Auch Henker sterben
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Ein Film über die letzten Tage des Reichsprotektors und SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, der 1942 in Prag durch eine Bombe von Widerstandskämpfern getötet wurde. Gedreht von den Exildeutschen Fritz Lang (“Metropolis”, “Dr. Mabuse”, “Die Niebelungen”) und Bertolt Brecht im Jahre 1943
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Inhaltsangabe zu Auch Henker sterben: 
Ein Film über die letzten Tage des Reichsprotektors und SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, der 1942 in Prag durch eine Bombe von Widerstandskämpfern getötet wurde. Gedreht von den Exildeutschen Fritz Lang (“Metropolis”, “Dr. Mabuse”, “Die Niebelungen”) und Bertolt Brecht im Jahre 1943
Auch Henker sterben stammt aus dem Hause e-m-s.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Auch Henker sterben:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Auch Henker sterben:
0Bernd Hellweg2009-01-28Prag Mitte 1942: Die junge Tschechin Mascha verhilft einem Mann zur Flucht, indem sie seinen Nazi-Verfolgern den falschen Weg weist. Erst als sie zu hause angekommen ist, erfährt sie von dem tödlichen Attentat auf den "Reichsprotektor" Reinhard Heydrich. Die Nazis erklären den Ausnahmezustand und kündigen die Exekution von jedem tschechischen Bürger an, die dem Attentäter in irgendeiner Form zur Flucht verhelfen. Und ausgerechnet jetzt steht der Attentäter Svoboda vor ihrer Tür und bittet sie, ihn bei sich zu verstecken. Um ihre Familie nicht in die Geschichte mit zu verwickeln, stellt sie ihn als einen Bekannten aus einem Konzertbesuch vor. Doch ihr Vater kommt schnell hinter diese Notlüge.
Unter der neuen Führung des sadistischen Inspektors Ritter, werden gleich am nächsten Tag Verhaftungen vorgenommen, darunter auch Maschas Vater. Svoboda will nach dieser Verhaftung sofort sich stellen, da er die Familie, die ihm Zuflucht geboten hat, dermaßen in Gefahr gebracht hat, doch der Führer der tschechischen Widerstandsbewegung stimmt ihn um.
Zwar ist die Gestapo Svoboda schon auf der Spur, doch dann wird der ermittelnde Inspektor kurz vor der Verhaftung getötet. Die Widerstandsbewegung lenkt durch gefälschte Indizien und Zeugenaussagen den Verdacht auf Czaka, einen Spitzel, er wird als vermeintlicher Mörder hingerichtet, obwohl die Gestapo weiß, dass er nicht der Täter ist...
Fritz Lang (5. Dezember 1890 - 02. August 1976) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Filmregisseuren (er war Österreicher). Unter seiner Regie entstanden Meisterwerke wie: "Metropolis", "Dr. Mabuse", "Die Nibelungen", M- Eine Stadt sucht einen Mörder", "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal".
Mit seinem Film "Auch Henker sterben" von 1942 inszenierte er einen filmischen "Kriegsbeitrag" gegen das faschistische Deutschland. Lang machte aus dieser Geschichte kurze Zeit nach dem tatsächlichen Attentats Heydrichs ein spannendes aber auch recht reißerisches Anti-Nazi-Drama, an dessen Drehbuch Bertolt Brecht mitschrieb. Brecht distanzierte sich jedoch zur Premiere von der Umsetzung. Dieser Film war einer der wenigen Versuche deutscher Emigranten, im Ausland Filme gegen das Hitler-Regime zu drehen. Sehr sehenswert!
Die wahre Vergeltung zum Attentat auf Heydrich: Das Attentat auf Heydrich traf die NS-Führung ins Mark. Die Suche nach den Attentätern verlief zunächst hektisch und schlecht organisiert, so dass diese zunächst untertauchen konnten. In der Folgezeit übten die Nazis erheblichen Druck auf die tschechische Bevölkerung aus. Das Dorf Lidice wurde dem Erdboden gleichgemacht. Alle männlichen Bewohner über 16 Jahre wurden getötet (9./10. Juni 1942), 172 Frauen wurden in Konzentrationslager, die Kinder in das Lager der „Umwandererzentralstelle Litzmannstadt” verschleppt, wo sich die Spur der meisten Kinder verliert. Als Rechtfertigung wurden Beweise für einen Zusammenhang zwischen Lidice und den Attentätern genannt. Das Versteck, die Krypta der Prager Karl-Borromäus-Kirche (heute St. Kyrill-und-Method-Kirche), wurde schließlich durch den Überläufer Karel Curda verraten. Nach mehrstündigem Kampf mit SS-Einheiten gaben die eingeschlossenen Agenten auf und erschossen sich.
