Bionik - Das Genie der Natur
http://www.digitalvd.de/dvds/61727,Bionik---Das-Genie-der-Natur.html
Wenn die Technik von der Natur lernt, spricht man von Bionik. Die Natur übertrifft den Menschen bei weitem in seinem Erfindungsreichtum, ganz gleich ob es sich um ausgefeilte Fortbewegungsmittel, funktionelle Materialien oder eine optimale Energieversorgung handelt. Wie verblüffend intelligent die Konstruktionspläne des Lebens sein können, zeigt die dreiteilige Reihe Das Genie der Natur über die wunderbare Welt der Bionik.
Alfred Vendl und Steve Nicholls führen Regie bei dieser internationalen Großproduktion. Sie verwenden spezielle Filmtechniken, um bisher noch nie gezeigte Einblicke in die geheimen Werkstätten der Natur zu gewähren. Komplizierte Bewegungsabläufe werden durch den Einsatz von Superzeitlupe mit mehreren tausend Bildern pro Sekunde entschlüsselt und geben Einblick in die ausgefeilten Fortbewegungstechniken der Tiere. Pinguine, Delfine und Fische zeigen, wie man sich optimal unter Wasser bewegt. Küchenschaben und Tausendfüßler demonstrieren eindrucksvoll, wie die rationelle und schnelle Fortbewegung der Insekten jenen von Menschen gemachten Roboter zum Vorbild wurde. Erst zigtausendfache Vergrößerungen im Elektronenmikroskop machen diese Einblicke möglich. In Kombination mit 3-D-Animation können die verborgensten Tricks der Natur nun einem breiten Publikum vermittelt werden.
Seit vier Milliarden Jahren existiert der Planet Erde. In dieser Zeit hat die Natur unzählige Antworten auf die Herausforderungen des Lebens gefunden, zum Beispiel wie man sich am besten fortbewegt, an Nahrung kommt, Partner findet und sich an Extreme aller Art anpasst. Zu Anfang war auch der Mensch nur Teil der atemberaubenden Artenvielfalt, doch dann verhalf ihm sein großes Gehirn zu einer Sonderstellung. Als einzige Spezies musste er sich nicht länger an die Natur anpassen, sondern formte sie nach seinen Bedürfnissen. Technik war das Werkzeug dafür - und das oft im Widerspruch zur Natur. Je weiter der Mensch sich von der Natur entfremdete, umso erfolgreicher wurde er - auf Kosten des Planeten. Doch jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends, steht der Mensch am Anfang einer Revolution. Bionik ist das Zauberwort - eine Denkweise, die Natur und Technik zusammenführt. In der Wildnis ist fast jedes technische Problem bereits gelöst. Der Mensch muss nur das Genie der Natur erkunden.
Folge 1: Die Magie der Bewegung:
Die Evolution hat viele trickreiche Methoden entstehen lassen, mit denen sich Tiere effizient fortbewegen können - sei es im Wasser, auf dem Land oder in der Luft. Vor allem das Fliegen hat die Menschen seit jeher fasziniert, immer wieder nahmen sie sich die Vögel zum Vorbild, um selbst in die Luft abzuheben. Doch gelungen ist es ihnen erst vor gut 100 Jahren, als sich geniale Forscher wie Otto Lilienthal und die Brüder Wright im Detail für den Vogelfl ug interessierten und ihre Flugapparate konstruierten. Heute schaut die Forschung nicht nur Vögeln, sondern vor allem auch Insekten beim Fliegen zu, um daraus neue Konstruktionspläne abzuleiten.
Aber auch schwimmen können Tiere viel besser, und selbst im Gehen sind die meisten den Menschen um Längen überlegen. Denn für alle Bewegungsarten gilt: Der Mensch hält zwar alle Geschwindigkeitsrekorde der Welt, aber nur weil er mit Energie verschwenderisch umgeht. Die Natur ist ein Muster an Effi zienz, und gerade daran sind auch jene Forscher interessiert, die Roboter entwickeln, die in wenigen Jahrzehnten die Marsoberfl äche erkunden sollen.
