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Leonard Bernstein - Beethoven Brahms Bruckner Franck Milhaud Mozart
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Leonard Bernstein - Beethoven Brahms Bruckner Franck Milhaud Mozart:
0Bernd Hellweg2009-01-28Der US-amerikanische Dirigent, Komponist und Pianist Leonard Bernstein (1918 – 1990) gilt als musikalisches Universalgenie. Er war einer der großen Dirigent des 20. Jahrhunderts. Bernstein dirigierte weltweit alle wichtigen Orchester und trat in den bedeutendsten Opernhäusern auf. Seine Kompositionen sind von großer Leidenschaft und einer außerordentlichen Formvielfalt geprägt. Leonard Bernsteins bekanntestes Musical-Werk trägt den Titel „West Side Story". Darüber hinaus zählte er zu den bedeutendsten Musikpädagogen der USA. Zu seinem Gesamtwerk gehören unter anderem Operetten, Symphonien, Opern und auch Filmmusiken.
Einen interessanten Querschnitt seiner Arbeit ist nun auf DVD bei medici erschienen. Auf fünf DVDs erlebt der Klassik-Fan fünf von Bernstein dirigierte Konzerte. Auf der ersten DVD dirigiert er dem Israel Philharmonic Orchestra Brahms (Symphony Nos. 1 & 3). Dieser Konzertmitschnitt stammt aus dem Jahr 1973. Über Bernstein und Brahms schrieb einmal die USA Today: „Niemand dirigiert Brahms mit so viel Originalität und Fantasie wie Leonard Bernstein.
Auf der zweiten DVD dirigiert er Franck (Symphony in D minor) und Milhaud (La Création du monde / Le Boef sur le toit) mit dem Orchestre National de France zusammen. Diese Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1981 (Franck) und 1976 (Milhaud).
Die dritte DVD führt den Zuschauer nach Wien. Hier dirigiert Bernstein natürlich die Wiener Philharmoniker zu, natürlich, Mozart. Die Aufzeichnung vom Piano Concerto No.17 und der Symphony No. 39 stammen aus dem Jahr 1981.
DVD Nr. 5 (DVD Nr. 4 wird kurz übersprungen, da es sich um das Highlight dieser Konzert-Box handelt) zeigt Leonard Bernstein ebenfalls mit der Wiener Philharmonika und der Symphony No. 9 von Bruckner.
Nun zur DVD Nr. 4: Diese DVD markiert einen wahrhaft historischen Moment: als eine seiner letzten Produktionen dirigierte Leonard Bernstein am 23. und 25. Dezember 1989 auf eine spontane Einladung von Justus Frantz Beethovens Neunte Symphonie in Berlin (in der Philharmonie und im Konzerthaus, damals noch Schauspielhaus genannt). Für die Feierlichkeiten zum Fall der Berliner Mauer hatte Bernstein den Text von Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ in die „Ode an die Freiheit“ geändert. „Ich bin sicher, Beethoven würde uns zustimmen“, sagte Bernstein. Die Symbolkraft dieses Ereignisses wurde noch dadurch gesteigert, dass Bernstein ein Orchester dirigierte, das sich aus Musikern ost- und westdeutscher Herkunft zusammensetzte, zu denen auch Kräfte aus New York, London, Paris und St. Petersburg stießen.
Fazit: Diese einmalige DVD-Box ermöglicht dem Klassik-Fan ein Wiedersehen und Neuentdecken der berühmten Einspielungen im faszinierenden DTS 5.1-Format. Eine wirklich aufregende Entdeckungsreise! (Den DVDs liegt noch ein informatives Booklet bei, in dem über Bernstein geschrieben wird, und auch kurz auf die gezeigten Werke dieser DVD-Sammlung eingegangen wird.)
Kurzbiografie: Der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein wurde am 25. August 1918 als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer im amerikanischen Lawrence geboren. Er studierte Komposition und Klavier an der Harvard-University sowie Dirigieren am Curtis Institute in Philadelphia, unter anderem bei Randall Thompson. 1942 wurde er Assistent von Kussewitzky und im folgenden Jahr Assistent Rodzinskis bei den New Yorker Philharmonikern. Von 1945 bis 1948 war Bernstein Leiter des New York City Symphony Orchestras und von 1958 bis 1969 des New York Philharmonic Orchestras. Vor allem als Mahler-Interpret schuf sich Bernstein einen Namen. Parallel zu seiner Tätigkeit als Dirigent entwickelte er eine Karriere als Komponist. Dabei widmete er sich zunächst der Komposition von Sinfonien, hatte aber vor allem mit seinen Musicals großen Erfolg, darunter „Wonderful Town“ 1953, „Candide“ 1956, „West Side Story“ 1957 und „Opus One“ 1974. Auch die Vermittlung von Musik an ein breites Publikum lag Bernstein am Herzen. Er kommentierte zahlreiche Fernsehmusiksendungen und verfasste 1961 das Buch „Freude an der Musik“, eine Musikeinführung. Bernstein starb am 14. Oktober 1990 in New York.