Notiz am Rande: Nach der Machtübernahme versuchte Goebbels, Lang zu überreden, sein Genie in den Dienst der Nazis zu stellen. Tatsächlich gründete er zusammen mit Carl Boese, Victor Janson und Luis Trenker die Abteilung Regie in der Nationalsozialistischen Betriebsorganisation (NSBO), doch wollte er sich künstlerisch den Nationalsozialisten nicht unterordnen, und verließ Deutschland. Nach dem Verbot von "Das Testament des Dr. Mabuse" floh Lang erst nach Frankreich und 1934 in die USA. Dafür verließ er seine Ehefrau und Drehbuchautorin Thea von Harbou, die sich dem NS angeschlossen hatte und deren Beziehung bereits seit Langs Kontakt mit dem Stummfilmstar Gerda Maurus seit 1928 gestört war. In den USA etablierte sich als Antifaschist und war in Hollywood als Regisseur nicht weniger erfolgreich als in Deutschland.
Zur DVD: Filmfans solcher Klassiker werden sich freuen, e-m-s zeigt den Film in seiner ursprünglichen Länge. Da zu den neuen Szenen dieser Fassung natürlich keine deutsche Synchronfassung vorliegt, sind diese Szenen im Originalton mit deutschem Untertitel zu sehen.
Bild (4:3) und Ton (DD 2.0) sind akzeptabel. Altersbedingte Schwächen, wie leichtes Tonrauschen und ein teilweise grobkörniges Bild, Unschärfen und Verschmutzungen, verzeiht man einer solchen Rarität gerne. An Spezials bietet die DVD eine Bio- und Filmografie von Fritz Lang sowie eine Bildergalerie, zudem liegt der DVD noch ein informatives 12-seitiges Booklet bei.
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Prag Mitte 1942: Die junge Tschechin Mascha verhilft einem Mann zur Flucht, indem sie seinen Nazi-Verfolgern den falschen Weg weist. Erst als sie zu hause angekommen ist, erfährt sie von dem tödlichen Attentat auf den "Reichsprotektor" Reinhard Heydrich. Die Nazis erklären den Ausnahmezustand und kündigen die Exekution von jedem tschechischen Bürger an, die dem Attentäter in irgendeiner Form zur Flucht verhelfen. Und ausgerechnet jetzt steht der Attentäter Svoboda vor ihrer Tür und bittet sie, ihn bei sich zu verstecken. Um ihre Familie nicht in die Geschichte mit zu verwickeln, stellt sie ihn als einen Bekannten aus einem Konzertbesuch vor. Doch ihr Vater kommt schnell hinter diese Notlüge.
Unter der neuen Führung des sadistischen Inspektors Ritter, werden gleich am nächsten Tag Verhaftungen vorgenommen, darunter auch Maschas Vater. Svoboda will nach dieser Verhaftung sofort sich stellen, da er die Familie, die ihm Zuflucht geboten hat, dermaßen in Gefahr gebracht hat, doch der Führer der tschechischen Widerstandsbewegung stimmt ihn um.
Zwar ist die Gestapo Svoboda schon auf der Spur, doch dann wird der ermittelnde Inspektor kurz vor der Verhaftung getötet. Die Widerstandsbewegung lenkt durch gefälschte Indizien und Zeugenaussagen den Verdacht auf Czaka, einen Spitzel, er wird als vermeintlicher Mörder hingerichtet, obwohl die Gestapo weiß, dass er nicht der Täter ist...
Fritz Lang (5. Dezember 1890 - 02. August 1976) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Filmregisseuren (er war Österreicher). Unter seiner Regie entstanden Meisterwerke wie: "Metropolis", "Dr. Mabuse", "Die Nibelungen", M- Eine Stadt sucht einen Mörder", "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal".
Mit seinem Film " Auch Henker sterben" von 1942 inszenierte er einen filmischen "Kriegsbeitrag" gegen das faschistische Deutschland. Lang machte aus dieser Geschichte kurze Zeit nach dem tatsächlichen Attentats Heydrichs ein spannendes aber auch recht reißerisches Anti-Nazi-Drama, an dessen Drehbuch Bertolt Brecht mitschrieb. Brecht distanzierte sich jedoch zur Premiere von der Umsetzung. Dieser Film war einer der wenigen Versuche deutscher Emigranten, im Ausland Filme gegen das Hitler-Regime zu drehen. Sehr sehenswert!
