Bye Bye Berlusconi
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Die Italienerin Lucia will den dubiosen Machenschaften des seit 1994 regierenden Ministerpräsidenten nicht länger tatenlos zusehen. Sie beschließt gemeinsam mit dem Regisseur Jan einen Film zu drehen, in dem der umstrittene Staatsmann entführt und seine zweifelhaften Methoden in einem Prozess offen gelegt werden sollen. Schnell schaltet sich jedoch der Rechtsberater ein und warnt, dass Filme über real existierende Personen nichts als juristischen Ärger bringen. Kurzerhand wird das Projekt zur Satire umgeschrieben, in dem ein schwerreicher Besitzer gigantischer Melonenplantagen namens Micky Laus von einer Gangsterbande gekidnappt wird. Doch damit fangen die Probleme erst an ...
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Inhaltsangabe zu Bye Bye Berlusconi: 
Die Italienerin Lucia will den dubiosen Machenschaften des seit 1994 regierenden Ministerpräsidenten nicht länger tatenlos zusehen. Sie beschließt gemeinsam mit dem Regisseur Jan einen Film zu drehen, in dem der umstrittene Staatsmann entführt und seine zweifelhaften Methoden in einem Prozess offen gelegt werden sollen. Schnell schaltet sich jedoch der Rechtsberater ein und warnt, dass Filme über real existierende Personen nichts als juristischen Ärger bringen. Kurzerhand wird das Projekt zur Satire umgeschrieben, in dem ein schwerreicher Besitzer gigantischer Melonenplantagen namens Micky Laus von einer Gangsterbande gekidnappt wird. Doch damit fangen die Probleme erst an ...
Bye Bye Berlusconi stammt aus dem Hause Kinowelt Home Entertainment.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Bye Bye Berlusconi:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Bye Bye Berlusconi:
0Jean Lüdeke2009-01-28Silvio Berlusconi wird entführt und soll bestraftwerden. Die direkte Benennung des „Angeklagten“ droht die Realisierung des Projekts zu verhindern, und so wird das filmische Alter ego des Ministerpräsidenten kurzerhand in „Mickey Louse“ umbenannt und die gesamte Handlung nach Entenhausen verlegt, um die Story eindeutig als Satire zu kennzeichnen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen wurden der Gruppe weitere Steine in den Weg gelegt, die eine Fertigstellung des Films unwahrscheinlich gestalteten…
Bye Bye Berlusconi jongliert mit verschiedenen Erzählebenen, indem die Spielfilmhandlung einer Entführung kontinuierlich mit Szenen der realen Dreharbeiten verbrämt wird. Regisseur Stahlberg suggeriert mit hektischer Handkamera und Interview-Ausschnitten Authentizität und überhöht die Situationen ins Groteske. Ein wirklich witziger Seitenhieb auf Berlusconis Medienimperium sind die Szenen, in denen "Melonen-TV" mit leicht bekleideten Frauen und dümmlicher Berichterstattung auf Sendung geht. Häufig jedoch rutscht Stahlbergs zweiter Spielfilm in reinen Klamauk ab und erschwert damit gerade die ernsthaftere Auseinandersetzung mit dem Phänomen Berlusconi. Zudem mixen sich Fiktion und Realität, bis man letztlich kaum noch zwischen beiden entscheiden kann. Das ist als formales Experiment und Meta-Diskurs über das Medium, jedoch schwierig für den Zuschauer, dieses vexirspiel schnell zu begreifen.
Der italienische Politiker stellte an der Spitze einer rechtskonservativen Koalition, zu der auch die Nachfolgepartei der Neofaschisten zählt, von 2001 bis 2006 den italienischen Regierungschef. Davor machte er eine glänzende Karriere in der Wirtschaft, bei der er den größten, nicht an der Börse notierten Konzern Italiens aufbaute - mit Hilfe mehrerer Korruptionsmaßnahmen gegenüber Behörden und Richtern, für die er aufgrund seines politischen Feldzugs gegen die italienische Justiz und günstiger Verjährungsfristen nicht mehr belangt werden konnte. Silvio Berlusconi ist Mehrheitsaktionär bei zwei der wichtigsten Verlagshäuser Italiens, Mondadori und Einaudi, außerdem bei mehreren kleinen (Elemond, Sperling&Kupfer, Grijalbo, Le Monnier, Pianeta scuola, Edizioni Frassinelli, Electa Napoli, Riccardo Ricciardi editore, editrice Poseidona).
