Der Fluch der 2 Schwestern
Schauspieler / Schauspielerinnen in Der Fluch der 2 Schwestern:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Der Fluch der 2 Schwestern:
Dieses Szenario durchlebt Anna immer und immer wieder in furchtbaren Visionen und Träumen. Sie wird in der geschlossenen Psychiatrie behandelt, da sie bereits versucht hat, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Nach etwa einem Jahr wird sie entlassen und darf nach Hause zurück. Zu ihrer Überraschung muss sie feststellen, dass ihr Vater (David Strathairn) inzwischen mit Rachel zusammen ist. Von Anfang an hat sie das merkwürdige Gefühl, dass zwischen dem Tod der Mutter und Rachels Anwesenheit ein Zusammenhang besteht. Das teilt sie zunächst nur ihrer Schwester Alex mit, die nicht weiter darauf eingeht. Sie trifft Matt. Matt war am Abend des tödlichen Feuers mit Anna zusammen auf der Beach-Party. Er macht Andeutungen zu den Ereignissen im Bootshaus, verschwindet aber gleich wieder, als Rachel auftaucht. Anna wird misstrauischer, die Träume und Visionen kehren zurück. Sie hört während der Nacht Geräusche vor ihrer Tür, verkohlte Arme greifen nach ihr. Immer mehr Indizien weisen darauf hin, dass Rachel die Mörderin sein muss. Matt erklärt erneut, dass er alles gesehen hat, wird aber – bevor er konkreter werden kann – erneut von Rachel unterbrochen. Inzwischen ist auch Alex überzeugt, dass mit Rachel etwas nicht stimmt und recherchiert nun gemeinsam mit Anna. In der nächsten Nacht geht Anna herunter zum Bootshaus, wo ihr in einer grauenvollen Vision ihre völlig verbrannte Mutter schreiend und stöhnend erscheint. Die Mutter zeigt bedeutsam nach oben zur Decke. Rachel verhält sich immer merkwürdiger. Anna und Alex verabreden sich in der folgenden Nacht mit Matt, um endlich zu erfahren, was im Bootshaus wirklich geschah. Er kommt aber nicht zum verabredeten Treffpunkt, sondern erscheint Anna später mit einer gebrochenen Wirbelsäule in einer erneuten Vision. Am nächsten Morgen wird Matt in der Nähe des Treffpunkts tot aus dem Meer gezogen. Anna offenbart ihren Verdacht Steven, ihrem Vater. Der aber will von diesem „Unsinn“ nichts wissen und Alex und Anna ermitteln, jetzt auch mit Hilfe des Internets und verschiedener telefonischer Recherchen, alleine weiter. Und tatsächlich bestätigt der angebliche Ex-Arbeitgeber, dass es eine „Rachel Summers“ zwar gegeben habe, die aber seit 5 Jahren tot sei! Alex und Anna konfrontieren Rachel mit dem Ergebnis dieser Recherche. Und auch die tut die Vorwürfe als Unsinn ab. Und ab hier wird die ganze Geschichte auch immer unglaubwürdiger, da sie von den inhaltlichen Fakts einfach schlüssig zu Ende ist. Rachel ist überführt!! Aber nein – und das merkt der Zuschauer leider nur zu deutlich!! - das Regie-Duo Charles und Thomas Guard versucht hier jetzt in seiner ersten Spielfilm-Regie mit aller Macht dem Publikum einen überraschenden Showdown zu verkaufen! In rasendem Tempo, schnellen Schnitten und ansehnlichen Gruseleffekten wird die Dramaturgie in der Folge nun so auf den Kopf gestellt und gedreht, dass es einem wirklich graut. Um es kurz zu machen – und die Story ist es ab hier wirklich nicht wert, länger darauf einzugehen – Anna schlachtet Rachel mit einem riesigen Messer ab, schleppt sie durchs ganze Haus und schmeißt sie in die Mülltonne. Dann wird sie wach und folgt vollkommen überrascht der Blutspur ihres eigenen Gemetzel. Sie wähnt allerdings ihre Schwester Alex als Täter. Der Vater taucht auf. Und der klärt in 2 kurzen Sätzen auf: Alex lebt gar nicht mehr! Die ist nämlich bei der Explosion im Bootshaus vor einem Jahr ebenfalls ums Leben gekommen. Und daher - und so wird’s sehr kurz, knapp, vor allem aber unplausibel dargestellt – kann nur Anna selber die Mörderin ihrer Mutter, Rachel's Mörderin und natürlich auch Matt's Mörderin sein. Anna kehrt zurück in die Psychiatrie. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, denn man hätte eine zunächst spannende Geschichte viel einfacher und viel früher enden lassen können. Die überflüssige Komplexität in der letzten halben Stunde war merklich gewollt und aufgesetzt. Es ist überhaupt nicht nötig, bei einer bis dahin coolen Geschichte, von einem offensichtlichen Täter in solch abwegiger Art und Weise weg zu lenken. Schade, da hätte man mehr rausholen können! Der eingefleischte Genre-Fan sollte sich trotzdem ein eigenes Bild machen und zumindest einen Blick riskieren.... Denn, die Gruseleffekte waren ganz kuschelig, die Kamera wußte auch zu schocken, und so schafft „Der Fluch..“ es ganz knapp über die 5 (%)-Hürde und zieht demnach mit 6 von 10 möglichen Rasierklingen möglicherweise doch noch ins heimische DVD-Regal ein. (Dietmar Dohmen) alle Rezensionen von Dietmar Dohmen ...
