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TECHNISCHE DATEN
zu Jean-Luc Godard Edition

RC 2 FSK Freigabe ab 16 Jahren
DVD-Typ: 10 x DVD-9
Medium: DVD
Genre: Drama
Bildformat:
4:3 Vollbild (1.33:1),16:9 (2.35:1) anamorph
Tonformat:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono,Englisch: Dolby Digital 2.0 Mono,Spanisch: Dolby Digital 2.0 Mono,Französisch: Dolby Digital 2.0 Mono
Verpackung: Schuber
Untertitel:
Deutsch
Label:
Arthaus
EAN-Code:
4006680049694 / 4006680049694
+++ ..DVD-RUBRIKEN.. +++

Sie befinden sich hier: Home > Drama > DVD > Jean-Luc Godard Edition

Jean-Luc Godard Edition

Titel:

Jean-Luc Godard Edition

Label:

Arthaus

Regie:

Jean-Luc Godard

Laufzeit:
696 Minuten
Genre:
Drama
FSK:
ab 16 Jahren
Erscheinung:

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Stand der Preise: 08.12.2016 00:38:01.
Inhaltsangabe zu Jean-Luc Godard Edition:


Die Jean-Luc Godard Edition präsentiert zehn Meisterwerke aus den Jahren 1959 bis 1983. Erstmals erscheinen in Deutschland auf DVD: „Alphaville“ (1965), „Made in USA“ (1966) und „Passion“ (1982). Hinzu kommen die Klassiker: „Außer Atem“ (1959), „Eine Frau ist eine Frau“ (1961), „Die Verachtung“ (1963), „Der kleine Soldat“ (1963), „Elf Uhr nachts“ (1965), „Vorname Carmen“ (1983) und „Detektive“ (1985). Jean-Luc Godard Edition stammt aus dem Hause Kinowelt Home Entertainment.


Jean-Luc Godard Edition Trailer ansehen:

Schauspieler / Schauspielerinnen in Jean-Luc Godard Edition:


Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Jean-Luc Godard Edition:
„Alphaville“ führt uns in die ferne Zukunft und auf einen fremden Planeten. Dort lernen wir den Privatdetektiv Lemmy Caution kennen (Eddie Constantine), der auf der Suche nach dem vermissten Agenten Henry Dickson ist. Caution hat aber noch eine zweite Mission, er soll den Schöpfer von Alphaville, Professor von Braun, aufsuchen und zur Rede stellen. Alphaville ist ein Ort, an dem das freie Denken, Gefühle, Poesie und Liebe geächtet sind und daher ist er gefühlkalt und entfremdet. Die Gesellschaft ist unmenschlich und lässt keine Schwächen zu. Um von Braun und den von ihm entwickelten Kontrollcomputer Alpha 60 Einhalt gebieten zu können wendet sich Caution an Natascha, die Tochter des Professors.

Alphaville ist ein Science Fiction Film der etwas anderen Art. Godard setzte keine Spezialeffekte ein und drehte im zeitgenössischen Paris der 60er Jahre, daher ist der Eindruck in der Zukunft und auf einem anderen Planeten zu sein nicht wirklich gegeben. Dennoch schafft er es durch geschickte Lichtführung und dank so manch ambitionierter Architektur in Paris eine seltsam entfremdete Stimmung zu kreieren. Deutlich ist in der Geschichte eine Anlehnung an George Orwells „1984“ zu erkennen und Godard legte das Drehbuch vorab auch wesentlich kritischer gegen Großkonzerne aus, ehe er sich dann doch anders entschied. Eddie Constantine spielt den trenchcoat-tragenden, stoischen Schnüffler Lemmy Caution in Film Noir Manier, diese Rolle wurde sein Markenzeichen. Alphaville gewann den Goldenen Bären bei der Berlinale 1965 und ist bis heute einer der bekanntesten Filme von Godard.

