Die Hexe des Grafen Dracula
Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Hexe des Grafen Dracula:
Darsteller:
Boris Karloff, Christopher Lee, Mark Eden, Barbara Steele, Michael Gough, Virginia Wetherell, Rosemarie Reede, Derek Tansley, Michael Warren, Ron Pember, Denys Peek, Nicholas Head, Nita Lorraine, Carol Anne, Jenny Shaw, Vivienne Carlton, Roger Avon, Paul McNeil, Christine Pryor, Kerry Dean, Stephanie Marrion, Rosalind Royale, Millicent Scott, Vikki Richards, Tasma Bereton, Lita Scott, Terry Raven, Douglas Mitchell, Nova St. Claire, Rupert Davies, Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Hexe des Grafen Dracula:
„Die Hexe des Grafen Dracula" wurde von den britischen Tigon Studios inszeniert, die in den 60ern die dritte Geige nach Hammer und Amicus spielten, und das zu Recht! Denn die Filme dieses Studios waren zumeist wirklich von geringer Qualität. Zur Story: Nach dem Verschwinden seines Bruders Peter begibt sich Robert Manning zum Anwesen eines gewissen Morley. Der behauptet, nichts von Peter zu Wissen, lädt Robert aber ein, bei ihm zu übernachten. Von einem anderen Gast Morleys, Professor Marsh, erfährt Robert, dass einer seiner Vorfahren einer der Hauptankläger der Hexe Lavinia gewesen sein soll, die hier 1652 lebendig verbrannt wurde. Doch Robert achtet nicht auf die Warnungen Marshs, zumal er Gefallen an Morleys Nichte Eve gefunden hat. Nachts wird Robert von eigenartigen Träumen heimgesucht, in deren Mittelpunkt Lavinia steht. Allem voran erst einmal eine Bemerkung zum Titel: „Die Hexe des Grafen Dracula“ ist natürlich kompletter Quatsch! Die Hexe ist zwar da, aber ein Graf Dracula oder überhaupt ein spitzer Eckzahn kommt in diesem „Dracula“-Film nicht vor! Ganz offensichtlich wollte man mit Christopher Lees werbeträchtigen Namen Assoziationen zu Dracula wecken, was natürlich vollkommen daneben ist. Nun zum Film selbst: Was ursprünglich als Verfilmung der Kurzgeschichte „The Dreams in the Witch House“ von H. P. Lovecraft gedacht war, wurde von Produzent Tony Tenser mit Hilfe seiner beiden Autoren Haisman/Lincoln zu einem (damals) zeitgemäßen Horrorfilm aufgeblasen, der heute, 40 Jahre später, einen teils nostalgischen, teils unfreiwillig komischen Geschmack hinterlässt, und wer hier gotischen Horror a la Hammer erwartet wird bitter enttäuscht, da helfen auch nicht die in diesem Streifen besetzten Horror-Ikonen Boris Karloff, Christopher Lee und Barbara Steele („Die Stunde wenn Dracula kommt“). Die Handlung dieses Films ist haarsträubend, und dazu noch langweilig. Die Darstellerischen Leistungen sind bescheiden, und die Regie noch bescheidener. Also sollte man lieber die Finger von diesem Werk lassen. Es ist höchstens für Fans von Karloff oder Lee interessant, die ihre Sammlung mit ihren Horror-Stars vervollständigen wollen. Im Gegensatz zum Film kann sich die DVD durchaus sehen lassen. Ein recht gutes Widescreen-Bild (1,85:1 – anamorph), das zwar ein paar Verschmutzungen aufweißt, aber mit einer durchaus gelungenen Schärfe und einer angenehmen Farbgebung überzeugt. Auch der Ton (Dolby Digital 1.0) geht in Ordnung, auch wenn er einen etwas blechernen Klang hat, so ist er doch jeder Zeit gut verständlich. An Bonusmaterial gibt es hier so einige interessante Sachen zu sehen. So gibt es hier neben dem Originaltrailer, einer Bildergalerie und Trailer zu anderen DVDs noch einen alternativen Anfang, zwei Super-8-Fassungen, Radio-Spots um nur einiges zu nennen. Zudem enthält die DVD noch ein 8-seitiges Booklet. Einen amüsanten Dialog zwischen Robert Manning und Eve noch zum Abschluss, den man an dieser Stelle nicht vorenthalten sollte: Robert: „Ein wirklich interessantes, altes Haus.“ Eve: „Manchmal finde ich es unheimlich. Es erinnert mich etwas an Häusern in Horrorfilmen.“ Robert: „Ich weiß, was sie meinen. Als ob Boris Karloff jeden Moment auftauchen würde.