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Talk Talk - Live at Montreux 1986
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Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Talk Talk - Live at Montreux 1986:
0Jean Lüdeke2009-01-28Talk Talk war DIE britische Band, die in den frühen 1980er Jahren mit dem sogenannten Synthie-Pop begann und sich ab etwa 1986, insbesondere zwischen 1988 und 1991, zu einer der innovativsten und einflussreichsten Bands der Synthi-Pop Ära entwickelte. Talk Talk gelten unter vielen Kritikern als Taufpaten des Postrock. Die Geschichte von Talk Talk ist eng verbunden mit dem Werdegang des Frontmannes und Sängers Mark Hollis. Der wurde 1955 im Londoner Stadtteil Tottenham geboren. 1975 schmiss er sein Studium an der Uni von Sussex, Kinderpsychologie war sein ehemaliges Ziel, um zurück nach London zu gehen. Her widmete er sich dann hauptsächlich seinem Hobby, dem Songschreiben. Sein älterer Bruder Ed Hollis, ein Produzent und DJ übte in dieser Zeit großen Einfluss auf ihn aus. Ed managte damals die Punkband Eddie And The Hot Rods, bei deren Tour Mark aushilfsweise als Roadie einsprang. Doch er wollte seine eigene Band haben und so gründete er Reaction. Zugute kamen ihm die Kontakte seines Bruders zum Label Island, wo er 1977. Dort edierte er ein erstes Demoband. Unter den Songs fand sich auch der Titel "Talk Talk", ein Prototyp des Songs, der später auf der Platte "The Party's Over" erschien. EMI gab 1991 ein Remix-Album History Revisited heraus, das zu Rechtsstreitigkeiten mit der Band führte. Schließlich löste sich die Band auf. Schade: Talk Talk produzierte eine unverwechselbare Popmusik, die erstmals einen etwas ernsteren Ton anschlug als die vieler zeitgenössischer Synthie-Pop-Bands. Damit erreichten sie Kultstatus – bis heute.
Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges, das Album "It's My Life" (1984) mit den zugehörigen Singles "It's My Life", "Such A Shame" und "Dum Dum Girl" hatten Spitzenplätze in den Charts weltweit errungen, traten Talk Talk 1986 beim renommierten Jazz-Festival in Montreux auf. Die Veröffentlichung ihres dritten Albums "The Colour Of Spring" (1986) stand unmittelbar bevor und läutete die musikalische Abkehr vom Synthie-Pop-Sound der ersten Alben ein.
Die absolute wahre Stärke von "Live At Montreux" liegt dagegen in der Anordnung der Songs, denn hier favorisiert man das einstens eher ungeliebte Album "The Party's Over" nicht etwa aus, sondern startet das Set im Gegenteil programmatisch mit dessen Hymne "Talk Talk". Auf das 1982 bei Derrick verwendete "Another World" verzichtete man, obwohl der Titel der damaligen Folge ("Ende einer Sehsucht") locker als subtile Anspielung auf den Zustand der Band durchginge: Ausgestatten mit diversen Top Ten Erfolgen wenden Hollis und Co sich ab von der Jagd nach Ruhm und Geld und machen stattdessen lieber Kunst und Postrock: Und das knapp acht Jahre bevor Simon Reynolds dieses Wort zum ersten Mal verwendete…..
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Talk Talk war DIE britische Band, die in den frühen 1980er Jahren mit dem sogenannten Synthie-Pop begann und sich ab etwa 1986, insbesondere zwischen 1988 und 1991, zu einer der innovativsten und einflussreichsten Bands der Synthi-Pop Ära entwickelte. Talk Talk gelten unter vielen Kritikern als Taufpaten des Postrock. Die Geschichte von Talk Talk ist eng verbunden mit dem Werdegang des Frontmannes und Sängers Mark Hollis. Der wurde 1955 im Londoner Stadtteil Tottenham geboren. 1975 schmiss er sein Studium an der Uni von Sussex, Kinderpsychologie war sein ehemaliges Ziel, um zurück nach London zu gehen. Her widmete er sich dann hauptsächlich seinem Hobby, dem Songschreiben. Sein älterer Bruder Ed Hollis, ein Produzent und DJ übte in dieser Zeit großen Einfluss auf ihn aus. Ed managte damals die Punkband Eddie And The Hot Rods, bei deren Tour Mark aushilfsweise als Roadie einsprang. Doch er wollte seine eigene Band haben und so gründete er Reaction. Zugute kamen ihm die Kontakte seines Bruders zum Label Island, wo er 1977. Dort edierte er ein erstes Demoband. Unter den Songs fand sich auch der Titel "Talk Talk", ein Prototyp des Songs, der später auf der Platte "The Party's Over" erschien. EMI gab 1991 ein Remix-Album History Revisited heraus, das zu Rechtsstreitigkeiten mit der Band führte. Schließlich löste sich die Band auf. Schade: Talk Talk produzierte eine unverwechselbare Popmusik, die erstmals einen etwas ernsteren Ton anschlug als die vieler zeitgenössischer Synthie-Pop-Bands. Damit erreichten sie Kultstatus – bis heute.
Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges, das Album "It's My Life" (1984) mit den zugehörigen Singles "It's My Life", "Such A Shame" und "Dum Dum Girl" hatten Spitzenplätze in den Charts weltweit errungen, traten Talk Talk 1986 beim renommierten Jazz-Festival in Montreux auf. Die Veröffentlichung ihres dritten Albums "The Colour Of Spring" (1986) stand unmittelbar bevor und läutete die musikalische Abkehr vom Synthie-Pop-Sound der ersten Alben ein.
Die absolute wahre Stärke von "Live At Montreux" liegt dagegen in der Anordnung der Songs, denn hier favorisiert man das einstens eher ungeliebte Album "The Party's Over" nicht etwa aus, sondern startet das Set im Gegenteil programmatisch mit dessen Hymne "Talk Talk". Auf das 1982 bei Derrick verwendete "Another World" verzichtete man, obwohl der Titel der damaligen Folge ("Ende einer Sehsucht") locker als subtile Anspielung auf den Zustand der Band durchginge: Ausgestatten mit diversen Top Ten Erfolgen wenden Hollis und Co sich ab von der Jagd nach Ruhm und Geld und machen stattdessen lieber Kunst und Postrock: Und das knapp acht Jahre bevor Simon Reynolds dieses Wort zum ersten Mal verwendete…..
(Jean Lüdeke)
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