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Eine fatale Entscheidung
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Nach Abschluss der Polizeischule fängt Antoine begeistert bei der Pariser Kriminalpolizei an. Er ist in der Einheit von Caroline Vaudieu, die nach zwei Jahren Pause und einer Alkoholentziehungskur nichts von ihrer Anerkennung bei den Kollegen verloren hat.
Während sie gemeinsam an der Aufklärung eines Mordes an einem polnischen Obdachlosen arbeiten, lernt Caroline die Fähigkeiten von Antoine schätzen, fühlt sich aber auch an ihren verstorbenen Sohn erinnert. Als Antoine und sein Kollege Louis auf der Suche nach einem russischen Verdächtigen eine Obdachlosenunterkunft kontrollieren, treffen sie eine fatale Entscheidung ... ...
Inhaltsangabe zu Eine fatale Entscheidung: 
Nach Abschluss der Polizeischule fängt Antoine begeistert bei der Pariser Kriminalpolizei an. Er ist in der Einheit von Caroline Vaudieu, die nach zwei Jahren Pause und einer Alkoholentziehungskur nichts von ihrer Anerkennung bei den Kollegen verloren hat.
Während sie gemeinsam an der Aufklärung eines Mordes an einem polnischen Obdachlosen arbeiten, lernt Caroline die Fähigkeiten von Antoine schätzen, fühlt sich aber auch an ihren verstorbenen Sohn erinnert. Als Antoine und sein Kollege Louis auf der Suche nach einem russischen Verdächtigen eine Obdachlosenunterkunft kontrollieren, treffen sie eine fatale Entscheidung ... Eine fatale Entscheidung stammt aus dem Hause GOOD!MOVIES.
Eine fatale Entscheidung Trailer ansehen:
Schauspieler / Schauspielerinnen in Eine fatale Entscheidung:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Eine fatale Entscheidung:
0Jean Lüdeke2009-01-28Mit einer verstörenden Symbiose zwischen der analytischen Sachlichkeit des Cinéma Vérités und der emotionalen Intensität eines Nouvelle Vague Filmes definiert der 39jährige Nordfranzose Xavier Beauvois das Genre des „Film Policier“ neu. Der gnadenlose Blick hinter die löchrigen Kulissen der Pariser Polizeiarbeit vereint einfach alles: Charakterstudien, Gesellschaftskritik, Dokudrama und Einzeltragödie:
Frisch aus der militaristischen Obhut der Polizeischule entlassen, tauscht Antoine (Jalil Lespert) Theorie und Uniform gegen die lässige Lederjacke und Handfeuer-waffe bei der Police Judicaire in der Seine-Metropole ein. Engagiert, unschuldig und idealistisch motiviert, lernt er sogleich das schonungslose Milieu kennen; desolate Routine, zermürbte Kollegen und unterschwelliger Rechtsextremismus.
Auch seine Vorgesetzte, die gestandene Kommissarin Caroline Vaudieu (Frankreichs Nouvelle Vague-Ikone Nathalie Baye), zurzeit zwar trocken, kämpft jedoch immer wieder gegen ihre Alkoholprobleme. Sogleich breitet sie ihre schützenden Fittiche über den „kleinen Leutnant“ aus. Das Mutter-Sohn-Verhältnis erwächst zum geistig ödipalen, unzertrennlichen Gespann.
Das ist das eigentlich zentrale Motiv dieses untypischen Polzeifilms, der aufgrund seiner leisen, langsamen wie gleichsam bedächtigen Bildsprache den konträren Gegenpol zur entfesselten und hektischen Kamera bildet, die Bertrand Tavernier 1992 mit seiner Drogenreportage „L 627 – auf offener Straße“ kreierte.
Der äußere Rahmen, die für Antoine fatalen Ermittlungen gegen eine skrupellose russische Mörderbande, spielt dabei die sekundäre Rolle. Es ist als hätten die geistigen Urväter des neuen französischen Filmes, Robert Bresson und Francois Truffaut Pate gestanden; einerseits eine für den Zuschauer unerträgliche Sachlichkeit des Seins, zum anderen die zutiefst liebevoll inszenierte Affinität zu den Filmfiguren.
