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Man muss mich nicht lieben
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Von wegen Lebensfreude: Jean-Claude ist über 50 - und Gerichtsvollzieher. Pfändet und setzt Schuldner vor die Tür. Man liebt ihn nicht, versteht sich. Bis er sich aufrafft, einen Tango-Tanzkurs anzutreten. Er trifft auf Francoise, die ihn verzaubert. Plötzlich fühlt er, was es heißt, allein zu sein - und wagt, schüchtern und leise zu hoffen. Doch Francoise steht vor der Hochzeit mit einem verhinderten Künstler. Sie tanzt und schweigt. Tief ist die Verwirrung der Gefühle, in die sie Jean-Claudes wortloses Werben stürzt... ...
Inhaltsangabe zu Man muss mich nicht lieben: 
Von wegen Lebensfreude: Jean-Claude ist über 50 - und Gerichtsvollzieher. Pfändet und setzt Schuldner vor die Tür. Man liebt ihn nicht, versteht sich. Bis er sich aufrafft, einen Tango-Tanzkurs anzutreten. Er trifft auf Francoise, die ihn verzaubert. Plötzlich fühlt er, was es heißt, allein zu sein - und wagt, schüchtern und leise zu hoffen. Doch Francoise steht vor der Hochzeit mit einem verhinderten Künstler. Sie tanzt und schweigt. Tief ist die Verwirrung der Gefühle, in die sie Jean-Claudes wortloses Werben stürzt... Man muss mich nicht lieben stammt aus dem Hause GOOD!MOVIES.
Man muss mich nicht lieben Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Man muss mich nicht lieben:
Darsteller:
Patrick Chesnais, Anne Consigny  , Georges Wilson, Lionel Abelanski, Cyril Couton, Geneviève Mnich, Hélène Alexandridis, Anne Benoît, Olivier Claverie, Marie-Sohna Conde, Isabelle Brochard, Stefan Wojtowicz, Pedro Lombardi, Pascal Praud, Géraldine Rojas, Javier Rodriguez, Valérie Kéruzoré, Isabelle Spade, Régis Romele, Thierry Cazals, Alexandre Ducène, Cynthia Faure, Yves Lambrecht, Iris Besse, Laurent Cotillard, Géraldine Loubet, Tara Valdès,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Man muss mich nicht lieben:
0Jean Lüdeke2009-01-28Auszeichnung als "Arthouse-Entdeckung der Saison Wettbewerb San Sebastian 2005“: Ganz zart, eigentlich nur mit einer zärtlichen Berührung, entstehen Gefühle, blüht etwas auf, öffnet sich was, und am Ende steht: nur ein Lächeln und ein Tanz, ein Versprechen - oder mehr“, bejubelte der Berliner „Tagesspiegel“ die desolate Tango-Mär.
Der Tango, ein trauriger Gedanke, den frau/man tanzen kann, hat schon viele Filmemacher inspiriert. Entstanden sind dabei so unterschiedliche Werke wie „The Tango Lesson“ von Sally Potter (1997) oder „Der Duft der Frauen“ (1992) von Martin Brest. In beiden Fällen steht der argentinische Tanz weniger für Melancholir, sondern vielmehr für Lebenslust. So ist es auch in Stéphane Brizés zweitem Langspielfilm:
Man muss den Mann nicht einmal sehen, – wenn zum Vorspann die Treppe ächzt, sagt das alles über ihn. Jean-Claude ist der personifizierte Totalschaden. Aber Mitleid fällt schwer, denn der verknitterte Herr ist als Gerichtsvollzieher unterwegs. Einer, der sich seit Jahr und Tag Stockwerk für Stockwerk hinaufmüht, um armen Schluckern Zahlungsbefehle oder Räumungsbescheide in die Hand zu drücken. Pflichtbewusst, routiniert, regungslos: Jean-Claude (Patrick Chesnais) ist ein alter, einsamer Gerichtsvollzieher. Gefühle gesteht er sich keine zu, und Worte macht er auch nicht mehr als unbedingt notwendig. Eingeführt wird er, wie er einer verzweifelten Frau kühl die bevorstehende Pfändung ankündigt. Dann erscheint der Filmtitel der romantischen Komödie „Man muss mich nicht lieben“, und wir haben verstanden. Doch – Vorsicht Symbolik! – Jean-Claude hat es mit dem Herzen. Sein Arzt empfiehlt ihm, Sport zu treiben. Er entscheidet sich für einen Tangokurs, der im Haus gegenüber seinem Büro stattfindet. In unbeobachteten Momenten hatte er schon mehrfach sehnsüchtig zu den Tanzenden herüber gesehen. Im Tanzkurs lernt er Francoise (Anne Consigny) kennen, eine junge Frau, die sich Jean-Claude als das kleine Mädchen vorstellt, dessen Babysitter seine Mutter war. Natürlich kann er sich nicht erinnern. Dennoch kommen sich die beiden näher. Jean-Claude taut auf, aber es gibt ein Problem: Francoise verschweigt ihm, dass sie einen Verlobten hat und vor der Hochzeit steht…
Brizé bringt das Kunststück fertig, sich ganz auf seine Hauptfiguren, ihre Gesichter und ihre einsamen Momente zu konzentrieren, und dennoch dafür zu sorgen, daß die anderen (Fanfans Verlobter, ihre Schwester, Mutter, Jean-Claudes Sohn) in aller Kürze ein eigenes Leben entfalten. Wegen dieser Sparsamkeit kommt einem die Komödie wunderbar kürzer vor, als sie de facto ist.
