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Tschechische Filmklassiker: Pan Tau
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Ein eleganter Herr im Stresemann, im Revers eine weiße Nelke, in der Hand ein schwarzer Regenschirm und auf dem Kopf eine Melone - das ist Pan Tau. Schon in den 70er Jahren wirkte er wie eine Erscheinung aus einer anderen Welt. Und das ist er wohl auch. Genau das macht ihn zum Helden aller Kinder. Vor drei Jahrzehnten eroberte er die Herzen der jungen Zuschauer im Flug. Kein Wunder, denn der von dem Prager Schauspieler und Pantomimen Otto Šimánek (*1925 - †Mai 1992) kongenial gespielte stille Herr ist immer da, wenn man ihn braucht. Er kann zaubern und sich auf Puppengröße schrumpfen lassen. Pan Tau klopft einfach mit den Fingerspitzen auf seinen Hut, streicht einmal an der Krempe entlang - und schon passieren ziemlich seltsame Dinge. Einem Kaktus wachsen Haare, aus heiterem Himmel fängt es an zu schneien, und ein Silvesterkarpfen kann plötzlich sprechen. Dabei bleibt Pan Tau selbst in den ersten beiden Staffeln stumm. Er kommuniziert nur durch Pantomime. Aber das Wichtigste ist: Der freundliche Herr Tau ist der Freund aller Kinder und bleibt für deren Eltern stets unsichtbar. Dies gelingt ihm nicht zuletzt durch die Fähigkeit, von einem Augenblick auf den nächsten zur Miniaturausgabe seiner selbst zu mutieren.
In den 70er Jahren begeisterte die deutsch-österreichisch-tschechische Produktion Pan Tau sowohl die Kinder in der Bundesrepublik Deutschland als auch die in der DDR. Als bewusster Gegenentwurf zu amerikanischen Kinderserien setzten die Macher aus Prag auf eine geniale Mischung aus kindgerechter Spannung und jeder Menge Slapstick. Nicht umsonst erinnert das Outfit der nicht sprechenden Titelfigur an Slapstick-Helden der Stummfilmzeit wie Oliver Hardy, Stan Laurel und natürlich Charlie Chaplin. Der ungeheure internationale Erfolg der Serie verdankt sich nicht zuletzt der sympathischen Ausstrahlung des Hauptdarstellers Otto Šimánek.
Pan Tau war übrigens der Auftakt der jahrelangen Zusammenarbeit zwischen dem Westdeutschen Rundfunk und dem zweiten Programm des tschechoslowakischen Fernsehens. Später gingen daraus Klassiker wie Die Besucher, Luzie, der Schrecken der Straße oder Die Märchenbraut hervor. Im Laufe der 70er Jahre gewann Pan Tau mehrere Preise bei Film- und Fernsehfestivals, darunter das Internationale Kinder- und Jugendfilmfestival in Venedig (1970) und das Internationale Fernsehfestival in Monte Carlo (1971). 1974 gab es den Silbernen Bambi und 1976 den Adolf-Grimme-Preis. Ab dem 22. Mai sind alle 33 Folgen der Kultserie bei Universum Film auf DVD erhältlich. ...
Inhaltsangabe zu Tschechische Filmklassiker: Pan Tau: 
Ein eleganter Herr im Stresemann, im Revers eine weiße Nelke, in der Hand ein schwarzer Regenschirm und auf dem Kopf eine Melone - das ist Pan Tau. Schon in den 70er Jahren wirkte er wie eine Erscheinung aus einer anderen Welt. Und das ist er wohl auch. Genau das macht ihn zum Helden aller Kinder. Vor drei Jahrzehnten eroberte er die Herzen der jungen Zuschauer im Flug. Kein Wunder, denn der von dem Prager Schauspieler und Pantomimen Otto Šimánek (*1925 - †Mai 1992) kongenial gespielte stille Herr ist immer da, wenn man ihn braucht. Er kann zaubern und sich auf Puppengröße schrumpfen lassen. Pan Tau klopft einfach mit den Fingerspitzen auf seinen Hut, streicht einmal an der Krempe entlang - und schon passieren ziemlich seltsame Dinge. Einem Kaktus wachsen Haare, aus heiterem Himmel fängt es an zu schneien, und ein Silvesterkarpfen kann plötzlich sprechen. Dabei bleibt Pan Tau selbst in den ersten beiden Staffeln stumm. Er kommuniziert nur durch Pantomime. Aber das Wichtigste ist: Der freundliche Herr Tau ist der Freund aller Kinder und bleibt für deren Eltern stets unsichtbar. Dies gelingt ihm nicht zuletzt durch die Fähigkeit, von einem Augenblick auf den nächsten zur Miniaturausgabe seiner selbst zu mutieren.
