Arsène Lupin - Single Disc
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Darsteller:
Romain Duris Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Arsène Lupin - Single Disc:
Wie schon sein ermordeter Vater, verdingt auch der junge, charmante Arsène Lupin (Romain Duris) seine Zeit als Meisterdieb und erleichtert mit Vorliebe die edlen Damen der Oberschicht um ihren Schmuck. Eines Tages trifft er auf die geheimnisvolle Josephine, Comtesse de Cagliostro (Kristin Scott Thomas), von der er sich sofort angezogen fühlt. Sie bringt ihn dazu, drei Goldkreuze zu suchen, die der Schlüssel zu einem sagenumwobenen Schatz sein sollen. Obwohl im Banne dieser Frau, verliebt sich Lupin erneut in seine Jugendfreundin Clarisse (Eva Green), bzw. sie sich in ihn. Plötzlich steht er nicht nur zwischen zwei Frauen, sondern wird wegen der Kreuze und der Comtesse auch von einem ominösen Männergeheimbund gejagt: „Die stimmige Kameraführung, richtige Ausstattung, detailverliebten Kostüme und prächtige Natur- sowie Stadtkulisse lassen viel Atmosphäre aufkommen“, lobte selbst „Filmstarts. de“ und die „Süddeutsche. de“ fand:“ Für europäische Verhältnisse ist das jüngste actionreiche Remake von "Arsène Lupin" eine beachtliche Großproduktion, übrig geblieben ist zumindest eine schmucke Doppel-DVD, die im deutschen Handel erhältlich ist. Arsène Lupin, der fiktive Meisterdieb, ist eigentlich die in Frankreich und im französischsprachign Teil von Kanada äußerst populäre Romanfigur des französischen Autors Maurice Leblanc. Die Abenteuer von Arsène Lupin wurden von Maurice Leblanc zwischen 1905 und 1935 in 20 Romanen, zwei Theaterstücken und etlichen Kurzgeschichten beschrieben. Seine ersten Schritte unternahm Lupin in Fortsetzungsgeschichten, die im dem Magazin „Je Sais Tout“ („Iich weiß alles“) erschienen. Leblanc soll den Meisterdieb als Gegenstück zum sehr erfolgreichen Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle geschaffen haben – einer der Romane Leblancs heißt Arsène Lupin kontra Herlock Sholmes. Auch andere Autoren, vor allem dem Autoren-Kollektiv Boileau-Narcejac, von dem fünf Romane vorliegen, veröffentlichten Geschichten um den Meisterdieb Arsène Lupin. Es existieren zahlreiche Verfilmungen für Kino und Fernsehen. Die jüngste Verfilmung („Arsène Lupin“ von Jean-Paul Salomé) ist eine französische Produktion aus dem Jahre 2004. Der erste Hollywoodfilm mit Arsène Lupin stammt aus dem Jahr 1932, bereits 1910 gab es den ersten Stummfilm. Nicht zu vergessen sind die unzähligen Trickfilm- und Comicserien, die sich um die gestohlenen Mären um Super-Klauer ranken. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Wer kennt ihn nicht, den französischen Gentleman-Dieb, Charmeur und Herzensbrecher Arsène Lupin. Diese neueste Verfilmung seiner Abenteuer präsentiert einen sehr jungen, ungestümen Arsène, der noch mehr Draufgänger als eleganter Gauner ist. Zufällig erfährt er von einer Verschwörung treuer Royalisten, die Frankreich wieder in eine Monarchie verwandeln wollen. Finanziert werden sollen die düsteren Pläne durch den sagenhaften Schatz der Bourbonen, der allerdings erst gefunden werden muss. Drei Kreuze aus drei verschiedenen Kathedralen sollen den Weg zum Versteck des Schatzes weisen. Natürlich wird Arsène, der Dieb aus Leidenschaft, augenblicklich vom Jagdfieber gepackt - zumal die ebenso schöne wie rätselhafte Gräfin Cagliostro all ihre Verführungskünste aufbietet, um ihn zu Höchstleistungen anzuspornen.