Folge 2: Material ist alles:
Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die Vielfalt der Materialien, welche die Natur im Lauf der Evolution entwickelt hat - hart und doch elastisch, fl exibel oder formstabil. Erst aus nächster Nähe und mit Hilfe von Elektronenmikroskopen betrachtet, verraten die Werkstoffe der Natur, woher ihre unglaublichen Eigenschaften stammen.
Die Haut von Haien, die Flügel eines Morphofalters oder die Innenverkleidung eines Schneckenhauses sind Beispiele dafür, wie die Evolution mit verblüffender Kreativität Materialien kombiniert, um sie perfekt schlagfest, strömungsgünstig oder selbst reinigend zu machen.
Folge 3: Energie ist der Schlüssel:
Der dritte Teil rückt die Themen Energie und Kommunikation in den Mittelpunkt. Solarzellen gelten in Wissenschaftlerkreisen bereits als veraltete Technologie, heute experimentieren Forscher mit künstlichen Blättern, die mit Hilfe von Sonnenenergie Wasserstoff herstellen.
Oder sie erproben, ganze Städte nach dem thermischen Vorbild eines Termitenbaus zu klimatisieren. Inspirationen aus der Natur könnten vielleicht auch die Energieprobleme der Menschheit lösen. Und selbst die Informations- und Computertechnologie setzt auf bionische Forschung, denn die Organisation von Informationsfl üssen ist nirgendwo so effi zient wie in der Natur. Beobachtungen von Ameisenstaaten, Weißschwanzgnu-Herden und Arbeitsbienen zeigen, wie sich die Kommunikationsabläufe der Natur immer wieder aufs Neue den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.
...
Inhaltsangabe zu Bionik - Das Genie der Natur: 
Wenn die Technik von der Natur lernt, spricht man von Bionik. Die Natur übertrifft den Menschen bei weitem in seinem Erfindungsreichtum, ganz gleich ob es sich um ausgefeilte Fortbewegungsmittel, funktionelle Materialien oder eine optimale Energieversorgung handelt. Wie verblüffend intelligent die Konstruktionspläne des Lebens sein können, zeigt die dreiteilige Reihe Das Genie der Natur über die wunderbare Welt der Bionik.
Alfred Vendl und Steve Nicholls führen Regie bei dieser internationalen Großproduktion. Sie verwenden spezielle Filmtechniken, um bisher noch nie gezeigte Einblicke in die geheimen Werkstätten der Natur zu gewähren. Komplizierte Bewegungsabläufe werden durch den Einsatz von Superzeitlupe mit mehreren tausend Bildern pro Sekunde entschlüsselt und geben Einblick in die ausgefeilten Fortbewegungstechniken der Tiere. Pinguine, Delfine und Fische zeigen, wie man sich optimal unter Wasser bewegt. Küchenschaben und Tausendfüßler demonstrieren eindrucksvoll, wie die rationelle und schnelle Fortbewegung der Insekten jenen von Menschen gemachten Roboter zum Vorbild wurde. Erst zigtausendfache Vergrößerungen im Elektronenmikroskop machen diese Einblicke möglich. In Kombination mit 3-D-Animation können die verborgensten Tricks der Natur nun einem breiten Publikum vermittelt werden.
Seit vier Milliarden Jahren existiert der Planet Erde. In dieser Zeit hat die Natur unzählige Antworten auf die Herausforderungen des Lebens gefunden, zum Beispiel wie man sich am besten fortbewegt, an Nahrung kommt, Partner findet und sich an Extreme aller Art anpasst. Zu Anfang war auch der Mensch nur Teil der atemberaubenden Artenvielfalt, doch dann verhalf ihm sein großes Gehirn zu einer Sonderstellung. Als einzige Spezies musste er sich nicht länger an die Natur anpassen, sondern formte sie nach seinen Bedürfnissen. Technik war das Werkzeug dafür - und das oft im Widerspruch zur Natur. Je weiter der Mensch sich von der Natur entfremdete, umso erfolgreicher wurde er - auf Kosten des Planeten. Doch jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends, steht der Mensch am Anfang einer Revolution. Bionik ist das Zauberwort - eine Denkweise, die Natur und Technik zusammenführt. In der Wildnis ist fast jedes technische Problem bereits gelöst. Der Mensch muss nur das Genie der Natur erkunden.