Äußerst ambitioniert kommt beides einher: „Die Wahrheit, und nichts anderes als die Wahrheit“ sollte es, so Beauvois sein. Dafür recherchierte er selbst in hartem Einsatz vor Ort im Kommissariat von Paris, lernte die Tristesse einer tatkräftigen Truppe lieben und hassen, bekleidete gar selbst eine Polizistenrolle. Dadurch so ernüchtert, daß aus dem geplanten Hochspannungs-Thriller letztlich eine eisgekühlte Expedition ins Reich der ernüchternden Ermittlungen wurde.
Wesentlich erwärmender dagegen Nathalie Baye, die sich mit ihrer Rolle der Harten und Zarten zugleich den mittlerweile vierten César erspielte: Sie fokussiert den eigentlichen Kernpunkt dieses verstörenden Charakter-Kinos, auf ihr lastet die gesamte filmische Intention. Das Resultat: großes realistisches Kino, befreit von jeglicher Effekthascherei oder tumber teutonischer Weinerlichkeit. Der hier gelungene Effekt: Das Starke daran ernährt sich durch die Schwäche darin.
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Mit einer verstörenden Symbiose zwischen der analytischen Sachlichkeit des Cinéma Vérités und der emotionalen Intensität eines Nouvelle Vague Filmes definiert der 39jährige Nordfranzose Xavier Beauvois das Genre des „Film Policier“ neu. Der gnadenlose Blick hinter die löchrigen Kulissen der Pariser Polizeiarbeit vereint einfach alles: Charakterstudien, Gesellschaftskritik, Dokudrama und Einzeltragödie:
Frisch aus der militaristischen Obhut der Polizeischule entlassen, tauscht Antoine (Jalil Lespert) Theorie und Uniform gegen die lässige Lederjacke und Handfeuer-waffe bei der Police Judicaire in der Seine-Metropole ein. Engagiert, unschuldig und idealistisch motiviert, lernt er sogleich das schonungslose Milieu kennen; desolate Routine, zermürbte Kollegen und unterschwelliger Rechtsextremismus.
Auch seine Vorgesetzte, die gestandene Kommissarin Caroline Vaudieu (Frankreichs Nouvelle Vague-Ikone Nathalie Baye), zurzeit zwar trocken, kämpft jedoch immer wieder gegen ihre Alkoholprobleme. Sogleich breitet sie ihre schützenden Fittiche über den „kleinen Leutnant“ aus. Das Mutter-Sohn-Verhältnis erwächst zum geistig ödipalen, unzertrennlichen Gespann.
Das ist das eigentlich zentrale Motiv dieses untypischen Polzeifilms, der aufgrund seiner leisen, langsamen wie gleichsam bedächtigen Bildsprache den konträren Gegenpol zur entfesselten und hektischen Kamera bildet, die Bertrand Tavernier 1992 mit seiner Drogenreportage „L 627 – auf offener Straße“ kreierte.
Der äußere Rahmen, die für Antoine fatalen Ermittlungen gegen eine skrupellose russische Mörderbande, spielt dabei die sekundäre Rolle. Es ist als hätten die geistigen Urväter des neuen französischen Filmes, Robert Bresson und Francois Truffaut Pate gestanden; einerseits eine für den Zuschauer unerträgliche Sachlichkeit des Seins, zum anderen die zutiefst liebevoll inszenierte Affinität zu den Filmfiguren.
Äußerst ambitioniert kommt beides einher: „Die Wahrheit, und nichts anderes als die Wahrheit“ sollte es, so Beauvois sein. Dafür recherchierte er selbst in hartem Einsatz vor Ort im Kommissariat von Paris, lernte die Tristesse einer tatkräftigen Truppe lieben und hassen, bekleidete gar selbst eine Polizistenrolle. Dadurch so ernüchtert, daß aus dem geplanten Hochspannungs-Thriller letztlich eine eisgekühlte Expedition ins Reich der ernüchternden Ermittlungen wurde.
Wesentlich erwärmender dagegen Nathalie Baye, die sich mit ihrer Rolle der Harten und Zarten zugleich den mittlerweile vierten César erspielte: Sie fokussiert den eigentlichen Kernpunkt dieses verstörenden Charakter-Kinos, auf ihr lastet die gesamte filmische Intention. Das Resultat: großes realistisches Kino, befreit von jeglicher Effekthascherei oder tumber teutonischer Weinerlichkeit. Der hier gelungene Effekt: Das Starke daran ernährt sich durch die Schwäche darin.
(Jean Lüdeke)
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Weitere Filminfos zu Eine fatale Entscheidung:
Originaltitel: Le petit Lieutnant
Land / Jahr: Frankreich 2005
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Eine fatale Entscheidung:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
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