Kodierungsverfahren der Dolby Laboratories näher an seine dynamischen und klanglichen Grenzen geführt, als es hier der Fall ist. Schon der Film-Auftakt lässt das Zimmer durch den unvermeidlichen Autounfall unter dem enormen Schalldruck erzittern. Selbst gestandene Tiefbass-Boliden, wie der zum Equipment gehörende B&W ASW650, stoßen bei dieser wuchtigen Klang-Reproduktion unweigerlich an die Grenzen des gerade noch Machbaren. Unter einer solchen Last lassen sich auch die Unterschiede zwischen den beiden Tonspuren gut heraushören, beziehungsweise -fühlen. Während das englische Original trockene, unverfälschte Bässe liefert, wirkt der deutsche Track in dieser Disziplin etwas zu ungestüm, denn gerade in diesen extremen Momenten neigt die Wiedergabe zu leichter Übersteuerung des LFE-Kanals. Das äußerst dichte Klangfeld aus präzisen sowie meist gut ortbaren direktionalen Effekten haben jedoch beide Tonspuren gemein. Der Score kann in dieser Disziplin besonders überzeugen, da er sehr nuanciert und losgelöst auf alle Lautsprecher gemischt wurde. Hauptsächlich der Hochtonbereich weiß durch das messerscharfe Aufspielen auch hohen Anforderungen nachzukommen. Bei den Dialogen hat das Original klar die Nase vorne. Gerade hier zahlt sich die kompromisslose Auflösung im hohen Wiedergabebereich erstaunlich gut aus. Stimmen wirken sehr natürlich und bleiben stets im Einklang mit dem Bild. Die deutsche Synchronisation wirkt hingegen oftmals wie ein klanglicher Fremdkörper, welcher immer wieder durch eine zu hohe Lautstärke auf sich aufmerksam macht. Letztendlich gilt es nur noch festzustellen, dass es sich gerade bei der englischen Tonspur nahezu um ein Referenzprodukt handelt. Gäbe es die störenden Partien des deutschen Tracks nicht, wäre der Big-Sound-Award eine logische Konsequenz. So recht es leider nur für absolut gigantische 10 von 10 Punkte!Arthaus präsentiert nicht nur die beiden tollen Audiokommentare mit Marc Forster, Matt Chesse, Kevin Tad Haug und Roberto Schaefer sowie Marc Forster und Ryan Gosling - welche nach dem überraschenden Ende des Filmes sicher den einen oder anderen Zuhörer finden sollten – sondern bietet auch eine Reihe informativer Dokumentationen und Interviews. Das durchaus ansprechend animierte Hauptmenü wurde übersichtlich gestaltet und führt schnell zum gewünschten Ziel. Unter dem Punkt EXTRAS findet man zunächst eine Featurette mit dem Namen “Departing Visions"", welche circa sechs Minuten lang von Meschen mit Nahtod-Erfahrungen berichtet. Auch als Soundtrack-Fan kommt man erfreulicherweise auf seine Kosten, denn die Dokumentation “The Music of Stay“ beschäftigt sich mit der aufwändigen Entstehung des Film-Scores. Weiterhin erwartet uns eine Star-Featurette mit Ewan MacGregor, Naomi Watts, Ryan Gosling & Marc Forster, welche mit Hilfe von Interviews-Fetzten, Film- und Behind-the-Scenes-Material die Story näher erläutert. Wer das gesamte Werk noch nicht gesehen hat, sollte von diesem speziellen Extra Abstand halten, da gravierende Spoiler enthalten sind und dem fertigen Film somit einiges von der Spannung genommen wird. Mit Hilfe weiterer zehn Minuten an Interviews wird näher auf die einzelnen Charaktere und die Arbeit am Set eingegangen. Neben einer Fotogalerie, der obligatorischen Trailershow sowie einiger TV-Spots findet sich auf der DVD auch noch das Original-Presseheft in Form eines PDF-Files.Für viele ist der Name Marc Forster mit großer