Folge 1: Die Magie der Bewegung:
Die Evolution hat viele trickreiche Methoden entstehen lassen, mit denen sich Tiere effizient fortbewegen können - sei es im Wasser, auf dem Land oder in der Luft. Vor allem das Fliegen hat die Menschen seit jeher fasziniert, immer wieder nahmen sie sich die Vögel zum Vorbild, um selbst in die Luft abzuheben. Doch gelungen ist es ihnen erst vor gut 100 Jahren, als sich geniale Forscher wie Otto Lilienthal und die Brüder Wright im Detail für den Vogelfl ug interessierten und ihre Flugapparate konstruierten. Heute schaut die Forschung nicht nur Vögeln, sondern vor allem auch Insekten beim Fliegen zu, um daraus neue Konstruktionspläne abzuleiten.
Aber auch schwimmen können Tiere viel besser, und selbst im Gehen sind die meisten den Menschen um Längen überlegen. Denn für alle Bewegungsarten gilt: Der Mensch hält zwar alle Geschwindigkeitsrekorde der Welt, aber nur weil er mit Energie verschwenderisch umgeht. Die Natur ist ein Muster an Effi zienz, und gerade daran sind auch jene Forscher interessiert, die Roboter entwickeln, die in wenigen Jahrzehnten die Marsoberfl äche erkunden sollen.
Folge 2: Material ist alles:
Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die Vielfalt der Materialien, welche die Natur im Lauf der Evolution entwickelt hat - hart und doch elastisch, fl exibel oder formstabil. Erst aus nächster Nähe und mit Hilfe von Elektronenmikroskopen betrachtet, verraten die Werkstoffe der Natur, woher ihre unglaublichen Eigenschaften stammen.
Die Haut von Haien, die Flügel eines Morphofalters oder die Innenverkleidung eines Schneckenhauses sind Beispiele dafür, wie die Evolution mit verblüffender Kreativität Materialien kombiniert, um sie perfekt schlagfest, strömungsgünstig oder selbst reinigend zu machen.
Folge 3: Energie ist der Schlüssel:
Der dritte Teil rückt die Themen Energie und Kommunikation in den Mittelpunkt. Solarzellen gelten in Wissenschaftlerkreisen bereits als veraltete Technologie, heute experimentieren Forscher mit künstlichen Blättern, die mit Hilfe von Sonnenenergie Wasserstoff herstellen.
Oder sie erproben, ganze Städte nach dem thermischen Vorbild eines Termitenbaus zu klimatisieren. Inspirationen aus der Natur könnten vielleicht auch die Energieprobleme der Menschheit lösen. Und selbst die Informations- und Computertechnologie setzt auf bionische Forschung, denn die Organisation von Informationsfl üssen ist nirgendwo so effi zient wie in der Natur. Beobachtungen von Ameisenstaaten, Weißschwanzgnu-Herden und Arbeitsbienen zeigen, wie sich die Kommunikationsabläufe der Natur immer wieder aufs Neue den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.
Bionik - Das Genie der Natur stammt aus dem Hause WVG Medien GmbH.
Bionik - Das Genie der Natur Trailer ansehen:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Bionik - Das Genie der Natur:
0Bernd Hellweg2009-01-28Was haben Lotus-Blätter mit Fensterscheiben oder Mottenaugen mit Solarzellen zu tun? Und in welchem Verhältnis stehen Haihaut und Badeanzüge, oder warum ist das Gehör einer Fliege für die Entwicklung von Hörgeräten wichtig?
Die Antwort: Die Natur dient hier der Wissenschaft und Technik als Vorbild. Wenn die Technik von der Natur lernt, spricht man von Bionik (der Ausdruck Bionik setzt sich aus "Bio-" von "Biologie" und "-nik" von "Technik" zusammen).
