Risk - Mörderischer Einsatz
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In den Straßen von Mumbai, wohl besser bekannt als Bombay, herrscht Krieg. Es geht um die Vorherrschaft in Mumbais Unterwelt. Der bisher unangreifbare Pate Khalid, dessen Einfluss bis in die Politik hinein reicht, bekommt durch Naidu, ein Kleingangster, der sich sukzessiv nach oben gearbeitet hat, Konkurrenz und Naidus unbescheidenes Ziel ist Khalid zu töten und seinen Platz einzunehmen. Beide Khalid und Naidu gehen über Leichen, der eine um seine Macht zu erhalten, der andere um an die Macht zu gelangen. Menschenleben zählen für keinen der beiden. Die Polizei hat kein sonderlich großes Interesse daran, diesen Krieg zu beenden. Entweder stehen die Polizisten, bist in die höchsten Ränge hinauf, auf der Gehaltsliste von Khalid oder Naidu oder arbeiten gleich für beide. Einzig Suryakanth, Marke Einzelgänger und knallharter Polizist, steht noch auf der Seite von Recht und Gesetz, selbst wenn das hie und da, getreu dem Motto, der Feind meines Feindes ist mein Freund, heißt, sich mit Naidu gegen Khalid zu verbünden um Khalid aus seinem Exil in Bangkok nach Mumbai zu locken um ihn dann festnehmen zu können. Suryakanth gelingt es nach und nach erst die Kleineren und dann immer größere Fische in Khalids Organisation auszuschalten. Er wird zur Gefahr für Khalid. Als Suryakanth endlich genügend Material zusammen hat um die Politikerin Devki, die für Khalid arbeitet, zu verhaften wird er Opfer eines Komplotts und landet im Gefängnis. Er soll, laut Zeugen und Medien, zwei Unschuldige getötet haben, die zusammen mit anderen vor dem Haus von Devki gegen ihre Festnahme demonstriert haben. Als er wieder freikommt setzt er seinen Kampf gegen Mumbais Unterwelt härter als zuvor fort, doch auf welcher Seite steht er und für wen arbeitet er? Er tötet Männer von Naidu, lässt Naidu selber aber laufen, doch auch Männer Khalids werden getötet.
Mal abgesehen von der Einstiegssequenz, die gleich zeigt wo der Hammer in Sachen Gewalt und Toten hängt, fühlt der Zuschauer sich zunächst in all den Bollywoodklischees bestätigt, wenn gefühlt nach zwei Minuten der ersten Song mit indischen Schönheiten gezeigt wird, der so gar nicht in den bis dato recht blutigen und schnellen Fluss des Films passt. Aber keine Angst, der Song ist vermutlich nur „aus versehen hineingerutscht oder weil es eben nicht anders geht. Der Rest des Films ist dann doch wiederum sehr typisch Bollywood und zwar für das Genre der Copfilme. Die Folgen mehr oder weniger auch dem Schema F des guten Polizisten der ausgezogen ist um in der Unterwelt aufzuräumen, Recht und Gesetzt wieder einzusetzen und dabei über die Korruption und Verrat in den eigenen Reihen stolpert, ehe er dann das Gesetz selbst in die Hand nimmt und die öffentliche Ordnung zumindest für den Moment wieder herstellt. Dass er dabei ebenso wenig zimperlich ist, wie seine Gegenspieler aus der Unterwelt, treibt die Anzahl der Leichen gewaltig nach oben. Doch wer jetzt mit dem Finger auf Bollywood zeigt, mag sich in Erinnerung rufen, dass es auch durchaus Klassiker des Hollywoodkinos gibt, die mit nicht viel weniger Toten auskommen. Es ist in dem Fall also keine Frage von Holly- oder Bollywood, vielmehr scheint das Genre eine gewisse Anzahl von Toten einfach vorauszusetzen. Das mag der geneigte Zuschauer finden, wie er will, im Falle von Risk war für mich jedenfalls die Grenze zum reinen Töten um des Töten willens und des guten Geschmacks nicht überschritten. Dessen ungeachtet gab es durchaus einige heftige Folterszenen, die nicht hätten sein müssen, aber im Kontext der Geschichte und Handlung Sinn machten und