Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück
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alle Rezensionen von Frank Brenner ...
Nach seinem internationalen Erfolg mit „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ meldet sich Regisseur Christophe Barratier nun mit „Paris, Paris – Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück“ zurück, und führt seine Zuschauer nun ins von sozialen und politischen Unruhen geschüttelte Paris der 30er Jahre. Für die Rolle des Monsieur Pigoil setzte er wieder auf das Können von Gérard Jugnot, der schon den Monsieur Mathieu gab.
Die Story: Eine liebenswürdige, verschworene aber häufig zerstrittene Variété-Künstler-Truppe rund um Pigoil (Jugnot) wird vom Immobilienmagnaten Galapiat (Bernard-Pierre Donnadieu) 1936 auf die Straße geworfen. Hauptkampf des Films ist die Rückgewinnung der Bühne, die für Pigoil mit einem persönlichen Antrieb verbunden ist: Solang er keine feste Arbeit hat, verliert er das Sorgerecht für seinen Sohn. Und um das zu verhindern beschließt er mit zwei Kollegen das Theater unter eigener Führung wiederzubeleben. Um die Finanzen zu glätten und den Galapiat zu überzeugen, versuchen sie sich an einem Musical-Hit. Doch leider sind sie künstlerisch ziemlich unfähig und die Schlägertruppe von Galapiat sitzt den Dreien auch noch im Nacken. Hilfe versprechen sie sich vom legendären Monsieur Radio (Pierre Richard), einem ehemaligen Starkomponisten. Der Charme den Barratier mit seinem „Monsieur Mathieu“ hervorzauberte, kann er mit seinem „Monsieur Pigoil“ leider nicht wiederholen. Trotz der anrührenden Geschichte und der liebenswerten Figuren fehlt dem Film etwas an Schwung. Der Film leidet an zu vielen, teils wenig durchdachten und oberflächlichen, Nebenhandlungen, die die Geschichte zu komplex, unübersichtlich und teilweise auch langatmig gestalten. Zudem schafft es keiner der Charaktere und Handlungsstränge so recht, Sympathie oder wirkliches Interesse auszulösen. Dennoch gibt es einige glanzvolle Momente, die an die Genialität seines Erstlingswerks erinnern lassen, und die prächtigen Kulissen sind schon einen Blick wert. Kurz und gut, zwar etwas verkorkst und auch kitschig, aber dennoch eine nette Hommage an den Chanson, die man sich gut anschauen kann. Die technische Qualität des Films auf DVD hingegen ist durchweg sehr gut, auch wenn das Bild (Widescreen/ 2.35:1 – anamorph) in Sachen Detailschärfe, zumindest in dunklen Szenen, manche Einzelheiten verschluckt. Dennoch überzeugt es mit seinen sehr schönen Farben und der ansonsten guten Schärfe. Der Ton (Dolby Digital 5.1) lässt die Chansons sehr gut dastehen, und an Bonusmaterial gibt es ein 54-minütiges „Making of“ sowie Darsteller-Infos. (Bernd Hellweg) alle Rezensionen von Bernd Hellweg ...
Mit „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ landete Regisseur Christophe Barratier den Kinohit 2004 und wurde sogar mit einer Oscarnominierung für den besten fremdsprachigen Film geehrt: nun eine weitere liebenswerte Story auf dem (ausgeblendeten) Hintergrund des Weltkrieges: Eine liebenswürdige, verschworene aber häufig zerworfene Variété-Künstler-Truppe rund um Pigoil (Gérard Jugnot) wird vom Immobilienmagnaten Galapiat (Bernard-Pierre Donnadieu) auf die Straße geworfen:. Hauptkampf des Films ist die Rückgewinnung der Bühne, die für Pigoil mit einem persönlichen Antrieb verbunden ist: Solang er keine feste Arbeit hat, verliert er das Sorgerecht für seinen Sohn: Eine bittersüße Paris-Hommage, die von 1939 bis 1945 spielt, und zwar hinter den Kulissen der Seine-Metropole. Denn es geht neben Liebe und Tragik vor allem um das ehrwürdige Musiktheater „Chansonia“, das die Belegschaft mit einer Show wieder eröffnen will. Allen voran ist da Milou, ein Herumtreiber und Kommunist, der die arbeitslosen Bewohner/innen im Stadtteil Faubourg überhaupt erst auf die Idee zum Streik und zur Übernahme des Theaters bringt.
