Die Gustloff
Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Gustloff:
Darsteller:
Kai Wiesinger Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Gustloff:
Gotenhafen, 1945. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht vor der heranrückenden Roten Armee in der Hafenstadt gestrandet. Der junge zivile Fahrkapitän Hellmut Kehding (Kai Wiesinger) erhält den Auftrag mit der "Wilhelm Gustloff" etwa 1.500 Wehrmachtsangehörige und soviele Flüchtlinge wie möglich nach Kiel zu bringen. Unter den Flüchtlingen sind Lilli Simoneit (Dana Vávrová), ihr 16-jähriger Sohn Kalli (Willi Gerk) und die hochschwangere Marianne (Anja Knauer). Sie hoffen wie Tausende andere auch, mit der Gustloff in Sicherheit zu gelangen. In Gotenhafen trifft Hellmuth Kehding auch seine große Liebe Erika Galetschky (Valerie Niehaus) in Gotenhafen wieder. Sie arbeitet als Marinehelferin unter dem strengen Regiment von Berta Burkat (Ulrike Kriener) in der Flüchtlingsaufnahme. Hellmuth setzt nun alles daran, auch sie aufs Schiff zu bringen. Doch Hellmuth Kehding ist nicht der einzige, der auf der "Wilhelm Gustloff" etwas zu sagen hat. Schnell gerät er mit dem militärischen Transportleiter, Korvettenkapitän Petri (Karl Markovic), aneinander. Petri drängt auf ein vorzeitiges Auslaufen, um seine U-Boot-Männer schnellstmöglich zum Fronteinsatz nach Kiel zu bringen. Ohne ausreichenden Geleitschutz muss die Gustloff ins Ungewisse fahren. Noch beim Ablegen am Mittag des 30. Januar gelangt ein abgefangener, dubios verschlüsselter Funkspruch an Bord. Die Schiffsführung fürchtet einen Anschlag und lässt alle Decks nach Sprengsätzen und möglichen Saboteuren durchsuchen. Als dann eine zweifelhafte Kollisionswarnung auf der Kommandobrücke eingeht, kommt es endgültig zum Eklat: Gegen Hellmuts Willen lässt Korvettenkapitän Petri die Positionslichter setzen. Hellmut scheitert an der Anmaßung seiner Kollegen - drei Kapitäne sind zwei zu viel. Als ihm das Kommando entzogen wird, versucht er noch die Herkunft des Funkspruches zu klären und die unter Druck geratene Erika zu schützen, doch da sind die Positionslichter schon von einem russischen U-Boot entdeckt worden und die nächtliche Katastrophe in der eisigen Ostsee ist nicht mehr aufzuhalten… Das Bild weist nur eine akzeptable Schärfe auf. Der Kontrast wurde, ebenso wie die Farben, nachbearbeitet, so dass Details in dunklen Szenen verschluckt werden. Die Farben werden von kühlen Blautönen dominiert, speziell bei Außenaufnahmen, während innen noch Erdtöne dazu kommen. Das Bild ist zwar frei von Defekten, aber durch Rauschmuster auf homogenen Hintergrundflächen entstehen augenfällige Problemzonen. Der Ton dieser TV-Produktion liegt in DD 5.1 vor. Leider bleibt die Tonspur unter ihren Möglichkeiten, denn sie entpuppt sich als weitgehend frontlastig. Die Dialoge werden fehlerfrei wiedergegeben und passen sich auch angenehm in das restliche Geschehen ein. Die Surround-Abmischung ist dagegen äußerst mau ausgefallen. Mit Ausnahme weniger Szenen, wirkt die Abmischung eher nach besserem Stereo, da die hinteren Boxen nur sehr wenig zur Atmosphäre beitragen. Es gibt für den Hauptfilm leider keinerlei Untertitel. Auf der ersten Disc findet man zusätzlich zum Hauptfilm noch ein „Making of“ (ca. 13 min), das einige Aspekte der Entstehung des Filmes schildert, aufgrund der sehr kurzen Laufzeit aber notgedrungen oberflächlich bleiben muss. Auf Disc 2 findet sich eine ZDF-Doku aus der Werkstatt des Guido Knopp: „Die große Flucht - Der Untergang der Gustloff“ (ca. 44 min). Diese schon ältere Doku von 2001 verbindet im gewohnten Knopp-Stil Interviews und Filmausschnitte aus dem alten Film NACHT ÜBER GOTENHAFEN (BRD, 1959), der ebenfalls das Schicksal der „Gustloff“ verarbeitete. Untertitel für Hörgeschädigte sind für die Doku vorhanden. DIE GUSTLOFF (BRD, 2008) schildert die Versenkung des gleichnamigen Passagierschiffes, welche als die größte Schiffskatastrophe aller Zeiten in die Geschichte einging. Das Schiff, welches in der Nacht auf den 31. Januar 1945 in der eiskalten Ostsee durch ein russisches U-Boot torpediert und versenkt wurde, riss fast 10.000 Menschen mit in den Tod. Die Geschehnisse wurden schon einmal als NACHT ÜBER GOTENHAFEN verfilmt. Nun versuchte sich das ZDF an einer TV-Version der „deutschen Titanic“ und produzierte dieses Kriegsschicksal als teures „Eventmovie“ mit einem Budget von über 10 Millionen Euro. Mit der Regie dieses Prestigeobjektes wurde ausgerechnet Joseph Vilsmaier (STALINGRAD, MARLENE) betraut, der sich bislang als schauerlicher Oliver Stone für Arme präsentierte und die deutsche Geschichte schon mehrfach filmisch in den Sand setzte (weich abgefedert durch die deutsche Filmförderung, denn allein MARLENE versenkte gekonnt 18 Millionen an Steuergeldern). Vilsmaier ist auch berühmt-berüchtigt dafür, dass er gerne mal die ganze Familie in seinen Filmen unterbringt. So findet