A little Trip to Heaven
Schauspieler / Schauspielerinnen in A little Trip to Heaven:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu A little Trip to Heaven:
Als hätten sich die Coen Brüder und David Lynch um einen Thriller zu drehen. Hier gilt für die Bösen, was auch den Guten zupaß kommt, denn auch Detektiv Holt fehlt es ( film noir typisch) – am Glauben an das Gute im Menschen. Schließlich arbeitet er für eine Versicherung, die oft nicht weniger betrügerisch handelt, als ihre Kunden, immer geht es ums Abkassieren. Und Gewissen ist tödlich, besonders für Oscar-Preisträger Forest Whitaker, der den mysteriösen Tod untersuchen muss. Islands Regie-Talent Baltasar Kormákur (101 Reykjavik) schuf mit A little Trip to Heaven einen dichten und knallharten Thriller. Neben Forest Whitaker (Der letzte König von Schottland) überzeugen Julia Stiles (Das Bourne-Ultimatum), Jeremy Renner (28 Weeks Later) und Peter Coyote (Bitter Moon) in diesem preisgekrönten Geheimtipp. Im Alter von 15 Jahren feierte Julia Stiles mit I love you, I love you not mit Claire Danes, Jude Law und James van der Beek ihr Leinwanddebüt. Zu dieser Zeit schrieb sie auch an dem Drehbuch für The Anarchist's Daughter, für das sie beim Sundance Film Festival großes Lob bekam. Man sah sie außerdem in Vertrauter Feind als Tochter von Harrison Ford und in M. Night Shyamalans Wide Awake. Ihre erste Hauptrolle hatte die absolute Anti-Hollywood-Tussie in Wicked, wo sie ihre Mutter tötete, um ihren Vater ganz für sich zu haben. Obwohl von den Kritikern gelobt, kam der Film nicht in die US-amerikanischen Kinos. Erst ihre Rolle als Katarina (Kat) Stratford neben Heath Ledger in 10 Dinge, die ich an Dir hasse, einer Adaption von William Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", machte aus Julia Stiles einen Star. Sie gewann 1999 einen MTV Movie Award als beste Newcomerin. Für die Chemie zwischen ihr und ihrem Filmpartner Freddie Prinze Jr. in Den Einen oder keinen bekam sie eine Teen Choice Award-Nominierung.Stiles hat eine Vorliebe für Shakespeare-Verfilmungen, sie spielte, nach 10 Dinge, die ich an Dir hasse, 2000 die Ophelia in der Low-Budget-Produktion Hamlet mit Ethan Hawke und der modernen Verfilmung von Othello, O mit Josh Hartnett. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Leider: Es gibt immer wieder Movies, die nie eine breitere Öffentlichkeit erreiche, jedoch umso mehr Interesse verdienen. Hier liegt so eine Direct-To –DVD vor. Und was für eine: Das anspruchsvolle, atmosphärische Thriller-Drama „A Little Trip To Heaven“ ist so ein geheimes Goldstückchen:
Als der notorische Trickbetrüger Kelvin Anderson bei einem Autounfall ums Leben kommt und eine Million Dollar fällig werden, schickt die Quality Life Insurance Company ihren besten Mann Als der notorische Trickbetrüger Kelvin Anderson bei einem Autounfall ums Leben kommt und eine Million Dollar fällig werden, schickt die Quality Life Insurance Company ihren besten Mann. Der ruhige, Wollmütze tragende Abe Holt (Forest Whitaker) wird in die verschneite Kleinstadt Hastings, Minnesota geschickt. Er spürt vom ersten Moment an, dass an der Sache etwas faul ist. Es beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Kelvins Schwester Isold (Julia Stiles) und ihrem dubiosen Ehemann Fred (Jeremy Renner). Ein diabolisches Spiel, in dem Holt die Distanz zu seinen Gegenspielern verliert und nichts so ist, wie es scheint... Den Reiz, den „A Little Trip To Heaven“ gerade aus seiner Optik zieht, ist genial, ein beeindruckender Mix aus Drama und Mystery-Thriller. In desolaten, düsteren Bildern und stimmungsvoller Atmosphäre entwickelt sich die Story einfach und stringent, weiß die Dramaturgie brillant zu konserviren. Überraschende Wendungen, durch die beachtliche Kamerarbeit und natürlich durch