Die Band von nebenan
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Eigentlich sollte das ägyptische Polizeiorchester in einem arabischen Kulturzentrum in Israel spielen. Doch Bürokratie, Pech und dumme Zufälle lassen die Truppe bereits am Flughafen stranden. Sie versuchen sich auf eigene Faust durchzuschlagen und finden sich schließlich in einem gottverlassenen Nest mitten in der israelischen Wüste wieder. Und da es in diesem trostlosen Örtchen auch kein Hotel gibt, muss die schüchterne Gruppe private Quartiere für die Nacht finden. Ägypten und Israel sind sich schon lange nicht mehr so nahe gekommen ... ...
Inhaltsangabe zu Die Band von nebenan: 
Eigentlich sollte das ägyptische Polizeiorchester in einem arabischen Kulturzentrum in Israel spielen. Doch Bürokratie, Pech und dumme Zufälle lassen die Truppe bereits am Flughafen stranden. Sie versuchen sich auf eigene Faust durchzuschlagen und finden sich schließlich in einem gottverlassenen Nest mitten in der israelischen Wüste wieder. Und da es in diesem trostlosen Örtchen auch kein Hotel gibt, muss die schüchterne Gruppe private Quartiere für die Nacht finden. Ägypten und Israel sind sich schon lange nicht mehr so nahe gekommen ... Die Band von nebenan stammt aus dem Hause Concorde Home Entertainment.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Die Band von nebenan:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Die Band von nebenan:
0Jean Lüdeke2009-01-28Ein ägyptisches Polizeiorchester verläuft sich im israelischen Nirvana. In der mehrfach preisgekrönten Tragikomödie finden verfeindete Völker wenig Worte, aber gleich zwei gemeinsame Sprachen: Musik und Liebe.
Die Geschichte beginnt mit einem Polizeiorchester aus Ägypten in hellblauen Phantasieuniformen, das gerade auf dem neuen Flughafen gelandet, aber nicht abgeholt worden ist. Orientierungs- und hilflos irren die Musiker aus Alexandria im Flughafenterminal umher. Arabisch spricht niemand, und die hebräischen Schriftzeichen können sie nicht entziffern.
Also schlagen sie sich mit Not-Englisch durch, weshalb sie dann in einem Bus landen, der sie nicht nach Petach Tikwa bringt, wo sie eigentlich die Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums musikalisch begleiten sollen. Sondern in das fast ähnlich klingende Kaff Bet Hatikva, eine trostlose Kleinstadt im Süden Israels, wo es weder ein arabisches Kulturzentrum noch Hotelzimmer gibt: Eine verlorene Kapelle an einem verlorenen Ort...
Und da es in dem trostlosen Städtchen auch kein Hotel gibt, muss die schüchterne Truppe private Quartiere für die Nacht finden. Ganz unvorhergesehen kommen sich Ägypten und Israel durch dieses dumme Missgeschick sehr nah., denn durch die Bistro-Besitzerin Dina wird es aber möglich, dass die acht Ägypter in privaten Unterkünften übernachten können, wodurch es zu vielen Situationen von israelischen und ägyptischen Menschen kommt. Die Menschen kommen sich allmählich näher und entdecken kurioserweise viel mehr Gemeinsamkeiten, als sie selbst für möglich gehalten hätten.
So entwickelt sich eine hauchzarte Comédie Humaine, in der der Culture-Clash nicht als Zusammenprall, sondern als Zusammenkommen der Kulturen inszeniert wird. Eran Kolirin beweist dabei ein ebenso feines Gespür für zwischenmenschliche Töne wie für ein sparsames, von den Darstellerinnen und Darstellern hervorragend interpretiertes Schauspiel, dem die Bilder des Kameramanns Shai Goldman gleichzeitig Weite und Intimität geben. Der meisterliche kleine gro0ße Film kreist um die kleinen Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Menschen aus zwei Ländern, die seit langer Zeit eine dichotomische Nachbarschaft des sogenannten „Kalten Friedens' miteinander pflegen. Das tun sie zunächst spartanisch, denn
Kolirins Figuren sind verhalten: Sie finden wie eine Reihe von Kaurismäki-Charakteren aufgrund ihrer Einsam- oder Orientierungslosigkeit eine gemeinsame Ebene, wenn auch frugale Art und Weise der zwischenmenschlichen Kommunikation. Und die tut allen beteiligten gut. Glücklicherweise hat diese extravagante Komödie hat nur leise politische Untertöne. Zu hören sind sie trotzdem sehr gut.
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Ein ägyptisches Polizeiorchester verläuft sich im israelischen Nirvana. In der mehrfach preisgekrönten Tragikomödie finden verfeindete Völker wenig Worte, aber gleich zwei gemeinsame Sprachen: Musik und Liebe.
Die Geschichte beginnt mit einem Polizeiorchester aus Ägypten in hellblauen Phantasieuniformen, das gerade auf dem neuen Flughafen gelandet, aber nicht abgeholt worden ist. Orientierungs- und hilflos irren die Musiker aus Alexandria im Flughafenterminal umher. Arabisch spricht niemand, und die hebräischen Schriftzeichen können sie nicht entziffern.
