Bound - Gefesselt
Schauspieler / Schauspielerinnen in Bound - Gefesselt:
Darsteller:
Jennifer Tilly, Gina Gershon, Joe Pantoliano, John P. Ryan, Christopher Meloni Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Bound - Gefesselt:
Corky (Gina Gershon) kommt frisch aus dem Knast und übernimmt allein den Renovierungsjob in einem Luxusappartement. Direkt nebenan wohnen das Pärchen Caesar (Joe Pantoliano) und Violet (Jennifer Tilly), die Corky an ihrem ersten Arbeitstag im Aufzug kennen lernt. Sofort ist ihr klar, dass Violet ein Auge auf sie geworfen hat. Im Laufe weniger Tage kommen sich die beiden näher und beginnen eine Affäre. Wie sich herausstellt, ist Caesar ein Mitglied mittleren Ranges der örtlichen Mafia und Violet nur aufgrund des Geldes mit ihm zusammen. Aufgrund eines geplatzten Betruges, bei dem der Mafiabuchhalter Shelly rund 2 Millionen Dollar abzweigen konnte, kommt Caesar zu der zweifelhaften Ehre das Geld für den Boss aus New York in seiner Wohnung aufbewahren zu müssen. Violet will diese Chance nutzen und schlägt Corky vor mit ihr dem Geld durchzubrennen… Anscheinend müssen die Wachowskis enorm von den Late Night Movies der 90er gelangweilt gewesen sein, die zu später Stunde mit Sex und Crime vor den Fernseher locken sollten. Ansonsten wäre dieser Genrebastard aus Film Noir, Gangster- und Slapstickfilm kaum zu Stande gekommen. Der erste Trumpf, den sie ins Spiel bringen, ist ein lesbisches Pärchen, anstatt der genreüblichen Mann/Frau Kombination. Gershon und Tilly spielen diesen Aspekt zusätzlich mit einer Priese Humor aus, was den Sexfaktor des Films nicht überhand nehmen lässt. Gerade dadurch gelingt es ebenfalls, die erste halbe Stunde Vorgeplänkel zu überbrücken, bis die eigentliche Handlung in Aktion tritt. Danach geht es Schlag auf Schlag und „Bound“ verwandelt sich in eine äußerst spannende, schwarze Komödie, bei der sich die toten Gangster nur so in der Badewanne stapeln. Sobald das Geld weg ist, wird Joe Pantolianos „Caesar“ zur tickenden Zeitbombe, die im Minutentakt zwischen Genie und Wahnsinn wechselt. Pantoliano schafft es aus seiner Nebenrolle eine Hauptfigur zu machen und liefert, obwohl oder vielmehr „weil“ er zuvor hauptsächlich in Fernsehserien und –filmen eingesetzt wurde, eine überragende Vorstellung ab. Ein Grund für die Wachowskis im eine ähnliche Rolle wie die des „Caesar“ in „Matrix“ zu geben und mit Sicherheit auch für Christopher Nolan, der Pantoliano in „Memento“ (2000) seinem Hauptdarsteller Guy Pearce gegenüberstellte. Handwerklich ist „Bound“ perfekt inszeniert und viele der später in „Matrix“ verwendeten Tricks, besonders die extremen Zooms und außergewöhnlichen Kamerablickwinkel finden sich bereits hier. Wer den Erstling der Wachowskis also noch nicht kennt, kann getrost bei der 2008 neu aufgelegten DVD zuschlagen. Kenner und Besitzer der bereits 1998 erschienen Fassung könnten sich nun über das 16:9 Bildformat und ein paar zusätzliche Extras (Jan Heesen) alle Rezensionen von Jan Heesen ...
Die schöne Violet (Jennifer Tilly) verliebt sich Hals über Kopf in Corky (Gina Gershon), die gerade nach fünf Jahren aus dem Gefängnis gekommen ist. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Um einen Neuanfang zu starten benötigen die beiden allerdings dringend Geld. Zusammen fassen sie einen riskanten Plan, denn das Geld wollen die beiden sich von Violets Gangster-Freund Caesar (Joe Pantoliano) holen. Doch dazu müssen sie nicht nur die Mafia austricksen, sondern auch über Leichen gehen...