Wieder eine Mystery verbrämte Augenweide für Fans subtiler Schrecklichkeiten: Im filmischen Fokus steht Anna (Emily Browning), die nach dem tragischen Tod ihrer Mutter lange im Krankenhaus verbringen muss. Als sie nach Hause zurückkehrt, stellt sie schockiert fest, dass ihr Vater (David Strathairn) sich neu verlobt hat – ausgerechnet mit Rachel (Elizabeth Banks), der ehemaligen Pflegerin ihrer Mama. In ihrer ersten Nacht zu Hause wird Anna vom Geist ihrer Mutter heimgesucht, der ihre Tochter eindringlich vor Rachel warnt. Gemeinsam mit ihrer Schwester (Arielle Kebbel) versucht Anna verzweifelt, ihren Vater davon zu überzeugen, dass seine Verlobte nicht diejenige ist, für die sie sich ausgibt. Was eine glückliche Familienzusammenführung sein sollte, entwickelt sich zu einer brutal eskalierenden Schlacht zwischen einer klischierten bösen Stiefmutter und ihren Töchter aus erster Ehe…
Das südkoreanische Vorbild „Zwei Schwestern“ war einstens eine eher psychologisierte Story, die mit ihren bizarren Bildern zum verstörenden Filmerlebnis wurde. Das US-Remake wirkt nicht minder packend, doch auch hier, wie schon in den US-Versionen von „The Ring“ und „The Grudge“ bleiben elementare Modifikationen nicht aus. Das ist und bleibt der große unterschied und gleichsam die leidliche Kino-Kluft in den narrativen Strukturen des Hollywood Films und des asiatischen Filmschaffens. Während Japan, Korea, Taiwan und China den Betrachter durch seine eigene Wahrnehmung Sinnestäuschungen regelrecht austricksen, wandelt die US-Version zumeist mit wuchtigen Schockmomenten durch den Plot. Dennoch, „Der Fluch der 2 Schwestern“ kommt solide und spannend daher, unheimliche Begegnungen der vierten Art in einem von Geistern geliebten Haus und ein düsteres Geheimnis Beglücken auch hier den Betrachter in gewohnt gefilmter Manie. Hintergrund: Nach dem Hype von Gore Verbinskis The Ring im Jahr 2002 langte Hollywood bei Horrorproduktionen im großen Stil bei asiatischen Vorbildern zu. Neben der Neuauflage alter Filmreihen (wie beispielsweise Freitag der 13.) machten Remakes asiatischer Genrefilme lange Zeit Löwenanteil des amerikanischen Horrorkinos aus. Ji-Woon Kims A Tale Of Two Sisters blieb kurioserweise eher außen vor, zumal die komplexe Story aus Südkorea zu den imposantesten Beiträgen der Asia-Horror-Tsunami zählt. 2007 schlugen dann die britischen Brüder Charles und Thomas Guard zu und legten einen Film vor, der sich sehen lassen kann. Obwohl auch hier die alte Regel bleibt. Nur das original ist zwar nicht legal, aber selten so originär und originell wie eben das Original. Ob „Ring“ oder „Pulse“, der asiatische Horrorfilm ist ein Füllhorn abstrakter und unheimlicher Einfälle. Das hat historische Gründe, denn Geistergeschichten haben in Japan, China und Korea eine lange archaische und ehrwürdige Tradition. Und was ist einfacher für den Film, als sich von der Literatur in jedweder Form bedienen zu lassen? (Jean Lüdeke) alle Rezensionen von Jean Lüdeke ...
