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Trailer zum Film
TECHNISCHE DATEN
zu Sicko

RC 2 FSK Freigabe ab 12 Jahren
DVD-Typ: 1 x DVD-9
Medium: DVD
Genre: Dokumentation
Bildformat:
16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 5.1,Englisch: Dolby Digital 5.1
Verpackung: Amaray Case
Untertitel:
Deutsch
Anbieter:
Universum Film
EAN-Code:
0886971666397 / 0886971666397
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Dokumentation > DVD > Sicko

Sicko

Titel:

Sicko

Label:

Senator Home Entertainment

Regie:

Michael Moore

Laufzeit:
116 Minuten
Genre:
Dokumentation
FSK:
ab 12 Jahren
Erscheinung:
28.04.2008 (Verleih: 26.03.2008)

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Stand der Preise: 12.02.2012 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Sicko: Die Gustloff Dilemma - Im Großstadtdschungel von L.A.


Nach Abrechnungen mit Waffenwahn und Bush-Regierung nimmt sich Michael Moore in seinem neuen Film Sicko das amerikanische Gesundheitswesen vor. Diagnose: Lebensgefährlich. Um herauszufinden, wie viel unsere Gesundheit wert ist, empfiehlt uns Michael Moore das Experiment eines erschreckend realen Albtraums: Wir müssen einfach nur krank werden. SICKO ist ein beklemmender Trip in eine Welt, wo Krankenhäuser nicht zahlungsfähige Patienten auf die Straße setzen, wo sich Menschen für Arztrechnungen heillos verschulden und profitorientierte Versicherungen lebensrettende Operationen verweigern. Die Dokumentation rüttelt aber nicht nur mit bewegenden Schicksalen auf, sondern überzeugt auch durch den Michael Moore-typischen sarkastischen Witz. Sicko stammt aus dem Hause Universum Film.

Sicko Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Sicko:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Sicko:
Berühmt und berüchtigt wurde Moore nicht durch seine Themen, sondern durch seine Methoden. In Fahrenheit 911 hielt er die Kamera auf einen schwer verwundeten GI, der gerade aus dem Irak zurückkam. In Roger and Me , seinem kommerziellen Durchbruch, verfolgte er den General-Motors-Chairman Roger Smith, der die GM-Fabriken in Flint, Michigan, dichtmachen wollte, mit der Kamera, um vergeblich ein Interview zu erzwingen. In Bowling for Columbine, das von der Schulschießerei in dem gleichnamigen Ort bei Denver handelt, nötigte er Charlton Heston, den Vorsitzenden der National Rifle Organisation, zu einem Gespräch und konfrontierte ihn mit dem Foto eines Opfers. In den USA leben 45 Millionen Einwohner ohne Krankenversicherung. Und wenn man versichert ist, kann man dennoch nicht auf finanzielle Unterstützung bauen. Das Gesundheitssystem funktioniert nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung der Krankenkassen – da fällt für die Kranken eben nur ein kleiner Teil ab. Hillary Clintons Bemühungen um ein umfassendes Versorgungssystem scheiterten, Gesundung ist vorerst nicht in Sicht.

Sicko ist ein bedrückender Trip in den Gesundheits-Hades, in der Krankenhäuser nicht zahlungsfähige Patienten auf die Straße feuern, in der sich Menschen für Arztrechnungen heillos verschulden und Versicherungen lebensrettende Operationen verweigern. Die Dokumentation rüttelt aber nicht nur mit bewegenden Schicksalen auf, sondern überzeugt auch durch den Michael Moore-typischen zynischen Aberwitz. Kennt man Michael Moores Dokumentationen, und weiß sie richtig einzuschätzen, dann wird der Zuseher nach SICKO zufrieden das Kino verlassen. Denn auch dieser Film ist im typischen Moore Strickmuster gehalten. Michael zeigt die Thematik von seiner Betrachtung aus und verzichtet komplett auf eine Gegendarstellung. Aber allein die Fakten, die er rund um die Krankenversorgung aufzeigt, stellen das Land USA in ein düsteres Licht. 50 Millionen Personen, meist von der Unter bis zur Mittelschicht sind davon betroffen. Jene Amerikaner erstarren vor Angst einmal ernsthaft leidend zu werden. Das könnte für den Erkrankten auch den Tod bedeuten, denn in ein Spital aufgenommen zu werden, ist ohne Versicherung in diesem Land scheinbar unmöglich. Ein Unfall könnte für den Leidtragenden bis an sein Lebensende verfolgen. Michael stellt auf amüsanter aber doch seriöse Weise andere Länder zum Vergleich bereit. Kanada, England, Frankreich und letztendlich Cuba werden von dem Dokumentarfilmer bereist. Während er gerade seine neue Dokumentation "Sicko" fertigstellt, entlarven zwei Kollegen Michael Moore in ihrem Film als egomanischen Lügner. "Manufacturing Dissent", die Demontage des Michael Moore von zwei unbekannten Dokumentarfilmern.. (Jean Lüdeke)