Die DVD verfügt über den deutschen, sowie den französischen Mono Ton, es gibt deutsche, nicht ausblendbare Untertitel in der französischen Version, dazu einen Trailer und eine Bildergalerie. Zusätzlich findet man eine Dokumentation über Godard und die Hintergründe des Films sowie eine interessante Einführung von Filmexperte Colin McCabe. ()

alle Rezensionen von Tobias Mielke ...
In der Zeit von 1954 bis 1962 kämpft Algerien um die Unabhängigkeit von Frankreich. Der Franzose Bruno Forestier hält sich daher im schweizerischen Genf auf um der Einberufung für den Algerienkrieg zu entgehen. Dort lernt er das dänische Modell Veronika kennen und beginnt mit ihr eine Beziehung. Aber er wird auch vom französischen Geheimdienst rekrutiert um einen arabischen Agenten zu ermorden. Bruno hegt erhebliche Zweifel gegen die Tat, aber er gerät mit Veronika immer tiefer in den Konflikt zwischen den beiden Geheimdiensten. Die französische Seite zweifelt langsam an seiner Loyalität und die Araber sind dabei ihn zu enttarnen.

„Der kleine Soldat“ war der zweite Spielfilm von Jean-Luc Godard und wurde auf Grund seines brisanten politischen Inhalts erst nach Ende des Algerienkrieges in Frankreich aufgeführt.
Godard war erst kurz vorher durch sein erfolgreiches Debüt „Außer Atem“ zum neuen Regie-Star der Nouvelle Vague ausgerufen worden. Mit dieser Strömung orientierte er sich, wie zahlreiche andere seiner Kollegen, am amerikanischen Film Noir, übertrug diesen aber auf die europäische Verhältnisse.
So ist „Der kleine Soldat“ ein sehr französischer Film, bedingt durch den zeitgenössischen, politischen Hintergrund. Er ist aber auch ein etwas verkopfter Film, der sich mit Godards Lieblingsthemen, Revolution, Politik und Kino beschäftigt. Trotz der Hintergrundgeschichte sollte man daher auch keine ausufernde Action erwarten, der Film kommt eher nüchtern daher.
Dennoch beinhaltet er das auch heute wieder/immer noch interessante Thema der Folter und ihren Auswirkungen.

„Der kleine Soldat“ ist einer der weniger bekannten Filme von Jean-Luc Godard, aber er ist trotz seiner Sperrigkeit ein sehr interessantes Werk, das es wert ist es kennen zu lernen oder wieder zu entdecken.

Die DVD verfügt über den deutschen, sowie den französischen Mono Ton, es gibt deutsche, nicht ausblendbare Untertitel in der französischen Version, dazu einen Trailer, eine Bilder- und Filmplakatgalerie. Zusätzlich findet man eine interessante Einführung von Filmexperte Colin McCabe. ()

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Ferdinand wurde vom privaten und beruflichen Glück verlassen: seine Ehe ist unglücklich und er verliert seinen Job. Als er sich zu einer oberflächlichen Party bei seinem Schwiegervater überreden lässt läuft das Fass über. Er verschwindet mit der Babysitterin Marianne, die früher seine Freundin war. Aber da fangen die Probleme erst an. Beide werden in einen Mordfall verwickelt und von Gangstern gejagt. Sie sind auf der Flucht und landen schließlich am Mittelmeer.
Ihre Beziehung wird immer schwieriger und beide trennen sich. Sie finden nach einiger Zeit an einem anderen Ort wieder zusammen, nur um noch tiefer in einen Strudel von Kriminalität und Gewalt hineingezogen zu werden.

„Elf Uhr nachts“ („Pierrot le fou“ im Original) ist, wie es sich für einen echten Godard gehört, ein Film mit einer scheinbaren Oberfläche, der jedoch in die Tiefe geht. Die außerordentliche Farbgestaltung ist an die Pop-Art angelehnt und zieht den Zuschauer immer wieder in seinen Bann. Sie wird immer wieder von Gesellschaftskritik unterwandert und hält Anspielungen und Zitate bereit.