Frei nach Maurice Leblancs Romanvorlage "Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin" inszeniert Jean-Paul Salomé (Belphegor) ein temporeiches Abenteuer- und Mystery-Spektakel mit einer gehörigen Portion Humor und Ironie. Romain Duris (L’auberge espagnole) überzeugt als junger, draufgängerischer Arsène, Kristin Scott Thomas (Der Pferdeflüsterer) gibt sich geheimnisvoll-erotisch als Gräfin Cagliostro und die liebliche Eva Green (Königreich der Himmel) sorgt für romantische Momente. Der anamorph kodierte Bildtransfer zeigt kräftige, stets natürliche Farben von teils recht hoher Sättigung. Sichtbares Überstrahlen gibt es dennoch nicht. Der Kontrast präsentiert sich ausgewogen. Auch in dunklen Passagen sind noch viele Details erkennbar und Konturen sauber abgegrenzt. Der Schwarzwert zeigt sich ebenfalls kräftig, ohne Feinheiten zu schlucken. Einzige Ausnahmen: die Szene, in der Arsène Lupin vom Schiff springt (die schwarze Kleidung verschmilzt mit dem Schwarz der umgebenden Dunkelheit) sowie Ein-/Ausstiege in/aus dunklen Kutschen in der Nacht (hier gehen ebenfalls Einzelheiten durch viele dunkle Farbanteile in Kleidung und Gefährt verloren). Die Schärfe präsentiert sich in Nahaufnahmen optimal. Es lassen sich selbst kleinste Details wie Gesichtsfalten, Holzmaserungen, Kleiderfasern oder Haare sehr deutlich erkennen. Mit zunehmender Entfernung vom Objekt nimmt die Schärfe ein wenig ab, bei Bewegungen verschwimmen gelegentlich Hintergrunddetails. Defekte sind dem Transfer fremd, selbst ein dezentes Rauschen entspricht bloß dem natürlichen Filmgrain und verursacht darüber hinaus keinerlei sichtbare Störungen. Geringes Aliasing (Flimmern/Treppenartefakte an hellen Objektkanten) beeinflusst die Bewertung nur marginal. Die Kompression zeigt sich trotz durchschnittlicher Bitrate kaum und arbeitet meist unauffällig im Hintergrund. Drei Tonspuren liegen auf der Filmdisk vor. Als hochwertigstes Format steht auf dem Papier eine DTS ES Discrete-Spur (6.1), welche das Beste ist, was momentan kodiert wird. Diese hat es dann auch durchaus in sich, bietet eine Fülle an differenzierten Sounddetails und klingt sehr filigran in Sachen Frequenzgang. Bis auf grollende Tiefbässe, die sich allenfalls mal während der Explosionen einstellen, wird alles geboten. Die Dynamik zeigt sich in den Actionszenen angenehm sprunghaft, ansonsten aber eher verhalten. Nur der Score weiß darüber hinaus kleinere Dynamikspitzen zu bewirken. Überhaupt ist dieser als sehr räumliches Element häufig im Einsatz und bindet alle Boxen ins Geschehen ein. Umgebungsgeräusche werden dagegen oft bloß über die breite Stereofront ausgegeben. Direktionalität ist allerdings hier ebenso geboten, wie bei den „Knalleffekten“ (Schüssen oder Explosionen). Insgesamt gibt es beim Sound also kaum etwas zu deuteln, wenn auch andere Abenteuerfilme noch mehr für die Boxenauslastung tun. Die deutsche und französische DD 5.1-Spur bieten in allen Punkten eine etwas zurückgesetzte Differenzierung. Subjektiv haben sie eine Spur mehr Bass. Erwartungsgemäß lässt keiner der Tracks Rauschen oder Verzerrungen hören. Die Stimmen sind in den deutschen Spuren lauter und direkter als im Original, aber auch steriler abgemischt. So fehlt zum Beispiel in größeren Räumen, besonders der Kirche, ein für solche typischer Hall, der im französischen Original sogar in kleineren vorhanden ist. Dazu kleben Dialoge zu sehr am Center, obwohl die Personen schon auch auf dem Bildschirm „wandern“, so dass die Stimmen diesem Umstand Folge leisten sollten. Hier ist das Original klar im Vorteil. Dennoch kann man allen Spuren ein praktisch gleichgutes Hörerlebnis attestieren, was eine ebensolche Wertung nach sich zieht! Die Sonderausstattung zum Film ist mannigfaltig und vielversprechend. Im Vorfeld sei gesagt, das alle