2er Ohne
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Zweier ohne erzählt die Geschichte der dramatischen Freundschaft zwischen Johann (Tino Mewes) und Ludwig (Jacob Matschenz). Das Ideal „Zwillingsein vor Augen versuchen die Beiden zunächst, ihre intensive Freundschaft durch das Rudern im Rennzweier zur perfekten Harmonie zu treiben. Doch das symbiotische Verhältnis wird gestört: Während Ludwig eine immer engere Gemeinsamkeit anstrebt, findet Johann schließlich sein Glück in der Liebe zu Ludwigs verhasster Schwester Vera (Sophie Rogall). Als dieser das Verhältnis entdeckt, ist er zutiefst verletzt. Und so reift in ihm der Gedanke, wie die Freundschaft auf ewig bewahrt werden könnte: Ludwig plant den gemeinsamen Tod... ...
Inhaltsangabe zu 2er Ohne: 
Zweier ohne erzählt die Geschichte der dramatischen Freundschaft zwischen Johann (Tino Mewes) und Ludwig (Jacob Matschenz). Das Ideal „Zwillingsein vor Augen versuchen die Beiden zunächst, ihre intensive Freundschaft durch das Rudern im Rennzweier zur perfekten Harmonie zu treiben. Doch das symbiotische Verhältnis wird gestört: Während Ludwig eine immer engere Gemeinsamkeit anstrebt, findet Johann schließlich sein Glück in der Liebe zu Ludwigs verhasster Schwester Vera (Sophie Rogall). Als dieser das Verhältnis entdeckt, ist er zutiefst verletzt. Und so reift in ihm der Gedanke, wie die Freundschaft auf ewig bewahrt werden könnte: Ludwig plant den gemeinsamen Tod... 2er Ohne stammt aus dem Hause Alive AG.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in 2er Ohne:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu 2er Ohne:
0Frank Brenner2009-04-09Johanns Leben steht völlig auf dem Kopf, seit er mit dem neu in seine Klasse gekommenen Außenseiter Ludwig Freundschaft geschlossen hat. Inspiriert durch ihr gemeinsames Hobby, das Zweier-Kanu-Fahren, versuchen die beiden jungen Männer, ihr Leben in Gleichklang zu bringen. Bildgewaltiges Jugenddrama.
Die literarischen Werke des Journalisten und Sachbuchautoren Dirk Kurbjuweit haben nun schon mehrfach die Vorlage für ungewöhnliche Kinofilme geliefert. Neben dem überambitionierten und deswegen reichlich verkopften „Schussangst“ von Dito Tsintsadze (2003) verfilmte mit „Die Einsamkeit der Krokodile“ Jobst Christian Oetzmann 2001 auch bereits einen Roman Kurbjuweits. Für dessen neusten Spielfilm diente nun die Novelle „Zweier ohne“ als Vorlage. Schon in den ersten Einstellungen treten Oetzmann und sein Chefkameramann Tomas Erhart darin den Beweis an, dass dieses Werk von der großen Leinwand zu profitieren weiß. Ein Großteil der Handlung spielt in und um das Elternhaus von Ludwig, das direkt unter einer nie fertig gestellten Autobahntalbrücke liegt. Diese dient nicht nur wiederholt so manchen am Leben verzweifelten als ideale Ausgangsposition für ihren Selbstmord, sondern auch den beiden halbstarken Teenagern als Kulisse für spektakuläre Mutproben. So, wie die Brücke in Tomas Erharts Kameraführung in Szene gesetzt wird, kann einem als Akrophobiker sogar im Kinosessel mulmig zumute werden. Auch bei den nachfolgenden Rudersequenzen oder einigen beeindruckenden Einstellungen während einer Motorradfahrt nutzen die Filmemacher die Vorzüge des Cinemascope-Formats in jeglicher Hinsicht aus.
Bei all diesen visuellen Reizen rückt die eigentliche Geschichte schon fast in den Hintergrund. So manchem Zuschauer werden hier Motivationen fehlen, Identifikationsmöglichkeiten oder ein Mehrwert, den man aus dem Erzählten ziehen könnte. Doch auf der narrativen Ebene mäandert Jobst Christian Oetzmann eher auf dem orientierungslosen Niveau der von ihm porträtierten Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenenalter. In dieser schwierigen Lebensphase, in der man sich von den Eltern und Erziehungsberechtigten nichts mehr sagen lassen möchte, sich aber auch noch keinesfalls über sich selbst im Klaren ist, werden oft wichtige Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen. Aus dem gleichen Grund entsteht im Film auch die Freundschaft zwischen Ludwig und Johann, die nicht immer rationalen Kriterien geschuldet ist und trotz schwerwiegender Rückschläge und einiger Widerstände zum Trotz bestehen bleibt. Ebenso sehenswert wird „Zweier ohne“ durch die Darstellerleistungen jener beiden ungleichen Hauptfiguren, die irgendwann doch im Gleichklang aufzutreten lernen: Tino Mewes („Der rote Baron“) und Jacob Matschenz („Die Welle“) stellen hier zum wiederholten Male unter Beweis, dass sie derzeit zu den viel versprechendsten Nachwuchstalenten hierzulande zählen.