die großartige Leistung der Darsteller, allen voran Oscarpreisträger Forest Whitaker. Für etwas komplexere Charaktere braucht es professionelle Darsteller. Julia Stiles (Das Bourne Ultimatum, Das Omen) als White-Trash-Braut Isold, Forest Whitaker (Der letzte König von Schottland, Johnny Handsome) als ebenso abgeklärter wie gutherziger Versicherungs-Detektiv und Jeremy Renner (S.W.A.T., 28 Weeks Later) als der zwielichtige Fred leisten in dieser Hinsicht Meisterliches. Sie dekorieren ihre Charaktere mit minutiösen Nuancen und vermitteln durch Blicke oftmals mehr als viele Worte. Stiles und Whitaker sind einfach klasse, wie auch der eher unbekannte, intensiv-charismatische Renner. Regisseur Baltasar Kormákur geht es auch im kleinen „Ausflug in den Himmel“ wieder ein Stück weit um Isolation, bevorzugt und im speziellen die geografische Ausprägung von Einsamkeit und Verschlossenheit. In der Bebilderung dieser Belange weiß dieses Werk vollends zu überzeugen. Und das, obwohl der Inhalt des Films in Minnesota spielt, tatsächlich jedoch in Island gedreht wurde. Bisweilen ein dezenter Einsatz von Kamerafiltern. Unterstreicht die Intention via gräuliche Töne um tragische Tristesse. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Als der notorische Trickbetrüger Kelvin Anderson bei einem Autounfall ums Leben kommt und eine Million Dollar fällig werden, schickt die Quality Life Insurance Company ihren besten Mann. Der ruhige, Wollmütze tragende Abe Holt (Forest Whitaker) wird in die verschneite Kleinstadt Hastings, Minnesota geschickt. Er spürt vom ersten Moment an, dass an der Sache etwas faul ist. Es beginnt ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel mit Kelvins Schwester Isold (Julia Stiles) und ihrem dubiosen Ehemann Fred (Jeremy Renner). Ein Spiel, in dem Holt die Distanz zu seinen Gegenspielern verliert und nichts so ist, wie es scheint ...A LITTE TTRIP TO HEAVEN einer Bewertung zu unterziehen, erweist sich als kontrovers. Der anamorphe 1.85:1-Transfer offeriert Defizite, die technisch zwar als negativ einzustufen sind, den subjektiven Sehgenuss jedoch fördern sollten. So wurden farbliche Reduzierungen vorgenommen und ein meist tiefer Kontrast gewählt, der in dunklen Passagen auffällig viele Bildinhalte verschluckt. Ebenso tritt vordergründiges Rauschen auf, das die prinzipiell recht gute Schärfe häufig markant mindert. Insofern vermag der Rezensent für die Bildqualität nicht mehr als gute sechs Punkte zu geben. Da die genannten Mängel die Atmosphäre des düsteren Thrillers jedoch steigern, dürfte die persönliche Beurteilung der DVD-Käufer merklich höher liegen.Der Ton stellt eine Enttäuschung dar. Die beiden Dolby Digital 5.1-Spuren (Deutsch und Englisch) bieten zwar einen recht ordentlichen Klang, was jedoch die Ausnutzung der räumlichen Optionen anbelangt, haben sie einem 2.0-Mix nicht viel voraus. So geben beide Tracks die Musikuntermalung fast ausschließlich über die Front wieder, obgleich die Passagen größtenteils für eine räumliche Signalverteilung geeignet wären. Lediglich zuweilen vorkommende Hintergrundgeräusche wie etwa Regen bewahren den rückwärtigen Hörraum vor dem Verstauben. Mehr als fünf Punkte hält der Rezensent für eine solch niedrige Leistung nicht angemessen.Die Hauptauswahl begrüßt den DVD-Konsumenten in einer soliden Inszenierung. In der Mitte des Bildschirms laufen diverse Filmszenen zu der musikalischen Untermalung des Titelsongs ab. Die Untermenüs hingegen fallen starr aus und beinhalten zudem keine akustischen Inhalte. Das Bonusmaterial enthält neben Kleinkram in Form des Trailers und der Programmvorschau auch ein Making of (10:07). Dieses kommt erfreulicherweise ohne störende Werbemaßnahmen aus und liefert stattdessen einige interessante Interviews sowie zahlreiche Setszenen.