Die Neuauflage bietet erstmals das Originalbildformat von 1,85:1 in anamorpher Abtastung an. Das Gesamtergebnis ist dennoch nicht wirklich zufriedenstellend. Die Schärfe könnte besser sein, wirkt der Film doch oftmals etwas zu weich. Kontrast und Farben sind gut, aber es gibt ein leichtes Hintergrundrauschen, welches sich über den gesamten Film legt. Ab und zu huschen einige Dropouts durch das Bild und auch Nachzieheffekte kann man hin und wieder entdecken. Die DVD besitzt eine englische Originalfassung (DD 5.1) und zwei deutsche Tonspuren. Die eine (DD 2.0) wird als „Original-Mischung“ beschrieben und die andere (DD 5.1) als „DVD-Mischung“. Die DD 2.0-Spur weist zwar ein ganz leichtes Rauschen auf, aber das hat keinerlei Auswirkungen auf die Verständlichkeit oder die Dynamik. Die deutsche DD 5.1-Fassung klingt ganz gut, da dies jedoch ein ruhiger und unspektakulärer Film ist, darf man auch keine Soundorgien erwarten. Da es eher wenig Umgebungsgeräusche gibt (der Film ist praktisch ein Kammerspiel), wird eine Räumlichkeit über Musik hergestellt. Fast ständig schallt die Musik aus allen Boxen, aber auch das kann nicht verhindern, dass die Abmischung zur Frontlastigkeit tendiert. Für diese Art von Film ist das Ergebnis dennoch ganz ordentlich geraten. Die englische ist der deutschen Spur weitgehend ähnlich, weist aber hier und da kleinere Abweichungen auf. Mal klingt eine Szene in der Originalfassung räumlicher und dynamischer, mal in der deutschen eine Spur besser. Es gibt keine Untertitel. Als Extras stehen zur Verfügung: sechs Interviews (ca. 14 min), ein kurzer Blick hinter die Kulissen (ca. 9 min) und drei Darstellerinfos. Die Interviews sind eher oberflächlich und nichtssagend, da in praktisch jedem (!) Interview zum größten Teil wiederholt der Inhalt nacherzählt wird. Der Blick hinter die Kulissen ist ganz annehmbar und hat zudem Seltenheitswert, da man hier noch die Wachowski-Brüder bei der Arbeit sehen kann, während sie später keinerlei Bilder mehr von sich gestatteten und sich der Öffentlichkeit entziehen. Die „Darstellerinfos“, hinter denen sich äußerst schlichte Filmographien verbergen, kann sich der Verleiher Constantin auf seinen DVDs eigentlich sparen. Sie sind sowieso nur unvollständige und dazu willkürlich ausgesuchte Aufzählungen, die keinerlei Wert haben. Wichtige Filme werden immer wieder ausgelassen und auch sonst erfährt man rein gar nichts über die Schauspieler. ANMERKUNG: Auch wenn diese DVD eine Verbesserung darstellt, hat man es doch versäumt, ein Highlight der UK-DVD draufzupacken und die Veröffentlichung damit rundum gelungen zu machen. Es fehlt nämlich der Audiokommentar von Regisseuren und den Hauptdarstellerinnen. Das ist zutiefst enttäuschend. Noch immer ist BOUND (USA, 1996) zu Unrecht viel zu unbekannt und das, obwohl die Schöpfer auch die Macher der MATRIX-Trilogie, vom allseits unterschätzten SPEED RACER und die kreativen Köpfe hinter V FOR VENDETTA und NINJA ASSASSIN (beide James McTeigue) sind. Zuerst positiv aufgefallen sind sie zwar durch ihr Skript zum Actionthriller ASSASSINS (1995, Regie: Richard Donner) mit Sylvester Stallone, Antonio Banderas und Julianne Moore in den Hauptrollen, doch so richtig bemerkbar hatten sie sich durch ihren Debütfilm BOUND gemacht, der auf ganzer Linie ihr Talent verdeutlichte. Schon dort bewiesen sie eindrucksvoll ihr Händchen für gute Geschichten und ihr visuelles Gespür. Vor und hinter der Kamera arbeiteten an diesem Werk Menschen, die zum Wachowski-Universum gehören und wiederholt in den Filmen auftauchen oder an ihnen mitwirkten. Als Director of Photography agierte Bill Pope, der auch später bei der MATRIX-Trilogie dabei sein sollte. Die Musik ist schon hier von Don Davis (hört und erkennt man deutlich am Stil) und Schauspieler Joe Pantoliano gibt wieder einmal sein Bestes. Die Neo-Noir-Story bietet einerseits klassische Anleihen an das Genre wie Gier, Geld, die Femme Fatale, viele Wendungen, etc., wenn auch mit einigen verkehrten Vorzeichen (Lesbenmotiv), andererseits aber auch moderne Anklänge. Neben dem cleveren Drehbuch ist, wie erwähnt, die herausragende Bildgestaltung, die den Film so bestechend erscheinen lässt. Sie ist ausgeklügelt, fantasievoll, verspielt, aber nie zu aufdringlich oder manieriert wirkend. Allein deswegen lohnt sich schon das Ansehen. Zur DVD: Zum Glück liegt der Film als ungeschnittene Fassung vor (wie schon bei der alten Version), denn es existiert auch eine leicht gekürzte R-Rated-Version, die in den Sexszenen etwas erleichtert daherkommt. War die alte Auflage mies, weil Vollbild statt Widescreen, nur mit deutscher Tonspur versehen und ohne Extras, stellt die Neuauflage eine deutliche Verbesserung dar. Leider ist sie immer noch nicht das Wahre, denn es fehlt der Audiokommentar der Wachowski-Brüder. Ein seltenes Kleinod, weil die Brüder heutzutage nicht mehr an die Öffentlichkeit gehen und sich nicht mehr zu ihren Filmen äußern. Ein Grund dafür ist u. a. die Gender-Transformation von Larry Wachowski. So muss letztendlich jeder für sich entscheiden, ob ihm/ihr der Audiokommentar oder eine deutsche Synchronisation wichtiger ist, die die UK-DVD nicht hat. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Bound - Gefesselt, DVD:
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Weitere Filminfos zu Bound - Gefesselt: Originaltitel: Bound Land / Jahr: USA 1996 Produktion: Andrew Lazar, Stuart Boros Musik: Don Davis Kamera: Bill Pope Ausstattung: Eve Cauley Kostüme: Lizzy Gardiner Schnitt: Zach Staenberg Ton: Dane Davis Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Bound - Gefesselt:
Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Blick hinter die Kulissen, Darsteller-Infos
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