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Auszeichnung als "Arthouse-Entdeckung der Saison Wettbewerb San Sebastian 2005“: Ganz zart, eigentlich nur mit einer zärtlichen Berührung, entstehen Gefühle, blüht etwas auf, öffnet sich was, und am Ende steht: nur ein Lächeln und ein Tanz, ein Versprechen - oder mehr“, bejubelte der Berliner „Tagesspiegel“ die desolate Tango-Mär.
Der Tango, ein trauriger Gedanke, den frau/man tanzen kann, hat schon viele Filmemacher inspiriert. Entstanden sind dabei so unterschiedliche Werke wie „The Tango Lesson“ von Sally Potter (1997) oder „Der Duft der Frauen“ (1992) von Martin Brest. In beiden Fällen steht der argentinische Tanz weniger für Melancholir, sondern vielmehr für Lebenslust. So ist es auch in Stéphane Brizés zweitem Langspielfilm:
Man muss den Mann nicht einmal sehen, – wenn zum Vorspann die Treppe ächzt, sagt das alles über ihn. Jean-Claude ist der personifizierte Totalschaden. Aber Mitleid fällt schwer, denn der verknitterte Herr ist als Gerichtsvollzieher unterwegs. Einer, der sich seit Jahr und Tag Stockwerk für Stockwerk hinaufmüht, um armen Schluckern Zahlungsbefehle oder Räumungsbescheide in die Hand zu drücken. Pflichtbewusst, routiniert, regungslos: Jean-Claude (Patrick Chesnais) ist ein alter, einsamer Gerichtsvollzieher. Gefühle gesteht er sich keine zu, und Worte macht er auch nicht mehr als unbedingt notwendig. Eingeführt wird er, wie er einer verzweifelten Frau kühl die bevorstehende Pfändung ankündigt. Dann erscheint der Filmtitel der romantischen Komödie „ Man muss mich nicht lieben“, und wir haben verstanden. Doch – Vorsicht Symbolik! – Jean-Claude hat es mit dem Herzen. Sein Arzt empfiehlt ihm, Sport zu treiben. Er entscheidet sich für einen Tangokurs, der im Haus gegenüber seinem Büro stattfindet. In unbeobachteten Momenten hatte er schon mehrfach sehnsüchtig zu den Tanzenden herüber gesehen. Im Tanzkurs lernt er Francoise (Anne Consigny) kennen, eine junge Frau, die sich Jean-Claude als das kleine Mädchen vorstellt, dessen Babysitter seine Mutter war. Natürlich kann er sich nicht erinnern. Dennoch kommen sich die beiden näher. Jean-Claude taut auf, aber es gibt ein Problem: Francoise verschweigt ihm, dass sie einen Verlobten hat und vor der Hochzeit steht…
Brizé bringt das Kunststück fertig, sich ganz auf seine Hauptfiguren, ihre Gesichter und ihre einsamen Momente zu konzentrieren, und dennoch dafür zu sorgen, daß die anderen (Fanfans Verlobter, ihre Schwester, Mutter, Jean-Claudes Sohn) in aller Kürze ein eigenes Leben entfalten. Wegen dieser Sparsamkeit kommt einem die Komödie wunderbar kürzer vor, als sie de facto ist.