Gute zwei Punkte.Einleitend sei erwähnt, dass A LITTLE TRIP TO HEAVEN in das Genre Film noir einzuordnen ist. Wer also Mainstream-Unterhaltung mit Schwarz-Weiß-Konstruktionen, übertriebenen Verfolgungsjagden, moralischen Protagonisten und ähnlichen typischen Eigenschaften erwartet, sollte den Thriller des isländischen Regisseurs Baltasar Kormákur (DIE KALTE SEE) tunlichst meiden. Freunde des Independent-Kinos werden hingegen wohl interessiert sein. Immerhin erscheint der Inhalt erfreulich interesseweckend: Ein qualifizierter Versicherungsangestellter wird in eine Kleinstadt geschickt, um den Tod eines Trickbetrügers bei einem Autounfall zu überprüfen. Von Anfang an spürt er, dass etwas an der Sache faul ist. Alsbald macht er erste, erschreckende Entdeckungen... Die vermittelte Stimmung von A LITTE TRIP TO HEAVEN erweist sich als bedrückend, nachdenklich und vor allem melancholisch. Man spürt, dass das Leben an den Charakteren alles andere als spurlos vorbeigegangen ist. Sie sind geprägt durch eine starke Verbitterung. Zugleich befinden sie sich in mehr oder minder verzweifelten Situationen, die kaum Platz für Hoffnung lassen. Durch düstere Bilder, aufbauend auf einem tiefen Kontrast und einer reduzierten Farbgebung, wird diese Gesamtstimmung visuell adäquat dargestellt. Auf den ersten Blick enttäuschend ist allerdings, dass die Inszenierung der Höhepunkte beziehungsweise der Wendungen auf der Strecke bleibt. So werden diese weder musikalisch noch schauspielerisch besonders hervorgehoben. Man kann diesbezüglich jedoch argumentieren, dass diese Darstellung der Authentizität der nachdenklichen Atmosphäre und der niedergeschlagenen Charaktere dient. Und mit Verlaub: Dies funktioniert auch vorzüglich, so dass die ohnehin melancholische Stimmung intensiviert wird. Interessiert und auch ein bisschen gerührt verfolgt der Film-noir-Freund so das dunkle Treiben. Der Eindruck eines rundum gelungenen Werkes wird dabei aber wohl nicht entstehen. Hierzu geht das Drehbuch nach Ermessen des Rezensenten zu wenig in die Tiefe. Die Story an sich ist zwar keineswegs als schlecht anzusehen, die Charakterzeichnung allerdings schon. Obgleich die Figuren aufgrund ihrer erwähnten Verbitterung eine gute Basis offerieren, wird diese nur geringfügig ausgenutzt. Dies stellt im Endeffekt auch den Grund dafür dar, dass die emotionale Wirkung auf den Zuschauer kein hohes Niveau erreicht. Insofern ist A LITTE TRIP TO HEAVEN interessant, teils überraschend, teils rührend und macht auch ein wenig nachdenklich. Aber einen bannenden, stark gefühlvollen Effekt vermag er nicht zu entfalten. Da die Story und die Stimmung, wie bereits erwähnt, solide ausfallen, kann man allumfassend von einem mittelmäßigen Gesamteindruck sprechen. Freunde des Film noir dürfen sich das Werk also durchaus ansehen, haben aber auch nichts versäumt, sofern sie dies nicht tun. Da die DVD-Umsetzung ohnehin nicht der Rede wert ist, rät der Rezensent zur Verleih-Version. (Fabian Sell) alle Rezensionen von Fabian Sell ... Reminder, PDF-Datenblatt zu A little Trip to Heaven, DVD:
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Weitere Filminfos zu A little Trip to Heaven: Originaltitel: A little Trip to Heaven Land / Jahr: USA / Island 2005 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu A little Trip to Heaven:
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