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Im Winter ein Jahr
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Eliane Richter (Corinna Harfouch) bittet den Künstler Max Hollander (Josef Bierbichler), ein Portrait ihrer beiden Kinder zu malen, der 22-jährigen Lilli (Karoline Herfurth) und des 19-jährigen Alexander, der sich vor einem knappen Jahr das Leben nahm. Als Lilli, zunächst lustlos, zu den Sitzungen erscheint, erkennt der Maler schnell, dass das Mädchen in großen emotionalen Schwierigkeiten steckt. Er beschließt, mehr über die tiefe Verbindung der Geschwister zu erfahren. Mit der allmählichen Vertrautheit zwischen dem Maler und seinem Modell entsteht schließlich ein Bild, das die ganze Familie für immer verändern soll... ...
Inhaltsangabe zu Im Winter ein Jahr: 
Eliane Richter (Corinna Harfouch) bittet den Künstler Max Hollander (Josef Bierbichler), ein Portrait ihrer beiden Kinder zu malen, der 22-jährigen Lilli (Karoline Herfurth) und des 19-jährigen Alexander, der sich vor einem knappen Jahr das Leben nahm. Als Lilli, zunächst lustlos, zu den Sitzungen erscheint, erkennt der Maler schnell, dass das Mädchen in großen emotionalen Schwierigkeiten steckt. Er beschließt, mehr über die tiefe Verbindung der Geschwister zu erfahren. Mit der allmählichen Vertrautheit zwischen dem Maler und seinem Modell entsteht schließlich ein Bild, das die ganze Familie für immer verändern soll... Im Winter ein Jahr stammt aus dem Hause Paramount Home Entertainment.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Im Winter ein Jahr:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Im Winter ein Jahr:
0Frank Brenner2009-04-09Eliane Richter hat einen ungewöhnlichen Auftrag für den Maler Max: Sie möchte ein Porträt ihrer beiden Kinder, aber Alexander ist fast vor einem Jahr gestorben und Lilli sträubt sich zunächst gegen das morbide Unterfangen. Ihr toter Bruder scheint allgegenwärtig. Differenzierte Romanadaption.
Der Verlust des eigenen Kindes gehört sicherlich zu den schwersten Schicksalsschlägen, die man erdulden muss. Ein Weg, mit dieser Trauer klarzukommen, kann wie für die gut situierte Eliane Richter darin bestehen, den Verlust mit einem Kunstwerk zu kompensieren, das die Schönheit des verlorenen Kindes dauerhaft und überlebensgroß festhält. Deswegen bringt der eigenbrötlerische Maler Max Hollander auch gleich Verständnis für diese Entscheidung auf, das kann ein Weg sein, mit der Trauer zurechtzukommen, brummelt er vor sich hin. Max selbst hat sich mit einigen Gemälden umgeben, die Tote darstellen, und wie der Zuschauer im Laufe des Films feststellen wird, kompensieren seine Werke mehr als nur einen seiner eigenen persönlichen Verluste. Hierin liegt eine der zahlreichen Stärken von „Im Winter ein Jahr“, dem neuen Film der deutschen Oscar-Preisträgerin Caroline Link („Nirgendwo in Afrika“). Er basiert auf dem Roman „Aftermath“ von Scott Campbell, der sich auf komplexe Weise mit Themen wie Verlust, Fragen der Schuld und Sprachlosigkeit auseinandersetzt.
Caroline Link hat den Roman zu einem ebenso vielschichtigen Familiendrama verdichtet, bei dem schnell klar wird, dass die meisten beteiligten Figuren von Selbstvorwürfen und nagender Trauer geplagt werden. Da sind die erfolgreichen, aber mittlerweile stark auseinander gelebten Eltern von Lilli und Alexander, die auf ihre ganz unterschiedlichen Weisen mit der Vergangenheit klarkommen möchten, dabei aber ihre eigene Rolle in der dramatischen Entwicklung verkennen. Auch Lilli hat ihr Bündel zu tragen und ist sich über ihre eigene Schuldfrage zumindest unterbewusst klarer als alle anderen. Karoline Herfurth macht aus der vielschichtigen Figur, die zwischen Stärke und Fragilität, zwischen Hochnäsig- und Liebenswürdigkeit pendelt, eine real greifbare und ungemein authentische Gestalt. Zweifellos die bislang beste Rolle der talentierten Nachwuchsschauspielerin. Und auch Josef Bierbichler, der in Filmen wie „Winterreise“ mit seiner Over-the-Top-Darstellung die Kritiker in zwei Lager spaltete, kann hier uneingeschränkt überzeugen, weil er sich angenehm zurückhält und die Zerrissenheit seiner Rolle glaubhaft machen kann. Denn auch der Maler, so erfahren wir in den intimen Innenansichten, die in den Dialogen mit seinem unfreiwilligen Model Lilli zu Tage treten, hat sich auf seine Weise mit Verlusten zu arrangieren gelernt und bekommt nun durch den frischen Wind in seinen Atelierräumen Lust, eingefahrene Verhaltensmuster neu zu überdenken. (5/6)
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Eliane Richter hat einen ungewöhnlichen Auftrag für den Maler Max: Sie möchte ein Porträt ihrer beiden Kinder, aber Alexander ist fast vor einem Jahr gestorben und Lilli sträubt sich zunächst gegen das morbide Unterfangen. Ihr toter Bruder scheint allgegenwärtig. Differenzierte Romanadaption.