Interessant sind dabei die ständig desinteressiert und fremd wirkenden Figuren, besonders Jean-Paul Belmondo in der Rolle des Ferdinand scheint beinahe unfähig zu lieben. Godard begann „Elf Uhr nachts“, wie viele seiner Filme, ohne feststehendes Drehbuch, so dass er viel Improvisieren ließ. Godard brachte so viel Spontaneität in das Spiel der Schauspieler ein und erzielte damit oftmals überraschende Resultate, die der Zuschauer nicht gewohnt war.

„Elf Uhr nachts“ ist ein seltsam schöner Film, der viel gesellschaftlich relevante Themen der 1960er Jahre aufnimmt und mit ihnen spielt.

Die DVD verfügt über den deutschen, sowie den französischen Mono Ton, es gibt deutsche, nicht ausblendbare Untertitel in der französischen Version, dazu einen Trailer, eine Bildergalerie und einen Audiokommentarspur von Schriftsteller Jean-Bernard Pouy. Zusätzlich findet man eine interessante Einführung von Filmexperte Colin McCabe. ()

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Angela ist Tänzerin und meint nun, dass es so langsam an der Zeit wäre ein Kind zu bekommen. Dies würde sie am liebsten mit ihrem Partner Emile zeugen, der ist allerdings von der Idee nicht besonders angetan. Er zieht sich zurück und versucht jegliche Diskussion zu umgehen. Befremdet von Emiles Verhalten wendet sich Angela seinem besten Freund Alfred zu, der stets behauptet, dass er in Angela verliebt sei. Diese Konstellation sorgt natürlich für Probleme. „Eine Frau ist eine Frau“ war der dritte Spielfilm von Jean-Luc Godard und beschäftigt sich mit dem Thema Musical. Nach seinem gefeierten Erstling „Außer Atem“ und der politischen Auseinandersetzung mit dem Algerienkrieg „Der kleine Soldat“, setzt Godard auf das vermeintlich leichte Sujet des Musicals. Opulente Farben, wunderbare Musik und so manch unerwartete Szene lassen den Zuschauer sowohl schwelgen, als auch manchmal etwas ratlos dastehen. „Eine Frau ist eine Frau“ ist eine hinreißende Hommage an das klassische US Musical, allerdings, wie immer bei Godard, gibt er sich nicht mit einer oberflächlichen Betrachtung zufrieden. Er erkundet die Klischees und Manierismen der Vorbilder und schafft dadurch seine ganz eigenständige Version eines Unterhaltungsfilms. Dazu tragen die drei Hauptdarsteller, Jean-Paul Belmondo, Jan-Claude Brialy und Anna Karina bei, die zu der Zeit auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs waren. „Eine Frau ist eine Frau“ wurde bei der Berlinale 1961 sowohl für die beste Hauptdarstellerin, wie auch mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnet. „Eine Frau ist eine Frau“ ist einer der zugänglicheren und „leichteren“ Filme von Jean-Luc Godard, aber man sollte die gesellschaftlichen Untertöne und Godards immer wieder kehrende Themen nicht außer Acht lassen. Die DVD verfügt über den deutschen, sowie den französischen Mono Ton, es gibt deutsche, nicht ausblendbare Untertitel in der französischen Version, dazu eine Bilder- und Filmplakatgalerie. Zusätzlich findet man eine interessante Einführung von Filmexperte Colin McCabe. ()