Extras mit Untertiteln versehen sind, es sei denn, sie wurden von vornherein synchronisiert (Trailer, Teaser, Promoreel). Die Filmdisk bietet neben der mehrteiligen, obligatorischen Trailershow des Anbieters einen Audiokommentar von Regisseur Jean-Paul Salomé sowie einem der Co-Drehbuchautoren. Den Großteil der Informationen bestreitet der Regisseur allein, nur gelegentlich gibt es eine Art Zwiegespräch oder Einwürfe des Drehbuchautors. Beide sind sehr redselig und geben mal szenennah, mal einen Punkt zum Filmausschnitt detaillierter betrachtend, Auskunft über jegliche interessante Aspekte der Entstehung fast jeder wichtigen Einstellung. Die Bonusdisk offeriert eine Fülle an weiteren Informationen in Form von Videobeiträgen. Den Anfang macht hier das ausführliche Making Of von rund 54 Minuten Länge. Es kommen neben dem Regisseur weitere Crewmitglieder, aber auch Darsteller und selbst Statisten zu Wort. Schon allein der letztgenannte Umstand bewirkt eine gewisse Sympathie, denn wann dürfen sich schon mal Statisten zu ihrer Arbeit äußern (wenn deren Aussagen auch nur Worthülsen sind)! Inhaltlich geht es in erster Linie um die Sets und Ausstattung, ein wenig handelt das Feature noch vom Casting, den Figuren und weiteren Aspekten rund um die Filmentstehung. Etwas kurz kommen die Spezialeffekte, welche allerdings auch nicht in so großer Zahl im Film vorhanden sind. Hinzu kommen diverse Featurettes, welche im Making Of angerissene Themen vertiefen und vom Titel her selbsterklärend sind: Casting von Romain Duris (09:19 Minuten), Konzeption der Kostüme (31:57 Minuten), Make-up Tests (13:30 Minuten). Hier wird vor allem die aufwändige Vorbereitung auf den Film dargestellt. Der anschließende dreiteilige Behind-the-Scenes-Beitrag (11:10 Minuten) ist so etwas wie die Kurzform des Making Ofs – quasi für Eilige – fällt aber ungleich werbewirksamer aus. Kurze prägnante Statements nebst Filmausschnitten sowie Setszenen sorgen für schnelle, aber auch oberflächliche Information. Neue Fakten sind hier kaum zu finden, dafür umso mehr Lobhudelei, welche aber im erträglichen und sympathischen Rahmen bleibt. Informativ für Konzeptinteressierte gestaltet sich der recht ausführliche Film-/Storyboard-Vergleich (18:31 Minuten), welcher im Split-Screen-Verfahren links das Storyboard und rechts die passende Filmszene präsentiert. Auf 4:3-Format wirkt das Ganze etwas klein und gepresst – unbedingt am TV auf 16:9 umschalten! Der Rest ist das Standardporgramm und zeigt neben dem gut geschnittenen, Anreize bietenden Originaltrailer (01:47 Minuten) noch zwei Teaser (00:42 und 00:54 Minuten) sowie eine Promoreel (03:49 Minuten), welche nichts weiter ist als ein deutlich verlängerter Trailer, der aber zu viele Spoiler enthält und somit fast wie eine extreme Kurzfassung des Films daherkommt (teils in geänderter Schnittreihenfolge). All diese Werbclips sind synchronisiert aufgespielt und bieten keine zusätzlichen Untertitel. Bleibt noch die Menügestaltung zu erwähnen. Hier ertönt auf fast allen anamorph codierten Screens beider Disks der comichafte Score. Dazu gibt es nette Hintergrundanimationen, welche sich allerdings in den Unterpunkten oft wiederholen. Dennoch schaut das recht hochwertig aus und stimmt auf den Hauptfilm ein. Das letzte kleine Highlight ist die Verpackung der Doppel-Disk. Das so genannte Burgopak® kam bis dato in Deutschland nur für die gemeinsame Veröffentlichung der ersten beiden CUBE-Filme beim Anbieter Kinowelt zum Einsatz. Nach Öffnen der Frontklappe (quasi wie beim Digipak) schieben sich die DVDs durch Ziehen am unteren Verpackungsende nach oben und unten aus. Die Papphülle ist hochglanzbedruckt und mit einer silbernen Banderole versehen. Schaut im Regal sehr schick und hochwertig aus. ARSÈNE LUPIN ist ein stimmungsvoller Mix aus