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Der US-amerikanische Dirigent, Komponist und Pianist Leonard Bernstein (1918 – 1990) gilt als musikalisches Universalgenie. Er war einer der großen Dirigent des 20. Jahrhunderts. Bernstein dirigierte weltweit alle wichtigen Orchester und trat in den bedeutendsten Opernhäusern auf. Seine Kompositionen sind von großer Leidenschaft und einer außerordentlichen Formvielfalt geprägt. Leonard Bernsteins bekanntestes Musical-Werk trägt den Titel „West Side Story". Darüber hinaus zählte er zu den bedeutendsten Musikpädagogen der USA. Zu seinem Gesamtwerk gehören unter anderem Operetten, Symphonien, Opern und auch Filmmusiken.
Einen interessanten Querschnitt seiner Arbeit ist nun auf DVD bei medici erschienen. Auf fünf DVDs erlebt der Klassik-Fan fünf von Bernstein dirigierte Konzerte. Auf der ersten DVD dirigiert er dem Israel Philharmonic Orchestra Brahms (Symphony Nos. 1 & 3). Dieser Konzertmitschnitt stammt aus dem Jahr 1973. Über Bernstein und Brahms schrieb einmal die USA Today: „Niemand dirigiert Brahms mit so viel Originalität und Fantasie wie Leonard Bernstein.
Auf der zweiten DVD dirigiert er Franck (Symphony in D minor) und Milhaud (La Création du monde / Le Boef sur le toit) mit dem Orchestre National de France zusammen. Diese Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1981 (Franck) und 1976 (Milhaud).
Die dritte DVD führt den Zuschauer nach Wien. Hier dirigiert Bernstein natürlich die Wiener Philharmoniker zu, natürlich, Mozart. Die Aufzeichnung vom Piano Concerto No.17 und der Symphony No. 39 stammen aus dem Jahr 1981.
DVD Nr. 5 (DVD Nr. 4 wird kurz übersprungen, da es sich um das Highlight dieser Konzert-Box handelt) zeigt Leonard Bernstein ebenfalls mit der Wiener Philharmonika und der Symphony No. 9 von Bruckner.
Nun zur DVD Nr. 4: Diese DVD markiert einen wahrhaft historischen Moment: als eine seiner letzten Produktionen dirigierte Leonard Bernstein am 23. und 25. Dezember 1989 auf eine spontane Einladung von Justus Frantz Beethovens Neunte Symphonie in Berlin (in der Philharmonie und im Konzerthaus, damals noch Schauspielhaus genannt). Für die Feierlichkeiten zum Fall der Berliner Mauer hatte Bernstein den Text von Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ in die „Ode an die Freiheit“ geändert. „Ich bin sicher, Beethoven würde uns zustimmen“, sagte Bernstein. Die Symbolkraft dieses Ereignisses wurde noch dadurch gesteigert, dass Bernstein ein Orchester dirigierte, das sich aus Musikern ost- und westdeutscher Herkunft zusammensetzte, zu denen auch Kräfte aus New York, London, Paris und St. Petersburg stießen.
Fazit: Diese einmalige DVD-Box ermöglicht dem Klassik-Fan ein Wiedersehen und Neuentdecken der berühmten Einspielungen im faszinierenden DTS 5.1-Format. Eine wirklich aufregende Entdeckungsreise! (Den DVDs liegt noch ein informatives Booklet bei, in dem über Bernstein geschrieben wird, und auch kurz auf die gezeigten Werke dieser DVD-Sammlung eingegangen wird.)
Kurzbiografie: Der Komponist und Dirigent Leonard Bernstein wurde am 25. August 1918 als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer im amerikanischen Lawrence geboren. Er studierte Komposition und Klavier an der Harvard-University sowie Dirigieren am Curtis Institute in Philadelphia, unter anderem bei Randall Thompson. 1942 wurde er Assistent von Kussewitzky und im folgenden Jahr Assistent Rodzinskis bei den New Yorker Philharmonikern. Von 1945 bis 1948 war Bernstein Leiter des New York City Symphony Orchestras und von 1958 bis 1969 des New York Philharmonic Orchestras. Vor allem als Mahler-Interpret schuf sich Bernstein einen Namen. Parallel zu seiner Tätigkeit als Dirigent entwickelte er eine Karriere als Komponist. Dabei widmete er sich zunächst der Komposition von Sinfonien, hatte aber vor allem mit seinen Musicals großen Erfolg, darunter „Wonderful Town“ 1953, „Candide“ 1956, „West Side Story“ 1957 und „Opus One“ 1974. Auch die Vermittlung von Musik an ein breites Publikum lag Bernstein am Herzen. Er kommentierte zahlreiche Fernsehmusiksendungen und verfasste 1961 das Buch „Freude an der Musik“, eine Musikeinführung. Bernstein starb am 14. Oktober 1990 in New York.
(Bernd Hellweg)
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