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Johanns Leben steht völlig auf dem Kopf, seit er mit dem neu in seine Klasse gekommenen Außenseiter Ludwig Freundschaft geschlossen hat. Inspiriert durch ihr gemeinsames Hobby, das Zweier-Kanu-Fahren, versuchen die beiden jungen Männer, ihr Leben in Gleichklang zu bringen. Bildgewaltiges Jugenddrama.
Die literarischen Werke des Journalisten und Sachbuchautoren Dirk Kurbjuweit haben nun schon mehrfach die Vorlage für ungewöhnliche Kinofilme geliefert. Neben dem überambitionierten und deswegen reichlich verkopften „Schussangst“ von Dito Tsintsadze (2003) verfilmte mit „Die Einsamkeit der Krokodile“ Jobst Christian Oetzmann 2001 auch bereits einen Roman Kurbjuweits. Für dessen neusten Spielfilm diente nun die Novelle „Zweier ohne“ als Vorlage. Schon in den ersten Einstellungen treten Oetzmann und sein Chefkameramann Tomas Erhart darin den Beweis an, dass dieses Werk von der großen Leinwand zu profitieren weiß. Ein Großteil der Handlung spielt in und um das Elternhaus von Ludwig, das direkt unter einer nie fertig gestellten Autobahntalbrücke liegt. Diese dient nicht nur wiederholt so manchen am Leben verzweifelten als ideale Ausgangsposition für ihren Selbstmord, sondern auch den beiden halbstarken Teenagern als Kulisse für spektakuläre Mutproben. So, wie die Brücke in Tomas Erharts Kameraführung in Szene gesetzt wird, kann einem als Akrophobiker sogar im Kinosessel mulmig zumute werden. Auch bei den nachfolgenden Rudersequenzen oder einigen beeindruckenden Einstellungen während einer Motorradfahrt nutzen die Filmemacher die Vorzüge des Cinemascope-Formats in jeglicher Hinsicht aus.
Bei all diesen visuellen Reizen rückt die eigentliche Geschichte schon fast in den Hintergrund. So manchem Zuschauer werden hier Motivationen fehlen, Identifikationsmöglichkeiten oder ein Mehrwert, den man aus dem Erzählten ziehen könnte. Doch auf der narrativen Ebene mäandert Jobst Christian Oetzmann eher auf dem orientierungslosen Niveau der von ihm porträtierten Jugendlichen an der Schwelle zum Erwachsenenalter. In dieser schwierigen Lebensphase, in der man sich von den Eltern und Erziehungsberechtigten nichts mehr sagen lassen möchte, sich aber auch noch keinesfalls über sich selbst im Klaren ist, werden oft wichtige Entscheidungen aus dem Bauch heraus getroffen. Aus dem gleichen Grund entsteht im Film auch die Freundschaft zwischen Ludwig und Johann, die nicht immer rationalen Kriterien geschuldet ist und trotz schwerwiegender Rückschläge und einiger Widerstände zum Trotz bestehen bleibt. Ebenso sehenswert wird „Zweier ohne“ durch die Darstellerleistungen jener beiden ungleichen Hauptfiguren, die irgendwann doch im Gleichklang aufzutreten lernen: Tino Mewes („Der rote Baron“) und Jacob Matschenz („Die Welle“) stellen hier zum wiederholten Male unter Beweis, dass sie derzeit zu den viel versprechendsten Nachwuchstalenten hierzulande zählen.
(Frank Brenner)
alle Rezensionen von Frank Brenner ...
0Jean Lüdeke2009-04-16Faszinierend und verstörend zugleich, dieses Coming-of-Age-Drama "2er ohne" über Jugendschicksale in der Provinz. Jobst Oetzmanns beeindruckende Filmstudie einer fatalen Männerfreundschaft, die mehr und mehr ins Extreme fällt, basiert auf der gleichnamigen Novelle des „Spiegel“ - Journalisten Dirk Kurbjuweit. Der Regisseur wagte sich bereits 2001 an dessen prämierten "Die Einsamkeit der Krokodile", der den Weg in die Kinos schaffte. Der Zweier ohne ist die technisch anspruchsvollste Bootsklasse. Das liegt zum einen an der Schwierigkeit, das Gleichgewicht zu halten: Ruderboote werden vor allem durch die Ruder im Gleichgewicht gehalten. Im Zweier ohne ist jeder Ruderer allein für eine Seite verantwortlich und muss sich daher voll auf seinen Partner verlassen.
