Insomnia - Todesschlaf
Schauspieler / Schauspielerinnen in Insomnia - Todesschlaf:
Darsteller:
Maria Mathiesen, Stellan Skarsgård Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Insomnia - Todesschlaf:
Eine stetig zermürbende Mitternachtssonne, nicht gerade förderlich bezüglich einer ausgewogenen Biodynamik. Genau in dieser ewig zu hellen Zeit, wird nördlich des Polarkreises eine junge Frau ermordet. Engström (brillant: Stellan Skarsgård) soll den Mord aufklären. Doch dem machen die endlosen Tage mehr zu schaffen, als ihm lieb ist. Bis er schließlich völlig übermüdet einen Kollegen erschießt. "Insomnia - Todesschlaf" (Norwegen, 1997) ist das Original zum erfolgreichen Hollywood-Remake "Insomnia - Schlaflos" aus dem Jahr 2002 mit dem bestechenden Al Pacino und Robin Williams als durchgeknallter Killer: ein hervorragend düster und desolat gefilmter Thriller in der eisig unterkühlten, warmherzigen Filmatmosphäre eines aussichtslosen Wallander-Krimis. Wenn der begriff “Insomnia” fällt, denken die meisten sofort an den Exquisiten “Insomnia - Schlaflos / Insomnia” aus dem jahre 2002 mit Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank von Christopher Nolan, der in Deutschland seit langem auf DVD erhältlich ist. Dabei handelt es sich jedoch um ein Remake des bedeutend frugaler und asketisch inszenierten norwegers. Weniger ist manchmal doch mehr. Vor allem Stellan Karsgard brilliert als vielschichtiger, dichotomischer Ermitler, der ein fatales Znglück auslöst. Der gebürtige Schwede ist seit den siebziger Jahren nicht nur in seiner frostigen Heimat ein großer Shooting –mime.. Von 1972 bis 1988 hatte er eine Festanstellung am Royal Dramatic Theatre in Stockholm, wo er in Produktionen wie „Vita rum“ (1988), „Ett drömpsel“ (1986) und „Master Olof“ (1988). Er arbeitete mit Regisseuren wie Alf Sjöberg, Per Verner-Carlsson und Ingmar Bergman. Nach „Breaking the Waves“, sah man Skarsgard in diversen nebenparts, insbesondere in US-Filmenwie in Gus van Sants „Good Will Hunting“ (1997) und Steven Spielbergs „Amistad“ (1997), für die er beide 1998 je einen Outstanding European Achievement in World Cinema at the European Film Awards erhielt. Ebenso war er in John Frankenheimers „Ronin“ (1998) zu sehen. Weitere Hauptrollen in amerikanischen und internationalen Kinofilmen hatte er in Erik Skjoldbjaergs „Insomnia“, in Renny Harlins „Deep Blue Sea“, in Hans Petter Molands „Aberdeen“, für den er eine Nominierung als Bester Darsteller bei den European Film Awards 2000 erhielt. Wie so viele Belobigungen und Presie mehr. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Der schwedische Kommissar Engström soll mit einem Kollegen der norwegischen Polizei bei der Aufklärung eines Verbrechens aushelfen. Eine Siebzehnjährige wurde ermordet. Die Spuren führen bald zum Täter. Im dichten Nebel erschießt Engström jedoch versehentlich seinen Kollegen, der Mörder kann flüchten. Es gelingt Engström die Tat dem geflüchteten Mörder anzuhängen. Doch bald dreht das Spiel und Engström wird zum Gejagten, zumal ihm zusätzlich die Schlaflosigkeit durch die Mitsommernacht deutlich zu schaffen macht. Der Film liegt zwar in seinem Originalseitenverhältnis von 1,85:1 (anamorph) vor, der Rest ist aber schon weniger erfreulich. Die Schärfe ist nur mangelhaft, so dass der ganze Film leicht unscharf bzw. zu weich daherkommt kommt. Bei schnellen Bewegungen gibt die Schärfe sogar noch weiter nach. Der