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Trailer zum Film
TECHNISCHE DATEN
zu Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell

RC 2 FSK Freigabe ab 6 Jahren
DVD-Typ: DVD
Medium: DVD
Genre: Dokumentarfilm
Bildformat:
4:3 Vollbild
Tonformat:
Dolby Digital 2.0
Verpackung: Amaray Case
Anbieter:
Soulfood
EAN-Code:
4260170153159 / 4260170153159
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Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell

Titel:

Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell

Label:

Mondo Entertainment

Regie:

Maximilian Schell Maximilian Schell Biografie

Laufzeit:
90 Minuten
Genre:
Dokumentarfilm
FSK:
ab 6 Jahren
Erscheinung:
21.11.2008

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Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell:
Darsteller:
Marlene Dietrich Marlene Dietrich Biografie,


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell:
Ihre Rollen waren „geheimnisvoll, mondän, heiter, elegant, geistreich“, ihre Regisseure von Weltruhm. Marlene Dietrich – ein Mythos, eine Legende, ein Weltstar.

1978 machte Marlene Dietrich ihren letzten Film, von der Bühne hatte sie sich schon vorher mit ihrem legendären Pariser Konzert verabschiedet. Danach zeigte sie sich nicht mehr in der Öffentlichkeit und gestattete auch niemandem mehr, sie zu fotografieren. „Ich bin zu Tode fotografiert worden", so ihre lapidare Begründung.

1982 gelang Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell das, was vor ihm viele vergeblich versucht haben: sechs Tage lang hat er mit Marlene Dietrich reden können. Doch er hatte es sich dieses Interview etwas anders vorgestellt. Sein Versuch, die in Paris lebende Diva zu filmen, scheiterte. Marlene Dietrich ließ weder sich noch ihre Wohnung ablichten. Immerhin gestattete sie Schell, das Interview auf Tonband mitzuschneiden.

Und so verarbeitete Maximilian Schell rund 12 Stunden Tonbandmaterial mit Bildern aus ihrem Leben und aus ihren Filmen zu einer echten Rarität im deutschen Dokumentarfilm. Dazu hat er ihre Pariser Wohnung im Studio nachgebaut und dokumentiert den filmischen Arbeitsprozess durch Aufnahmen aus dem Schneideraum, wo die verschiedenen Ebenen montiert werden – ein mehrschichtiges Verfahren, in dem stets versucht wird, den oft widersprüchlichen, teils ironischen, teils sentimentalen Kommentaren der Dietrich gerecht zu werden.

Paradoxerweise gibt die zum Mythos gewordene Kinolegende gerade in der Verweigerung, fotografiert zu werden, ein Stück ihrer privaten Person preis. So wird auch ihr kompliziertes Verhältnis zu Deutschland zu einem Zeichen für die drohende Heimatlosigkeit zwischen Filmmythos und privater Existenz. „Nee, ist ja alles Quatsch. Heimatlosigkeit ist doch Courths-Mahler. Nein wirklich, bitte. Ich habe solch kitschige Gefühle überhaupt nicht. Ich bin doch deutsch geboren, Kitsch gab's nicht bei uns."

Fazit: „Marlene“ ist eine eindrucksvolle und spannende Dokumentation, in der man mehr über Marlene Dietrich erfährt, als in den gängigen Star-Huldigungen. Mehr als sehenswert und für Fans der Dietrich unverzichtbar!

Die DVD zeigt den Film in einem akzeptablen 4:3-Bild, dessen Qualität von den jeweiligen Filmausschnitten abhängt. Der Ton (Mono 2.0) ist klar und deutlich zu verstehen. Und in Szenen, wenn Marlene Dietrich von der deutschen zur englischen Sprache wechselt, ist ein deutscher Untertitel gleich parat. Bonusmaterial gibt es leider keins. Dafür enthält die DVD ein kleines Poster des Kinoplakats zur Dokumentation.

Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Prädikat: „Besonders wertvoll"; Bayerischer Filmpreis 1984; Bundesfilmpreis 1984 für den besten Dokumentarfilm; Academy Awards Los Angeles 1985; Nominierung zum Oscar für den besten Dokumentarfilm; Preis der New Yorker Kritiker für den besten Dokumentarfilm; Nomination für „The Golden Globe". (Bernd Hellweg)


