Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953
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Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der DDR entwickeln Regisseure und Autoren der DEFA dieses einzigartige Zeitdokument.
Den historischen Protesten des 17. Juni 1953 am Potsdamer Platz werden Bilder einer Demonstration zum Ende der DDR gegenüber gestellt. Zeitzeugen beider Ereignisse stellen brisante Fragen...
»Wehe den Besiegten« behandelt Arbeits- und Lebensbedingungen im Entscheidungsjahr 1952 und gesellschaftliche Veränderungen, welche den Generalstreik am 17. Juni des Folgejahres auslösten.
Emotionale Betrachtungen tragen dazu bei, ein Puzzle schicksalhafter Verkettungen von Großmächten und Politik zusammen zu setzen, welches die tragischen Entscheidungen der DDR-Bevölkerung verständlicher macht.
Dieses einzigartige Zeitdokument beschreibt die historischen Zusammenhänge und Abläufe auch in ihrer Ironie. Der Rückblick von DDR-Bürgern direkt nach dem Mauerfall wird nie wieder so authentisch und wahrheitstreu sein wie 1990, als ein Stalin-Allee-Bauarbeiter nüchtern bemerkt: »Der 17. Juni hat eigentlich dem Kommunismus in Deutschland das Rückrad gebrochen, nicht das, was hier gewesen ist am 9. November.«
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Inhaltsangabe zu Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953: 
Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der DDR entwickeln Regisseure und Autoren der DEFA dieses einzigartige Zeitdokument.
Den historischen Protesten des 17. Juni 1953 am Potsdamer Platz werden Bilder einer Demonstration zum Ende der DDR gegenüber gestellt. Zeitzeugen beider Ereignisse stellen brisante Fragen...
»Wehe den Besiegten« behandelt Arbeits- und Lebensbedingungen im Entscheidungsjahr 1952 und gesellschaftliche Veränderungen, welche den Generalstreik am 17. Juni des Folgejahres auslösten.
Emotionale Betrachtungen tragen dazu bei, ein Puzzle schicksalhafter Verkettungen von Großmächten und Politik zusammen zu setzen, welches die tragischen Entscheidungen der DDR-Bevölkerung verständlicher macht.
Dieses einzigartige Zeitdokument beschreibt die historischen Zusammenhänge und Abläufe auch in ihrer Ironie. Der Rückblick von DDR-Bürgern direkt nach dem Mauerfall wird nie wieder so authentisch und wahrheitstreu sein wie 1990, als ein Stalin-Allee-Bauarbeiter nüchtern bemerkt: »Der 17. Juni hat eigentlich dem Kommunismus in Deutschland das Rückrad gebrochen, nicht das, was hier gewesen ist am 9. November.«
Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953 stammt aus dem Hause Icestorm Entertainment.
Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953 Trailer ansehen:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953:
0Jean Lüdeke2009-01-28Diese bewegende Dokumentation ist ein sehr guter Beitrag zum Verständnis der Frage "Warum" der Niedergang der DDR damals im Grunde so lief. Andrea Ritterbusch schuf durch Originalaufnahmen und Interviews eine Doku, die unter die Haut geht und die realen Ereignisse, die Wahrheit über den Kollaps der DDR illuminiert. Die dramatische Abfolge der Ereignisse: Der Aufstand vom 17. Juni 1953 erfaßt über 400 Orte und rund 600 Betriebe in der DDR, landesweit beteiligen sich mehr als eine halbe Million Menschen. Die sowjetischen Stadtkommandanten verhängen in 167 von 217 Städten und Landkreisen den Ausnahme-Zustand. Mit Hilfe der Volkspolizei schlägt das sowjetische Militär die Erhebung blutig nieder. Genaue Zahlen über die Opfer liegen nicht vor. Die SED bezeichnet den Aufstand als "faschistischen Putschversuch" und verhaftet tausende "Rädelsführer" und "Provokateure". Die Ursachen des Volksaufstands in der DDR gehen auf die II. Parteikonferenz der SED im Juli 1952 zurück. Dort hatte SED-Generalsekretär Walter Ulbricht unter dem Beifall der Delegierten den Aufbau des Sozialismus verkündet. Die Folgen dieser forcierten Sowjetisierung sind eine schwere Ernährungskrise und ein Rückgang der industriellen Produktion. Viele Bewohner der DDR reagieren darauf mit Protest oder "Republikflucht" - so die SED-Formulierung. Die tiefgreifende politische und gesellschaftliche Krise ist frappierend. Die SED-Führung reagiert darauf im Mai 1953 mit einem Gesetz zur Erhöhung der Arbeitsnormen um 10,3 Prozent.