Beim Versuch, die mysteriösen Umstände zu klären, unter denen ihre Mutter starb, verstricken sich die Schwestern Anna und Alex in eine tödliche Auseinandersetzung mit Rachel, der neuen Verlobten ihres Vaters und … ehemaligen Pflegerin ihrer Mutter. Als die Schwestern mehr über Rachels fragwürdige Vergangenheit in Erfahrung bringen, müssen sie sich Geistererscheinungen, schrecklichen Albträumen und tödlichen Konsequenzen stellen. Alles führt zu einem schockierenden Ende, bei dem einem fast das Blut gefriert. Die Bildqualität ist recht gut, wenn auch nicht vollends überzeugend. Die Schärfe weist kleinere Schwächen in der Detaildarstellung auf. Der Kontrast ist ausgewogen, die Farben wurden nachbearbeitet und sind eher entsättigt. Die Kompression bleibt unauffällig und das Bild ist frei von Artefakten jeglicher Art. Die drei Tonspuren, Deutsch, Englisch und Türkisch, liegen in DD 5.1 vor. Der Ton und seine Abmischung beeindrucken kaum. Da der Film recht dialoglastig ist, spielt sich das Geschehen überwiegend an der Front ab. Die hinteren Boxen kommen immer dann zum Einsatz, wenn etwas Musik, Umgebungsgeräusche oder die Schockmomente ins Spiel kommen. Dies trägt zwar zu einer guten räumlichen Atmosphäre bei, ist aber nicht besonders spektakulär. Es gibt optionale deutsche, englische und türkische Untertitel. Die Extras bestehen aus der Making of-Featurette: Das Geheimnis des Fluchs der zwei Schwestern (ca. 18 min), vier entfernten Szenen (ges. ca. 6 min) sowie einem alternativen Ende (ca. 1 min). Die Hollywood-Remake-Wut kennt kein Ende. Schon wieder wurde ein asiatischer Horrorfilm amerikanisiert, dem Massengeschmack angepasst und damit auch weichgespült.
THE UNINVITED (Originaltitel; USA; 2009) ist eine Neufassung des koreanischen Films JANGHWA, HONGRYEON / A TALE OF TWO SISTERS (Südkorea, 2003). Und ist das Original atmosphärisch dicht, psychologisch stimmig und recht spannend, wurde dem Remake alles Qualitative ausgetrieben. War der koreanische Film auch ein bedrückendes (Familien-)Drama, das sich Zeit für die Erzählung von Kleinigkeiten nahm, setzt das Remake auf billige und vor allem ausgelutschte Schockeffekte, die vorhersehbar sind. Die Handlung wurde simplifiziert, es gibt mehr „Action“, das Erzähltempo wurde schneller, was aber zulasten der Spannung geht. Den Höhepunkt der Geschichte, die finale Auflösung, hat man im Remake so idiotensicher inszeniert, dass auch wirklich jeder alle Aspekte der Geschichte versteht. Die haarkleine Zubereitung sorgt dafür, dass man nicht mehr selbst nachdenken muss und auch der letzte Ignorant und cineastische Autist alles bis ins kleinste versteht. Anspielungen und Andeutungen gibt es nicht mehr, das ist Dramaturgie mit dem Holzhammer. Das Endergebnis ist überraschungsfreie, bedeutungslose, konventionelle, klischeehafte, geradezu langweilige Einheitskost ohne Charme, Ideen oder Wert. Das Remake DER FLUCH DER 2 SCHWESTERN (dt. Verleihtitel), zugleich das Spielfilmdebüt der englischen Regisseure (und Brüder) Charles und Thomas Guard, mag handwerklich solide in Szene gesetzt worden sein, aber inhaltlich ist es banale, mediokre Kost zum abgewöhnen. (Carlito Brigante) alle Rezensionen von Carlito Brigante ... Reminder, PDF-Datenblatt zu Der Fluch der 2 Schwestern, DVD:
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