Der Verlust des eigenen Kindes gehört sicherlich zu den schwersten Schicksalsschlägen, die man erdulden muss. Ein Weg, mit dieser Trauer klarzukommen, kann wie für die gut situierte Eliane Richter darin bestehen, den Verlust mit einem Kunstwerk zu kompensieren, das die Schönheit des verlorenen Kindes dauerhaft und überlebensgroß festhält. Deswegen bringt der eigenbrötlerische Maler Max Hollander auch gleich Verständnis für diese Entscheidung auf, das kann ein Weg sein, mit der Trauer zurechtzukommen, brummelt er vor sich hin. Max selbst hat sich mit einigen Gemälden umgeben, die Tote darstellen, und wie der Zuschauer im Laufe des Films feststellen wird, kompensieren seine Werke mehr als nur einen seiner eigenen persönlichen Verluste. Hierin liegt eine der zahlreichen Stärken von „ Im Winter ein Jahr“, dem neuen Film der deutschen Oscar-Preisträgerin Caroline Link („Nirgendwo in Afrika“). Er basiert auf dem Roman „Aftermath“ von Scott Campbell, der sich auf komplexe Weise mit Themen wie Verlust, Fragen der Schuld und Sprachlosigkeit auseinandersetzt.
Caroline Link hat den Roman zu einem ebenso vielschichtigen Familiendrama verdichtet, bei dem schnell klar wird, dass die meisten beteiligten Figuren von Selbstvorwürfen und nagender Trauer geplagt werden. Da sind die erfolgreichen, aber mittlerweile stark auseinander gelebten Eltern von Lilli und Alexander, die auf ihre ganz unterschiedlichen Weisen mit der Vergangenheit klarkommen möchten, dabei aber ihre eigene Rolle in der dramatischen Entwicklung verkennen. Auch Lilli hat ihr Bündel zu tragen und ist sich über ihre eigene Schuldfrage zumindest unterbewusst klarer als alle anderen. Karoline Herfurth macht aus der vielschichtigen Figur, die zwischen Stärke und Fragilität, zwischen Hochnäsig- und Liebenswürdigkeit pendelt, eine real greifbare und ungemein authentische Gestalt. Zweifellos die bislang beste Rolle der talentierten Nachwuchsschauspielerin. Und auch Josef Bierbichler, der in Filmen wie „Winterreise“ mit seiner Over-the-Top-Darstellung die Kritiker in zwei Lager spaltete, kann hier uneingeschränkt überzeugen, weil er sich angenehm zurückhält und die Zerrissenheit seiner Rolle glaubhaft machen kann. Denn auch der Maler, so erfahren wir in den intimen Innenansichten, die in den Dialogen mit seinem unfreiwilligen Model Lilli zu Tage treten, hat sich auf seine Weise mit Verlusten zu arrangieren gelernt und bekommt nun durch den frischen Wind in seinen Atelierräumen Lust, eingefahrene Verhaltensmuster neu zu überdenken. (5/6)
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Im Winter ein Jahr:
Originaltitel: Im Winter ein Jahr
Land / Jahr: Deutschland / USA 2008
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Im Winter ein Jahr:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Audiokommentare, Deleted Scenes mit Kommentar von Caroline Link, Karoline Herfurth „Alice im Wunderland“ Tanzsession (ca. 3,5 Min.), Fotoshow am Set, Bayerischer Filmpreis, Diva-Award 2009, Darsteller-Infos
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Bei der Vorstellung des Titels Im Winter ein Jahr handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag und keiner Bewerbung des Films!
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