Die wahre Vergeltung zum Attentat auf Heydrich: Das Attentat auf Heydrich traf die NS-Führung ins Mark. Die Suche nach den Attentätern verlief zunächst hektisch und schlecht organisiert, so dass diese zunächst untertauchen konnten. In der Folgezeit übten die Nazis erheblichen Druck auf die tschechische Bevölkerung aus. Das Dorf Lidice wurde dem Erdboden gleichgemacht. Alle männlichen Bewohner über 16 Jahre wurden getötet (9./10. Juni 1942), 172 Frauen wurden in Konzentrationslager, die Kinder in das Lager der „Umwandererzentralstelle Litzmannstadt” verschleppt, wo sich die Spur der meisten Kinder verliert. Als Rechtfertigung wurden Beweise für einen Zusammenhang zwischen Lidice und den Attentätern genannt. Das Versteck, die Krypta der Prager Karl-Borromäus-Kirche (heute St. Kyrill-und-Method-Kirche), wurde schließlich durch den Überläufer Karel Curda verraten. Nach mehrstündigem Kampf mit SS-Einheiten gaben die eingeschlossenen Agenten auf und erschossen sich.
Notiz am Rande: Nach der Machtübernahme versuchte Goebbels, Lang zu überreden, sein Genie in den Dienst der Nazis zu stellen. Tatsächlich gründete er zusammen mit Carl Boese, Victor Janson und Luis Trenker die Abteilung Regie in der Nationalsozialistischen Betriebsorganisation (NSBO), doch wollte er sich künstlerisch den Nationalsozialisten nicht unterordnen, und verließ Deutschland. Nach dem Verbot von "Das Testament des Dr. Mabuse" floh Lang erst nach Frankreich und 1934 in die USA. Dafür verließ er seine Ehefrau und Drehbuchautorin Thea von Harbou, die sich dem NS angeschlossen hatte und deren Beziehung bereits seit Langs Kontakt mit dem Stummfilmstar Gerda Maurus seit 1928 gestört war. In den USA etablierte sich als Antifaschist und war in Hollywood als Regisseur nicht weniger erfolgreich als in Deutschland.
Zur DVD: Filmfans solcher Klassiker werden sich freuen, e-m-s zeigt den Film in seiner ursprünglichen Länge. Da zu den neuen Szenen dieser Fassung natürlich keine deutsche Synchronfassung vorliegt, sind diese Szenen im Originalton mit deutschem Untertitel zu sehen.
Bild (4:3) und Ton (DD 2.0) sind akzeptabel. Altersbedingte Schwächen, wie leichtes Tonrauschen und ein teilweise grobkörniges Bild, Unschärfen und Verschmutzungen, verzeiht man einer solchen Rarität gerne. An Spezials bietet die DVD eine Bio- und Filmografie von Fritz Lang sowie eine Bildergalerie, zudem liegt der DVD noch ein informatives 12-seitiges Booklet bei.
(Bernd Hellweg)
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Weitere Filminfos zu Auch Henker sterben:
Land / Jahr: USA 1943
Musik: Hanns Eisler
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Auch Henker sterben:
Kapitel- / Szenenanwahl
Kommentare zu Auch Henker sterben:
Kommentar von djfl.de
Süddeutsche Zeitung: Zweifellos ist dies nicht der Film geworden, den Brecht sich vorstellte, aber unter allen Hollywood-Filmen über den Faschismus ist es der gelungenste und radikalste. ...
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Kommentar von djfl.de
Unmittelbar nach dem Attentat auf den faschistischen "Reichsprotektor" Heydrich in Prag und den darauf folgenden Massakern der Besatzungstruppen im Jahre 1942 entwickelten die in die USA emigrierten Bertold Brecht und Fritz Lang die Idee zu diesem Spielfilm. Nach der Ermordung Heydrichs machten die Nazis als Vergeltungsaktion das in der Nähe von Prag gelegene Dorf Lidice 1942 dem Erdboden gleich. Alle Männer wurden ermordet, Frauen und Kinder verschleppt. ...
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Kommentar von djfl.de
Unmittelbar nach dem Attentat auf den faschistischen "Reichsprotektor" Heydrich in Prag und den darauf folgenden Massakern der Besatzungstruppen im Jahre 1942 entwickelten die in die USA emigrierten Bertold Brecht und Fritz Lang die Idee zu diesem Spielfilm. Nach der Ermordung Heydrichs machten die Nazis als Vergeltungsaktion das in der Nähe von Prag gelegene Dorf Lidice 1942 dem Erdboden gleich. Alle Männer wurden ermordet, Frauen und Kinder verschleppt. ...
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Bei der Vorstellung des Titels Auch Henker sterben handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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