zeigen, dass Krieg, und sei es der auf den Straßen, ein durchaus schmutziges Geschäft ist, in dem Menschenleben nicht viel zählen. Ein ehrliches Grau statt eins allzu oft gern genommenen schwarz/weiß. Im Sinne dieses Grau überrascht es nicht, dass die Gangster dabei gezeigt werden, wie sie Gutes tun und den Armen zu Essen geben, während es auf der anderen Seite, ja neben den korrupten Polizisten, den Einzelgänger Suryakanth gibt, der, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen geht und dabei seinen Gegenspielern in Nichts nachsteht. Ich hatte sogar das Gefühl, die Gangster bringen weniger Menschen um, als Suryakanth. Durchaus moralisch fragwürdig war für mich, ob man Morde als Mittel einsetzen soll einen flüchten Gangster dazu zu bringen zurück nach Indien zu kommen und ob das „ein Mann nimmt das Gesetz selbst in die Hand um die öffentliche Ordnung wieder herzustellen“ nicht zu einer Glorifizierung von Selbstjustiz führt, doch auch hier gibt es Beispiele im Hollywoodkino die zu den Klassikern der westlichen Filmgeschichte gehören. Lässt man die moralischen Aspekte mal beiseite, was mir durchaus gelungen ist, kann ich beim vorliegenden Film von solider Handarbeit sprechen. Die Erwartungen, die an diese Art Film gestellt werden, werden erfüllt und das auf recht hohem, ansehnlichem Niveau. Es gibt keine offensichtlichen Löcher in der Geschichte, ja ich musste sogar aufpassen, dass ich den durchweg sinnigen Wendungen der Geschichte folgen konnte und war mir nie so ganz sicher, wer denn nun der Gute und wer der Böse ist. Erneut Hut ab vor dem Mut zu Grau. Schauspielerische Glanzleistungen werden in solch einem Film nicht erwartet umso überraschender, wenn sie doch geliefert werden. Vinod Khanna ist Khalid in allen Facetten, vom abgeklärten Mafiaboss hin zum liebevollen Vater, der sich um seinen erwachsenen geistig behinderten Sohn kümmert und selbstlosen Geschäftsmann, der den Amen von seinem Reichtum gibt. Dafür, dass sein Suryakanth maximal drei Gesichtsausdrücke beherrscht kann Randeep Hooda nichts, aber er macht schlicht das Beste draus und dafür darf er durchaus Stolz auf sich sein. Mein heimlicher Favorit, warum auch immer, aber war Zakir Hussain als Naidu. Irgendwas hatte sein Spiel. Doch auch die beiden Politiker Seema Biswas als Devki und Anant Jog als Sarang waren schön abgebrüht und im Falle von Sarang schmierig und ganz das Fähnchen im Winde, dass sich immer auf die Seite dreht, auf der es den meisten Profit erwartet. Zum Bild ist nicht viel zu sagen. Die Bildsprache ist nicht wirklich neu und innovativ, aber handwerklich solide. Es dominieren die Grautöne, was ich sehr passend zum Grau der Geschichte fand. So soll es sein, Bilder die die Aussage stützen. Der Ton, sowohl auf Deutsch wie auch auf Hindi, ist sauber und gut verständlich. Einzig bei den deutschen Untertiteln war ich mir nicht immer sicher, ob sie denn nun korrekt das auf Hindi gesagte wiedergeben, allein ich kann es mangels Hindikenntnissen nicht prüfen. Da sich mir jedoch keine inhaltlichen Lücken oder sinnentstellende Tatsachen auftaten gehe ich mal davon aus, dass sie den Sinn des gesagten korrekt wiedergeben und darauf kommt es mir persönlich schließlich mehr an als auf die korrekte Übersetzung. (Eric Hoch) alle Rezensionen von Eric Hoch ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Risk - Mörderischer Einsatz, DVD:
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Weitere Filminfos zu Risk - Mörderischer Einsatz: Originaltitel: Risk Land / Jahr: Indien 2007 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Risk - Mörderischer Einsatz:
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