Ferien
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Sommer. Ein abgelegenes Landhaus in der Uckermark. In diesem weltabgewandten Refugium lebt Anna mit ihrem Mann Robert und ihrem Sohn Max. Im Verlauf eines Sommers kommen in dem Haus mehrere Generationen der verzweigten Familie zusammen. Laura, Annas Tochter aus erster Ehe, reist mit ihrem Freund Paul und ihren Kindern aus Berlin an, um hier die Ferien zu verbringen. Spaziergänge, das Baden im nahen See und gemeinsame Mahlzeiten im Garten verheißen eine schöne Zeit. Doch die Idylle hält nicht lange vor.
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Inhaltsangabe zu Ferien: 
Sommer. Ein abgelegenes Landhaus in der Uckermark. In diesem weltabgewandten Refugium lebt Anna mit ihrem Mann Robert und ihrem Sohn Max. Im Verlauf eines Sommers kommen in dem Haus mehrere Generationen der verzweigten Familie zusammen. Laura, Annas Tochter aus erster Ehe, reist mit ihrem Freund Paul und ihren Kindern aus Berlin an, um hier die Ferien zu verbringen. Spaziergänge, das Baden im nahen See und gemeinsame Mahlzeiten im Garten verheißen eine schöne Zeit. Doch die Idylle hält nicht lange vor.
Ferien stammt aus dem Hause Alive AG.
Schauspieler / Schauspielerinnen in Ferien:
Darsteller:
Angela Winkler, Karoline Eichhorn  , Uwe Bohm  , Anja Schneider, Gudrun Ritter, Wigand Witting, Amir Hadzic, Babette Semmer, Leyla Bobaj, Aaron Raabe, Maria Hengge, Evelyn Gugolz, Pascal Ulli,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Ferien:
0Bernd Hellweg2009-01-28"Ferien" heißt der neue Film von Thomas Arslan, den man stilistisch gern zum Kreis der so genannten Berliner Schule zählt. Ruhige Bilder, nüchterne Dialoge und ein klares Problembewusstsein prägen diese Filme fern von melodramatischer Sensationslust. Worum es in Thomas Arslans Ferien geht, ist kurz gesagt: Eine Berliner Familie kommt für den Sommerurlaub im Landhaus der Eltern zusammen. Überraschendes tritt zutage, alte Gereiztheiten treffen auf neue Anlässe, Lebenswege werden sich trennen und andere hoffnungsfroh zusammenbleiben.
Der Titel ruft sofort Assoziationen an erfüllte sonnige Wochen kindlicher Unbeschwertheit hervor. In Thomas Arslans Film wird man darauf allerdings lange warten, einzig einige Kinder im Vorschulalter dürfen diese paradiesischen Momente genießen. Die Erwachsenen schleppen ihr Bündel an Problemen aus der hektischen Stadt mit aufs ruhige Land. Hier herrscht die notwendige Zeit, um all das Unausgeprochene, Erlebte in Worte zu formen. Doch keine Angst, in dem Film von fällt kein einziger überflüssiger Satz. Alles Gesagte ist wohl dosiert.
Zur Geschichte: In einem Haus fern von der Großstadthektik auf dem Land lebt Anna (Angela Winkler) mit ihrem zweiten Mann Robert (Wigand Witting) und dem gemeinsamen Sohn Max (Amir Hadzic). Nach dieser Idylle sehnt sich Annas in Berlin lebende Tochter Laura (Karoline Eichhorn), die aus ihrer ersten Ehe stammt. Laura besucht ihre Mutter zusammen mit ihrem Freund Paul (Uwe Bohm) und ihren zwei Kindern. Doch das ersehnte nette Zusammensein wird schnell schwierig: Nicht nur Mutter und Tochter geraten aneinander, auch zwischen Laura und ihrem Freund Paul wird es kompliziert, da sie ihn wegen einer Affäre verlassen will. Anna hingegen trauert noch immer ihrem ersten Mann nach, der sie mit ihren beiden Töchtern sitzen ließ. Zu der ohnehin schon angespannten Situation kommt Annas schwerkranke Mutter (Gudrun Ritter) hinzu und Lauras Schwester Sophie (Anja Schneider), die privat als Single und auch an ihrer gescheiterten Karriere zu knappern hat. Auch der pubertierende Max, Annas Sohn aus zweiter Ehe, hat mit den ersten Wehen einer Liebe zu kämpfen. Das sind einfach zu viele Konfliktbeladene Personen auf zu engem Raum.
