Caché - unsichtbar, verborgen, geheim
Schauspieler / Schauspielerinnen in Caché - unsichtbar, verborgen, geheim:
Darsteller:
Daniel Auteuil Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Caché - unsichtbar, verborgen, geheim:
Georges (Daniel Auteuil) und Anne (Juliette Binoche) finden ein Video vor ihrer Haustüre. Es zeigt als einzige Einstellung das Haus der Familie über einen längeren Zeitraum gefilmt. Was zwar für Verwirrung sorgt, wird als Streich eines Fans - Georges leitet im Fernsehen ein literarisches Quartett - oder eines Freundes von Sohn Pierrot abgetan. Als weitere Filme auftauchen und diesen verstörende, kindliche Zeichnungen beiglegt werden, beginnt sich in Georges ein Verdacht zu erhärten, den er jedoch nicht mit Anne teilen will. Über eines der Videos gelangt er zu einem Relikt aus seiner, bislang vor sich und seiner Familie verborgen gehaltenen Vergangenheit. Als kleiner Junge sorgte er dafür, dass der Sohn algerischer Einwanderer nicht von seinen Eltern adoptiert wurde, sondern ins Waisenhaus kam. Somit verwehrte er ihm eine Zukunft, wie er sie nun lebt. Als er nun dem erwachsenen Mann gegenübersteht, vermutet er sofort, dass dieser hinter den Videos steckt und somit verantwortlich für den Terror in seiner Familie ist. Majid (Maurice Bénichou) weist die Vorwürfe zurück, ist überrascht und auch erfreut über den Besuch des Jugendfreundes. Georges lässt sich nicht von seinem Verdacht abbringen. Nachdem Pierrot nach dem Schwimmunterricht nicht nach Hause kommt, läßt er Majid und seinen Sohn (Walid Afkir) festnehmen, was schlimme Folgen nach sich ziehen wird. Ein Mensch entscheidet selbst, was er als Erinnerung speichern will und was nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir von verdrängten Vergangenheiten wieder eingeholt werden, besonders durch äußere Einwirkung, ist verschwindend gering. Wenn dies doch passiert, wie in Hanekes „Caché“ muss man sich auch heute noch der Verantwortung stellen, selbst wenn es nur eine unbedeutende Episode im Erwachsenwerden eines Menschen war. Dies ist die Grundidee, die hinter „Caché“ steckt. Verglichen mit den Kapitalverbrechen, um deren Enthüllung es sonst in Filmen geht, ist die Episode in Georges Kindheit fast unbedeutend. Trotzdem ist die Erinnerung an seine Tat für ihn als Erwachsenen so mit Schuldgefühlen behaftet, dass er kopflos handelt und somit für ein viel tragischeres, neues Erlebnis in seiner Gegenwart sorgt. Die Idee mit den Videos erinnert an David Lynchs „Lost Highway“ (1997) und vermittelt auch bei „Caché“ ein Unwohlsein und das Gefühl reeller Bedrohung. Dadurch dass sich Georges und Anne beobachtet fühlen, verhalten sie sich auch anderes im Umgang miteinander. Wer auch immer die Videos macht, will genau dies erreichen und bereitet hiermit den Anfang für eine Verknüpfung von Ereignissen, die allesamt geplant zu sein scheinen und die auf der Vorhersehbarkeit menschlichen Handels aufgebaut sind. Auch mit „Caché“ erreicht Haneke sein Ziel, den Zuschauer anzuregen über das Gesehene nachzudenken und vorsichtig abzuwägen, welche Schlüsse zu ziehen sind. Schuld und Sühne als klassisches Motiv des Films wird in Verbindung gebracht mit Erinnerungen, die rückblickend als kindliche Dummheit abgetan werden, die jedoch auch aus den ursprünglichsten Gefühlen menschlicher Bedürnisse gewachsen sind nach denen man als Erwachsener richtige und falsche Entscheidungen trifft. Haneke hat sich mit „Caché“ gleich mehrere Wünsche erfüllt: er wollte schon immer mit Daniel Auteuil arbeiten, weil dieser etwas immer „verborgenes“ ausstrahlt; zum anderen wollte er auf die Unruhen 17.-18. Oktober 1961 hinweisen, bei denen Polizisten ca. 200 Algerier erschossen, erschlugen und ertränkten. Ein Fall, der in Frankreich als Tabuthema gilt und ebefalls totgeschwiegen und verborgen gehalten wird. „Caché“ ist dank seiner extrem zurückgenommenen Inszenierung und die reduzierte Darstellung von Auteuil und Binoche faszinierend und wirkt so gleichzeitig lähmend gegenüber der Entsetzlichkeit der Geschichte, aus der man in einem furchtbaren Überaschungsmoment herausgerissen wird, wie aus einem bösen Traum. (Jan Heesen) alle Rezensionen von Jan Heesen ...
