100 Feet
Schauspieler / Schauspielerinnen in 100 Feet:
Darsteller:
Famke Janssen Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu 100 Feet:
Hollands Action-Dame Famke Janssen bekommt es mit B-Movie-Ikone Michael Paré als brachialen Prügler aus dem Jenseits leidlich zu tun: Ein sauber Inszenierter Schocker, der lieber auf verhaltenes Grauen mit einem furiosen finale, denn blutige Gore-Action setzt, olterorgien oder Effektfeuerwerk setzenden Horrorfilm der alten Geisterhausschule in einer dankbaren produktion von "Near Dark"- und "Hitcher"-Autor Eric Red. Nach dem Abschluss ihres Studiums zog Janssen nach Los Angeles, wo sie zunächst Nebenrollen in TV-Serien übernahm. Ihr erster Kinofilm wurde 1992 "Getrennte Wege" an der Seite von Jeff Goldblum. Ihren Durchbruch als Schauspielerin hatte Janssen 1995 als Bondgirl Xenia Onatopp in "GoldenEye", die Männer beim Sex mit ihren Beinen erwürgen konnte (und an Pierce Brosnan als James Bond scheiterte). Endgültig zum Star wurde Janssen als Superheldin Phoenix in den drei "X-Men"-Verfilmungen. Für 2009 stand nun die weibliche Hauptrolle in „96 Hours“ auf dem Programm. Weitere Filme mit der niederländischen Schönheit sind bereits angekündigt. Ursprünglich wollte die 1964 geborene Janssen Model werden. In ihrer Heimatstadt Amsterdam konnte sie auch einige Jobs für sich in dieser Richtung ausüben. 1984 siedelte sie jedoch in die USA über, wo sie schnell als Schauspielerin entdeckt wurde. Übrigens: im Jahre 1995 konnte man die attraktive wie ausdrucksstarke Niederländerin neben Pierce Brosnan als Xenia Onatopp in „Golden Eye“ bestaunen. Diese Rolle war natürlich das einschneidende Ereignis in Janssens stringenter Karriere, die noch lange nicht ausgebaut ist. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Die gut aussehende Marnie Watson (Famke Jansson; „X-Men“ und „96 Hours“) wurde vom Gericht zu drei Jahren Haft wegen Tötung an ihrem gewalttätigen Ehemann Mike (Michael Paré), der ein New Yorker Polizist war. Das letzte Jahr unter Bewährung büßt sie in ihrem eigenen Haus unter Arrest. Der Cop-Kollege ihres brutalen Mannes Shanks (Bobby Cannavale) bringt sie nach Hause und legt Marnie persönlich die elektronischen Fußfesseln an.
Marnie räumt das Haus auf und genießt ihre neue „Freiheit“. Da sie das Haus nicht verlassen kann bzw. darf, lässt sie sich die Lebensmittel und alles Nötige durch Joey (Ed Westweck) vom Bringservice ins Haus tragen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft. Shanks bewacht im Auto, der vor Marnies Haus parkt, sämtliche Aktivitäten. Plötzlich hört sie Schritte…Laute. Sie spürt - irgendwas ist da. Eines Abends erscheint der Geist des rabiaten Gatten, der sein Unwesen treibt. Seine Laune und sein Hass gegenüber seiner „geliebten“ Ehefrau sind ungebrochen, sogar mehr als das – er benutzt sie zu seinem „Vergnügen“. In der Zwischenzeit findet Marnie ein großes Geheimnis über Mike heraus. Doch an einem frühen Morgen eskaliert die ganze Situation … Der Film wurde in New York City und in Budapest gedreht. Seine Produktionskosten betrugen ca. 10 Millionen US-Dollar. Filmstart war am 24. Juli 2008 in den Kinos Südkoreas. Am 14. August 2008 wurde „100 Feet“ als Offizieller Beitrag auf dem Fantasy Filmfest in Hamburg gezeigt. Der Film ist eindeutig ein klassischer Psycho-Thriller. Im Ganzen ist die Grundidee des Streifens ist unbedingt neu, aber trotzdem verhältnismäßig gut in Szene gesetzt. Langsam baut sich Spannung auf und entlädt sich in den Gewaltszenen. Die Kameraführung und vor allem der Schnitt in den Szenen sind gezielt auf das Schlimmste ausgerichtet. Hier wird deutlich, auch mit Unterstützung der Musik, dass die etwas spröde Qualität der Schauspieler wettgemacht wird. Aber das ist auch typisch für einen solchen Gruselfilm, dass die Darsteller nicht unbedingt von großer Darstellungskunst überzeugen (können). Der Film fing verheißungsvoll an und man sehnte sich nach 80 Minuten nach dem Ende. Der aber erst nach der 92.Spielminute endete. Düster, traurig und unheimlich wurden durch viele, unfreiwillig komischen Effekte, unlogische Szenen hier sei als Beispiel die Szene mit Marnies Schwester und die Halloween erwähnt zu flach, lächerlich und spannungslos. Manche Szene hätte sich der Drehbuchautor und Regisseur Eric Red sparen können. Empfehlung: schau dir den Geisterstreifen an, aber mach mir kein Vorwurf! (Nils Grundmann) alle Rezensionen von Nils Grundmann ...
