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TECHNISCHE DATEN
zu Das Fräulein

RC 2 FSK Freigabe ab 6 Jahren
DVD-Typ: 1 x DVD
Medium: DVD
Genre: Drama
Bildformat:
16:9 anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 2.0,Bosnisch: Dolby Digital 2.0,Kroatisch: Dolby Digital 2.0,Serbisch: Dolby Digital 2.0
Verpackung: Amaray Case
Untertitel:
Englisch, Italienisch, Serbisch, Französisch, Kroatisch, Slowenisch
Anbieter:
Filmgalerie 451
EAN-Code:
9783937045924 / 9783937045924
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Drama > DVD > Das Fräulein

Das Fräulein

Titel:

Das Fräulein

Label:

Filmgalerie 451

Regie:

Andrea Štaka

Laufzeit:
81 Minuten
Genre:
Drama
FSK:
ab 6 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 12.07.2017 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Das Fräulein:


Die beste Aussicht ist die, die du selbst wählst. `Das Fräulein` erzählt von drei eigenwilligen Frauen unterschiedlicher Generationen, die in Zürich leben und deren Lebenswege sich für einen kurzen Zeitraum kreuzen. Gemeinsam ist ihnen nur die alte Heimat: die Serbin Ruža kommt aus Belgrad, die Bosnierin Ana aus Sarajevo und die Kroatin Mila aus einem kleinen Ort an der Adria. Es ist die Geschichte einer zaghaften Freundschaft, die Regisseurin Andrea Štaka mit starken Gefühlen und leisem Humor verbindet. Ruža, 50 Jahre alt, kam vor 25 Jahren voller Hoffnung auf ein neues und besseres Leben aus Belgrad in die Schweiz. Heute hat sie nur noch eine Passion, das Geld. Ruža besitzt eine Betriebskantine in Zürich, die sie mit strenger Hand und gutem finanziellen Erfolg führt. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen und besteht aus geregelten Abläufen: die Arbeit in der Kantine, das Zählen der Tageseinnahmen im Büro, das Abendbrot in ihrer kleinen Zürcher Wohnung. Ruža hat sich in der Schweiz eine Existenz aufgebaut und denkt nicht daran, in ihre Heimat Serbien zurückzukehren. Ganz anders als Mila, 60, ihre langjährige Angestellte, die mit ihrer Familie seit Jahrzehnten in der Schweiz lebt und hart arbeitet, um sich bald den Traum vom eigenen Haus in Kroatien erfüllen zu können. Das geregelte Leben der beiden Frauen und der Alltag in der Kantine geraten aus den Fugen, als die 22jährige Ana aus Sarajevo auftaucht. Ana, lebenshungrig, schön und eigenwillig, streift ziellos umher, auf der Flucht vor ihrer eigenen Vergangenheit: Der Krieg in Bosnien hat tiefe Spuren in ihr hinterlassen, die sie mit ihrer lauten und frohen Art zu überspielen versucht. Ana muss den Job in der Kantine aus Geldnot annehmen, sie arbeitet gut, stellt jedoch Ružas strikte Ordnung in Frage. Nachts streift Ana, die ihre Obdachlosigkeit in der Kantine verheimlicht, allein durch die Stadt und sucht Unterschlupf und Nähe bei wechselnden Männerbekanntschaften. Ruža fühlt sich von Anas Impulsivität und Direktheit in ihrer Ruhe bedroht, gleichzeitig von der Lebensfreude der jungen Frau angezogen. Nicht zuletzt erinnert Ana sie daran, wie sie selbst einmal war. Währendessen ist Mila beleidigt, weil Ana Ružas ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, und sie sich auch zu Hause unverstanden fühlt. Bei der Überraschungsparty in der Kantine, die Ana für Ružas Geburtstag organisiert, spitzen sich die schwelenden Konflikte zwischen den drei Frauen zu und gibt den Anstoß zu einer Reihe von Veränderungen: Ruža öffnet sich, sie tanzt zu Volksmusik, lacht und amüsiert sich. Am nächsten Morgen wacht sie nicht nur mit einem Kater auf – die Party hat auch ihren Blick auf das eigene Leben verändert, ihr Appetit auf ein farbigeres, reicheres Leben jenseits der Routine ihres Alltags ist geweckt. Zwischen den beiden eigenwilligen Frauen entsteht langsam eine Freundschaft. Dennoch bleibt eine gewisse Distanz zwischen ihnen bestehen: Ruža wagt nicht, sich ganz zu öffnen, und Ana hat ein Geheimnis, dem sie sich selbst nicht stellen will. Anmerkung der Regie: Während Ruža und Mila einer Generation angehören, die Jugoslawien in den 70er Jahren in der Hoffnung verliess, in Westeuropa den wirtschaftlichen Aufstieg zu schaffen, ist Ana eine Globetrotterin, die nicht zuletzt der Erfahrung des Krieges zu entkommen versucht. Alle drei Frauen tragen etwas Unausgesprochenes in sich, einen Schmerz. Ruža verdrängt ihre serbische Herkunft, Mila zweifelt am alten Traum einer Rückkehr nach Kroatien, Ana, die Bosnierin, überspielt mit ihrer fast schon exzessiven Lebensfreude eine lebensbedrohende Krankheit. `Das Fräulein` erzählt von Entwurzelung und Sehnsucht in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen zwischen verschiedenen Kulturen, Religionen und Ländern bewegen, sei es als Reisende, Vertriebene oder einfach Heimatlose. Jugoslawien und der Krieg stehen nicht im Vordergrund. Ohne ihre Herkunft und Geschichte aber lässt sich die Sensibilität der Figuren, ihre Art zu handeln und die Welt um sich herum zu sehen, nicht verstehen. Zugleich wollte ich auch einen Film über die Schweiz machen, über ein Land, das mich mit seiner Mischung aus Multikulturalität und Selbsteinschließung immer wieder aufs neue fasziniert. Daher auch die Wichtigkeit des Schauplatzes Zürich: eine europäische Stadt, aggressiv, befremdend, aber auch verloren und schön. Mein Interesse gilt dem Persönlichen und Intimen, den Beziehungen zwischen diesen Frauen. Die Protagonistinnen treffen aufeinander, erleben für eine kurze Zeit Nähe und trennen sich wieder. Dabei werden ihre Verletzungen und Abgründe, aber auch Wünsche und Sehnsüchte sichtbar. Politik interessiert mich in diesem Film wie auch schon in `Hotel Belgrad` und `Yugodivas` insofern, dass sie durchs Prisma des Persönlichen und Intimen gebrochen aufscheint. Das Fräulein stammt aus dem Hause Filmgalerie 451.