Dieser Film ist ein Kammerspiel im Freien. Er lässt der Natur den großen Auftritt, gibt ihr das erste und das letzte Bild und macht sie gleichzeitig zur hochsommerlich flirrenden Bühne seiner Erzählung. Der Zuschauer spürt förmlich die Wärme, die über den Wiesen liegt, gelegentlich einen Insektenflügelschlag.
Die Kamera verzichtet fast auf jegliche Form der Bewegung. Sie wird in einiger Entfernung aufgestellt, Arslan beschreibt den Abstand als „interessierte Distanz.“ Nicht zu nah, nicht zu fern, so dass der Zuschauer alles mitbekommt, aber nie durch Großaufnahmen grob auf etwas gestoßen wird. Das führt dazu, dass die Darsteller bisweilen aus dem Bild laufen, den Rahmen verlassen. Dies gehört zur Inszenierung, die dann an ihre Grenzen stößt, wenn sie etwa einen Gefühlsausbruch zeigen will.
Seine Stärke bezieht der Film nicht zuletzt aus der Besetzung. Mit Angela Winkler verbrachte ein Altstar des deutschen Kinos die „Ferien“ mit Arslan. Bekannt aus Volker Schlöndorffs Literaturverfilmungen „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die Blechtrommel“ (1979).
Fazit: „Ferien“ ist mehr als nur ein weiterer Film über die in Melancholie erstarrende Mittelschicht. Jede Einstellung ist als das Produkt einer ästhetischen Reflektion auf hohem Niveau erkennbar, wie sie im deutschen Kino nach wie vor einzigartig ist. Sehenswerte „Ferien“ vom Mainstream eben.
Die technische Seite des Films auf DVD ist zufrieden stellend. Ein schönes und natürliches 16:9 Bild, welches mit seinen natürlichen Farben dem Zuschauer ein echtes sommerliches Gefühl vermittelt. Hier spürt man förmlich die Wärme auf der Haut. Der Ton (Dolby Digital 2.0 & 5.1) ist gut verständlich und lässt auch Nebengeräusche, wie das zirpen einer Grille, an das Ohr des Zuschauers gelangen. An Bonusmaterial enthält die DVD den Kurzfilm „Am Rand“ (24 Minuten), die Berlinale-Pressekonferenz (35 Minuten) sowie den Trailer.
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" Ferien" heißt der neue Film von Thomas Arslan, den man stilistisch gern zum Kreis der so genannten Berliner Schule zählt. Ruhige Bilder, nüchterne Dialoge und ein klares Problembewusstsein prägen diese Filme fern von melodramatischer Sensationslust. Worum es in Thomas Arslans Ferien geht, ist kurz gesagt: Eine Berliner Familie kommt für den Sommerurlaub im Landhaus der Eltern zusammen. Überraschendes tritt zutage, alte Gereiztheiten treffen auf neue Anlässe, Lebenswege werden sich trennen und andere hoffnungsfroh zusammenbleiben.
Der Titel ruft sofort Assoziationen an erfüllte sonnige Wochen kindlicher Unbeschwertheit hervor. In Thomas Arslans Film wird man darauf allerdings lange warten, einzig einige Kinder im Vorschulalter dürfen diese paradiesischen Momente genießen. Die Erwachsenen schleppen ihr Bündel an Problemen aus der hektischen Stadt mit aufs ruhige Land. Hier herrscht die notwendige Zeit, um all das Unausgeprochene, Erlebte in Worte zu formen. Doch keine Angst, in dem Film von fällt kein einziger überflüssiger Satz. Alles Gesagte ist wohl dosiert.