(Jean Lüdeke)
alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
0Frank Brenner2009-01-28Schon allein sein Beruf als Gerichtsvollzieher drückt dem verhärmten Jean-Claude den Stempel eines herzlosen Individuums auf. In den ersten Minuten sehen wir den grandiosen Charaktermimen Patrick Chesnais in dieser fordernden Rolle vor der Wohnung einer jungen dunkelhäutigen Frau stehen. Sie ist in Mietrückstand geraten, und Jean-Claude überbringt ihr die finale Zahlungsaufforderung. Die Szene wird ins Schwarze ausgeblendet, um den Eröffnungscredits Platz zu machen, aus dem Off hören wir allerdings noch das Schluchzen der jungen Frau, die sich nun vor unlösbare Probleme gestellt sieht. Diese meisterhafte Dramaturgie, die sich stets genügend Zeit nimmt, um die Einstellungen bis zu ihrem maximalen Effekt auszukosten, wird auch in den meisten folgenden Szenen exzellent funktionieren. Regisseur Stéphane Brizé holt aus seinen hervorragenden Schauspielern das Beste heraus, so manche peinlich lange Situation scheint dem Alltag bis aufs I-Tüpfelchen abgeschaut.
Bei einem Arztbesuch wird Jean-Claude auf symbolische Weise eine Herzschwäche attestiert, doch durch die Bekanntschaft mit der quirligen und überaus charmanten Françoise kommt das Herz des in seiner lieblosen Alltagsroutine gefangenen Gerichtsvollziehers schließlich wieder auf Trab. In den Nebenhandlungssträngen um die Generationenkonflikte Jean-Claudes mit seinem griesgrämigen Vater und seinem unsicheren Sohn folgt die Dramaturgie zwar etwas ausgetreteneren Pfaden, und die Auflösung der entsprechenden Konfliktsituationen kann man schon frühzeitig vorausahnen, doch dem kurzweiligen und tiefsinnigen Vergnügen, das einem Brizé bis dahin bereitet hat, tut das nicht im Mindesten einen Abbruch.
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Schon allein sein Beruf als Gerichtsvollzieher drückt dem verhärmten Jean-Claude den Stempel eines herzlosen Individuums auf. In den ersten Minuten sehen wir den grandiosen Charaktermimen Patrick Chesnais in dieser fordernden Rolle vor der Wohnung einer jungen dunkelhäutigen Frau stehen. Sie ist in Mietrückstand geraten, und Jean-Claude überbringt ihr die finale Zahlungsaufforderung. Die Szene wird ins Schwarze ausgeblendet, um den Eröffnungscredits Platz zu machen, aus dem Off hören wir allerdings noch das Schluchzen der jungen Frau, die sich nun vor unlösbare Probleme gestellt sieht. Diese meisterhafte Dramaturgie, die sich stets genügend Zeit nimmt, um die Einstellungen bis zu ihrem maximalen Effekt auszukosten, wird auch in den meisten folgenden Szenen exzellent funktionieren. Regisseur Stéphane Brizé holt aus seinen hervorragenden Schauspielern das Beste heraus, so manche peinlich lange Situation scheint dem Alltag bis aufs I-Tüpfelchen abgeschaut.
Bei einem Arztbesuch wird Jean-Claude auf symbolische Weise eine Herzschwäche attestiert, doch durch die Bekanntschaft mit der quirligen und überaus charmanten Françoise kommt das Herz des in seiner lieblosen Alltagsroutine gefangenen Gerichtsvollziehers schließlich wieder auf Trab. In den Nebenhandlungssträngen um die Generationenkonflikte Jean-Claudes mit seinem griesgrämigen Vater und seinem unsicheren Sohn folgt die Dramaturgie zwar etwas ausgetreteneren Pfaden, und die Auflösung der entsprechenden Konfliktsituationen kann man schon frühzeitig vorausahnen, doch dem kurzweiligen und tiefsinnigen Vergnügen, das einem Brizé bis dahin bereitet hat, tut das nicht im Mindesten einen Abbruch.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Man muss mich nicht lieben:
Originaltitel: Je ne suis pas là pour être aimé
Land / Jahr: Frankreich 2005
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Man muss mich nicht lieben:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Gepräche mit Darstellern und Regisseur, Die Musik, Das Casting, Unveröffentlichte Szenen
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