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Die wiedergefundene Zeit
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Paris 1922. Ans Bett gefesselt hat der Schriftsteller Marcel Proust die Autobiografie „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ geschrieben. In Rückblenden erinnert er sich an sein bewegtes Leben und Lieben …
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Inhaltsangabe zu Die wiedergefundene Zeit: 
Paris 1922. Ans Bett gefesselt hat der Schriftsteller Marcel Proust die Autobiografie „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ geschrieben. In Rückblenden erinnert er sich an sein bewegtes Leben und Lieben …
Die wiedergefundene Zeit stammt aus dem Hause Cine Plus Home Entertainment GmbH.
Die wiedergefundene Zeit Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Die wiedergefundene Zeit:
Darsteller:
Catherine Deneuve  , Emmanuelle Béart  , Vincent Perez, John Malkovich  , Pascal Greggory, Marcello Mazzarella, Marie-France Pisier, Chiara Mastroianni, Arielle Dombasle, Edith Scob, Elsa Zylberstein, Christian Vadim, Dominique Labourier, Philippe Morier-Genoud, Melvil Poupaud, Mathilde Seigner  , Jacques Pieiller, Hélène Surgère, André Engel, Georges Du Fresne, Monique Mélinand, Laurence Février, Jean-François Balmer, Patrice Chéreau, Pierre Mignard, Lucien Pascal, Jérôme Prieur, Bernard Paitrat, Alain Robbe-Grillet, Ingrid Caven, Jean-Claude Jay, Camille Du Fresne, Alain Rimoux, Alain Guillo, Xavier Briere, Bernard Garnier, Monique Couturier, Isa Mercure, Pierre-Alain Chapuis, Jean-François Lapalus, Damien Odoul, Daniel Isoppo, Patrice Juiff, Pascal Tokatlian, Marine Delterme, Jean Badin, Laurent Schwaar, Messaoud Hattau, Alexandre Soulié, Sebastien Libessart,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die wiedergefundene Zeit:
3Tino Hahn2009-01-28Durch seine schwere Krankheit ist der Schriftsteller Marcel Proust an sein Bett gefesselt und erinnert sich in Rückblenden an sein Leben: Seine Familie und seine Freunde verkommen dabei recht schnell zu Statisten, denn die Hauptrolle in Prousts Leben spielte neben der Literatur die Frauenwelt, insbesondere Odette (Catherine Deneuve) und Gilberte. In der Rolle der Gilberte brilliert Emmanuelle Béart, die momentan im deutschen Werbefernsehen als leicht bekleideter Augenschmaus in der Dessous-Werbung einer skandinavischen Bekleidungskette mit ihrer Katze schmust. In einer weiteren wichtigen Nebenrolle ist John Malkovich zu sehen, dem die Rolle wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint.
Trotz des Filmtitel konzentriert sich der Film nicht allein auf das namensgebende Werk, vielmehr mischt der chilenische Regisseur Raúl Ruiz Motive aus „Die wiedergefundene Zeit“ mit anderen Motiven aus dem Zyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Dabei schafft er ein betörendes Sittengemälde, in dem die gehobene Gesellschaft im Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts porträtiert wird. Dabei spielt er mit Zeit und Raum, Wahrheit und Traum und erschafft surreale Bilderwelten, in denen aufgeschlossene Zuschauer sicherlich noch Stunden länger verweilen würden.
Denn trotz seiner Laufzeit von 162 Minuten ist der Film natürlich viel zu kurz, um dem ca. 600seitigen Buch gerecht zu werden. Dennoch ist „Die wiedergefundene Zeit“ auch als Verfilmung erstaunlich vielschichtig und straft zahlreiche Kritiker Lügen, die Prousts Werk als komplett unverfilmbar bezeichneten und jeden Versuch bereits im Vorfeld als gescheitert ansahen. Komplett gelungen ist die Verfilmung dann auch wirklich nicht, doch die dramaturgischen Schwächen sollten nicht den Blick auf das in vielen Details gelungene Ganze versperren. Sobald die Entscheidung des Regisseurs akzeptiert ist, den in fast allen Einstellungen auftretenden Proust nicht als aktiven Charakter, sondern als passiven Beobachter zu etablieren, wird diese scheinbare dramaturgische Gleichförmigkeit zu einem Vorteil: Wie ein Strom gleiten die Erinnerungen an Proust vorbei und er fischt in seinen Gedanken und der Vergangenheit nach jenen Perlen, deren Anblick ihm besonders im Gedächtnis haften geblieben ist.