Dokumentar-Polemiker Michael Moore hat wieder zugeschlagen und sich dieses Mal mit dem Gesundheitssystem in den Vereinigten Staaten auseinandergesetzt. Egal ob mit oder ohne Krankenversicherungen stehen die Patienten hier in vielen Fällen am Ende als die Dummen da, denn Profit geht vor Heilung. Kaum ein anderer Dokumentarfilmer hat in den vergangenen Jahren seinem Genre zu solch einer enormen Popularität verholfen und ist gleichzeitig so kontrovers diskutiert worden wie Michael Moore. In seinen erfolgreichsten Filmen Bowling for Columbine und Fahrenheit 9/11 hat er kaum mehr ein gutes Haar an seinem Heimatland gelassen und insbesondere die republikanischen Regierungen scharf angegriffen. Der gewiefte Filmemacher weiß schon im Vorfeld, wie sein nächstes dokumentarisches Werk aussehen wird und filmt und schneidet in Folge alles so zusammen, dass es seine Ausgangsthese belegt und als Großangriff auf die ausgewählte Zielscheibe funktioniert. Das kann man Michael Moore denn auch zu Recht vorwerfen: Beim Filmen trägt er Scheuklappen, konzentriert sich auf die Negativbeispiele, die seine Attacken untermauern und klammert die Nachteile der von ihm favorisierten Gegenentwürfe aus. Aber bei noch kaum einem seiner bisherigen Filme ist auch so deutlich geworden, für wen er sein Werk primär konzipiert hat.

Es sind nämlich einzig und allein seine amerikanischen Mitbürger, die er mit Sicko aufrütteln will, denen er bewusst vor Augen führt, was am US-Gesundheitswesen nicht stimmt und was im Ausland hingegen besser gemacht wird. Deswegen ist sein Staunen über Fakten, die wir hierzulande als Selbstverständlichkeit hinnehmen, bisweilen etwas zu ausgedehnt und überdeutlich, wenn im Gegenzug Systeme und Gegebenheiten als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, mit denen man so außerhalb der Vereinigten Staaten nicht vertraut ist. Kann man sich mit der Zielgerichtetheit seiner Polemik und der überdeutlichen Adressierung an ein US-Publikum anfreunden, bietet auch diese neuerliche Nestbeschmutzung einem europäischen Zuschauer interessante Einblicke und nicht zuletzt humorvolle Unterhaltung. Denn kaum ein anderer Dokumentarfilmer versteht es so versiert wie Michael Moore, „found footage“ und Popsongs aus der privaten Plattensammlung dermaßen witzig und pointiert einzusetzen und damit seine Thesen peppig und treffsicher zu unterstreichen. (Frank Brenner)


Nach Abrechnungen mit Waffenwahn und Bush-Regierung nimmt sich Michael Moore in seinem neuen Film "Sicko" das amerikanische Gesundheitswesen vor. Diagnose: Lebensgefährlich.