Kontrast ist vermutlich bewusst so steil angelegt worden, so dass die ständigen Überstrahlungen als Stilmittel und damit gewollt zu betrachten sind. Die Farben sind recht blass. Es gibt sehr starke und unansehnliche Nachzieheffekte und ein deutliches Hintergrundrauschen. Dazu kommt die Kompression, die ständig für Unruhe und starke Blockbildung sorgt. Sowohl die deutsche Synchronfassung als auch die Norwegisch-Schwedische Originalversion liegen in DD 2.0 Stereo vor. Die deutsche Version ist lauter als die OF. Dadurch kommt aber nicht nur das Rauschen stärker zur Geltung, auch die Hintergrundgeräusche wirken unnatürlich laut im Vergleich zu den Dialogen. Die OF ist nicht nur deutlich leiser, sie wirkt auch kraftloser und manchmal geradezu dumpf. Es gibt optionale deutsche Untertitel. Einzige Extras sind ein Original Kinotrailer und ein TV Spot. Auf dem DVD-Cover bewirbt man den Film mit den Worten: „Das Original zu Christopher Nolans INSOMNIA mit Al Pacino und Robin Williams“. Genauso gut könnte das Remake (USA, 2002) mit dem Original (Norwegen, 1997) beworben werden. Zwar ist es nicht so bekannt, aber es steht der prominent besetzten US-Version qualitativ kaum in etwas nach, wenn überhaupt. Besonders Stellan Skarsgard (GOOD WILL HUNTING, RONIN, TAKING SIDES, THE GLASS HOUSE) besticht durch seine herausragende Darstellung des sich in Schuld verstrickenden und dadurch erpressbaren Polizisten. Zwar braucht der Film ein wenig, bis er in Gang kommt. Und auch im weiteren Verlauf ist er eher ruhig. Das tut seiner Eindringlichkeit aber keinen Abbruch und wirkt mitnichten dröge oder langweilig. Im Gegenteil, gerade diese etwas dumpfe, schwere Ruhe, die außerdem zur chronischen Müdigkeit der Hauptfigur passt, hat etwas Beunruhigendes, Aufwühlendes. Verstärkt wird diese Wirkung durch die karge, raue Landschaft und den kalten Look des Films. Draußen herrscht die scharfe Helligkeit der nicht untergehenden Sonne, und drinnen dominieren die Farben grau, blau und braun. Das erzeugt eine deprimierende Grundstimmung.
Inhaltlich gibt es einige Abweichungen vom US-Film – besonders, was die Konflikte und die Figurenkonstellationen betreffen. Dabei liegt der Reiz des Originals gerade darin, dass es etwas roher und dadurch weniger lehrbuchmäßig wirkt. Die Autoren legen es nicht überall auf Konflikte bzw. inneren und äußeren Wandel an. Vielleicht nimmt hier das Psychoduell zwischen dem Polizisten und dem Mörder weniger Raum ein und ist nicht so intensiv wie das Duell zwischen Al Pacino und Robin Williams. Trotzdem bilden Polizist und Mörder auch im Original ein unheimliches und faszinierendes Paar. Im Zentrum aber steht der innere Kampf und die Zerrüttung des durch Schlaflosigkeit, Schuldgefühle und Angst vor Entdeckung gequälten Polizisten. Die Darbietung von Stellan Skarsgard ist dabei großartig. Fazit: INSOMNIA - TODESSCHLAF ist sowohl für Fans des Nolan-Remakes als auch für Fans ruhiger, aber eindringlicher und atmosphärischer Psychothriller sehr zu empfehlen. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Insomnia - Todesschlaf, DVD:
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Weitere Filminfos zu Insomnia - Todesschlaf: Originaltitel: Insomnia Land / Jahr: Norwegen 1997 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Insomnia - Todesschlaf:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, TV-Spot
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