Import Export
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Es ist kalt und grau. Winterzeit. Die Menschen frieren. So ist es hier in Österreich. So ist es dort in der Ukraine. Zwei Welten, die einander immer mehr zu ähneln beginnen. Der Osten sieht aus wie der Westen, der Westen wie der Osten. In dieser Atmosphäre spielen zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die eine ist eine Import-Geschichte. Sie beginnt in der Ukraine und führt nach Österreich. Die andere ist eine Export-Geschichte, sie beginnt in Österreich und endet in der Ukraine. Die eine handelt von Olga, einer jungen Krankenschwester und Mutter. Die andere handelt von einem jungen arbeitslosen Österreicher, Pauli. Zwei Schicksale, die in entgegengesetzte Richtungen verlaufen. Beide suchen Arbeit, einen Neubeginn, eine Existenz, das Leben. Beide reisen in ein anderes Land und damit auch in dessen Abgründe. IMPORT EXPORT handelt von Sex, von Macht, von Ohnmacht, von Leben und Tod. Und auch davon, wie man einem ausgestopften Fuchs fachgerecht die Zähne putzt. ...
Inhaltsangabe zu Import Export: 
Es ist kalt und grau. Winterzeit. Die Menschen frieren. So ist es hier in Österreich. So ist es dort in der Ukraine. Zwei Welten, die einander immer mehr zu ähneln beginnen. Der Osten sieht aus wie der Westen, der Westen wie der Osten. In dieser Atmosphäre spielen zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die eine ist eine Import-Geschichte. Sie beginnt in der Ukraine und führt nach Österreich. Die andere ist eine Export-Geschichte, sie beginnt in Österreich und endet in der Ukraine. Die eine handelt von Olga, einer jungen Krankenschwester und Mutter. Die andere handelt von einem jungen arbeitslosen Österreicher, Pauli. Zwei Schicksale, die in entgegengesetzte Richtungen verlaufen. Beide suchen Arbeit, einen Neubeginn, eine Existenz, das Leben. Beide reisen in ein anderes Land und damit auch in dessen Abgründe. IMPORT EXPORT handelt von Sex, von Macht, von Ohnmacht, von Leben und Tod. Und auch davon, wie man einem ausgestopften Fuchs fachgerecht die Zähne putzt. Import Export stammt aus dem Hause Alive AG.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Import Export:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Import Export:
0Jean Lüdeke2009-01-28Das verstörende Drama lief mit großem Erfolg beim Festival in Cannes 2007. Die Drehtage erwiesen sich als richtig schwierig. Außenaufnahmen bei Minus 30 Grad oder das Drehen mit sterbenden Autodidakten waren nur zwei der zu meisternden Hindernisse. Als Hauptdarsteller wurden wie in seinem vorigen Film Laien engagiert, die über wenig bis keinerlei Erfahrungen mitbrachten. IMPORT / EXPORT wirkt wegen der Tatsache das in keinen Studios, sondern in echten Spitälern, Agenturen und Arbeitsämtern gedreht wurde
Seidl („Hundstage“) bebilderte zwei parallele Geschichten, ohne diese miteinander zu kreuzen: Die eine handelt von Olga, einer ukrainischen Krankenschwester (Ekateryna Rak), die ihre Heimat gen Westen verlässt. Die andere erzählt das Schicksal von Paul (Paul Hofmann), einem arbeitslosem Wachmann aus Österreich, der sich mit seinem Stiefvater auf den Weg nach Osten macht.
Olga) findet in der tristen Trostlosigkeit ukrainischer Gegebenheiten keinen anderen Job als im Pornomilieu. Also läßt sie ihr Baby in der Obhut der Großmutter zurück und reist nach Wien, um sich als Putzfrau zu verdingen. Dort wird sie erst in einem Privathaushalt nach Strich und Faden ausgenutzt. Danach arbeitet sie in der Putzkolonne in der Klinik für Geriartrie, wo ihr ein Patient ein unerwartetes Angebot macht. Paul muss dagegen mit seinem Stiefvater (Michael Thomas) in Richtung Osteuropa aufbrechen. Im Laderaum ihres Transporters befinden sich ausrangierte Spielautomaten, die für die konsumhungrigen "Neueuropäer" gerade gut genug sind. Paul hat überall Schulden und seinen Job als Security-Mann verloren. Deshalb kommt ihm der Russentrip gerade gut zupaß. Doch der Stiefvater, der sich als großes Mannsbild für den apathischen Verlierer aufspielt, ist ihm verhasst und geht ihm schnell auf die Nerven.