sich naturgemäß auch in diesem Werk seine Frau und Schauspielerin Dana Vavrova wieder. Und wie früher scheut er sich auch nicht davor, historische Details der Geschichte schon mal großzügig auszulegen. Die Kameraarbeit, die Ausstattung und die Spezialeffekte sind für Fernsehniveau durchaus ansehnlich, aber das technische Handwerk steht damit viel besser da als die kreativen Elemente drum herum. Das Drehbuch ist, wie man es mittlerweile von diesen sogenannten „Eventmovies“ kennt, drittklassig. Die Geschichte und die Charaktere sind erschreckend eindimensional und schablonenhaft gezeichnet. Gutmenschenphantasien mischen sich mit Abziehbild-Nazis und verbinden sich zu grauenhaften Klischeefiguren. Die an sich dünne Handlung, mal wieder eine schrecklich platte Liebesgeschichte, wird gnadenlos aufgebauscht und mit unsinnigen Nebenhandlungen, die absolut banal und störend sind, gestreckt. Der zweiteilige Film geriet so viel zu lang (ca. 180 min) und hängt deshalb zwischendrin immer mal wieder durch. Echter Tiefgang wird nur vorgetäuscht, stattdessen hagelt es oberflächliche Peinlichkeiten. Statt gutem Drama gibt es kitschiges und unerträgliches Melodrama der schlimmsten Sorte. Dazu gehören auch die dummen Dialoge, bei denen man sich den Stummfilm zurückwünscht. Von Anspruch also keine Spur, denn das Werk ist nichts als ein kitschiges Flüchtlingsdrama, das schlichte Unterhaltung darstellt. Ein „Traumschiff“, bloß mit Nazi-Uniformen und Leichen. DIE GUSTLOFF wollte vieles sein, ist aber nur ein weiterer gebührenfinanzierter Füllstoff des unterbelichteten Abendprogramms des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die Gustloff, DVD:
Alle Film-Daten als PDF
Diese Seite mit allen Filminfos ausdrucken
Weitere Filminfos zu Die Gustloff: Originaltitel: Die Gustloff Land / Jahr: Deutschland 2007 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Die Gustloff:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Extra DVD mit Dokumentation Guido Knopp - Der Untergang der Gustloff (ca. 45 Minuten)
Kommentare zu Die Gustloff:
DigitalVD-Extras zu dieser DVD Die Gustloff:
Ist Ihnen ein Fehler zu dieser DVD aufgefallen? ... Fehlermeldung absenden!
Bei der Vorstellung des Titels Die Gustloff handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films! |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Weitere Filme von Joseph Vilsmaier:
Comedian Harmonists
Marlene
Schlafes Bruder
Stalingrad
Und keiner weint mir nach
Leo und Claire
Stalingrad – Special Edition
Marlene
Schlafes Bruder
Stalingrad
Und keiner weint mir nach
Leo und Claire
Stalingrad – Special Edition
Weitere Titel im Genre Drama:
Die GustloffDarsteller: Kai Wiesinger u.a. Regie: Joseph Vilsmaier |
MarleneDarsteller: Katja Flint u.a. Regie: Joseph Vilsmaier |
Der blaue EngelDarsteller: Emil Jannings u.a. Regie: Josef von Sternberg |
Der blaue EngelDarsteller: Emil Jannings u.a. Regie: Josef von Sternberg |
The Music Never StoppedDarsteller: J.K. Simmons u.a. Regie: Jim Kohlberg |
The Music Never StoppedDarsteller: J.K. Simmons u.a. Regie: Jim Kohlberg |
Touching Home - So spielt das LebenDarsteller: Ed Harris u.a. Regie: Logan Miller, Noah Miller |
Touching Home - So spielt das LebenDarsteller: Ed Harris u.a. Regie: Logan Miller, Noah Miller |
Weitere Filme vom Anbieter Universum Film:
Marlene
Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin
Der blaue Engel - Blu-ray
Der blaue Engel
The Music Never Stopped - Blu-ray
The Music Never Stopped
The Inbetweeners - Unsere jungfräulichen Jahre - Staffel 1
Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin
Der blaue Engel - Blu-ray
Der blaue Engel
The Music Never Stopped - Blu-ray
The Music Never Stopped
The Inbetweeners - Unsere jungfräulichen Jahre - Staffel 1
Weitere Filme vom Label UFA home entertainment:
CSI - Crime Scene Investigation Season 11 - Box 2
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 7
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 6
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 5
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 4
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 3
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 2
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 7
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 6
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 5
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 4
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 3
Der Doktor und das liebe Vieh - Staffel 2
Weitere Informationen zu Die Gustloff DVD
Sie befinden sich in dem Genre Drama und haben die DVD zu Die Gustloff aufgerufen. Weitere Ergebnisse oder ähnliche Titel erhalten Sie über unsere Suchfunktion. Weitere Ergebnisse zu Die Gustloff erhalten Sie über das Suchformular oben links.
DigitalVD-Tags: Die Gustloff, Die Gustloff kaufen, Die Gustloff bestellen, Die Gustloff ausleihen.