Leider werden sowohl Bild als auch Ton dem Film nicht wirklich gerecht: Die Schärfe variiert von Sequenz zu Sequenz und deckt dabei die ganze Bandbreite von ‚gestochen scharf‘ bis hin zu ‚verschwommen und unscharf‘ ab. Dies fällt in erster Linie in stark beleuchteten Szenen auf, die vornehmlich innerhalb von Gebäuden spielen und dadurch einem Teil ihrer Atmosphäre beraubt werden. Der Ton ist zwar technisch absolut zufriedenstellend, jedoch wirken die deutschen Synchronsprecher eher so, als ob auch sie jahrelang ohne jegliches Ergebnis auf der Suche nach der verlorenen Zeit gewesen wären, so gelangweilt und uninspiriert klingen sie. Mangels deutscher Untertitel ist die französische Originaltonspur auch nur dann eine Alternative, wenn entsprechende Sprachkenntnisse vorhanden sind; Schulkenntnisse reichen dabei jedoch bei weitem nicht aus. Gänzlich enttäuschend ist das Bonusmaterial, das schlichtweg überhaupt nicht vorhanden ist: Weder ein Trailer oder wenigstens Texttafeln mit Biographien der Darsteller wurden auf die Silberscheibe gepresst.
Fazit: Trotz nicht ignorierbarer dramaturgischer Schwächen ist „Die wiedergefundene Zeit“ ein respektabler und ambitionierter Versuch, Proust zu verfilmen. Statt sich an diesen Schwächen zu reiben, sollten sich cinephile Zuschauer deshalb lieber an den beträchtlichen Stärken erfreuen.
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Durch seine schwere Krankheit ist der Schriftsteller Marcel Proust an sein Bett gefesselt und erinnert sich in Rückblenden an sein Leben: Seine Familie und seine Freunde verkommen dabei recht schnell zu Statisten, denn die Hauptrolle in Prousts Leben spielte neben der Literatur die Frauenwelt, insbesondere Odette (Catherine Deneuve) und Gilberte. In der Rolle der Gilberte brilliert Emmanuelle Béart, die momentan im deutschen Werbefernsehen als leicht bekleideter Augenschmaus in der Dessous-Werbung einer skandinavischen Bekleidungskette mit ihrer Katze schmust. In einer weiteren wichtigen Nebenrolle ist John Malkovich zu sehen, dem die Rolle wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint.
Trotz des Filmtitel konzentriert sich der Film nicht allein auf das namensgebende Werk, vielmehr mischt der chilenische Regisseur Raúl Ruiz Motive aus „ Die wiedergefundene Zeit“ mit anderen Motiven aus dem Zyklus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Dabei schafft er ein betörendes Sittengemälde, in dem die gehobene Gesellschaft im Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts porträtiert wird. Dabei spielt er mit Zeit und Raum, Wahrheit und Traum und erschafft surreale Bilderwelten, in denen aufgeschlossene Zuschauer sicherlich noch Stunden länger verweilen würden.
