Behind the Couch - Casting in Hollywood
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Behind the Couch - Casting in Hollywood:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Behind the Couch - Casting in Hollywood:
0Bernd Hellweg2009-01-28Autor-Regisseur-Produzent Veit Helmer, der eigentlich durch abgedrehte Dramen wie "Tuvalu" oder "Das Tor zum Himmel" eine gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, kommt nun mit einer Dokumentation namens "Behind The Couch" daher. Er zeigt dem Zuschauer einen Einblick in das komplizierte Auswahlverfahren der mächtigen Castingdirektoren, an die ein jeder Schauspieler vorbei muss, um in einem Film mitspielen zu können und vielleicht irgendwann mal als Star über den roten Teppich laufen zu dürfen.
Ohne einen guten "Casting-Director" läuft nichts für aufstrebende Schauspieler, egal ob Studio- oder Independent-Produktion. Die Damen (und wenigen Herren) müssen Fingerspitzengefühl beweisen, für jede Rolle den richtigen Riecher haben, sich durch 5000 Zusendungen wühlen. Während sich jede Menge hoffnungsvoller Möchtegern-Hollywood-Schauspieler fotografieren lassen und die Agenturen abklappern. "Ein Laie, der Schauspieler werden will und nach Los Angeles kommt, sollte seinen Kopf untersuchen lassen." Diese harten Worte stammen von Mike Fenton, dem Chef einer erfolgreichen Casting-Agentur in Los Angeles.
Während Veit Helmer in seiner Dokumentation alle Vorbereitungen und Vorgänge zeigt die nötig sind, um überhaupt ein Casting starten zu können (vom ersten Gespräch der Casting-Direktorin mit der Regisseurin bis zur ersten Klappe am Drehort), verfolgt Helmer die Besetzung eines Spielfilms und auch das Zusammenspiel zwischen Agenten, Managern, Produzenten und Regisseuren. Ebenso zeigt er auch die hochmotivierte April Kian, die die Schauspielschule in Singapur erfolgreich abgeschlossen hat, und nun in Los Angeles, die Stadt der Engel, ihre Karriere machen will. Doch ihre Motivation währt nicht allzu lange, denn neben April gibt es in Hollywood etwa 100000 in der "Screen Actors´s Guild" registrierte und geschätzte 200000 gewerkschaftslose Schauspieler, die es auch nach ganz oben schaffen wollen.
Fazit: Obwohl "Behind The Couch" unterhaltsam und informative Einblicke hinter die Hollywood-Kulissen bietet, und die Dokumentation auch mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, so ist die Doku doch sehr oberflächlich. Zwar zeigt "Behind The Couch" die genauen Hintergründe, wie alles zusammenhängt und was alles dazugehört, um einen Film ins Rollen zu bringen, doch man hätte sich gewünscht, das Veit Helmer etwas mehr auf die Job suchenden Schauspieler eingeht. So bleibt er doch recht einseitig und zeigt "nur" die Arbeitsweise der Casting-Maschinerie. Erst in den letzten fünf Minuten, wenn Helmer einen Altpapierfahrer begleitet, der die Bewerbungsfotos von den Studios einsammelt und für 150 $ / Tonne!!! an einen Händler verscherbelt, wird der Film ein wenig kritischer.
"Behind The Couch" zeigt einen ernüchternden Einblick in die Filmbranche, der jungen talentierten Schauspielern nahezu alle Illusionen raubt. Wer sich allerdings für einen Job in der Castingbranch interessiert, bekommt mit dieser Doku allerdings einen sehr guten Einblick.
Zur DVD selbst: Technisch gesehen bietet die DVD von "Behind The Couch" nichts Besonderes. Bild- und Tonwerte (16:9/ Dolby Digital 2.0) sind befriedigend, Fernsehstandart. Bonusmaterial sind in Form von vier Featurette vorhanden: "How Wim Wenders Does It" (9 min.), "Casting Secrets: The Do's And Don'ts" (15 min.), "How The Indies Do It" (9 min.), "Casting In The Valley" (7 min.). Spezials sowie die Extras sind mit deutschem Untertitel versehen.