Zur Geschichte: In einem Haus fern von der Großstadthektik auf dem Land lebt Anna (Angela Winkler) mit ihrem zweiten Mann Robert (Wigand Witting) und dem gemeinsamen Sohn Max (Amir Hadzic). Nach dieser Idylle sehnt sich Annas in Berlin lebende Tochter Laura (Karoline Eichhorn), die aus ihrer ersten Ehe stammt. Laura besucht ihre Mutter zusammen mit ihrem Freund Paul (Uwe Bohm) und ihren zwei Kindern. Doch das ersehnte nette Zusammensein wird schnell schwierig: Nicht nur Mutter und Tochter geraten aneinander, auch zwischen Laura und ihrem Freund Paul wird es kompliziert, da sie ihn wegen einer Affäre verlassen will. Anna hingegen trauert noch immer ihrem ersten Mann nach, der sie mit ihren beiden Töchtern sitzen ließ. Zu der ohnehin schon angespannten Situation kommt Annas schwerkranke Mutter (Gudrun Ritter) hinzu und Lauras Schwester Sophie (Anja Schneider), die privat als Single und auch an ihrer gescheiterten Karriere zu knappern hat. Auch der pubertierende Max, Annas Sohn aus zweiter Ehe, hat mit den ersten Wehen einer Liebe zu kämpfen. Das sind einfach zu viele Konfliktbeladene Personen auf zu engem Raum.
Dieser Film ist ein Kammerspiel im Freien. Er lässt der Natur den großen Auftritt, gibt ihr das erste und das letzte Bild und macht sie gleichzeitig zur hochsommerlich flirrenden Bühne seiner Erzählung. Der Zuschauer spürt förmlich die Wärme, die über den Wiesen liegt, gelegentlich einen Insektenflügelschlag.
Die Kamera verzichtet fast auf jegliche Form der Bewegung. Sie wird in einiger Entfernung aufgestellt, Arslan beschreibt den Abstand als „interessierte Distanz.“ Nicht zu nah, nicht zu fern, so dass der Zuschauer alles mitbekommt, aber nie durch Großaufnahmen grob auf etwas gestoßen wird. Das führt dazu, dass die Darsteller bisweilen aus dem Bild laufen, den Rahmen verlassen. Dies gehört zur Inszenierung, die dann an ihre Grenzen stößt, wenn sie etwa einen Gefühlsausbruch zeigen will.
Seine Stärke bezieht der Film nicht zuletzt aus der Besetzung. Mit Angela Winkler verbrachte ein Altstar des deutschen Kinos die „ Ferien“ mit Arslan. Bekannt aus Volker Schlöndorffs Literaturverfilmungen „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1975) und „Die Blechtrommel“ (1979).
Fazit: „ Ferien“ ist mehr als nur ein weiterer Film über die in Melancholie erstarrende Mittelschicht. Jede Einstellung ist als das Produkt einer ästhetischen Reflektion auf hohem Niveau erkennbar, wie sie im deutschen Kino nach wie vor einzigartig ist. Sehenswerte „ Ferien“ vom Mainstream eben.
Die technische Seite des Films auf DVD ist zufrieden stellend. Ein schönes und natürliches 16:9 Bild, welches mit seinen natürlichen Farben dem Zuschauer ein echtes sommerliches Gefühl vermittelt. Hier spürt man förmlich die Wärme auf der Haut. Der Ton (Dolby Digital 2.0 & 5.1) ist gut verständlich und lässt auch Nebengeräusche, wie das zirpen einer Grille, an das Ohr des Zuschauers gelangen. An Bonusmaterial enthält die DVD den Kurzfilm „Am Rand“ (24 Minuten), die Berlinale-Pressekonferenz (35 Minuten) sowie den Trailer.
(Bernd Hellweg)
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Weitere Filminfos zu Ferien:
Originaltitel: Ferien
Land / Jahr: Deutschland / Schweiz 2007
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Ferien:
Kinotrailer, Trailer von anderen Filmen, Biographien Crew, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Kurzfilm Am Rand von Thomas Arslan (20 min.), Fotoshow
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