Es sind zwei desolate Welten, in den sich Olga und Paul bewegen. Olga beschließt nach Österreich zu gehen, in das Land, das Paul später verlässt um in der Ukraine einige Jobs zu erledigen. Olga lässt ihren Sohn und ihre Mutter in der eiskalten, traurigen Plattenbauwohnung zurück, um im Westen zu Glück, Wärme und Geld zu kommen. Doch ihr Weg in die neue Welt ist ein holpriger und absurder, niemand heißt sie willkommen, sie ist der Import direkt in die Kategorie der Niedriglohnjobs. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, kämpft sich durch diverse Jobs bis sie als Putzfrau in der Sterbestation einer Wiener Klinik landet. Die Import Geschichte geht von der Ukraine nach Österreich. Beide sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Raus aus den alten Sorgen, rein in eine scheinbar bessere Welt. Beide besitzen den Glauben an sich und begeben sich auf eine Reise nach dem Sinn des Lebens. Fazit: schwere Filmkost, für nicht ambitionierte Arthaus-Freaks schwierig zu „genießen.“
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Das verstörende Drama lief mit großem Erfolg beim Festival in Cannes 2007. Die Drehtage erwiesen sich als richtig schwierig. Außenaufnahmen bei Minus 30 Grad oder das Drehen mit sterbenden Autodidakten waren nur zwei der zu meisternden Hindernisse. Als Hauptdarsteller wurden wie in seinem vorigen Film Laien engagiert, die über wenig bis keinerlei Erfahrungen mitbrachten. IMPORT / EXPORT wirkt wegen der Tatsache das in keinen Studios, sondern in echten Spitälern, Agenturen und Arbeitsämtern gedreht wurde
Seidl („Hundstage“) bebilderte zwei parallele Geschichten, ohne diese miteinander zu kreuzen: Die eine handelt von Olga, einer ukrainischen Krankenschwester (Ekateryna Rak), die ihre Heimat gen Westen verlässt. Die andere erzählt das Schicksal von Paul (Paul Hofmann), einem arbeitslosem Wachmann aus Österreich, der sich mit seinem Stiefvater auf den Weg nach Osten macht.
Olga) findet in der tristen Trostlosigkeit ukrainischer Gegebenheiten keinen anderen Job als im Pornomilieu. Also läßt sie ihr Baby in der Obhut der Großmutter zurück und reist nach Wien, um sich als Putzfrau zu verdingen. Dort wird sie erst in einem Privathaushalt nach Strich und Faden ausgenutzt. Danach arbeitet sie in der Putzkolonne in der Klinik für Geriartrie, wo ihr ein Patient ein unerwartetes Angebot macht. Paul muss dagegen mit seinem Stiefvater (Michael Thomas) in Richtung Osteuropa aufbrechen. Im Laderaum ihres Transporters befinden sich ausrangierte Spielautomaten, die für die konsumhungrigen "Neueuropäer" gerade gut genug sind. Paul hat überall Schulden und seinen Job als Security-Mann verloren. Deshalb kommt ihm der Russentrip gerade gut zupaß. Doch der Stiefvater, der sich als großes Mannsbild für den apathischen Verlierer aufspielt, ist ihm verhasst und geht ihm schnell auf die Nerven.
Es sind zwei desolate Welten, in den sich Olga und Paul bewegen. Olga beschließt nach Österreich zu gehen, in das Land, das Paul später verlässt um in der Ukraine einige Jobs zu erledigen. Olga lässt ihren Sohn und ihre Mutter in der eiskalten, traurigen Plattenbauwohnung zurück, um im Westen zu Glück, Wärme und Geld zu kommen. Doch ihr Weg in die neue Welt ist ein holpriger und absurder, niemand heißt sie willkommen, sie ist der Import direkt in die Kategorie der Niedriglohnjobs. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, kämpft sich durch diverse Jobs bis sie als Putzfrau in der Sterbestation einer Wiener Klinik landet. Die Import Geschichte geht von der Ukraine nach Österreich. Beide sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Raus aus den alten Sorgen, rein in eine scheinbar bessere Welt. Beide besitzen den Glauben an sich und begeben sich auf eine Reise nach dem Sinn des Lebens. Fazit: schwere Filmkost, für nicht ambitionierte Arthaus-Freaks schwierig zu „genießen.“
(Jean Lüdeke)
alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
0Frank Brenner2009-01-28Sie sind beide fremd an den Orten, an die es sie verschlagen hat: Olga ist dem sozialen Elend aus dem ukrainischen Krankenhaus, in dem sie als Schwester gearbeitet hatte, nach Westen, nach Österreich, entflohen. Dort heuert sie als Putzhilfe an, bis sie schließlich in der Putzkolonne einer geriatrischen Klinik landet. Paul hingegen ist Österreicher, ein Gestrandeter, der trotz guter Vorsätze noch nicht einmal seinen Job als Securitymann behalten kann. Völlig abgebrannt, entschließt er sich, zusammen mit seinem Stiefvater Spiel- und Kaugummiautomaten in den Osten zu transportieren, in die Slowakei und in die Ukraine.