In den 70er Jahren begeisterte die deutsch-österreichisch-tschechische Produktion Pan Tau sowohl die Kinder in der Bundesrepublik Deutschland als auch die in der DDR. Als bewusster Gegenentwurf zu amerikanischen Kinderserien setzten die Macher aus Prag auf eine geniale Mischung aus kindgerechter Spannung und jeder Menge Slapstick. Nicht umsonst erinnert das Outfit der nicht sprechenden Titelfigur an Slapstick-Helden der Stummfilmzeit wie Oliver Hardy, Stan Laurel und natürlich Charlie Chaplin. Der ungeheure internationale Erfolg der Serie verdankt sich nicht zuletzt der sympathischen Ausstrahlung des Hauptdarstellers Otto Šimánek.
Pan Tau war übrigens der Auftakt der jahrelangen Zusammenarbeit zwischen dem Westdeutschen Rundfunk und dem zweiten Programm des tschechoslowakischen Fernsehens. Später gingen daraus Klassiker wie Die Besucher, Luzie, der Schrecken der Straße oder Die Märchenbraut hervor. Im Laufe der 70er Jahre gewann Pan Tau mehrere Preise bei Film- und Fernsehfestivals, darunter das Internationale Kinder- und Jugendfilmfestival in Venedig (1970) und das Internationale Fernsehfestival in Monte Carlo (1971). 1974 gab es den Silbernen Bambi und 1976 den Adolf-Grimme-Preis. Ab dem 22. Mai sind alle 33 Folgen der Kultserie bei Universum Film auf DVD erhältlich. Tschechische Filmklassiker: Pan Tau stammt aus dem Hause Universum Film.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Tschechische Filmklassiker: Pan Tau:
Darsteller:
Otto Šimánek, Veronika Rencová, Josef Filip, Vladimír Menšík, Jirina Bohdalová, František Filipovský, Gustav Bubník, Magda Krížková, Vlastimil Brodský, Josef Dvorák, Josef Kemr, Václav Lohniský,
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Tschechische Filmklassiker: Pan Tau:
0Frank Brenner2009-06-25In der neu erschienenen Reihe „Tschechische Filmklassiker“, die eigentlich bislang nur bekannte tschechische Fernsehserien abdeckt, ist „Pan Tau“ die einzige Serie, die zuvor schon einmal auf DVD veröffentlicht wurde. Damals allerdings war es nur die dritte und letzte Staffel, nun aber liegen erstmals alle drei Staffeln in einer kompletten Serienbox vor. Da es sich bei der über Jahre gedrehten Reihe fraglos um die weltweit bekannteste tschechische Serie handeln dürfte, macht eine Zusammenfassung der 33 klassischen Episoden in einer Sammelbox also durchaus Sinn. Schade ist allerdings, dass sich das Bonusmaterial auf ein lediglich vierminütiges Kurzinterview mit dem „Pan Tau“-Darsteller Otto Šimánek beschränkt, der Mitte der 1980er Jahre einigen Kindergärten in und um Köln seinen Besuch abstattete. Warum hat man nicht auch die Folge „Wie Pan Tau zaubert“ in die Extras gepackt, eine Kompilationsfolge der ersten Staffel, in der es auch seltene Setaufnahmen zu sehen gab, die von Vicco von Bülow alias Loriot kommentiert wurden? Und auch „Pan Tau – Der Film“, ein Revival der beliebten Figur aus dem Jahr 1987, die damals auch im Kino lief, hätte auf einer Komplettbox eigentlich nicht fehlen dürfen.
Trotzdem macht es Spaß, dem fein gekleideten Herrn mit Melone und Schirm wiederzubegegnen, der mit einer Kreisbewegung an seiner Kopfbedeckung zaubern kann, sich bei Bedarf winzig klein oder menschengroß machen kann und ein wahrer Freund aller Kinder ist. In der ersten Staffel wird die Ankunft Pan Taus geschildert, der mit einer Art Rakete von einem anderen Planeten auf der Erde landet. Der hohe visuelle Einfallsreichtum macht es möglich, dass man nahezu ohne Dialoge auskommt und eine in der ganzen Welt verständliche Geschichte erzählt werden kann, die sich auf harmlosen Slapstick stützt. Dabei wechseln im Laufe der ersten Staffel mehrfach die Bezugspersonen, wenn Pan Tau zunächst bei Emil (Josef Filip) und dessen Familie unterkommt, bis es ihn später zu Claudia (Veronika Rencova) und Generaldirektor Viola (Jan Werich) auf ein Schloss verschlägt und sie sich schließlich gemeinsam auf Reisen begeben. In der zweiten Staffel, die bei Familie Urban spielt, durfte dann auch Otto Šimánek zur Abwechslung mal sprechen. Natürlich nicht als Pan Tau, der blieb weiterhin stumm, aber in der Rolle seines Doppelgängers Alfons Urban, der dann für allerlei gängigen Klamauk herhalten musste. Da diese Staffel überwiegend in konventionelleren Bahnen verläuft, ist sie die am wenigsten überzeugende, die wohl nur sehr kleine Kinder wirklich zufrieden stellen dürfte. Die dritte Staffel bietet wieder das gewohnte Ota-Hofman-Chaos (er erfand die Figur und verfasste zusammen mit Regisseur Jindøich Polák die Drehbücher der Serie), jede Menge Slapstickhumor und kinderfreundliche Liebenswürdigkeit. Die Erwachsenen ziehen einmal mehr den Kürzeren, wenn sich der Mann mit der Melone auf die Seite der Kurzen schlägt. Die naiv-unterhaltsamen Späße werden durch talentierte tschechische Charakterdarsteller (Josef Bláha, Vlastimíl Brodský, Josef Dvoøák u.v.a.) zu einem wahren Vergnügen. Gekoppelt sind die letzten Folgen, in denen der Zauberer ohne seine Melone zu Recht kommen muss und nach und nach doch das Sprechen, Schreiben und Lesen lernt, an eine spannende Verfolgungsgeschichte mit turbulenten Verwechslungen und allerlei Klamauk. Das Ende ist erstaunlich tiefgründig geraten und stimmt eher nachdenklich als fröhlich.
