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Das Leben, das ich immer wollte
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Das Leben, das ich immer wollte:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Das Leben, das ich immer wollte:
0Jean Lüdeke2009-01-28Das Leipziger Allerlei im Gefühls-Barometer zwischen zwei Protagonisten im Ambiente eines Schmalspur-„Barry Lyndon“- Drehs: Auf dem Set eines herzerweichenden Kostüm-Schinkens lernen sich Laura (Sandra Ceccarelli, „Der schönste Tag in meinem Leben“) und Stefano (Luigi Lo Cascio, „Die besten Jahre“) kennen, lieben und hassen.
Laura, um die 30, ist begabte Schauspielerin, die bei der Besetzungsprobe auf den arrivierten und erfolgreichen Berufskollegen Stefano trifft. Der ist flugs von ihrer Sensibilität und Sensitivät beeindruckt; keine Frage, die Laiensirene bekommt die Rolle. Gemeinsam müssen beide nun in einem Kostümfilm, angesiedelt am Ende des 18 Jahrhunderts ein begütertes Paar mimen, das ihre für eine von strikten Konventionen konstruierte Gesellschaft gefährliche Liebschaft geheim halten muß. Wie die gesamte Crew am Set ist auch Stefano angetan von Lauras lechzender Hingabe an ihre Rolle. Es kommt, wie es kommen muß; der eitle, egoistische und verlogene Spätbarock-Womanizer verguckt sich alsbald in das mittellose und hingebungsvolle Talent
Tagtäglich wiederholen sie vor der Kamera Liebesgeständnisse – das Leben folgt in dieser Hinsicht nur dem Drehbuch. Doch das junge Glück bekommt bald Risse. Stefano bleibt nicht verborgen, dass die allzu beliebte und stetig aufsteigende Laura bald mehr Aufmerksamkeit und Bewunderung zuteil wird als ihm, vor allem aber von Männern umschwärmt wird, wie Motten das Licht. Und als ihr noch während der Arbeit schon das nächste Film-Projekt offeriert wird, schleicht sich doch allmählich beim Profifremdgeher Stefano die Eifersucht ein. Klar, dass zwischen dem Hin-und-Wieder-Pärchen das Knistern vor der Kamera zum Krach hinter der Kamera erwächst. Und im wahren Leben knallt es dabei dann so heftig, dass Menuette im Film zum realistischen Tango auf dem Vesuv werden…
„Wunderbar der Kontrast zwischen den hochemotionalen Dialogen, die sich die beiden am Jahrhundertwende-Set aus den Herzkammern schütten, und den Niederungen des postmodernen Beziehungsclinchs“, lobte der Berliner „Tagesspiegel“ dieses filmische Fegefeuer der Eitelkeiten zwischen Liebesgeplänkel und Gezeter Alles in allem eine amüsante Dramenkomödie mit zwei brillanten Hauptdarstellern auf der Suche nach dem Ich im Glück mit obligater Läuterung plus offenem Ende. Das aber in einem stellenweise zu schwerfälligem Tempo.
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Das Leipziger Allerlei im Gefühls-Barometer zwischen zwei Protagonisten im Ambiente eines Schmalspur-„Barry Lyndon“- Drehs: Auf dem Set eines herzerweichenden Kostüm-Schinkens lernen sich Laura (Sandra Ceccarelli, „Der schönste Tag in meinem Leben“) und Stefano (Luigi Lo Cascio, „Die besten Jahre“) kennen, lieben und hassen.
Laura, um die 30, ist begabte Schauspielerin, die bei der Besetzungsprobe auf den arrivierten und erfolgreichen Berufskollegen Stefano trifft. Der ist flugs von ihrer Sensibilität und Sensitivät beeindruckt; keine Frage, die Laiensirene bekommt die Rolle. Gemeinsam müssen beide nun in einem Kostümfilm, angesiedelt am Ende des 18 Jahrhunderts ein begütertes Paar mimen, das ihre für eine von strikten Konventionen konstruierte Gesellschaft gefährliche Liebschaft geheim halten muß. Wie die gesamte Crew am Set ist auch Stefano angetan von Lauras lechzender Hingabe an ihre Rolle. Es kommt, wie es kommen muß; der eitle, egoistische und verlogene Spätbarock-Womanizer verguckt sich alsbald in das mittellose und hingebungsvolle Talent
Tagtäglich wiederholen sie vor der Kamera Liebesgeständnisse – das Leben folgt in dieser Hinsicht nur dem Drehbuch. Doch das junge Glück bekommt bald Risse. Stefano bleibt nicht verborgen, dass die allzu beliebte und stetig aufsteigende Laura bald mehr Aufmerksamkeit und Bewunderung zuteil wird als ihm, vor allem aber von Männern umschwärmt wird, wie Motten das Licht. Und als ihr noch während der Arbeit schon das nächste Film-Projekt offeriert wird, schleicht sich doch allmählich beim Profifremdgeher Stefano die Eifersucht ein. Klar, dass zwischen dem Hin-und-Wieder-Pärchen das Knistern vor der Kamera zum Krach hinter der Kamera erwächst. Und im wahren Leben knallt es dabei dann so heftig, dass Menuette im Film zum realistischen Tango auf dem Vesuv werden…
„Wunderbar der Kontrast zwischen den hochemotionalen Dialogen, die sich die beiden am Jahrhundertwende-Set aus den Herzkammern schütten, und den Niederungen des postmodernen Beziehungsclinchs“, lobte der Berliner „Tagesspiegel“ dieses filmische Fegefeuer der Eitelkeiten zwischen Liebesgeplänkel und Gezeter Alles in allem eine amüsante Dramenkomödie mit zwei brillanten Hauptdarstellern auf der Suche nach dem Ich im Glück mit obligater Läuterung plus offenem Ende. Das aber in einem stellenweise zu schwerfälligem Tempo.