Um herauszufinden, wie viel unsere Gesundheit wert ist, empfiehlt uns Michael Moore das Experiment eines erschreckend realen Albtraums: Wir müssen einfach nur krank werden. SICKO ist ein beklemmender Trip in eine Welt, wo Krankenhäuser nicht zahlungsfähige Patienten auf die Straße setzen, wo sich Menschen für Arztrechnungen heillos verschulden und profitorientierte Versicherungen lebensrettende Operationen verweigern. Die Dokumentation rüttelt aber nicht nur mit bewegenden Schicksalen auf, sondern überzeugt auch durch den Michael Moore-typischen sarkastischen Witz. Der anamorphe 1,78:1-Transfer beinhaltet viel Archivmaterial, welches die Bildqualität beeinflusst. Die speziell für SICKO gedrehten Szenen machen einen etwas soften, für eine Dokumentation aber immer noch guten Eindruck. Die Detailzeichnung kann als solide bezeichnet werden, während Kanten stets klar abgebildet werden. Rauschen ist lediglich mild zu erkennen und die Kompression leistet sich nur selten grobe Patzer. Bewegungen tendieren aber doch zu deutlichem Nachziehen. Mit der Aufnahme- und Lichtqualität steht und fällt auch die Farbwiedergabe, welche meist aber sehr natürliche Töne wiedergeben kann. Nur selten wirkt der Kontrast zu steil und die Optik zu hell und ausgewaschen. Das bereits erwähnte Archivmaterial hat eine äußerst unterschiedliche Qualität: Vom verpixelten Internetstream bis zum sauberen Nachrichtenausschnitt ist alles dabei. Schmutz oder Defekte sind abgesehen von ein paar eingespielten Clips nicht in auffälligem Maß vorhanden. In Sachen Sound werden für eine Dokumentation völlig ausreichende Tonspuren in Dolby Digital 5.1 geboten. Während das Original von Michael Moore selbst kommentiert wird, hat man für die deutsche Fassung einen Synchronsprecher herangezogen, der versucht Moores Sprechstil zu imitieren, dabei mitunter aber zu gestelzt wirkt. Aus den Surroundlautsprechern kommt hauptsächlich Musikuntermalung, während sich die Front klar und satt im Raum ausbreitet. Naturgemäß gibt es bei einer Dokumentation nicht allzu auffällige Bassaktivitäten zu vermelden. Die Stimmen schallen im Original natürlicher aus dem Center, während der deutsche Sprecher etwas steriler wirkt. Deutsche Untertitel für SICKO sind in zwei Varianten auswählbar: Einerseits für die Sätze in Englisch belassenen Passagen der deutschen Fassung, andererseits für den gesamten Originalton. An Bord des Doppeldeckers befindet sich zudem umfangreiches Bonusmaterial, welches auf eine zweite Disk ausgelagert wurde.