Nicht nur einfach eine chronologische Filmbio, sondern eine nahezu mystische Story die Vita über Wahrheit und Fiktion, auch verbitterte Darstellung von Fehlern über die Produktion eines Films. Anders als die sonst so üblichen Lobhudeleien und blindem Fanfanatismus. Maximilian Schell ist zu bewundern, er hat sie gesehen, er hat mit ihre gesprochen. Die wohl größte deutsche Filmdiva des 20 Jahrhundert, Marlene Dietrich: professionell verschmelzt er er die Sprachaufnahmen des Interviews mit der 80jährigen Dietrich mit einzigartigen Original Zeitdokumenten und Aufnahmen aus dem Studio, in dem er den Film mit seinem Team schnitt. Das stellt den Produktionsprozess als eine weitere Ebene in den Vordergrund und verleiht der Produktion einen aufschlussreichen Eindruck als mehrschichtiges Werk. Dass man die Dietrich zu dem, was sie spricht, nicht im Bilde hat, stört keinesfalls, im Gegenteil, macht es nur noch neugieriger. Wie heißt es? „Sprich, damit ich Dich richtige sehe…“ Nicht nur für Dietrich-Enthusiasten aufschlussreiche und heilsame An . und Einblicke. Schon die Optik des DVD ist ein kleines Kunstwerk, auf dem das berühmte, photorealistische Porträt von Gottfried Helnwein zu bestaunen ist. Die deutsche Sängerin und Schauspielerin (1901-1992) zählte in den 1930er Jahren zu den größten internationalen Filmstars. Nach der Machtübernahme der NSDAP emigrierte Marlene Dietrich in die USA, um als Antifaschistin gegen die Vorgänge in Hitler-Deutschland einzutreten. Angesichts der Vorwürfe des Landesverrats verzichtete die Diva nach Kriegsende auf eine Rückkehr nach Deutschland, um erst posthum in ihre Berliner Heimat zurückzukehren. Der Film "Der Blaue Engel", in dem sie das Lied "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" populär machte, bedeutete ihren Durchbruch zum Weltstar. Marlene Dietrich spielte zunächst in einem Dutzend Stummfilmen mit, bevor ihr 1930 mit der Darstellung der Lola in "Der Blaue Engel" der Durchbruch gelang. Sie ging noch im gleichen Jahr nach Hollywood und drehte (nicht nur) dort mit anderen Filmgrößen etliche Klassiker der Filmhistorie. Sie lehnte das Angebot von Goebbels ab, ins Nazi-Deutschland „heimzukehren“. Stattdessen nahm sie 1939 die amerikanische Staatsbürgerschaft an und unterstützte später die amerikanischen Soldaten an der Front im Kampf gegen Deutschland. Dies haben ihr bestimmte Deutsche bis heute nicht verziehen. Nach dem Krieg filmte sie zwar wieder, widmete sich aber verstärkt der Musik und trat in unzähligen Konzerten als umjubelter Star auf. Seit 1976 lebte sie zurückgezogen in Paris, trat aber zwei Jahre später noch einmal vor die Filmkameras und drehte mit David Bowie "Schöner Gigolo, armer Gigolo". Am 6. Mai 1992 starb Marlene Dietrich vereinsamt in ihrer Pariser Wohnung und wurde in Berlin beigesetzt. (Jean Lüdeke)


Das Leben als Diva und lebende Legende ist sicherlich nicht immer leicht. Schon gar nicht, wenn man zu den am meisten fotografierten Menschen seiner Zeit zählte. Marlene Dietrich, der Weltstar aus Berlin, hatte sich das am Ende ihres Lebens wahrscheinlich auch gedacht, als sie sich konsequent aus der Öffentlichkeit zurückzog und fortan ihre Wohnung in Paris nicht mehr verließ. Sie wollte sich nicht mehr fotografieren und filmen lassen, sie sei „zu Tode fotografiert worden“ gab sie als Grund an.

Wahrscheinlich waren es aber auch zu einem großen Teil ihre gesundheitlichen Probleme und die Angst als „alte Frau“ ihren Mythos der immer schönen und eleganten Dame mit Sexappeal zu verlieren.

Daher ließ sie auch nicht mit sich verhandeln, als ihr alter Weggefährte und Kollege Maximilian Schell einen Dokumentarfilm über sie vorschlug. Bilder waren nicht erwünscht. So stand Schell vor der Aufgabe einen Film über die Dietrich zu drehen ohne sie aktuell zu zeigen. Er zeichnete einfach seine Gespräche mit der alten Dame auf und legte über die Tonspur Archivaufnahmen, Filmausschnitte, Bilder der nachgestellten Wohnung Marlenes und sich selbst bei der Arbeit.

Herausgekommen ist dabei eine ungemein spannende und wahrhaftige Dokumentation, die eine unbekannte Seite von Marlene Dietrich zeigt.
Sie schmeichelt dem Filmemacher in einer Sekunde nur, um ihm danach harsch ins Wort zu fallen und ihn zurechtzuweisen. Sie verklärt und verwässert ihre frühen Stummfilme, sie leugnet je eine Schwester gehabt zu haben und ist ohnehin sehr darauf bedacht, dass ihre Interpretation ihres Lebens die einzig wahre ist. Wie ihre Bühnenansagen, die während ihrer Konzerte stets bis aufs Wort genau einstudiert waren, so kämpft sie auch in den Interviews um jedes Detail ihres Lebens.

Das ist ungeheuer faszinierend, ergreifend und aufwühlend.
Maximilian Schell, der große Schauspieler, versucht auch als Regisseur überaus dramatisch zu sein. Bleibt er bei seinen Gesprächen mit Marlene, entfaltet er durch seine Fragen einen emotionalen Sturm, setzt er sich dann aber selbst in Szene, wirkt er doch allzu theatralisch. Die Bildqualität ist schwankend da viele verschiedene Bildquellen herangezogen wurden. Das Bildformat ist 4:3, der Ton Dolby Digital 2.0.