Ein Ruderboot, das ohne Steuermann funktionieren will, muss natürlich absolut synchron wie im Schlaf ticken. Ludwig (Jacob Matschenz) und Johann (Tino Mewes) sind 17. Sie haben sich gesucht und gefunden, jeder auf seine Art Außenseiter. Johann, der Ruhige, lebt in seiner eigenen Welt und ist fasziniert vom lauten Ludwig, der sich Dinge traut, die ihm bis dahin nicht in den Sinn kamen. Hier öffnet sich der Zwiespalt Ihrer Freundschaft: Ludwig fordert eine immer enger werdende Gemeinsamkeit, die als Ideal ein Dasein als Zwillings-Paar anstrebt. Niemand soll zwischen ihnen stehen. Schon gar nicht Josefina, das Mädchen aus der gemeinsamen Nacht. Auch für Johann ist dieser Zweierbund etwas ganz besonderes. Doch er bleibt offen für andere Einflüsse und Erfahrungen. Bei den Ruder-Wettkämpfen tauchen plötzlich echte Zwillinge aus Potsdam auf, die zu ihren schärfsten Konkurrenten werden. Nach einer ersten Niederlage gegen die Potsdamer verschärfen sie die gemeinsamen Anstrengungen. Doch das schöne symbiotische Verhältnis wird empfindlich aus dem Gleichgewicht gebracht: Während Ludwig eine immer stringentere Gleichheit der Gemeinsamkeit anstrebt, findet Johann schließlich sein kleines Glück in der Liebe, ausgerechnet zu Ludwigs verhasster Schwester Vera (Sophie Rogall). Als der die Liaison entdeckt, reagiert er wie ein gehörnter Ehemann. Und so reift in ihm der Gedanke, wie die Freundschaft auf ewig bewahrt werden könnte: Ludwig plant den gemeinsamen Tod….
Für den analytischen und klinisch kühl Film erzählten "2er ohne" wurde eine beeindruckende wie beängstigende Kulisse gefunden: Eine im Bau befindliche Brücke in der Vulkaneifel-Region, leider ideal für freiwillige Organspender und suizidäre Freejumper. Doch dieser Betongigant wurde hier nur filmisch verlagert; das erfährt man auf interessante Art und Weise im Extra der technisch in punto Bild und Ton sauberen DVD.
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Faszinierend und verstörend zugleich, dieses Coming-of-Age-Drama "2er ohne" über Jugendschicksale in der Provinz. Jobst Oetzmanns beeindruckende Filmstudie einer fatalen Männerfreundschaft, die mehr und mehr ins Extreme fällt, basiert auf der gleichnamigen Novelle des „Spiegel“ - Journalisten Dirk Kurbjuweit. Der Regisseur wagte sich bereits 2001 an dessen prämierten "Die Einsamkeit der Krokodile", der den Weg in die Kinos schaffte. Der Zweier ohne ist die technisch anspruchsvollste Bootsklasse. Das liegt zum einen an der Schwierigkeit, das Gleichgewicht zu halten: Ruderboote werden vor allem durch die Ruder im Gleichgewicht gehalten. Im Zweier ohne ist jeder Ruderer allein für eine Seite verantwortlich und muss sich daher voll auf seinen Partner verlassen.
Ein Ruderboot, das ohne Steuermann funktionieren will, muss natürlich absolut synchron wie im Schlaf ticken. Ludwig (Jacob Matschenz) und Johann (Tino Mewes) sind 17. Sie haben sich gesucht und gefunden, jeder auf seine Art Außenseiter. Johann, der Ruhige, lebt in seiner eigenen Welt und ist fasziniert vom lauten Ludwig, der sich Dinge traut, die ihm bis dahin nicht in den Sinn kamen. Hier öffnet sich der Zwiespalt Ihrer Freundschaft: Ludwig fordert eine immer enger werdende Gemeinsamkeit, die als Ideal ein Dasein als Zwillings-Paar anstrebt. Niemand soll zwischen ihnen stehen. Schon gar nicht Josefina, das Mädchen aus der gemeinsamen Nacht. Auch für Johann ist dieser Zweierbund etwas ganz besonderes. Doch er bleibt offen für andere Einflüsse und Erfahrungen. Bei den Ruder-Wettkämpfen tauchen plötzlich echte Zwillinge aus Potsdam auf, die zu ihren schärfsten Konkurrenten werden. Nach einer ersten Niederlage gegen die Potsdamer verschärfen sie die gemeinsamen Anstrengungen. Doch das schöne symbiotische Verhältnis wird empfindlich aus dem Gleichgewicht gebracht: Während Ludwig eine immer stringentere Gleichheit der Gemeinsamkeit anstrebt, findet Johann schließlich sein kleines Glück in der Liebe, ausgerechnet zu Ludwigs verhasster Schwester Vera (Sophie Rogall). Als der die Liaison entdeckt, reagiert er wie ein gehörnter Ehemann. Und so reift in ihm der Gedanke, wie die Freundschaft auf ewig bewahrt werden könnte: Ludwig plant den gemeinsamen Tod….
Für den analytischen und klinisch kühl Film erzählten "2er ohne" wurde eine beeindruckende wie beängstigende Kulisse gefunden: Eine im Bau befindliche Brücke in der Vulkaneifel-Region, leider ideal für freiwillige Organspender und suizidäre Freejumper. Doch dieser Betongigant wurde hier nur filmisch verlagert; das erfährt man auf interessante Art und Weise im Extra der technisch in punto Bild und Ton sauberen DVD.
(Jean Lüdeke)
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Weitere Filminfos zu 2er Ohne:
Originaltitel: 2er Ohne
Land / Jahr: Deutschland 2007
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu 2er Ohne:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Interviews
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