Die Natur übertrifft den Menschen bei weitem in seinem Erfindungsreichtum, ganz gleich ob es sich um ausgefeilte Fortbewegungsmittel, funktionelle Materialien oder eine optimale Energieversorgung handelt. Wie verblüffend intelligent die Konstruktionspläne des Lebens sein können, zeigt die dreiteilige Reihe "Das Genie der Natur" (3 x 50 Minuten) über die wunderbare Welt der Bionik.
Der erste Teil „Die Magie der Bewegung“ handelt davon, wie effizient sich Tiere fortbewegen. Die Evolution hat viele trickreiche Methoden entstehen lassen, mit denen sich Tiere effizient fortbewegen können - sei es im Wasser, auf dem Land oder in der Luft.
Vor allem das Fliegen hat die Menschen seit jeher fasziniert, immer wieder nahmen sie sich die Vögel zum Vorbild, um selbst in die Luft abzuheben. Doch gelungen ist es ihnen erst vor gut 100 Jahren, als sich geniale Forscher wie Otto Lilienthal und die Brüder Wright im Detail für den Vogelflug interessierten und ihre Flugapparate konstruierten. Heute schaut die Forschung nicht nur Vögeln, sondern vor allem auch Insekten beim Fliegen zu, um daraus neue Konstruktionspläne abzuleiten.
Aber auch schwimmen können Tiere viel besser, und selbst im Gehen sind die meisten den Menschen um Längen überlegen. Denn für alle Bewegungsarten gilt: Der Mensch hält zwar alle Geschwindigkeitsrekorde der Welt, aber nur weil er mit Energie verschwenderisch umgeht. Die Natur ist ein Muster an Effizienz, und gerade daran sind auch jene Forscher interessiert, die Roboter entwickeln, die in wenigen Jahrzehnten die Marsoberfläche erkunden sollen.
Der zweite Teil, „Material ist alles“, beschreibt den Erfindungsreichtum auf dem Gebiet der Materialien, den sie im Laufe der Evolution je nach Bedarf entwickelt hat - hart und doch elastisch, flexibel oder formstabil. Erst aus nächster Nähe und mit Hilfe von Elektronenmikroskopen betrachtet, verraten die Werkstoffe der Natur, woher ihre unglaublichen Eigenschaften stammen. Die Haut von Haien, die Flügel eines Morphofalters oder die Innenverkleidung eines Schneckenhauses sind Beispiele dafür, wie die Evolution mit verblüffender Kreativität Materialien kombiniert, um sie perfekt schlagfest, strömungsgünstig oder selbst reinigend zu machen.
Der dritte und letzte Teil, „Energie ist der Schlüssel“, rückt die Themenfelder Energie und Kommunikation in den Mittelpunkt. Solarzellen gelten in Wissenschaftlerkreisen bereits als veraltete Technologie, heute experimentieren Forscher mit künstlichen Blättern, die mit Hilfe von Sonnenenergie Wasserstoff herstellen. Oder sie erproben, ganze Städte nach dem thermischen Vorbild eines Termitenbaus zu klimatisieren. Inspirationen aus der Natur könnten vielleicht auch die Energieprobleme der Menschheit lösen. Und selbst die Informations- und Computertechnologie setzt auf bionische Forschung, denn die Organisation von Informationsflüssen ist nirgendwo so effizient wie in der Natur. Beobachtungen von Ameisenstaaten, Weißschwanzgnu-Herden und Arbeitsbienen zeigen, wie sich die Kommunikationsabläufe in der Natur immer wieder aufs Neue den jeweiligen Verhältnissen anpassen.