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Paula Nelson kommt aus Frankreich nach Atlantic City in die USA um dort ihren Verlobten Richard zu suchen. Als sie Richard ermordet auffindet macht sie sich an daran, die Gründe seines mysteriösen Todes aufzuklären. Bald darauf lernt sie Typhus kennen, aber auch seine Leiche wird bald gefunden. Paula gerät in Verdacht und wird verhaftet. In diesem großen Puzzlespiel steht sie schon bald zwischen der Polizei, Agenten und diversen Gangstern und die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. „Made in USA“ fällt in die fruchtbarste Phase in Godards Schaffen, die 1960er Jahre, und war die letzte Zusammenarbeit mit seiner damaligen Frau und Lieblingsdarstellerin Anna Karina. Der Film ist eine offensichtliche Verbeugung vor dem amerikanischen Film Noir, nur das diesmal eine Frau den penetranten Schnüffler spielt. Inspiriert wurde das Werk durch den Roman „The Jugger“, da man jedoch keine Filmrechte einholte blieb der Film in den USA unveröffentlicht und wurde erst 2009 aufgeführt. Die Anspielungen auf den amerikanischen Film und weitere Einflüsse spiegeln sich in vielen Protagonisten wieder, die illustre Namen wie Widmark, Aldrich, Siegel, Nixon oder Mizoguchi tragen. „Made in USA“ ist, wie bei Godard üblich, kein kohärenter Thriller, der einen einfachen Lösungsweg vorgibt. Seltsame Charaktere und irritierende Aktionen durchziehen dieses Werk, das seinen Reiz besonders aus der großartigen Farbgebung bezieht. Und natürlich dürfen auch hier die politischen Untertöne nicht fehlen. „Made in USA“ ist eine verwirrend poppige Version eines Hard-boiled Detektivfilms und gibt auch heute noch Rätsel auf. Freunde von David Lynch können hier zugreifen und eine rätselhafte Reise antreten. Die DVD verfügt über den deutschen, sowie den französischen Mono Ton, es gibt deutsche, nicht ausblendbare Untertitel in der französischen Version, dazu einen Trailer und eine Bildergalerie. Einen kleinen Einblick gibt dazu ein kurzes Interview mit Hauptdarstellerin Anna Karina. Zusätzlich findet man eine interessante Einführung von Filmexperte Colin McCabe. ()

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Der polnische Regisseur Jerzy arbeitet an einem Film über Werke großer Maler des 19. Jahrhunderts, darunter Rembrandts „Nachtwache“. Während der problematischen und stockenden Dreharbeiten wird er zunehmend mit Ereignissen und Schicksalen um ihn herum konfrontiert. Dabei wird Jerzy auch auf die Fabrikarbeiterin Isabelle aufmerksam, die entlassen wird und ihr Recht auf Arbeit vehement einfordert.

„Passion“ gehört zu den zugänglicheren Filmen, die Godard in den 1980er Jahren schuf und dabei auf bekanntere Schauspieler und auch auf größere Budgets setzte. Hier sind es Michel Piccoli, Hanna Schygulla und Isabelle Huppert, die den Bilderreigen des visionären Regisseurs veredeln. Ähnlich wie in seinem früheren Werk „Le Mepris – Die Verachtung“, beschäftigt sich Godard auch hier mit einem „Film im Film“ Thema. Der polnische Regisseur Jerzy arbeitet an seinem Film „Passion“, kommt aber nicht so recht voran, er ist abgelenkt und ideenlos. Godard spielt auch hier mit politischen Untertönen, da in Polen grade die Solidarnosc Bewegung an die Macht kommt und Jerzy, fernab seines Landes, kreativ arbeiten muss.
Godard arbeitete bei „Passion“ das erste Mal seit langer Zeit wieder mit dem Kameramann Raoul Coutard zusammen, der für seine wunderbaren Bilder auch gleich mit dem großen Technikpreis bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wurde.

„Passion“ zählt zum etwas zugänglicheren Teil von Godards Werk, ist aber immer noch mit genügend Rätselhaftem ausgestattet um seine Fangemeinde zu erfreuen.