In Moskau bleibt die Krise in der DDR natürlich nicht unbemerkt. Das Politbüro der SED wird zum Schuldeingeständnis und einem "Neuen Kurs" gezwungen. Am 11. Juni 1953 verspricht es, die Preise zu senken, die Versorgung zu verbessern, die Kollektivierung der Landwirtschaft zu beenden und enteignete Betriebe zurückzugeben. Von der Erhöhung der Arbeitsnormen rückt die SED-Führung jedoch nicht ab. Insbesondere die Arbeiterschaft sieht sich dadurch bestraft. Am 15. und 16. Juni 1953 kommt es auf den Ost-Berliner Großbaustellen zu Protestaktionen. Bald geht es nicht mehr allein um eine Rücknahme der Normenerhöhung, die Arbeiter fordern auch freie Wahlen, die Wiedervereinigung und die Ablösung Ulbrichts. Die Demonstrationen werden fortgesetzt, greifen auf die gesamte DDR über. Für den Westen ein beweis des Freiheitswillen. Via Gesetz vom 4. August 1953 wird der 17. Juni in der Bundesrepublik Deutschland zum "Tag der deutschen Einheit" und zum "nationalen Gedenktag" erhoben. Unmittelbar nach dem Mauerfall begannen Autoren und Regisseure der DEFA, sich hiermit auseinander zu setzen - aus dem Blickwinkel derer, die über 35 Jahre lang nur die offizielle Version der SED hatten verbreiten dürfen und die nun, nach der Vereinigung, die historischen Quellen ganz neu bewerteten. In der auch für die Bildung didaktisch wertvollen Studie kommen Zeitzeugen zu Wort, die die DDR bis zu ihrem Ende erlebt haben - ein außergewöhnlicher Film.
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Diese bewegende Dokumentation ist ein sehr guter Beitrag zum Verständnis der Frage "Warum" der Niedergang der DDR damals im Grunde so lief. Andrea Ritterbusch schuf durch Originalaufnahmen und Interviews eine Doku, die unter die Haut geht und die realen Ereignisse, die Wahrheit über den Kollaps der DDR illuminiert. Die dramatische Abfolge der Ereignisse: Der Aufstand vom 17. Juni 1953 erfaßt über 400 Orte und rund 600 Betriebe in der DDR, landesweit beteiligen sich mehr als eine halbe Million Menschen. Die sowjetischen Stadtkommandanten verhängen in 167 von 217 Städten und Landkreisen den Ausnahme-Zustand. Mit Hilfe der Volkspolizei schlägt das sowjetische Militär die Erhebung blutig nieder. Genaue Zahlen über die Opfer liegen nicht vor. Die SED bezeichnet den Aufstand als "faschistischen Putschversuch" und verhaftet tausende "Rädelsführer" und "Provokateure". Die Ursachen des Volksaufstands in der DDR gehen auf die II. Parteikonferenz der SED im Juli 1952 zurück. Dort hatte SED-Generalsekretär Walter Ulbricht unter dem Beifall der Delegierten den Aufbau des Sozialismus verkündet. Die Folgen dieser forcierten Sowjetisierung sind eine schwere Ernährungskrise und ein Rückgang der industriellen Produktion. Viele Bewohner der DDR reagieren darauf mit Protest oder "Republikflucht" - so die SED-Formulierung. Die tiefgreifende politische und gesellschaftliche Krise ist frappierend. Die SED-Führung reagiert darauf im Mai 1953 mit einem Gesetz zur Erhöhung der Arbeitsnormen um 10,3 Prozent.
In Moskau bleibt die Krise in der DDR natürlich nicht unbemerkt. Das Politbüro der SED wird zum Schuldeingeständnis und einem "Neuen Kurs" gezwungen. Am 11. Juni 1953 verspricht es, die Preise zu senken, die Versorgung zu verbessern, die Kollektivierung der Landwirtschaft zu beenden und enteignete Betriebe zurückzugeben. Von der Erhöhung der Arbeitsnormen rückt die SED-Führung jedoch nicht ab. Insbesondere die Arbeiterschaft sieht sich dadurch bestraft. Am 15. und 16. Juni 1953 kommt es auf den Ost-Berliner Großbaustellen zu Protestaktionen. Bald geht es nicht mehr allein um eine Rücknahme der Normenerhöhung, die Arbeiter fordern auch freie Wahlen, die Wiedervereinigung und die Ablösung Ulbrichts. Die Demonstrationen werden fortgesetzt, greifen auf die gesamte DDR über. Für den Westen ein beweis des Freiheitswillen. Via Gesetz vom 4. August 1953 wird der 17. Juni in der Bundesrepublik Deutschland zum "Tag der deutschen Einheit" und zum "nationalen Gedenktag" erhoben. Unmittelbar nach dem Mauerfall begannen Autoren und Regisseure der DEFA, sich hiermit auseinander zu setzen - aus dem Blickwinkel derer, die über 35 Jahre lang nur die offizielle Version der SED hatten verbreiten dürfen und die nun, nach der Vereinigung, die historischen Quellen ganz neu bewerteten. In der auch für die Bildung didaktisch wertvollen Studie kommen Zeitzeugen zu Wort, die die DDR bis zu ihrem Ende erlebt haben - ein außergewöhnlicher Film.
(Jean Lüdeke)
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Weitere Filminfos zu Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953:
Originaltitel: Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953
Land / Jahr: Deutschland 1990
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Wehe den Besiegten - Der 17. Juni 1953:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews
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