Fahrlässig ist es allerdings dieser tollen Doku überhaupt keine Extras hinzuzufügen. Hier wurde wieder einmal die Chance vertan ein rundum gutes Produkt für die Käufer zu liefern. Da tröstet auch das kleine Filmposter des Films als Zugabe nicht. (Tobias Mielke)


Maximilian Schell ist vielen Menschen eher als Filmschauspieler als Regisseur bekannt. Der Bruder, der ebenfalls weltberühmten Schwester Maria Schell, stammt aus einer Schweizer Künstlerfamilie. Mit großer Anstrengung und Behaglichkeit ist ihm wahrhaftig ein Coup gelungen. Erst erklärte sich Marlene Dietrich bereit vor laufender Kamera den Fragen von M. Schell sich zu stellen. Kurz vor Drehbeginn stellte sie die Bedingung: nur ein Tonband läuft mit und keine Filmkamera, sonst kein Interview. Der Regisseur willigte zähneknirschend ein. Mit Zustimmung der weltberühmten Filmlegende ließ Schell die Pariser Wohnung, in der die Dietrich wohnte, detailgetreu nachbauen. Die Sprachaufnahmen mit der über 80jährigen Deutsch-Amerikanerin werden begleitet mit Originalen Zeitdokumenten und Aufnahmen aus dem Studio, in dem er den Film mit seinem Team schnitt. Das stellt den Produktionsprozess als eine weitere Ebene in den Vordergrund und verleiht der Produktion einen interessanten Eindruck als mehrschichtiges Werk. Dass man Marlene Dietrich (Maria Magdalena von Losch. So ihr bürgerlicher Name) zu dem, was sie spricht, nicht sieht, schadet der Produktion in keinem Falls, sondern verleiht der Filmdokumentation sogar einen ganz besonderen Reiz, der in ihrer Stimme, die von einer außergewöhnlichen Körperlichkeit durchdrungen ist, liegt. Ihre Stimme, ihre schlagfertigen, teils ironischen, teils sentimentalen Kommentare - die Bilder aus ihren Filmen und ihrem Leben - werden zu einer faszinierenden Kino-Collage. Sie ist…bleibt eine faszinierende Persönlichkeit!

Marlene Dietrich – Ein Mythos – Ein Stück Zeitgeschichte … Geschichte für die Filmwelt, Klatschspalten und für Deutschland. In dieser Dokumentation vom Schauspielkollegen und Regisseur Maximilian Schell über die weltberühmte Künstlerin und insbesondere den Menschen Marlene Dietrich. Die sehr zurückgezogen und betagte 83-jährige Filmlegende stimmte zunächst zu, sich in ihrer Pariser Wohnung filmen zu lassen, verweigerte kurz vor Drehbeginn aber diese Zustimmung wieder und ist nur noch hörbar in deutscher und englischer Sprache. Maximilian Schell, der mit Marlene 1961 im "Urteil von Nürnberg" zusammen spielte ließ ihr Apartment im Studio nachbauen und präsentiert sein Porträt als Mischung aus Studioaufnahmen, Filmausschnitten und Szenen aus dem Schneideraum, in denen er die verschiedenen Ebenen montiert, begleitet von den Erinnerungen der Marlene Dietrich, die sich so schwer greifbar und doch immer wahrhaftig gibt. Ihre konstante Weigerung, irgendetwas von sich preis zu geben, führt erschaunlicherweise dazu, dass man nirgendwo (Bücher, Interviews, Filme…) so viel über sie erfährt wie in dieser Dokumentation. Das liegt sowohl an Schells sensibler, behutsamer, gleichzeitig kluger und energischer Interview-Führung, aber natürlich in erster Linie an Marlene selbst. Sie gibt sich sperrig, zornig, sentimental, (alters)stur und liebevoll. Sie widerspricht oft und will oder kann sich an viele Dinge nicht erinnern (so beharrt sie darauf, Einzelkind zu sein und keine größere Stummfilm-Rolle gespielt zu haben), erstmals spricht sie auch über ihr Verhältnis zu Deutschland. Sie präsentiert so viele Facetten ihrer Persönlichkeit, dass ihr Mythos nicht erhellt, sondern bis in alle Zeiten zementiert wird. Lobhudeleien oder romantische Verklärung gibt es nicht, auch kein chronologisches Abhaken der Biografie. Maximilian Schell ist es gelungen ein Künstlerporträt zu schaffen über eine faszinierende, unergründliche Persönlichkeit. Er ist aber auch ein Film über den Sinn und Unsinn von Biografien. Gegen Ende erlebt der Zuschauer ein wahres Bilder- und Filmgewitter aus unzähligen Aufnahmen und Tönen - und das alles in kurzweiligen 90 Minuten. Zu Recht hat „Marlene“ zahlreiche Filmpreise abgeräumt. (Nils Grundmann)


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Weitere Filminfos zu Marlene - Dokumentation von Maximilian Schell:

Originaltitel: Marlene
Land / Jahr: BRD 1983
Buch: Maximilian Schell, Meir Dohnal
Medien-Typ: DVD
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