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Autor-Regisseur-Produzent Veit Helmer, der eigentlich durch abgedrehte Dramen wie "Tuvalu" oder "Das Tor zum Himmel" eine gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, kommt nun mit einer Dokumentation namens "Behind The Couch" daher. Er zeigt dem Zuschauer einen Einblick in das komplizierte Auswahlverfahren der mächtigen Castingdirektoren, an die ein jeder Schauspieler vorbei muss, um in einem Film mitspielen zu können und vielleicht irgendwann mal als Star über den roten Teppich laufen zu dürfen.
Ohne einen guten "Casting-Director" läuft nichts für aufstrebende Schauspieler, egal ob Studio- oder Independent-Produktion. Die Damen (und wenigen Herren) müssen Fingerspitzengefühl beweisen, für jede Rolle den richtigen Riecher haben, sich durch 5000 Zusendungen wühlen. Während sich jede Menge hoffnungsvoller Möchtegern-Hollywood-Schauspieler fotografieren lassen und die Agenturen abklappern. "Ein Laie, der Schauspieler werden will und nach Los Angeles kommt, sollte seinen Kopf untersuchen lassen." Diese harten Worte stammen von Mike Fenton, dem Chef einer erfolgreichen Casting-Agentur in Los Angeles.
Während Veit Helmer in seiner Dokumentation alle Vorbereitungen und Vorgänge zeigt die nötig sind, um überhaupt ein Casting starten zu können (vom ersten Gespräch der Casting-Direktorin mit der Regisseurin bis zur ersten Klappe am Drehort), verfolgt Helmer die Besetzung eines Spielfilms und auch das Zusammenspiel zwischen Agenten, Managern, Produzenten und Regisseuren. Ebenso zeigt er auch die hochmotivierte April Kian, die die Schauspielschule in Singapur erfolgreich abgeschlossen hat, und nun in Los Angeles, die Stadt der Engel, ihre Karriere machen will. Doch ihre Motivation währt nicht allzu lange, denn neben April gibt es in Hollywood etwa 100000 in der "Screen Actors´s Guild" registrierte und geschätzte 200000 gewerkschaftslose Schauspieler, die es auch nach ganz oben schaffen wollen.
Fazit: Obwohl "Behind The Couch" unterhaltsam und informative Einblicke hinter die Hollywood-Kulissen bietet, und die Dokumentation auch mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, so ist die Doku doch sehr oberflächlich. Zwar zeigt "Behind The Couch" die genauen Hintergründe, wie alles zusammenhängt und was alles dazugehört, um einen Film ins Rollen zu bringen, doch man hätte sich gewünscht, das Veit Helmer etwas mehr auf die Job suchenden Schauspieler eingeht. So bleibt er doch recht einseitig und zeigt "nur" die Arbeitsweise der Casting-Maschinerie. Erst in den letzten fünf Minuten, wenn Helmer einen Altpapierfahrer begleitet, der die Bewerbungsfotos von den Studios einsammelt und für 150 $ / Tonne!!! an einen Händler verscherbelt, wird der Film ein wenig kritischer.
"Behind The Couch" zeigt einen ernüchternden Einblick in die Filmbranche, der jungen talentierten Schauspielern nahezu alle Illusionen raubt. Wer sich allerdings für einen Job in der Castingbranch interessiert, bekommt mit dieser Doku allerdings einen sehr guten Einblick.
Zur DVD selbst: Technisch gesehen bietet die DVD von "Behind The Couch" nichts Besonderes. Bild- und Tonwerte (16:9/ Dolby Digital 2.0) sind befriedigend, Fernsehstandart. Bonusmaterial sind in Form von vier Featurette vorhanden: "How Wim Wenders Does It" (9 min.), "Casting Secrets: The Do's And Don'ts" (15 min.), "How The Indies Do It" (9 min.), "Casting In The Valley" (7 min.). Spezials sowie die Extras sind mit deutschem Untertitel versehen.
(Bernd Hellweg)
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Land / Jahr: Deutschland 2005
Medien-Typ:
DVD
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