Berlusconi kontrolliert zudem die Kinokette Medusa Cinema; inzwischen nicht mehr beteiligt ist er am Videoverleih Blockbuster Italia. Er scheint wieder ganz der Alte. Einer Geringverdienerin empfahl er seinen Sohn als Ehemann, Staatsanwälte will er künftig zum Idiotentest schicken, das gegnerische Programm riss er in tausend Fetzen. Der 71-Jährige versprach, es werde diesmal alles anders. Die Mehrheit der Italiener, zermürbt von der zerstrittenen Regierung Prodi, glaubt ihm offenbar und ist bereit, Berlusconi nunmehr eine dritte Chance zu geben…
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Silvio Berlusconi wird entführt und soll bestraftwerden. Die direkte Benennung des „Angeklagten“ droht die Realisierung des Projekts zu verhindern, und so wird das filmische Alter ego des Ministerpräsidenten kurzerhand in „Mickey Louse“ umbenannt und die gesamte Handlung nach Entenhausen verlegt, um die Story eindeutig als Satire zu kennzeichnen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen wurden der Gruppe weitere Steine in den Weg gelegt, die eine Fertigstellung des Films unwahrscheinlich gestalteten…
Bye Bye Berlusconi jongliert mit verschiedenen Erzählebenen, indem die Spielfilmhandlung einer Entführung kontinuierlich mit Szenen der realen Dreharbeiten verbrämt wird. Regisseur Stahlberg suggeriert mit hektischer Handkamera und Interview-Ausschnitten Authentizität und überhöht die Situationen ins Groteske. Ein wirklich witziger Seitenhieb auf Berlusconis Medienimperium sind die Szenen, in denen "Melonen-TV" mit leicht bekleideten Frauen und dümmlicher Berichterstattung auf Sendung geht. Häufig jedoch rutscht Stahlbergs zweiter Spielfilm in reinen Klamauk ab und erschwert damit gerade die ernsthaftere Auseinandersetzung mit dem Phänomen Berlusconi. Zudem mixen sich Fiktion und Realität, bis man letztlich kaum noch zwischen beiden entscheiden kann. Das ist als formales Experiment und Meta-Diskurs über das Medium, jedoch schwierig für den Zuschauer, dieses vexirspiel schnell zu begreifen.
Der italienische Politiker stellte an der Spitze einer rechtskonservativen Koalition, zu der auch die Nachfolgepartei der Neofaschisten zählt, von 2001 bis 2006 den italienischen Regierungschef. Davor machte er eine glänzende Karriere in der Wirtschaft, bei der er den größten, nicht an der Börse notierten Konzern Italiens aufbaute - mit Hilfe mehrerer Korruptionsmaßnahmen gegenüber Behörden und Richtern, für die er aufgrund seines politischen Feldzugs gegen die italienische Justiz und günstiger Verjährungsfristen nicht mehr belangt werden konnte. Silvio Berlusconi ist Mehrheitsaktionär bei zwei der wichtigsten Verlagshäuser Italiens, Mondadori und Einaudi, außerdem bei mehreren kleinen (Elemond, Sperling&Kupfer, Grijalbo, Le Monnier, Pianeta scuola, Edizioni Frassinelli, Electa Napoli, Riccardo Ricciardi editore, editrice Poseidona).
Berlusconi kontrolliert zudem die Kinokette Medusa Cinema; inzwischen nicht mehr beteiligt ist er am Videoverleih Blockbuster Italia. Er scheint wieder ganz der Alte. Einer Geringverdienerin empfahl er seinen Sohn als Ehemann, Staatsanwälte will er künftig zum Idiotentest schicken, das gegnerische Programm riss er in tausend Fetzen. Der 71-Jährige versprach, es werde diesmal alles anders. Die Mehrheit der Italiener, zermürbt von der zerstrittenen Regierung Prodi, glaubt ihm offenbar und ist bereit, Berlusconi nunmehr eine dritte Chance zu geben…
(Jean Lüdeke)
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Weitere Filminfos zu Bye Bye Berlusconi:
Originaltitel: Bye Bye Berlusconi
Land / Jahr: Deutschland 2005
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Bye Bye Berlusconi:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Grußwort des „Ministerpräsidenten“, Ein Doppelgänger auf der Berlinale, Fotogalerie
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