Abenteuerfilm, Mystery und Lovestory. Angesiedelt im späten 19. Jahrhundert, transportiert der Film visuell ausgezeichnet das Zeitkolorit. Sets und Ausstattung wirken gleichermaßen authentisch wie fantastisch. Mit all den kräftigen Farben, pompösen Ausstattungsdetails und Kostümen sowie dem verspielten Orchester-Score hat er sogar etwas von einer Comic-Verfilmung. Das Drehbuch erlaubt sich auf knapp zwei Stunden Laufzeit (ohne Abspann) kaum Längen. Fernöstliche Kampftechniken geben dem Ganzen ein exotisches Flair, die wuchtigen Explosionen sind eines Actioners würdig. Mit Kosten von 25 Millionen Euro ist der Film für europäische Verhältnisse eine Großproduktion, im Vergleich zu amerikanischen Werken nimmt sich das Budget allerdings eher gering aus, wo doch schon jede besser besetzte Komödie dort mindestens 30 Millionen Dollar verschlingt! Dafür ist das hier Gezeigte wirklich gut in Szene gesetzt. Schauspielerisch glänzt besonders das Darsteller-Duo Romain Duris (Arsène) und Kristin Scott-Thomas (Joséphine) als gerissene wie verfallene Liebhaber, die für Zuneigung und Abenteuer alles geben würden. Deren Engagement und die Charakterisierung ihrer Rollen sind wirklich klasse. Viele Kostümwechsel (Thomas) und Verkleidungen (Duris) machen ihre Figuren noch reizvoller und facettenreicher. Auch Pascal Greggory (Beaumagnan) und Eva Green (Clarisse de Dreux-Soubise) überzeugen als weitere Protagonisten. Überhaupt lässt sich das Cast bis in die kleinste Nebenrolle loben. Wer Vergleichsfilme benötigt, dem sei gesagt, dass ARSÈNE LUPIN zumindest optisch und der Stimmung nach mit auch vom Anbieter genannten Filmen wie VIDOCQ oder DER PAKT DER WÖLFE vergleichbar ist, die ebenfalls aus Frankreich kommen. Überhaupt scheint der europäische, insbesondere französische (Action-)Film einen ganz eigenen, modernen Look gefunden zu haben, welcher die aus den USA und Asien bekannten Spielereien wie Zeitlupen, Matrix-Effekte und Stakkato-Schnitte mit einer farblich kühleren, aber frischen Optik und ganz eigenen Filtern sowie Kontrasten plus innovativen Kamerafahrten und –perspektiven vermischt. Nicht nur der Film gefällt, auch die DVD-Umsetzung kann überzeugen. Bild und Ton bieten wenig Anlass zur Kritik und die Sonderausstattung ist mit Audiokommentar, Making Of sowie diversen Featurettes plus Standardbeigaben so reichhaltig wie informativ. Die darin enthaltenen gegenseitigen Belobigungen von Cast & Crew klingen hier weniger aufdringlich als vielmehr ehrlich und sympathisch. Einzig vermisst werden gelöschte Szenen (die womöglich nicht existieren) sowie Informationen zu Darstellern und Produktionsstab (Bio-/Filmografien). Die schmucke Verpackung steigert das Gefallen noch weiter. Ein würdiges Release eines Films, der den Vergleich zu den großen amerikanischen Abenteuerfilmen der Vergangenheit nicht zu scheuen braucht, in Teilaspekten sogar besser gefällt. Während andere Anbieter selbst bei wesentlich schlechter ausgestatteten Titeln auf dem Cover gleich mit sichtbaren Superlativen wie „Premium Edition“, „Deluxe Edition“ oder ähnlichem protzen, hat man bei Sunfilm eine solche Zusatzbezeichnung dort schlichtweg sein lassen, obwohl es sich laut Anbieter grundsätzlich um eine „Special Edition“ handelt. Ein Hauch von Understatement und Bescheidenheit, was der Konkurrenz auch mal gut tun würde! KAUFTIPP. Film: 8 von 10 verwegenen Abenteurern (Marcus Kampfert) alle Rezensionen von Marcus Kampfert ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Arsène Lupin - Single Disc, DVD:
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Weitere Filminfos zu Arsène Lupin - Single Disc: Originaltitel: Arsène Lupin Land / Jahr: Frankreich 2004 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Arsène Lupin - Single Disc:
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