Marlene Dietrich - Her Own Song
Schauspieler / Schauspielerinnen in Marlene Dietrich -
Her Own Song:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Marlene Dietrich -
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Nachdem „Marlene Dietrich – Her own Song“ einige Minuten läuft, taucht langsam die Frage auf, welche Geschichte überhaupt erzählt werden soll. Ist es einfach nur eine Biographie, eine Momentaufnahme oder die Dokumentation eines Stil- und Imagewechsels, der sich erst allmählich, dann aber immer rasender vollzieht? Privataufnahmen mischen sich zunehmend mit Aufnahmen aus ihren Werken, Wochenschauen und Privatfilmen. Dort wird sie als Schauspielerin, Frau und unerreichbare Schönheit porträtiert, doch wie lässt sich all das mit ihrem unermüdlichen und engagierten Einsatz bei der Truppenbetreuung verbinden? Darauf geht der Film nur vage ein, obwohl in einer sehr verstörenden Szene gezeigt wird, wie die Dietrich ihre patriotisch-eindimensionale Begrüßung ungestört von einem Blatt abliest. Der Film ist vielmehr daran interessiert, Atmosphäre zu erschaffen, anstatt konstruktiv und kontrovers die unterschiedlichen Motivationen von Marlene Dietrich zu hinterfragen. Dadurch verliert er einiges von seiner Wirkung und erreicht letztlich keine innere Geschlossenheit, sondern bleibt an vielen Stellen zu vage. Durch die vielen unterschiedlichen Quellen, aus denen sich der Film speist, erinnert die Inszenierung stellenweise an ein Patchwork und erschwert dadurch den Zugang zusätzlich. Allerdings bietet der Film die Möglichkeit, umfangreiche Zusatzinformationen abzurufen sowie eine kommentierte deutsche Fassung zu sehen. Ungekürzte Interviews mit Burt Bacharach, Maria Riva und Hildegard Knef halten viele wissenswerte Informationen die Bürgerin Dietrich, aber auch den Star und den Film bereit. Fazit: Ambitioniert, aber letztlich findet „Marlene Dietrich – Her own Song“ zu keiner inneren Geschlossenheit. Der Film, der halb Dokumentation, halb Unterhaltung sein will, verzettelt sich an zu vielen Fronten und zeichnet kein vollständiges Bild, sondern liefert Dutzende von Fragmenten, die zusammengefügt nur ein unvollständiges Mosaik ergeben. Für Interessierte am Leben der Schauspielerin dennoch lohnenswert, auch wenn oft an der Oberfläche verweilt wird und das Interesse primär der reinen Atmosphäre gilt. (Tino Hahn) alle Rezensionen von Tino Hahn ...
Sie bestand nicht nur aus Beinen, obwohl sie diese noch im Alter für zwei Millionen bei Lloyds in London versichern ließ. Blaue Augen, rotblondes Haar, marmorne Wagenknochen, verschatteter Blick und die Andeutung eines ewigen Lächelns um Mund und Augen – so kennt man die Gestalt dieser Verführerin: Marlene Dietrich
Die Berlinerin (1901 – 1992) war der deutsche Weltstar des vergangenen Jahrhunderts. Hollywood lag ihr zu Füßen. Ihre Filme „Der blaue Engel“ (1929), „A Foreign Affair“ (1948), „Zeugin der Anklage“ (1957) sind noch immer Kult. Doch sie war nicht nur eine selbstbewusste Künstlerin, sondern auch eine überzeugte Antifaschistin und engagierte Pazifistin. Ihr Enkel J.David Riva kramte in dem privaten Nachlass seiner Oma und schuf mit unveröffentlichten, teils sehr privaten Filmmaterial die Dokumentation „Marlene Dietrich – Her Own Song“. Zum Vorschein kommt die unbekannte Seite eines Stars im Wechselbad politischer Intrigen, künstlerischen Könnens und kompromissloser Emotionen - fernab der Hollywood-Herrlichkeit. Die Zeitdauer der Doku erstreckt sich von den Anfängen ihrer Karriere im Berlin der Zwanziger über ihre Hollywood-Erfolge und internationalen Tourneen bis zu ihrer Beerdigung in Berlin. Dabei bleibt das Augenmerk in der politischen Mission der Dietrich und ihrer Motivation von Hollywood an die Kriegsschauplätze in Europa zu wechseln und einen Großteil ihrer Kraft dem Kampf gegen Hitler-Deutschland zu widmen. Außerdem kommen in dieser Biografie Personen wie Hildegard Knef, Volker Schlöndorff und Dietrich-Tochter Maria