Hausarrest mit Hilfe einer Fußfessel ist ein beliebtes Mittel geworden um Straftäter aus überfüllten Gefängnissen herauszuhalten. Gerade bei Marnie Watson, (Famke Janssen) die ihren Mann Mike (Michael Paré) scheinbar in Notwehr ermordet hat und deren Haftstrafe unter Auflagen zur Bewährung ausgesetzt wurde, bietet sich diese Form der Strafe an. Ein Jahr lang muss sie in Reichweite von 30m (100 Fuß) zu einem Sendegerät bleiben, ansonsten verstößt sie gegen ihre Bewährungsauflagen und muss mit einer längeren Haftzeit in einem weitaus ungemütlicheren Bundesgefängnis rechnen. Shanks (Bobby Cannavale), Mikes Ex-Partner bei der Polizei, glaubt nicht an Marnies Unschuld und hofft darauf sie bald in einen richtigen Knast einbuchten zu können. Wie sich jedoch herausstellt ist der gewalttätige Mike noch längst nicht bereit gewesen diese Welt hinter sich zu lassen und macht seiner heimgekehrten Frau das Leben erneut zur Hölle. Marnie, die Mike bereits einmal besiegt hat, will sich nicht einschüchtern lassen und nimmt auf engsten Raum den Kampf gegen den rachsüchtigen Geist ihres Ehemanns auf.
Das bekannteste Werk des Drehbuchautors Eric Red ist sicher sein Drehbuch zu „The Hitcher“ (1986) an dessen Remake er sich 2007 ebenfalls beteiligte. Weniger bekannt dürfte seine Unterstützung bei Kathryn Bigelows vampirischem Roadmovie Hit „Near Dark“ (1987) sein, bei dem er als Drehbuchschreiber und Produzent mitwirkte. In den neunziger Jahren führte er bei drei Projekten Regie. Auch hier zwei Namen, von denen Horrorfans bestimmt schon gehört haben: „Body Parts“ (1991) und „Bad Moon“ (1996). Nach dem das „Hitcher“-Remake sich gut an den Kinokassen platzieren konnte ergab sich für Red mit „100 Feet“ (2008) erneut die Gelegenheit die Geschichte zu schreiben und gleichzeitig Regie zu führen. Die Idee, das Thema „Häusliche Gewalt“ in die übernatürliche Umgebung des Gruselfilms zu verpflanzen, ist durchaus ausbaufähig und bietet nebenher eine angenehme Abwechslung zu den asiatischen Rachegeistern, deren Wirkungsfeld und Ursprung für westliches Verständnis selten Nachvollziebar ist. Die im Film angewandte, einfache Symbolsprache (Fußfessel, Ehering, Isolation von der Außenwelt) machen den erwähnten Anspruch in der Story klar. Leider wird „100 Feet“ diesem selbst gewählten Anspruch nicht gerecht. Der enge Spielraum im Haus, die damit verbundene Konzentration auf die Hauptfigur und das Thema an sich verlangen nach einer Charakterstudie, deren weder Eric Reds Drehbuch noch Famke Janssens Schauspieltalent gewachsen sind. Die Figur der Marnie bleibt ohne Profil und die Szenen, die ihr verletztes Innenleben zeigen sollen, ohne Tiefenwirkung. Es fehlen die Rückblenden aus dem früheren Zusammenleben des Ehepaars. Marnies Charakter wäre durch das erlittene Martyrium greifbarer und der spätere Verlauf der Geschichte dramatischer geworden. Seicht und einfallslos bleibt eben dieser „Rosenkrieg“ zwischen Marnie und ihrem entkörperten Ehemann. Polizeiuniform und Schwarzgeld entsorgen auf der Einen, Möbelrücken und Tellerwerfen auf der anderen Seite. Interaktion zwischen den Figuren und anspruchsvolle Grausamkeiten sucht man vergebens. Mike hätten darüber hinaus ein Ziel oder eine Motivation für seine Rache gut getan. Zum Beispiel einen Weg zurück in die Welt der Lebenden zu finden, seine Seele vor der Hölle zu bewahren oder Marnie daran zu hindern den Riesensack mit Schwarzgeld zu finden, auf den sie durch Zufall stößt. Anstatt das Geld dem Gemeindepfarrer zu schenken, damit „alles Eigentum des Verstorbenen aus dem Haus ist und seine Seele Frieden findet“, hätte Marnie versuchen können um das Geld zu kämpfen und den lästigen Poltergeist auf andere Art los zu werden. Eine faire Entschädigung für all das durch Mike zugefügte Leid und das Startkapital für ein neues Leben – „100 Feet“ bleibt lieber unspektakulär. Die Nebenfiguren dienen der reinen Zweckerfüllung: An Joey (Ed Westwick) wird, zugegeben eindrucksvoll, dargestellt wie gefährlich Geister-Mike tatsächlich ist und Shanks übt nur zusätzlichen Druck auf Marnie aus und erteilt ihr später die (unnötige) Absolution. Genügsame Gemüter wird „100 Feet“ dank der soliden Inszenierung und Atmosphäre unterhalten. Wer sich mehr erhofft, der wird von dem verschenkten Potential des Films und den verheizten Schauspielern enttäuscht sein. (Jan Heesen) alle Rezensionen von Jan Heesen ... Reminder, PDF-Datenblatt zu 100 Feet, DVD:
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Weitere Filminfos zu 100 Feet: Originaltitel: 100 Feet Land / Jahr: USA 2008 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu 100 Feet:
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