Der geldgeile Geschäftsmann und Obergangster Galapiat unternimmt nichts gegen die kleine revolution, willigt schließlich sogar ein, weil er hofft, damit seine Reputaion zu verbessern. Und dann wären da noch Pigoil und sein Sohn Jojo: Die Mutter hat die Familie wegen eines wohlhabenden Manns verlassen und nun tun Vater und Sohn alles, um durch das "Chansonia" wieder in die schwarzen Zahlen zu gelangen. Denn Pigoil verliert sonst das Sorgerecht für Jojo.Sehr schöne Szenen dieses melancholisch verbrämten Geheimtipps sind jene, in denen Altkomiker Pierre Richard vor die Kameras läuft: Der betagte Ulk- Komödiant bringt Dynamik und Humor ins Geschehen, würdig und rührselig zugleich. Clint Eastwoods Kameramann-Darling Tom Stern („ „Million Dollar Baby“) hat für das üppige, überbordende Setting des Films gesorgt, so dass einzigartige und vergessliche Bildkadren von einer Metropole entstanden sind, die sich in Herz und Hirn einbrennen. Er entführt den Betrachter in ein bizarres, unhistorisches Paris, wie es nur noch in explodierenden Fantasien existieren kann, und das im Arbeiterviertel Faubourg. Fein manieriert, vollendet synthetisiert, so märchenhaft, so romantisch und herzlich war selbst die Stadt der Liebenden de facto, mit der masse an Musik und endlosen Chansons, die den Plot dieser Dramenkomödie bilden, wobei die obligate ganz große Liebe auch nicht fehlen darf. Die Urfunktion des Kinos, Ablenkung und Aufmunterung, vor allem Unterhaltung bestens bedient, theatralisch und traumhaft zugleich. (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Mitte der 30er Jahre arbeiten die drei Freunde Pigoil, Milou und Jacky in Paris in dem Vaudeville-Theater "Chansonia". Ein großer Schock ist es für sie, als das Bühnenhaus in einem Arbeiterviertel die Vorhänge für immer schließen soll. Doch auch privat haben sie mit Problemen zu kämpfen. So wird Pigoil z.B. das Sorgerecht für seinen Sohn entzogen. Bald schließen die Freunde den Plan, das Theater mit einer eigenen Show wieder zu eröffnen. Als sie beim Casting die junge Sängerin Douce entdecken, scheinen sie den kommenden Star ihrer Bühne gefunden zu haben. Die Disk aus dem Hause Highlight bietet eine insgesamt sehr solide Bildqualität. Der anamorphe 2.35:1 Transfer zeigt für SD-Verhältnisse stets gute Schärfe- sowie Kontrastwerte. Um den Film in die richtige Atmosphäre zu tauchen, entschieden sich die Macher die Sättigung stark zurückzunehmen und zudem leichte Braun- und Gelbfilter einzusetzen. Der Look ähnelt der visuellen Ausprägung von DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON, wenn auch die Tendenz ins Sepia hier nicht so stark zu Tage gefördert wird.