Wahrscheinlichkeit kein Begriff. Erwähnt man jedoch Filme wie MONSTER'S BALL (2001) oder auch FINDING NEVERLAND (2004), für welche er sich auf dem Regiestuhl verantwortlich zeigte, wird die Ahnung schon etwas präziser. Fügt man nun noch hinzu, dass er 1969 in Deutschland geboren wurde, kann man es kaum fassen, weshalb man nicht mehr über diese Person weiß. Auch der Film STAY (2005) stammt aus seinem Repertoire, ist in Deutschland jedoch bisher nahezu unbekannt geblieben, da eine umfassende Kinoauswertung trotz Staraufgebots ausblieb. Dies scheint in Anbetracht der eher durchschnittlich anmutenden Geschichte eigentlich kaum verwunderlich zu sein – Ähnliches wurde schon tausende Male verfilmt. Doch was Marc Forster, Matt Chesse (Schnitt) und Roberto Schaefer (Kamera) hier erschufen zeigt wieder einmal deutlich, dass auch noch innovative Vorgehensweisen existieren, um sich vom typischen Mainstream-Kino abzugrenzen. Was zunächst wie ein herkömmlicher Thriller beginnt, verwandelt sich allmählich in ein optisch extravagantes Spektakel, welches den Zuschauer unweigerlich in seinen Bann zieht. Was den Betrachter anfänglich noch wie dilettantische Schnittefolgefehler dünkt und mit verrinnender Laufzeit immer drastischere Ausmaße annimmt, entpuppt sich als mustergültig eingesetztes Werkzeug, um den bewanderten Cineasten gezielt auf eine falsche Fährte zu locken. Glücklicherweise setzt Forster hier nicht nur auf die Aufrechterhaltung seiner mühevoll etablierten Atmosphäre, sonder kümmert sich auch vorbildlich um die Weiterentwicklung seiner Figuren. Jeder der Hauptdarsteller macht hierbei seine Arbeit ausgezeichnet. Ewan McGregor (Sam) und auch Naomi Watts (Lila) spielen hervorragend, können aber an das intensive Acting von Ryan Gosling (Henry) nicht nahtlos anknüpfen. STAY(2005) ist ein außergewöhnliches Werk das in Zeiten von Remakes, Prequels und Sequels mehr als nur Akzente setzen kann. Marc Forster beweist hier wiederum, dass er zu Großem im Stande ist, was auf seinen nächsten Film STRANGER THAN FICTION (2006) hoffen lässt, der jedoch wohl erst im kommenden Jahr bei uns in den Kinos startet. Kinowelt (Arthaus) hatte ein gutes Händchen bei dieser Veröffentlichung. Nicht nur das Bild wirkt nahezu makellos, auch bei den Extras gab man sich erstaunlich viel Mühe. In einer ganz anderen Liga bewegt sich jedoch der Sound, welcher vor allem im englischen Original kaum zu übertreffen sein sollte. Subjektive Filmwertung: 09 von 10 verstörende Visionen" (Matthias Schmieder) alle Rezensionen von Matthias Schmieder ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Stay, DVD:
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Weitere Filminfos zu Stay: Originaltitel: Stay Land / Jahr: USA 2005 Produktion: Douglas Laurence für MGM Vorlage: Roman "Stay Away Joe" von Dan Cushman Musik: Jack Marshall Kamera: Fred Koenekamp Ausstattung: Henry Grace, Don Greenwood jr. Schnitt: George W. Brooks Medien-Typ: DVD Am 4. Oktober 1967 reiste Elvis Presley nach Sedona und Cottonwood in Arizona, wo die meisten Aufnahmen vor Ort entstanden. Die eigentlichen Dreharbeiten begannen am 18. Oktober 1967. Bonusmaterial zu Stay:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Szenenspezifische Kommentare von Regisseur & Crew, Star Featurettes, Fotogalerie, Departing Visions & The Music of Stay Featurette, TV-Spots, Presseheft im DVD-Rom-Part
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