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Im Pariser Hotel Concorde St. Lazare hat sich eine Gruppe von Detektiven eingenistet, die heimlich die anderen Gäste ausspähen - den Piloten Emíle Chenal, den Box-Promoter Jim Warner, seinen Schützling Tiger Jones und die barbusige Prinzessin der Bahamas. Vor allem aber interessieren sich die Detektive für den Mafia-Boss The Prince, dessen kriminelle Mitarbeiter offenbar das ganze Hotel unter ihre Kontrolle gebracht haben. „Detektive“ ist Mitte der 1980er Jahre entstanden und ein Film, der etwas zwischen den Stühlen aus Godards Oeuvre sitzt. Einerseits zeigt er nach wie vor seine Liebe zum Film Noir und die amerikanischen Detektivfilme, zum Anderen ist er jedoch experimentell und schwer verdaulich. Die Schnitte sind manchmal verschachtelt und komplex, die Handlung ist nicht immer greifbar und der Sound ist sehr dominant und fordernd. Dennoch findet Godard zwischendurch immer eine feine Pointe, ein verschmitztes Lächeln oder eine humorige Leichtigkeit. Somit vereint er viele Facetten von dem, was einen Godard-Film ausmacht. Natürlich war es für den französischen Meister schwierig im Blockbuster-Kino der 80er Jahre einen Platz zu finden, dafür war er bei Weitem zu unkommerziell und „problematisch“, dennoch fand er immer ein kleines Publikum. Da es für jeden französischen Schauspieler Pflicht ist einmal in einem Godard-Film mitgespielt zu haben, ist auch „Detektive“ hochkarätig besetzt. Mit Jean-Pierre Leaud, Claude Brasseur, Johnny Hallyday und Emmanuelle Seigner fand der Regisseur eine interessante Mischung aus altgedienten Mimen und jungem Personal. „Detektive“ war 1985 im Wettbewerb um die Goldene Palme von Cannes und wurde auf weiteren Festivals für seine Innovationen und dem besonderen Gebrauch von Musik ausgezeichnet. Die DVD verfügt über den deutschen, sowie den französischen Mono Ton, es gibt deutsche, nicht ausblendbare Untertitel in der französischen Version, dazu eine Bilder- und Filmplakatgalerie und einen Trailer. Zusätzlich findet man eine interessante Einführung von Filmexperte Colin McCabe. ()

alle Rezensionen von Tobias Mielke ...
Jean-Luc Godard, einer der innovativsten Regisseure der Filmgeschichte, feiert am 3. Dezember 2010 seinen 80. Geburtstag. Für sein Lebenswerk soll er 2011 den Ehren-Oscar bekommen, jedoch hat er angekündigt, dass er nicht selbst zur Preisverleihung kommen wird. Denn der Spross einer wohlhabenden französisch-schweizerischen Familie kritisierte schon immer das Mainstreamkino aus rein ökonomischem Kalkül, wie es besonders in Hollywood betrieben wird. Er war der radikalste Vertreter einer Gruppe von französischen Filmemachern - außer ihm waren noch Claude Chabrol, Jacques Rivette, Eric Rohmer und François Truffaut dabei - die mit der „Nouvelle Vague“ („Neue Welle“) Ende der 50er Jahre die Filmwelt revolutionierten und auch deutsche Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder beeinflussten. Für sie ist der Filmemacher Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion, um seine subjektive Kreativität auszudrücken. Dazu gehören ungewöhnliche Kameraeinstellungen, eine neue Tondramaturgie und oft noch unbekannte Schauspieler. Da viele der französischen Erneuerer nebenbei Filmkritiker waren, kannten sie die Genrefilme etwa von Alfred Hitchcock oder John Ford und bauten in ihren Filmen oft Versatzstücke dieser Klassiker ein. Diese intellektuelle Filmkunst setzt ein gut informiertes und zur Reflexion fähiges Publikum voraus, um die oft komplizierten Erzählungen mit ihren Andeutungen zu verstehen. Zu Godards rundem Geburtstag hat „Kinowelt“ eine Sammlung mit zehn seiner wichtigsten Filme aus der Zeit von 1960 bis 1985 komplettiert, sodass man jetzt zwischen der Gesamtedition oder einzelnen Filmen daraus wählen kann. Viele bekannte Stars sind zu bewundern: Jean-Paul Belmondo, Brigitte Bardot, Julie Delpy, Isabelle Huppert, Michel Piccoli, Eddie Constantine und immer wieder Godards langjährige Muse Anna Karina. Reichhaltiges Bonusmaterial wie Einführungen des britischen Filmwissenschaftlers Colin MacCabe, Dokumentationen und Interviews liefert wertvolle Informationen.