(Jean Lüdeke)
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0Thomas Steffens2009-01-28Die filmbesessenen Italiener haben ein Talent dafür, ihre eigene Filmindustrie in den Mittelpunkt ihrer Werke zu stellen und mit Hilfe dieser Selbstreflexion interessante Innenansichten zu gewähren. Meister dieser eigenen Kunstform war fraglos Federico Fellini, der mit Filmen wie 8½ oder Fellinis Intervista seine eigene Arbeitsweise in den Cinecittà-Studios thematisierte und mit reichlich Ironie durchsetzte. Giuseppe Piccioni versucht in seinem neuen Film erst gar nicht, in Fellinis Fußstapfen zu treten und setzt ganz andere Schwerpunkte. Seine Film-im-Film-Geschichte ist ein Liebesdrama, ein Schauspielerfilm und eine Beziehungsstudie. Stefano und Laura proben für die Rollen in einem aufwändigen Kostümfilm namens Das Leben, das ich immer wollte, der von der aussichtslosen Beziehung eines Aristokraten mit einer Lebedame Ende des 19. Jahrhunderts handelt. Die ursprünglich für die Hauptrolle vorgesehene Starschauspielerin wird schließlich durch Laura ersetzt und muss sich mit dem Part der geprellten Ehefrau zufrieden geben. Die Parallelen zwischen filmischer Wirklichkeit und filmischer Fiktion beginnen sich mehr und mehr zu verwischen und die gerade entflammte Liebe zwischen Stefano und Laura wird darunter leiden. Dass Giuseppe Piccioni nach Licht meiner Augen abermals Luigi Lo Cascio und Sandra Ceccarelli in den Hauptrollen besetzte, verwirrt die Rezeption beim Publikum noch zusätzlich. Man kann kaum mehr die verschiedenen Wirklichkeitsebenen auseinander halten und verquickt diese sogar noch mit der des eigentlichen Filmdrehs – also der „tatsächlichen Wirklichkeit“. Einmal mehr beweist sich Piccioni als Schauspieler-Regisseur, der hier nachhaltig von den eingespielten Darstellerleistungen seines gut ausgewählten Ensembles zu profitieren versteht. ...
Die filmbesessenen Italiener haben ein Talent dafür, ihre eigene Filmindustrie in den Mittelpunkt ihrer Werke zu stellen und mit Hilfe dieser Selbstreflexion interessante Innenansichten zu gewähren. Meister dieser eigenen Kunstform war fraglos Federico Fellini, der mit Filmen wie 8½ oder Fellinis Intervista seine eigene Arbeitsweise in den Cinecittà-Studios thematisierte und mit reichlich Ironie durchsetzte. Giuseppe Piccioni versucht in seinem neuen Film erst gar nicht, in Fellinis Fußstapfen zu treten und setzt ganz andere Schwerpunkte. Seine Film-im-Film-Geschichte ist ein Liebesdrama, ein Schauspielerfilm und eine Beziehungsstudie. Stefano und Laura proben für die Rollen in einem aufwändigen Kostümfilm namens Das Leben, das ich immer wollte, der von der aussichtslosen Beziehung eines Aristokraten mit einer Lebedame Ende des 19. Jahrhunderts handelt. Die ursprünglich für die Hauptrolle vorgesehene Starschauspielerin wird schließlich durch Laura ersetzt und muss sich mit dem Part der geprellten Ehefrau zufrieden geben. Die Parallelen zwischen filmischer Wirklichkeit und filmischer Fiktion beginnen sich mehr und mehr zu verwischen und die gerade entflammte Liebe zwischen Stefano und Laura wird darunter leiden. Dass Giuseppe Piccioni nach Licht meiner Augen abermals Luigi Lo Cascio und Sandra Ceccarelli in den Hauptrollen besetzte, verwirrt die Rezeption beim Publikum noch zusätzlich. Man kann kaum mehr die verschiedenen Wirklichkeitsebenen auseinander halten und verquickt diese sogar noch mit der des eigentlichen Filmdrehs – also der „tatsächlichen Wirklichkeit“. Einmal mehr beweist sich Piccioni als Schauspieler-Regisseur, der hier nachhaltig von den eingespielten Darstellerleistungen seines gut ausgewählten Ensembles zu profitieren versteht. (Thomas Steffens)
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Originaltitel: La vita che vorrei
Land / Jahr: Italien/Deutschland 2004
Medien-Typ:
DVD
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Bei der Vorstellung des Titels Das Leben, das ich immer wollte handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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