Alfred Vendl und Steve Nicholls führen Regie bei dieser internationalen Großproduktion. Sie verwenden spezielle Filmtechniken, um bisher noch nie gezeigte Einblicke in die geheimen Werkstätten der Natur zu gewähren. Komplizierte Bewegungsabläufe werden durch den Einsatz von Superzeitlupe mit mehreren tausend Bildern pro Sekunde entschlüsselt und geben Einblick in die ausgefeilten Fortbewegungstechniken der Tiere. Pinguine, Delfine und Fische zeigen, wie man sich optimal unter Wasser bewegt. Küchenschaben und Tausendfüßler demonstrieren eindrucksvoll, wie die rationelle und schnelle Fortbewegung der Insekten jenen von Menschen gemachten Roboter zum Vorbild wurde. Erst zigtausendfache Vergrößerungen im Elektronenmikroskop machen diese Einblicke möglich. In Kombination mit 3-D-Animation können die verborgensten Tricks der Natur nun einem breiten Publikum vermittelt werden.
Fazit: “Das Genie der Natur” gibt verblüffende Einblicke in die Welt der Bionik. Absolut sehenswert!
Zur DVD selbst: Die Bildqualität (16:9) dieser dreiteiligen Dokumentationsreihe ist ziemlich gut. Die Farben und der Kontrast sind sehr gut gelungen, ebenso die Schärfe. Einzig ein stellenweise leichtes Bildrauschen und leichte Unruhen bei der Kompression sind ein kleines aber keineswegs störendes Manko.
Der Ton (Dolby Digital 5.1) ist ebenso wie das Bild sehr überzeugend. Gut verständlich und mit netten Effekten, die durch Musik und die Umgebungsgeräuschen entstehen, ausgestattet, machen diese Doku-Reihe auch für die Ohren interessant.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
...
Was haben Lotus-Blätter mit Fensterscheiben oder Mottenaugen mit Solarzellen zu tun? Und in welchem Verhältnis stehen Haihaut und Badeanzüge, oder warum ist das Gehör einer Fliege für die Entwicklung von Hörgeräten wichtig?
Die Antwort: Die Natur dient hier der Wissenschaft und Technik als Vorbild. Wenn die Technik von der Natur lernt, spricht man von Bionik (der Ausdruck Bionik setzt sich aus "Bio-" von "Biologie" und "-nik" von "Technik" zusammen).
Die Natur übertrifft den Menschen bei weitem in seinem Erfindungsreichtum, ganz gleich ob es sich um ausgefeilte Fortbewegungsmittel, funktionelle Materialien oder eine optimale Energieversorgung handelt. Wie verblüffend intelligent die Konstruktionspläne des Lebens sein können, zeigt die dreiteilige Reihe "Das Genie der Natur" (3 x 50 Minuten) über die wunderbare Welt der Bionik.
Der erste Teil „Die Magie der Bewegung“ handelt davon, wie effizient sich Tiere fortbewegen. Die Evolution hat viele trickreiche Methoden entstehen lassen, mit denen sich Tiere effizient fortbewegen können - sei es im Wasser, auf dem Land oder in der Luft.
Vor allem das Fliegen hat die Menschen seit jeher fasziniert, immer wieder nahmen sie sich die Vögel zum Vorbild, um selbst in die Luft abzuheben. Doch gelungen ist es ihnen erst vor gut 100 Jahren, als sich geniale Forscher wie Otto Lilienthal und die Brüder Wright im Detail für den Vogelflug interessierten und ihre Flugapparate konstruierten. Heute schaut die Forschung nicht nur Vögeln, sondern vor allem auch Insekten beim Fliegen zu, um daraus neue Konstruktionspläne abzuleiten.
Aber auch schwimmen können Tiere viel besser, und selbst im Gehen sind die meisten den Menschen um Längen überlegen. Denn für alle Bewegungsarten gilt: Der Mensch hält zwar alle Geschwindigkeitsrekorde der Welt, aber nur weil er mit Energie verschwenderisch umgeht. Die Natur ist ein Muster an Effizienz, und gerade daran sind auch jene Forscher interessiert, die Roboter entwickeln, die in wenigen Jahrzehnten die Marsoberfläche erkunden sollen.