Das Fräulein Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Das Fräulein:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Das Fräulein:
Wer ein Leben zwischen zwei Welten führt, kennt keine Verwurzelung und lebt von unerfüllten Träumen. So geht es auch den drei Hauptcharakteren des Kinospielfilmdebuts von Andrea Štaka. Ruža (Mirjana Karanovic) und Mila (Ljubica Jovic) sind in den siebziger Jahren mit großer Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz emigriert. Während Ruža ihre Vergangenheit verdrängt und sich in eiserner Disziplin eine Existenz als Gaststättenbesitzerin aufgebaut hat, träumt Mila, die bei Ruža angestellt ist, unentwegt von der Rückkehr in ihr Heimatdorf an der kroatischen Adriaküste. Auch die 22-jährige Ana (Marija Škarièic) lebt seit ihrer Ankunft in der Schweiz ein Leben im Nirgendwo auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit in Bosnien und in Verleugnung ihrer ungewissen Zukunft. Ein stückweit erzählt Andrea Štaka auch aus ihrem eigenen Leben, denn ihre Eltern kommen aus Bosnien und Kroatien und sind ebenfalls mit ihr in die Schweiz immigriert. Wahrscheinlich auch deswegen gelingt es ihr so gut die Gefühlswelten dieser drei Frauen ohne viele Worte zum Ausdruck zu bringen.

So kontrolliert und diszipliniert Ružas Leben ist, so kontrolliert, fast maskenhaft wirken ihre Gesichtszüge. Erst als Ana ihr unerschrocken und fröhlich entgegen tritt, völlig unbeeindruckt von ihrer Autorität mit ihr in der Landessprache spricht, ihr zu Ehren eine Feier gibt, sie mit in die Berge nimmt, weicht ihre erstarrte Haltung auf. Ein Damm bricht: Ružas aufgestaute Gefühlswelt lässt sich nicht mehr zurückdrängen. Ihr Einlassen auf zwischenmenschliche Beziehungen führt zu einer Konfrontation mit der Vergangenheit – die so schmerzhaft aber gar nicht ist.

Auch bei Mila führt die Begegnung mit Ana zu Veränderungen. Ihr wird bewusst, dass das Leben in Kroatien nach jahrelangem Krieg und vielen Jahren der Abwesenheit nicht mehr das Gleiche sein wird. Außerdem muss sie bitter erkennen, dass ihr Mann viel verspricht und wenig umsetzt. Auch ihr ist das Leben förmlich anzusehen: Das lange Warten auf den Traum, die langsam schwindende Hoffnung haben tiefe Furchen der Verbitterung in ihrem Gesicht hinterlassen. Letztendlich muss sie erkennen, dass ihr Traum verlebt ist.

Ana hingegen kommt so unerwartet, wie sie wieder geht. Tagsüber arbeitet sie in Ružas Restaurant, die Nächte verbringt sie in Bars und Clubs. Wie in Trance taucht sie ein in diese unechte Welt, lässt sich von der Musik berieseln und begegnet fremden Männern, bei denen sie für eine Nacht Wärme sucht. Länger bleibt sie nie und lange bleibt sie auch nicht bei Ruža. Ana lebt im Hier und Jetzt. Ihre Vergangenheit ist überschattet von Krieg und dem Tod ihres Bruders, ihre Zukunft ungewiss, denn sie hat Leukämie und kein Geld für die Behandlung.

„DAS FRÄULEIN“ gibt einen eindrucksvollen Einblick in die Lebenswelt vieler Emigranten, die nicht freiwillig in die Fremde gingen, sondern der wirtschaftlichen und politischen Situation ihrer Heimatländer entflohen. Wie so viele, sind auch Ruža und Mila in der neuen Heimat nie ganz angekommen, aber auch in der alten nicht mehr verwurzelt. Der Film zeigt aber auch, dass kleine Begegnungen tiefe Spuren hinterlassen können und man mit sehr wenigen Schritten das Leben zwischen zwei Welten überwinden kann. ()

alle Rezensionen von Julia Radonjic ...
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Weitere Filminfos:

Originaltitel: Das Fräulein
Land / Jahr: Deutschland 2006
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Interviews, Filmbeitrag über Andrea Štaka, 2 Crewclips
Kommentare:

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