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In der neu erschienenen Reihe „Tschechische Filmklassiker“, die eigentlich bislang nur bekannte tschechische Fernsehserien abdeckt, ist „Pan Tau“ die einzige Serie, die zuvor schon einmal auf DVD veröffentlicht wurde. Damals allerdings war es nur die dritte und letzte Staffel, nun aber liegen erstmals alle drei Staffeln in einer kompletten Serienbox vor. Da es sich bei der über Jahre gedrehten Reihe fraglos um die weltweit bekannteste tschechische Serie handeln dürfte, macht eine Zusammenfassung der 33 klassischen Episoden in einer Sammelbox also durchaus Sinn. Schade ist allerdings, dass sich das Bonusmaterial auf ein lediglich vierminütiges Kurzinterview mit dem „Pan Tau“-Darsteller Otto Šimánek beschränkt, der Mitte der 1980er Jahre einigen Kindergärten in und um Köln seinen Besuch abstattete. Warum hat man nicht auch die Folge „Wie Pan Tau zaubert“ in die Extras gepackt, eine Kompilationsfolge der ersten Staffel, in der es auch seltene Setaufnahmen zu sehen gab, die von Vicco von Bülow alias Loriot kommentiert wurden? Und auch „Pan Tau – Der Film“, ein Revival der beliebten Figur aus dem Jahr 1987, die damals auch im Kino lief, hätte auf einer Komplettbox eigentlich nicht fehlen dürfen.
Trotzdem macht es Spaß, dem fein gekleideten Herrn mit Melone und Schirm wiederzubegegnen, der mit einer Kreisbewegung an seiner Kopfbedeckung zaubern kann, sich bei Bedarf winzig klein oder menschengroß machen kann und ein wahrer Freund aller Kinder ist. In der ersten Staffel wird die Ankunft Pan Taus geschildert, der mit einer Art Rakete von einem anderen Planeten auf der Erde landet. Der hohe visuelle Einfallsreichtum macht es möglich, dass man nahezu ohne Dialoge auskommt und eine in der ganzen Welt verständliche Geschichte erzählt werden kann, die sich auf harmlosen Slapstick stützt. Dabei wechseln im Laufe der ersten Staffel mehrfach die Bezugspersonen, wenn Pan Tau zunächst bei Emil (Josef Filip) und dessen Familie unterkommt, bis es ihn später zu Claudia (Veronika Rencova) und Generaldirektor Viola (Jan Werich) auf ein Schloss verschlägt und sie sich schließlich gemeinsam auf Reisen begeben. In der zweiten Staffel, die bei Familie Urban spielt, durfte dann auch Otto Šimánek zur Abwechslung mal sprechen. Natürlich nicht als Pan Tau, der blieb weiterhin stumm, aber in der Rolle seines Doppelgängers Alfons Urban, der dann für allerlei gängigen Klamauk herhalten musste. Da diese Staffel überwiegend in konventionelleren Bahnen verläuft, ist sie die am wenigsten überzeugende, die wohl nur sehr kleine Kinder wirklich zufrieden stellen dürfte. Die dritte Staffel bietet wieder das gewohnte Ota-Hofman-Chaos (er erfand die Figur und verfasste zusammen mit Regisseur Jindøich Polák die Drehbücher der Serie), jede Menge Slapstickhumor und kinderfreundliche Liebenswürdigkeit. Die Erwachsenen ziehen einmal mehr den Kürzeren, wenn sich der Mann mit der Melone auf die Seite der Kurzen schlägt. Die naiv-unterhaltsamen Späße werden durch talentierte tschechische Charakterdarsteller (Josef Bláha, Vlastimíl Brodský, Josef Dvoøák u.v.a.) zu einem wahren Vergnügen. Gekoppelt sind die letzten Folgen, in denen der Zauberer ohne seine Melone zu Recht kommen muss und nach und nach doch das Sprechen, Schreiben und Lesen lernt, an eine spannende Verfolgungsgeschichte mit turbulenten Verwechslungen und allerlei Klamauk. Das Ende ist erstaunlich tiefgründig geraten und stimmt eher nachdenklich als fröhlich.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Tschechische Filmklassiker: Pan Tau:
Originaltitel: Pan Tau
Land / Jahr: CSSR / Deutschland 1969 - 1977
Medien-Typ:
DVD
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Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten
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