Ulrich Seidl ist einer jener Regisseure, die mit Dokumentarischem begonnen haben, mit unverblümter Direktheit bis in die privatesten Bereiche seiner Protagonisten vorgedrungen ist, um Authentisches zu Tage zu fördern. Nach Hundstage hat er nun mit Import Export seinen zweiten Spielfilm realisiert, der sich über weite Strecken wie ein Doku-Drama ausnimmt, weil neben all dem Fiktionalen auch immer wieder Momente durchschimmern, die unverfälscht und in all ihrer Grausamkeit die Realität widerspiegeln. Besonders dramatisch schon in einer der ersten Szenen, wenn sich drei Schwestern im Krankenhaus von Snizne über ein röchelndes Baby beugen, das eine Infusion erhält. Fließendes Wasser sucht man hier im Hospital genau wie in Olgas Privatwohnung vergeblich, dafür sind die Hinterzimmer, in denen junge Frauen sich zu den Anweisungen der Internetkundschaft prostituieren, mit dem neuesten Hightech ausgerüstet. Seidl lässt nichts aus, auch später nicht, wenn er in der Geriatrie die Patienten in ihrer ganzen Misere vorführt. Dem Zuschauer schlagen solche Einstellungen auf den Magen. Import Export ist kein schöner Film, sondern einer, der uns die Wunden nicht nur zeigt, sondern auch noch den Finger drauflegt.
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Sie sind beide fremd an den Orten, an die es sie verschlagen hat: Olga ist dem sozialen Elend aus dem ukrainischen Krankenhaus, in dem sie als Schwester gearbeitet hatte, nach Westen, nach Österreich, entflohen. Dort heuert sie als Putzhilfe an, bis sie schließlich in der Putzkolonne einer geriatrischen Klinik landet. Paul hingegen ist Österreicher, ein Gestrandeter, der trotz guter Vorsätze noch nicht einmal seinen Job als Securitymann behalten kann. Völlig abgebrannt, entschließt er sich, zusammen mit seinem Stiefvater Spiel- und Kaugummiautomaten in den Osten zu transportieren, in die Slowakei und in die Ukraine.
Ulrich Seidl ist einer jener Regisseure, die mit Dokumentarischem begonnen haben, mit unverblümter Direktheit bis in die privatesten Bereiche seiner Protagonisten vorgedrungen ist, um Authentisches zu Tage zu fördern. Nach Hundstage hat er nun mit Import Export seinen zweiten Spielfilm realisiert, der sich über weite Strecken wie ein Doku-Drama ausnimmt, weil neben all dem Fiktionalen auch immer wieder Momente durchschimmern, die unverfälscht und in all ihrer Grausamkeit die Realität widerspiegeln. Besonders dramatisch schon in einer der ersten Szenen, wenn sich drei Schwestern im Krankenhaus von Snizne über ein röchelndes Baby beugen, das eine Infusion erhält. Fließendes Wasser sucht man hier im Hospital genau wie in Olgas Privatwohnung vergeblich, dafür sind die Hinterzimmer, in denen junge Frauen sich zu den Anweisungen der Internetkundschaft prostituieren, mit dem neuesten Hightech ausgerüstet. Seidl lässt nichts aus, auch später nicht, wenn er in der Geriatrie die Patienten in ihrer ganzen Misere vorführt. Dem Zuschauer schlagen solche Einstellungen auf den Magen. Import Export ist kein schöner Film, sondern einer, der uns die Wunden nicht nur zeigt, sondern auch noch den Finger drauflegt.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Import Export:
Land / Jahr: Österreich 2007
Medien-Typ:
DVD
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Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews
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