"Dem beliebten französischen Fernsehmoderator Georges Laurent (Daniel Auteuil) werden anonym Videoaufnahmen zugespielt, die ihn und seine Familie zeigen. Die Aufnahmen werden immer brisanter, sie dringen immer weiter in sein Privatleben ein. Seine Ehe mit Anne (Juliette Binoche) gerät in eine tiefe Krise. Georges versucht verzweifelt herauszufinden, wer dahintersteckt.
Als auch noch Zeichnungen auftauchen, die einen Jungen mit blutendem Mund zeigen, fällt ihm schließlich der algerische Junge Majid ein, den er in seiner Kindheit mit bewusst falschen Anschuldigungen vom elterlichen Hof vertrieben hat. Neue Videoaufnahmen führen ihn in einen schäbigen, überwiegend von Algeriern bewohnten Pariser Vorort. Er folgt der Spur und findet – Majid (Maurice Bénichou). Von nun an überschlagen sich die Ereignisse, denn Georges’ Sohn wird entführt. Als Majid ihn zu einem Treffen zu sich nach Hause einlädt, gipfelt Georges’ Martyrium in einem surrealen Höhepunkt …Michael Haneke produzierte seinen Film komplett digital, um besseren Einfluss auf die komplexen Bildeigenschaften zu haben. Das somit von einem digitalen Master stammende anamorphe Bild im Seitenformat von 1.78:1 ist aus gegebenen Gründen frei von störenden Verunreinigungen oder gar Beschädigungen. Um die beklemmende Atmosphäre noch stärker zu unterstreichen, wurde der Farbraum etwas eingeschränkt, was zu einer blasseren Darstellung führt. In Sachen Schärfe und Kontrast gibt es kaum etwas zu bemängeln, denn deren Werte sind nahezu durchweg solide. Lediglich bei Nahaufnahmen vermisst man ein Quäntchen Durchzeichnung sowie Plastizität. Für einen vollständig digital produzierten Transfer eher untypisch ist das dezente Rauschen, welches an einigen Stellen zu Tage tritt. Da dieser Effekt aber weder störend noch intensiv ist, bleibt die Vermutung, dass Michael Haneke ihn bewusst eingesetzt hat. Dennoch ist das Bild nicht gegen Probleme gefeit, denn bei aufmerksamer Betrachtung lassen sich sowohl leichte Kompressionsartefakte wie auch minimale Doppelkonturen feststellen. Auf Grund des Genres ist es nicht verwunderlich, dass die beiden Dolby Digital 5.1-Tonspuren (Deutsch und Französisch) über die gesamte Spielzeit eher unspektakulär bleiben. Der Score und die Effekte spielen bei diesem Drama eine stark untergeordnete Rolle, weshalb die Rearkanäle wie auch der Subwoofer nahezu leblos verweilen. Somit bleibt dynamisch leider nur wenig Spielraum. Die Dialoge sind dahingegen sowohl im französischen Original als auch in der deutschen Synchronisation sehr gut gelungen. Während wir Deutschen mit einem schön auflösenden Hochton verwöhnt werden, bietet die DVD den Franzosen eine etwas voluminösere, aber auch leicht dumpfere Sprachwiedergabe. Die DVD zeigt ein schlicht gehaltenes, aber sehr übersichtliches Menü. Die Unschärfe der Screenshots ist beabsichtigt – (Matthias Schmieder) alle Rezensionen von Matthias Schmieder ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Caché - unsichtbar, verborgen, geheim, DVD:
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Weitere Filminfos zu Caché - unsichtbar, verborgen, geheim: Originaltitel: Caché Land / Jahr: Frankreich / Österreich / Deutschland 2005 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Caché - unsichtbar, verborgen, geheim:
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