Paranoid Park
Zum Eastside Skateboard Park unter einer der Brücken in Portland, Oregon, geht man besser nicht allein. Hier skaten nur die ganz harten Kids. Die illegale Skater-Anlage ist eine autonome Zone, in der Erwachsene nichts zu suchen haben. Hier ist der »Paranoid Park«. Der junge Skater Alex fühlt sich noch nicht bereit für Paranoid. Als er eines Tages doch hingeht, passiert ein Unglück: Bei einem Unfall tötet er unbeabsichtigt einen Wachmann. Alex beschließt es zu verheimlichen. Aber die Polizei ist ihm bereits auf der Spur… Paranoid Park stammt aus dem Hause Alive AG.
Schauspieler / Schauspielerinnen in Paranoid Park:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Paranoid Park:
Gus Van Sant auf den Spuren des Jugendspezialisten Larry Clark. Das düstere Porträt des Alltags eines Skaters, der durch einen Unfall auf den Kopf gestellt wird.
Mit der Amerika-Trilogie, in der er sich authentischer Tragödien seines Vaterlandes annahm, hat sich der Independent-Filmemacher Gus Van Sant zu einem der interessantesten US-Regisseure weiterentwickelt. In Gerry, Elephant und Last Days hatte er allen überflüssigen Hollywood-Ballast über Bord geworfen und die Geschichten sowohl inhaltlich als auch filmisch auf das Essenziellste reduziert. In Paranoid Park führt er diesen minimalistischen Stil nun einerseits fort, andererseits beschreitet Van Sant auch wieder völlig neue Wege. Thematisch reiht sich der Film, der auf einem Roman von Blake Nelson basiert, in die düsteren Vorgänger ein. Der junge Skateboarder Alex (Gabe Nevins) ist in den gewaltsamen Tod eines Wachmannes verwickelt, was seinen Alltag zunehmend aus den Fugen geraten lässt. Aus Elephant kennen wir Einstellungen, in denen die Kamera hinter dem Protagonisten herschleicht – diese werden hier aber nur beiläufig zitiert. Ebenfalls von seinen letzten Werken bekannt, verzichtet Van Sant auch nach wie vor auf ermüdende Schnitt-Gegenschnitt-Visualisierungen und fokussiert bei Dialogen viel lieber eine der Personen für die gesamte Zeit. Bei ihm dürfen Teenager noch Pickel haben und sehen nicht allesamt aus wie einem Modelkatalog entsprungen. Den Authentizitätsanspruch stellt er dann schon lieber inszenatorisch in Frage, wenn er den Originalton komplett ausblendet und Skating-Szenen mit Geräuschen, Stimmen und sphärischer Musik unterlegt. Überhaupt spielt der Einsatz von non-diegetischer Soundtrack-Musik zum ersten Mal seit Langem bei Van Sant wieder eine wichtige Rolle. Auch mit einer noch so unspektakulären Geschichte und geringem produktionstechnischen Aufwand kann das einstige Enfant terrible nach wie vor überzeugen. ( Frank Brenner) alle Rezensionen von Frank Brenner ...
Stanley Kubrick ist der Lieblingsregisseur von Gus Van Sant. Der 1952 geborene US-amerikanische Filmemacher Van Sant, der als einer der bekanntesten Vertreter der New-Queer-Cinema-Bewegung gilt, erzählt ebenso wie Kubrick gern in eleganten Kamerafahrten, extravaganten Perspektiven und in einer durchkomponierten, „kühlen“ Cinematografie. Und wie Kubrick gelingt Van Sant stets die Neudefinition als Filmemacher und Künstler.
Seit 1985, als er mit „Mala Noche“ auf sich aufmerksam machte und 1987 den Los Angeles Film Critics Award for Best Independent/Experimental Film erhielt, begeistert er Kritiker und Publikum. Van Sant hat viele Werke geschaffen, die zu den Meilensteinen des Independent-Films der späten Achtziger- und der Neunzigerjahre gehören, insbesondere „Drugstore Cowboy“ (1989), „My Own Private Idaho“ (1991) und „Even Cowgirls get the Blues“ (1993).
Als er Ende der neunziger Jahre plötzlich Filme in Hollywood drehte („Good Will Hunting“, 1997, „Finding Forrester“, 2000), schien das eine endgültige Abkehr von seinen Wurzeln als unabhängiger Filmemacher zu sein. Umso überraschender kamen die formalen Experimente der aus den Filmen „Gerry“ (2002), „Elephant“ (2003) und „Last Days“ (2005) bestehenden „Trilogie des Todes“. Anstelle einer Handlung gab es bloße Szenarien, denen sich Van Sant mit meditativen Steadicam-Fahrten, einer Durchbrechung der Chronologie und wechselnden Erzählperspektiven näherte. Nach diesen eigenwilligen Aufarbeitungen realer Ereignisse wie dem ... (
Bernd Hellweg)
die komplette Rezension lesen ... alle Rezensionen von Bernd Hellweg ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Paranoid Park, DVD: Alle Film-Daten als PDF Diese Seite mit allen Filminfos ausdrucken Weitere Filminfos zu Paranoid Park: Land / Jahr: USA 2007 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Paranoid Park:
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