“ (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Auf der Suche nach seinem verschollenen Bruder verschlägt es Robert Manning in den verwunschenen Ort Greymarsh, wo er in einem alten Schloss von Mr. Morley und seiner Nichte Eve empfangen wird. In den folgenden Nächten plagen ihn düstere Albträume und er wird Zeuge dekadenter Riten, die zum Gedenken an die Hexe Lavinia vollzogen werden, welche im Jahre 1652 lebendig verbrannt wurde. Mit Hilfe von Professor Marsh, einem Experten des Okkulten, findet Robert heraus, dass einer seiner Vorfahren der Inquisitor bei der Hinrichtung Lavinias war. Schlimmer noch, er muss feststellen, dass ihr rachebeseelter Geist zurückgekehrt ist. Der anamorphe 1,85:1-Transfer macht leider keinen überzeugenden Eindruck. Die Schärfe lässt durchweg zu wünschen übrig, denn meist wirkt alles etwas zu stark weichgezeichnet. Rauschen gibt es nur wenig, dafür kann man ab und zu hässliche Blockartefakte aufgrund der fehlerhaften Kompression beobachten. Leider stimmen auch die Farben überhaupt nicht. Der Film ist mit einem heftigen Rotschleier überzogen, welcher die sowieso schon nicht sonderlich natürlich, sondern eher blass wirkenden Töne noch mehr verfremdet. Der Kontrast fällt ebenfalls viel zu steil aus. Man sieht dann zwar in dunklen Szenen noch das wesentliche Geschehen, dafür versumpft alles, was dunkelgrau, dunkelbraun oder schwarz ist, in einem einzigen Brei. Der Schwarzwert an sich ist solide, aber beileibe nicht perfekt. Auch stören Bildwackler, Kratzer und Schmutz das Filmvergnügen. Im Endergebnis sind nicht mehr als 3,5 Punkte drin. Sowohl die deutsche Synchronisation als auch das englische Original liegen in Dolby Digital 2.0 (Mono) auf der Disk vor. Qualitativ hat letzteres deutlich die Nase vorn. Der deutsche Track wirkt in der Musik- und Soundkulisse deutlich kratziger und besitzt leichte Lautstärkeschwankungen. Zudem wirken die Dialoge stark aufgesetzt. Das englische Original klingt zwar ebenfalls recht blechern, verzerrt aber deutlich weniger und hat eine klarere Wiedergabequalität. Die Stimmen sind in beiden Sprachfassungen immer gut zu verstehen. Deutsche Untertitel für DIE HEXE DES GRAFEN DRACULA sind ebenso vorhanden wie ein nettes Bündel an Bonusmaterial. Zuerst wären da zwei Radiospots, welche jedoch nicht untertitelt wurden. Danach folgen zwei Super 8-Fassungen, die den Film unter zwei verschiedenen Titeln in stark gekürzter, nostalgischer Heimkinofassung zeigen. Der alternative Anfang stammt von der US-Fassung und enthält die Auspeitschung des ersten Opfers auf dem Altar. Die zwei Bildergalerien umfassen Poster/Aushangfotos sowie Filmprogramme/Diverses. Beide laufen automatisch ab. Zum Abschluss winken zwei Trailer zu DIE HEXE DES GRAFEN DRACULA. Im beiliegenden Booklet findet man weitere Hintergrundinformationen zum Film und zu den Darstellern. DIE HEXE DES GRAFEN DRACULA ist eine englische Gothic-Horror-Produktion aus dem Jahre 1968, die offensichtlich auf der Hammer Film- / Amicus-Erfolggeschichte mitschwimmen wollte, aber trotz hochkarätiger Besetzung nicht die Klasse der Vorbilder erreicht. Schuld daran ist die schleppende Inszenierung, welche nur wenige Horrorelemente zu bieten hat, sowie die Tatsache, dass der Hauptdarsteller der Figur des Robert Manning ziemlich fehlbesetzt wirkt. Die Handlung dreht sich um ein altes Herrenhaus mit dunkler Vergangenheit. Einst trieb die Hexe Luvinia hier ihr Unwesen, bevor sie von den Hexenjägern und die Manning-Familie getötet wurde. Ein paar Jahrhunderte später verschwindet auf genau diesem Landgut ein Nachfahre des Manning-Clans, dessen Bruder nun die Geschehnisse aufdecken will.
Neben den Okkultismus-Einlagen machen vor allem die Performances der Stars diesen Film trotz seiner schwächelnden Inszenierung und nicht durchgehend dichter Atmosphäre sehenswert. Als da wäre Christopher Lee als geheimnisvoller Lord Morley, ein schon sehr gebrechlich wirkender Boris Karloff als Hexenjäger, BATMAN-Butler Michael Gough als schwachsinniger Diener sowie Barbara Steele als dämonische Hexe Luvinia. Deren Kostüm wurde übrigens hervorragend designt. Insgesamt ist DIE HEXE DES GRAFEN DRACULA beileibe kein Pflichtprogramm, aber gestandene Gothic-Horror-Fans dürften auch diesem eher mittelmäßigen Streifen von Regisseur Vernon Sewell etwas abgewinnen können. Die typisch reißerische deutsche Titelgebung dieser Zeit gaukelt dem Zuschauer mal wieder (wie zum Beispiel bei DIE TOTEN AUGEN DES DR. DRACULA) etwas vor, was im Film gar nicht vorkommt, denn mit Graf Dracula hat das Werk überhaupt nichts zu tun. Die DVD aus dem Hause e-m-s erscheint in der Reihe „Der Phantastische Film“ und weist eine unbefriedigende technische Umsetzung auf. Dafür hat man seltenes Bonusmaterial aufgetrieben. (Danny Walch) alle Rezensionen von Danny Walch ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Die Hexe des Grafen Dracula, DVD:
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Weitere Filminfos zu Die Hexe des Grafen Dracula: Originaltitel: Curse of the Crimson Altar Land / Jahr: Großbritannien 1968 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Die Hexe des Grafen Dracula:
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