Da wäre zuerst der Trailer zu nennen, gefolgt von einer Reihe entfallener Sequenzen. „Raising Money to Fight Cancer“ etwa zeigt Menschen sowie eine Frau im speziellen, welche Wohltätigkeitsveranstaltungen organisieren, um ihre Arztrechnungen bezahlen zu können. In „H.R. 676 - Sicko Goes to Washington“ engagiert sich Michael Moore für die universelle Gesundheitsversorgung in Form einer Gesetzesinitiative. Der nächste Beitrag „Is Norway Utopia?“ zeigt, wie Moore das gesündeste Land der Welt – Norwegen – besucht. Der Grund, warum dieser Clip nicht im Film zu finden ist, scheint der zu sein, dass der Inhalt sich eher um den liberalen norwegischen Strafvollzug als um das Gesundheitswesen dreht. Anschließend interviewt er in „General Electric in France“ eine Mitarbeiterin des US-Konzerns General Electric in Frankreich und stellt entsetzt fest, dass GE dort eine volle Gesundheitsversorgung liefert, im Gegensatz zu den USA. Dass der Grund dafür die französische Gesetzgebung und nicht die Motivation des Konzerns darstellt, versucht die Dame zwar zu erklären, geht jedoch im Verlauf der Diskussion etwas unter. „Religious Freedom“ befasst sich mit der Religionsfreiheit auf Kuba und den Vorurteilen der Amerikaner gegenüber der kommunistischen Insel, hat jedoch ebenfalls nichts mit dem Gesundheitswesen zu tun und fiel wohl deshalb der Schere zum Opfer. Anschließend trifft Moore „Father Mike“, einen Pfarrer, der ein völlig verarmtes Dorf betreut sowie die gesundheitlichen Zustände dort schildert und zeigt. Zum Schluss darf man noch der Sicko Los Angeles Premiere beiwohnen, in welcher Moore den Film in einem der ärmeren Stadtviertel Open Air zeigt. Die Kamera fängt dabei die erschütternden Reaktionen der Zuschauer ein. Auf der nächsten Bildschirmseite folgen fünf Interviews mit Regisseur Michael Moore sowie vier Protagonisten aus SICKO. Das Musikvideo zum Song „Alone Without You“ zeigt Szenen aus dem Film und stammt von The Nightwatchman alias Tom Morello, den eine Rohschnittfassung von SICKO zu diesem Lied inspirierte. Das Gewissen der amerikanischen Gesellschaft schlägt wieder zu. Michael Moore prangert nach der Profitgier der US-Industrie in ROGER & ME, der US-Waffenpolitik in BOWLING FOR COLUMBINE und der Bush-Regierung in FAHRENHEIT 9/11 in seinem neuesten Werk SICKO eine weitere Perversität des amerikanischen Systems an – das Gesundheitswesen. Im Gegensatz zu uns Europäern ist dieses in den USA nicht in staatlicher Hand, sondern profitorientierten Versicherungskonzernen unterworfen. Wie man in SICKO erschreckenderweise feststellen muss, betreiben diese Konzerne überspitzt formuliert aktive Sterbehilfe, indem sie den Kranken lebensnotwenige Operationen verweigern und dies oftmals mit den unglaublichsten Begründungen. Da reicht schon ein winziger Makel in der Krankenakte und die Unterstützung wird verwehrt oder gar vollständig gekündigt. Noch schlimmer ergeht es denen, die sich eine teure Krankenversicherung gar nicht leisten können. Sie bleiben auf horrenden Arztrechnungen sitzen, verschulden sich bis an ihr Lebensende oder können die Behandlung erst gar nicht bezahlen und werden vom Krankenhauspersonal vor die Tür gesetzt. Als in Europa aufgewachsener Mensch mit garantierter medizinischer Grundversorgung vermag man kaum zu fassen, dass solche Zustände im reichsten Land der Welt möglich sind.

Wo wir schon bei Europa sind: Diesen Vergleich lässt Michael Moore natürlich ebenfalls nicht aus. Die staatlichen Gesundheitssysteme Englands und Frankreichs werden zum Vergleich mit den USA herangezogen. Moore gaukelt hier dem Zuschauer allerdings etwas zu polemisch vor, dass in diesen Ländern paradiesische Zustände herrschen und jeder Bürger zu jedem Zeitpunkt voll versorgt ist. Dass wir Europäer dafür eine erhebliche Steuerbelastung tragen müssen, wird nur nebenbei in einem Nebensatz erwähnt. Am Ende des Films treibt es Moore dann auf die Spitze und fährt mit einigen betroffenen Personen zum Kriegsgefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba, auf welchem die Gefangenen nach Aussage der US-Regierung eine umfassende Gesundheitsversorgung genießen – im Gegensatz zum amerikanischen Bürger. Als ob das noch nicht alles wäre, zieht er mit seiner Gruppe auch noch durch Havanna und lässt die Kranken vom kubanischen Gesundheitssystem kostenlos behandeln – eine Provokation sondergleichen. Wer sich also nicht an Moores typisch zynischer Schwarz-Weiß-Malerei stört, der bekommt hier erneut eine sowohl tragische als auch komische Dokumentation geboten, welche eines der gravierendsten Probleme der USA unbarmherzig entlarvt.

Die Special Edition von Senator-Film im Vertrieb von Universum zeigt SICKO in ansprechender technischer Qualität mit interessantem Bonusmaterial. (Danny Walch)



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Weitere Filminfos zu Sicko:

Originaltitel: Sicko
Land / Jahr: USA 2007
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial zu Sicko:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Musikvideo(s), Interviews, Raising Money to Fight Cancer, H.R. 676 (Sicko Goes to Washington), Is Norway Utopia?, General Electric In France, Religious Freedom, Father Mike, Sicko Los Angeles Premiere
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