Riva zu Wort. Fazit: Diese bewegende und informative Dokumentation über den Weltstar zeigt ein neues Licht auf die Beziehung Marlenes zu Amerika und Nazi-Deutschland und liefern so einen möglichen Schlüssel zum Verständnis ihrer Arbeit. Nicht nur für Fans dieser außergewöhnlichen Frau, vor der man nur den Hut ziehen kann, ein echter Leckerbissen! Sehr sehenswert! Kurze Hintergrundinfo für alle die es nicht wussten: Marlene Dietrich, die in die Vereinigten Staaten emigriert war und die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, blieb in ihrer Heimat jahrzehntelang umstritten. Während des Zweiten Weltkrieges engagierte sie sich an der Front musikalisch für die amerikanischen Truppen. Dafür erhielt Dietrich 1947 den höchste zivilen Orden der USA, die „Medal of Freedom“. In Deutschland wurde ihr dafür der Ruf als „Vaterlandsverräterin“ zuteil. Weiterer DVD-Tipp: Maximilian Schells Dokumentation „Marlene“ (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Stimmen von Augenzeugen, Freunden, Kollegen und Verwandten wie Marlenes Tochter Maria Riva, Volker Schlöndorff, Burt Bacharach, Hildegard Knef, Beate Klarsfeld und Kriegsveteranen beider Seiten lassen ein Bild von unglaublicher Intimität über die Dietrich und ihr politisches Engagement während des Zweiten Weltkrieges soweit die Zeit danach entstehen. Ihre Aussagen, Marlenes persönliche Tagebücher und Material über ihre Treffen mit Hitlers Helfern und Henkern werfen ein neues Licht auf die komplexe Beziehung Marlenes zu Amerika und Nazi-Deutschland. Dabei werden unveröffentlichtes oder neu entdecktes Dokumentarmaterial sowie noch nie gezeigte Filme aus Marlenes Privatsammlung gezeigt.
Das sauber inszenierte Porträt ihres Enkels J. David Riva setzt mit bislang unveröffentlichten Materialien aus dem privaten Nachlass und einer erlesenen Schar von Interviewpartnern neue Akzente und erzählt eine faszinierende Geschichte. Erstmalig wird hier die politische Mission der Dietrich fokussiert, ihre Motivation, von Hollywood an die Kriegsschauplätze n Europa zu reisen und einen Großteil ihrer Kraft dem Kampf gegen Die NSDAP aufzunehmen.
Warum folgte Marlene den amerikanischen GIs an die Front, betrat als eine der ersten Zivilisten mit General Pattons Truppen deutschen Boden und kehrte für kurze Zeit ins zerstörte Berlin ihrer Kindheit zurück? Beginnend im Berlin der 20er und 30er Jahre wird dem Zuschauer der Aufstieg von Marlene Dietrich wieder in Erinnerung gerufen. Ihre Heimat indes war stets die Spree-Metropole. Angesichts der politischen Situation im Nazi-Deutschland emigriert sie in die. Berühmt sind ihre Auftritte vor amerikanischen Soldaten, unter denen sie auch Freunde hat. Ihre Karriere steht immer im geschichtlichen Zusammenhang, egal ob sie in den Ruinen Warschaus oder in Tel Aviv auftritt. Marlene Dietrich, Deutschlands einzige Filmdiva, ist bereits in zahlreichen Dokumentarfilmen durchleuchtet worden. Dieser Film hat nicht den Anspruch an einer Dokumentation ihrer Karriere, sondern legt den Schwerpunkt auf Marlene Dietrichs politisches Engagement. Schön in dieser Filmversion: Die sonst so stoisch-starre Maske, die sie dem Kinopublikum zunehmend entfremdete, ist bei den Hobbyaufnahmen verschwunden. Dort sieht man eine umwerfend sympathische Frau, einen guten Kumpel und nicht den antiquierten, humorlosen Ur-Vamp, der sich camoufliert und drapiert einer breiteren Öffentlichkeit präsentierte. Ihr Song ich weiß nicht, zu wem ich gehöre, ist signifikant für ihr gesamtes Leben: „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre, ich bin doch zu schade für einen allein. Wenn ich jetzt grad dir Treue schwöre, wird wieder ein anderer ganz unglücklich sein. Ja, soll denn etwas so Schönes nur einem gefallen, die Sonne, die Sterne, gehör'n doch auch allen Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre, ich glaub, ich gehöre nur mir ganz allein.“
(Jean Lüdeke)
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