Also schlagen sie sich mit Not-Englisch durch, weshalb sie dann in einem Bus landen, der sie nicht nach Petach Tikwa bringt, wo sie eigentlich die Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums musikalisch begleiten sollen. Sondern in das fast ähnlich klingende Kaff Bet Hatikva, eine trostlose Kleinstadt im Süden Israels, wo es weder ein arabisches Kulturzentrum noch Hotelzimmer gibt: Eine verlorene Kapelle an einem verlorenen Ort...
Und da es in dem trostlosen Städtchen auch kein Hotel gibt, muss die schüchterne Truppe private Quartiere für die Nacht finden. Ganz unvorhergesehen kommen sich Ägypten und Israel durch dieses dumme Missgeschick sehr nah., denn durch die Bistro-Besitzerin Dina wird es aber möglich, dass die acht Ägypter in privaten Unterkünften übernachten können, wodurch es zu vielen Situationen von israelischen und ägyptischen Menschen kommt. Die Menschen kommen sich allmählich näher und entdecken kurioserweise viel mehr Gemeinsamkeiten, als sie selbst für möglich gehalten hätten.
So entwickelt sich eine hauchzarte Comédie Humaine, in der der Culture-Clash nicht als Zusammenprall, sondern als Zusammenkommen der Kulturen inszeniert wird. Eran Kolirin beweist dabei ein ebenso feines Gespür für zwischenmenschliche Töne wie für ein sparsames, von den Darstellerinnen und Darstellern hervorragend interpretiertes Schauspiel, dem die Bilder des Kameramanns Shai Goldman gleichzeitig Weite und Intimität geben. Der meisterliche kleine gro0ße Film kreist um die kleinen Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Menschen aus zwei Ländern, die seit langer Zeit eine dichotomische Nachbarschaft des sogenannten „Kalten Friedens' miteinander pflegen. Das tun sie zunächst spartanisch, denn
Kolirins Figuren sind verhalten: Sie finden wie eine Reihe von Kaurismäki-Charakteren aufgrund ihrer Einsam- oder Orientierungslosigkeit eine gemeinsame Ebene, wenn auch frugale Art und Weise der zwischenmenschlichen Kommunikation. Und die tut allen beteiligten gut. Glücklicherweise hat diese extravagante Komödie hat nur leise politische Untertöne. Zu hören sind sie trotzdem sehr gut.
(Jean Lüdeke)
alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
0Jean Lüdeke2009-01-28Eine ägyptische Polizeikapelle auf großer Tour: Eran Kolirins Film träumt vom Frieden zwischen Arabern und Israelis. Die Polizeikapelle soll zur Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums spielen. Doch nach einer Weile des ratlosen Umherirrens klärt die Inhaberin eines Bistros (Ronit Elkabetz) den Orchesterleiter (Sasson Gabai) auf, dass so etwas hier gar nicht existent sei. Schließlich gäbe es ja auch keine Kultur. Weder israelische noch arabische, demnach auch kein Zentrum. Ein Bus fährt an diesem Tag sowieso nicht mehr, also lernen die gestrandeten Musiker israelische Gastfreundschaft kennen…
Heiter-melancholische und hinreißend absurde Tragikomödie über die unerwartete Begegnung zweier Kulturen, die miteinander verfeindet und sich zugleich sehr nahe sind. Der Film hatte weltweit Erfolg - nur nicht in Ägypten. Arabische Zensoren verbieten die Aufführung im Nachbarland.
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Eine ägyptische Polizeikapelle auf großer Tour: Eran Kolirins Film träumt vom Frieden zwischen Arabern und Israelis. Die Polizeikapelle soll zur Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums spielen. Doch nach einer Weile des ratlosen Umherirrens klärt die Inhaberin eines Bistros (Ronit Elkabetz) den Orchesterleiter (Sasson Gabai) auf, dass so etwas hier gar nicht existent sei. Schließlich gäbe es ja auch keine Kultur. Weder israelische noch arabische, demnach auch kein Zentrum. Ein Bus fährt an diesem Tag sowieso nicht mehr, also lernen die gestrandeten Musiker israelische Gastfreundschaft kennen…
Heiter-melancholische und hinreißend absurde Tragikomödie über die unerwartete Begegnung zweier Kulturen, die miteinander verfeindet und sich zugleich sehr nahe sind. Der Film hatte weltweit Erfolg - nur nicht in Ägypten. Arabische Zensoren verbieten die Aufführung im Nachbarland.
(Jean Lüdeke)
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0Frank Brenner2009-01-28Eine ägyptische Polizeiband soll im arabischen Kulturzentrum einer israelischen Stadt ein Konzert geben. Durch eine Verwechslung landen sie jedoch irgendwo im Nirgendwo. Die politischen und kulturellen Differenzen zwischen Arabern und Israelis müssen durch die Ausnahmesituation beigelegt werden.