Der zweite Teil, „Material ist alles“, beschreibt den Erfindungsreichtum auf dem Gebiet der Materialien, den sie im Laufe der Evolution je nach Bedarf entwickelt hat - hart und doch elastisch, flexibel oder formstabil. Erst aus nächster Nähe und mit Hilfe von Elektronenmikroskopen betrachtet, verraten die Werkstoffe der Natur, woher ihre unglaublichen Eigenschaften stammen. Die Haut von Haien, die Flügel eines Morphofalters oder die Innenverkleidung eines Schneckenhauses sind Beispiele dafür, wie die Evolution mit verblüffender Kreativität Materialien kombiniert, um sie perfekt schlagfest, strömungsgünstig oder selbst reinigend zu machen.
Der dritte und letzte Teil, „Energie ist der Schlüssel“, rückt die Themenfelder Energie und Kommunikation in den Mittelpunkt. Solarzellen gelten in Wissenschaftlerkreisen bereits als veraltete Technologie, heute experimentieren Forscher mit künstlichen Blättern, die mit Hilfe von Sonnenenergie Wasserstoff herstellen. Oder sie erproben, ganze Städte nach dem thermischen Vorbild eines Termitenbaus zu klimatisieren. Inspirationen aus der Natur könnten vielleicht auch die Energieprobleme der Menschheit lösen. Und selbst die Informations- und Computertechnologie setzt auf bionische Forschung, denn die Organisation von Informationsflüssen ist nirgendwo so effizient wie in der Natur. Beobachtungen von Ameisenstaaten, Weißschwanzgnu-Herden und Arbeitsbienen zeigen, wie sich die Kommunikationsabläufe in der Natur immer wieder aufs Neue den jeweiligen Verhältnissen anpassen.
Alfred Vendl und Steve Nicholls führen Regie bei dieser internationalen Großproduktion. Sie verwenden spezielle Filmtechniken, um bisher noch nie gezeigte Einblicke in die geheimen Werkstätten der Natur zu gewähren. Komplizierte Bewegungsabläufe werden durch den Einsatz von Superzeitlupe mit mehreren tausend Bildern pro Sekunde entschlüsselt und geben Einblick in die ausgefeilten Fortbewegungstechniken der Tiere. Pinguine, Delfine und Fische zeigen, wie man sich optimal unter Wasser bewegt. Küchenschaben und Tausendfüßler demonstrieren eindrucksvoll, wie die rationelle und schnelle Fortbewegung der Insekten jenen von Menschen gemachten Roboter zum Vorbild wurde. Erst zigtausendfache Vergrößerungen im Elektronenmikroskop machen diese Einblicke möglich. In Kombination mit 3-D-Animation können die verborgensten Tricks der Natur nun einem breiten Publikum vermittelt werden.
Fazit: “Das Genie der Natur” gibt verblüffende Einblicke in die Welt der Bionik. Absolut sehenswert!
Zur DVD selbst: Die Bildqualität (16:9) dieser dreiteiligen Dokumentationsreihe ist ziemlich gut. Die Farben und der Kontrast sind sehr gut gelungen, ebenso die Schärfe. Einzig ein stellenweise leichtes Bildrauschen und leichte Unruhen bei der Kompression sind ein kleines aber keineswegs störendes Manko.
Der Ton (Dolby Digital 5.1) ist ebenso wie das Bild sehr überzeugend. Gut verständlich und mit netten Effekten, die durch Musik und die Umgebungsgeräuschen entstehen, ausgestattet, machen diese Doku-Reihe auch für die Ohren interessant.
Bonusmaterial ist nicht vorhanden.
(Bernd Hellweg)
alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Reminder, PDF-Datenblatt zu Bionik - Das Genie der Natur, DVD:
Alle Film-Daten als PDF
Diese Seite mit allen Filminfos ausdrucken
Weitere Filminfos zu Bionik - Das Genie der Natur:
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Bionik - Das Genie der Natur:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
Kommentare zu Bionik - Das Genie der Natur:
Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Schreiben Sie jetzt ein Kommentar zu dem Titel "Bionik - Das Genie der Natur".
|
|
DigitalVD-Extras zu dieser DVD Bionik - Das Genie der Natur:
Ist Ihnen ein Fehler zu dieser DVD aufgefallen? ... Fehlermeldung absenden!
Bei der Vorstellung des Titels Bionik - Das Genie der Natur handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
|