Leider nicht ganz so gut gelungen ist der Schwarzwert, der in manchen Sequenzen zu hoch angesetzt wird. Das Bild wirkt in diesen Moment flach und überhellt. Die Kompression arbeitet solide, ist aber dennoch immer wieder in Form von leichten Blockartefakten vor allem um Konturen im Hintergrund erkennbar. Das leichte Hintergrundrauschen stört den Filmgenuss nicht, ganz im Gegenteil, es unterstützt die visuelle Ausrichtung sogar noch. Statt wie angekündigt auch eine DTS-Tonspur zu beinhalten, bietet die DVD nur zwei Dolby Digital 5.1-Tonspuren in Deutsch und Französisch. Die Qualität ist überzeugend, vor allem die Musikalität beider Tracks sticht positiv hervor, dennoch ist die Originaltonspur vor allem bei der Dialogwiedergabe dem deutschen Pendant deutlich voraus. Die Dialoge der französischen Tonspur wurden wesentlich besser abgemischt, so klingt die deutsche Sprache weniger voluminös und präsent. Auch die Stimmfarben des Originals beeindrucken, sie sind weit weniger blass und eindimensional. Am besten gefallen beide Tracks im letzten Drittel des Filmes, da hier verstärkt Szenen im Theater vorkommen. Diese werden sehr dynamisch und weiträumig abgebildet, denn sowohl die Front- als auch die Rearkanäle kommen zu vollem Einsatz. Das Bonusmaterial beschränkt sich im Prinzip auf ein einziges Feature, doch dafür ist das Making of mit einer Gesamtlaufzeit von über 54 Minuten sehr ausführlich sowie aufschlussreich geworden. Viele Aspekte des Entstehungsprozesses werden beleuchtet und auch viele Interviews mit Darstellern, Regisseuren und Verantwortlichen geführt. Mit PARIS, PARIS (2008) schuf Regisseur Christophe Barratier, der zuletzt mit DIE KINDER DES MONSIEUR MATHIEU (2004) eine wirklich fantastische Geschichte kreierte, die nicht nur in Frankreich für Furore sorgte, sein zweites Werk. Leider erreicht es die erzählerische Leichtfüßigkeit des Erstlingswerkes nicht und hat vor allem in den ersten 60 Minuten deutliche Anlaufschwierigkeiten. Wieder mit von der Partie ist Gérard Jugnot, welcher erneut die Hauptrolle übernimmt. Trotz seiner soliden schauspielerischen Leistung bleibt die Geschichte um die Arbeiter des französischen Theaters mit dem Namen „Chansonia“ einfach nicht so richtig voran. Die Charakterzeichnung nimmt zu Beginn viel zu viel Zeit in Anspruch ohne dabei die Geschichte voranzutreiben. Es bleibt lange Zeit ungewiss, um was sich der Film denn nun eigentlich handelt. Erst gegen Ende verdichten sich die Erzählstränge zu einem Ganzen und der Spannungsbogen bekommt endlich eine ordentliche Steigung. Leider kann PARIS, PARIS (2008) trotz der guten Ausstattung und Schauspieler nicht mit Christophe Barratiers erster Regierarbeit mithalten. Scheinbar konnte man sich nicht so richtig über die Ausrichtung des Filmes entscheiden – hätte man sich dem dramatischeren Teil des Filmes etwas mehr gewidmet und zudem noch einige Minuten in der Mitte gekürzt, wäre daraus sicherlich eine sehr kurzweilige Erfahrung geworden. So wie der Film jetzt zu uns in die Heimkinos kommt, bleibt er leider nur durchschnittlich. Die DVD bietet insgesamt gute innere Werte. Sowohl Bild- als auch Tonqualität bewegen sich im guten Mittelfeld, lediglich die Extras sind etwas knapp ausgefallen. Subjektive Filmwertung: 6 von 10 gute aber nicht überragende Werke (Matthias Schmieder) alle Rezensionen von Matthias Schmieder ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück, DVD:
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Weitere Filminfos zu Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück: Originaltitel: Faubourg 36 Land / Jahr: Frankreich / Deutschland / Tschechien 2008 Medien-Typ: DVD Bonusmaterial zu Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück:
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