Ägypten und Israel sind zwar Nachbarstaaten, aber das Verhältnis zwischen den Arabern und den Israelis ist schon lange durch politische und kulturelle Unterschiede getrübt – unter dem Stichwort des „Kalten Friedens“ lebt man nebeneinander her, ohne sich allzu sehr zu behelligen. Der israelische Regisseur Eran Kolirin hat für seinen ersten Spielfilm eine absurde Ausgangssituation gewählt, um auf die entsprechenden Probleme seiner Region spielerisch aufmerksam zu machen. Die achtköpfige Polizeiband, die in ihren grellblauen Uniformen verlassen auf dem Flughafen auf ein Empfangskomitee warten, hat schon von der ersten Minute an eine hohe visuelle Komik intus. Trotzdem macht sich Kolirin nicht über die fremden Nachbarn lustig, denn das Lachen über das seltsame Gebaren beschränkt sich nicht nur auf die ägyptischen Figuren, sondern wird vom Regisseur auch auf entlarvende Weise auf seine Landsmänner angewandt. Im namensgleichen Kaff, in dem die Musiker gestrandet sind, gebe es keine arabische Kultur, aber auch keine israelische. „Gar keine Kultur. Scheißgegend“, lässt er die Wirtin Dina resümieren, die der Kombo schließlich ihre Gastfreundschaft für eine Nacht gewährt.
Die Handvoll Israelis, denen die Ägypter auf ihrem unfreiwilligen Zwischenstopp begegnen, sind allesamt ebenfalls mit gehörigen Defiziten gesegnet und bieten ein ums andere Mal Grund für genüssliche Schmunzler im Publikum. Auch ernste Zwischentöne mischen sich in den Handlungsverlauf, doch diese sind nur selten eindeutig politischer Natur. Kolirin schildert vielmehr das persönliche Schicksal seiner beiden gegensätzlichen Hauptfiguren, das von privaten Enttäuschungen gekennzeichnet ist. Trotzdem ist die politische Komponente allgegenwärtig, was sich nicht nur in den sprachlichen Barrieren niederschlägt, wenn Arabisch und Hebräisch aufeinander treffen und man sich nur mühsam in Englisch verständigen kann. Das große Verdienst Kolirins liegt darin, dass er das Thema mit Humor aufgreift, noch dazu überaus gelungen mit viel Gespür für das rechte Timing.
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Eine ägyptische Polizeiband soll im arabischen Kulturzentrum einer israelischen Stadt ein Konzert geben. Durch eine Verwechslung landen sie jedoch irgendwo im Nirgendwo. Die politischen und kulturellen Differenzen zwischen Arabern und Israelis müssen durch die Ausnahmesituation beigelegt werden.
Ägypten und Israel sind zwar Nachbarstaaten, aber das Verhältnis zwischen den Arabern und den Israelis ist schon lange durch politische und kulturelle Unterschiede getrübt – unter dem Stichwort des „Kalten Friedens“ lebt man nebeneinander her, ohne sich allzu sehr zu behelligen. Der israelische Regisseur Eran Kolirin hat für seinen ersten Spielfilm eine absurde Ausgangssituation gewählt, um auf die entsprechenden Probleme seiner Region spielerisch aufmerksam zu machen. Die achtköpfige Polizeiband, die in ihren grellblauen Uniformen verlassen auf dem Flughafen auf ein Empfangskomitee warten, hat schon von der ersten Minute an eine hohe visuelle Komik intus. Trotzdem macht sich Kolirin nicht über die fremden Nachbarn lustig, denn das Lachen über das seltsame Gebaren beschränkt sich nicht nur auf die ägyptischen Figuren, sondern wird vom Regisseur auch auf entlarvende Weise auf seine Landsmänner angewandt. Im namensgleichen Kaff, in dem die Musiker gestrandet sind, gebe es keine arabische Kultur, aber auch keine israelische. „Gar keine Kultur. Scheißgegend“, lässt er die Wirtin Dina resümieren, die der Kombo schließlich ihre Gastfreundschaft für eine Nacht gewährt.
Die Handvoll Israelis, denen die Ägypter auf ihrem unfreiwilligen Zwischenstopp begegnen, sind allesamt ebenfalls mit gehörigen Defiziten gesegnet und bieten ein ums andere Mal Grund für genüssliche Schmunzler im Publikum. Auch ernste Zwischentöne mischen sich in den Handlungsverlauf, doch diese sind nur selten eindeutig politischer Natur. Kolirin schildert vielmehr das persönliche Schicksal seiner beiden gegensätzlichen Hauptfiguren, das von privaten Enttäuschungen gekennzeichnet ist. Trotzdem ist die politische Komponente allgegenwärtig, was sich nicht nur in den sprachlichen Barrieren niederschlägt, wenn Arabisch und Hebräisch aufeinander treffen und man sich nur mühsam in Englisch verständigen kann. Das große Verdienst Kolirins liegt darin, dass er das Thema mit Humor aufgreift, noch dazu überaus gelungen mit viel Gespür für das rechte Timing.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Die Band von nebenan:
Originaltitel: The Band`s Visit
Land / Jahr: Frankreich / Israel 2007
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Die Band von nebenan:
Kinotrailer, Trailer von anderen Filmen, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews Leih-DVD von EuroVideo
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