Denn trotz seiner Laufzeit von 162 Minuten ist der Film natürlich viel zu kurz, um dem ca. 600seitigen Buch gerecht zu werden. Dennoch ist „ Die wiedergefundene Zeit“ auch als Verfilmung erstaunlich vielschichtig und straft zahlreiche Kritiker Lügen, die Prousts Werk als komplett unverfilmbar bezeichneten und jeden Versuch bereits im Vorfeld als gescheitert ansahen. Komplett gelungen ist die Verfilmung dann auch wirklich nicht, doch die dramaturgischen Schwächen sollten nicht den Blick auf das in vielen Details gelungene Ganze versperren. Sobald die Entscheidung des Regisseurs akzeptiert ist, den in fast allen Einstellungen auftretenden Proust nicht als aktiven Charakter, sondern als passiven Beobachter zu etablieren, wird diese scheinbare dramaturgische Gleichförmigkeit zu einem Vorteil: Wie ein Strom gleiten die Erinnerungen an Proust vorbei und er fischt in seinen Gedanken und der Vergangenheit nach jenen Perlen, deren Anblick ihm besonders im Gedächtnis haften geblieben ist.
Leider werden sowohl Bild als auch Ton dem Film nicht wirklich gerecht: Die Schärfe variiert von Sequenz zu Sequenz und deckt dabei die ganze Bandbreite von ‚gestochen scharf‘ bis hin zu ‚verschwommen und unscharf‘ ab. Dies fällt in erster Linie in stark beleuchteten Szenen auf, die vornehmlich innerhalb von Gebäuden spielen und dadurch einem Teil ihrer Atmosphäre beraubt werden. Der Ton ist zwar technisch absolut zufriedenstellend, jedoch wirken die deutschen Synchronsprecher eher so, als ob auch sie jahrelang ohne jegliches Ergebnis auf der Suche nach der verlorenen Zeit gewesen wären, so gelangweilt und uninspiriert klingen sie. Mangels deutscher Untertitel ist die französische Originaltonspur auch nur dann eine Alternative, wenn entsprechende Sprachkenntnisse vorhanden sind; Schulkenntnisse reichen dabei jedoch bei weitem nicht aus. Gänzlich enttäuschend ist das Bonusmaterial, das schlichtweg überhaupt nicht vorhanden ist: Weder ein Trailer oder wenigstens Texttafeln mit Biographien der Darsteller wurden auf die Silberscheibe gepresst.
Fazit: Trotz nicht ignorierbarer dramaturgischer Schwächen ist „ Die wiedergefundene Zeit“ ein respektabler und ambitionierter Versuch, Proust zu verfilmen. Statt sich an diesen Schwächen zu reiben, sollten sich cinephile Zuschauer deshalb lieber an den beträchtlichen Stärken erfreuen.
(Tino Hahn)
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Weitere Filminfos zu Die wiedergefundene Zeit:
Originaltitel: Le temps retrouvé
Land / Jahr: Frankreich / Italien / Portugal 1999
Produktion: Paul Branco für Gemini Films / France 2 Cinéma / Les Films du Lendemain / Blu Cinematographica
Vorlage: Roman "Die wiedergefundene Zeit" von Marcel Proust
Musik: Jorge Arriagada
Kamera: Ricardo Aronovich
Ausstattung: Bruno Beauge
Kostüme: Gabriella Pescucci, Caroline de Vivaise
Schnitt: Denise de Casabianca
Maske: Cedric Gerard
Ton: Philippe Morel
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Die wiedergefundene Zeit:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
Kommentare zu Die wiedergefundene Zeit:
Kommentar von djfl.de
Dirk Jasper (CyberKino): "Die wiedergefundene Zeit" ist ein Kunstwerk der Erinnerung. Drei Erzählstränge sind durch Rückblenden in die Jugend und Kindheit des Ich-Erzählers Marcel (Marcello Mazzarella), der mehr Zeuge und Beobachter als Mit-Akteur der eig ...
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Kommentar von djfl.de
Fritz Göttler (Süddeutsche Zeitung): Proust zu verfilmen (...) Visconti hat es sein Leben lang versucht, Schlöndorff hat es vermurkst, Raoul Ruiz ist es nun auf magisch wundersame Weise gelungen. ...
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Bei der Vorstellung des Titels Die wiedergefundene Zeit handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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