„Außer Atem“ mit dem jungen Jean-Paul Belmondo macht Godard 1960 schlagartig bekannt. Es ist der Beginn seines Stils, der aus dem traditionell erzählenden Kino ein modernes Medium zur Kommunikation mit dem Zuschauer macht. Bereits hier zeigt sich der gern benutzte Mix verschiedener Filmgenres, hier eines Gangsterfilms und einer Romanze. Auffällig sind auch die vielen Zitate aus Kunst-, Musik- und Filmgeschichte, die in fast allen seinen Werken vorkommen. In „Der kleine Soldat“ (1960) erhält ein Deserteur des Algerienkriegs einen Mordauftrag in der Schweiz. Wegen seiner politischen Brisanz wird der Film in Frankreich erst 1963 unter Auflagen freigegeben. „Eine Frau ist eine Frau“ (1961) ist Godards erster Farbfilm im Breitbildformat. In der Musicalkomödie will eine etwas dümmliche Bartänzerin (Anna Karina) von ihrem Mann unbedingt ein Kind haben. Als der jedoch zögert, muss ein anderer Mann einspringen und eine originelle Dreiecksgeschichte beginnt. „Alphaville“ (1965), eine Mischung aus Science-Fiction und Thriller, erhielt den Goldenen Bären in Berlin. Statt in futuristischen Kulissen filmte Godard Verwaltungsgebäude und Hochhäuser im nächtlichen Paris und verfremdete sie mit eigenartigen Lichtstimmungen. Orwells „1984“ und Huxleys „Schöne neue Welt“ sind allgegenwärtig und werden ergänzt durch historische Zitate und Namen. „Metropolis“ von Fitz Lang könnte hier Vorbild gewesen sein. Der darf sich in „Die Verachtung“ (1963) selbst spielen und einen Film im Film drehen. Selten hat Godard die Divergenz von Kunst und Geld, von Schein und Sein und seine Abneigung gegenüber der Filmindustrie Hollywoods deutlicher gezeigt. Die Gangsterballade „Elf Uhr nachts“ (1965) ist eine pessimistische Geschichte um Liebe und Tod mit deutlicher Kritik am Vietnamkrieg und dem Konsumterror der Werbeindustrie. „Made in USA“ (1966) wurde inspiriert vom Howard-Hawks-Klassiker „Tote schlafen fest“ und ist voller Anspielungen auf das Gangsterkino Hollywoods und die Amerikanisierung Europas. Ein Gipfelwerk in Godards komplexem Spätwerk ist „Passion“ (1982). Die Abstraktion der Ausdrucksmittel lässt hier kaum eine erzählerische Handlung erkennen. Wieder einmal gibt es einen Film im Film als Reflexion über das Kino und die Kunst allgemein. In visueller Schönheit kreist dieses Gesamtkunstwerk um die komplexen Beziehungen von Malerei, Musik und Leben. „Vorname Carmen“ (1983) greift auf freizügige und zynische Art das Motiv aus Bizets Oper auf. Godard spielt sich selbst als gealterten Regisseur, dem es nicht mehr gelingt, die Welt der Bilder und Töne richtig zusammenzusetzen. Statt der heiter beschwingten Bizet-Musik erklingen getragene Sätze aus Beethoven-Streichquartetten. „Detektive“ (1985) ist ein brillanter Genre-Mix aus Film noir, Slapstick-Comedy und Boxerfilm. Auf banale und absurde Art wird hier das Verhältnis von Geld und Liebe dargestellt. ()

alle Rezensionen von Johannes Kösegi ...
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8


Weitere Filminfos:

Originaltitel: Jean-Luc Godard Edition
Land / Jahr: Frankreich / Italien / Schweiz
Medien-Typ: DVD


Bonusmaterial:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Alphaville, Périphéries (ca. 28 Min.), Audiokommentar mit Jean-Bernard Pouy („11 Uhr nachts“), Einführungen zu allen Filmen (außer „Außer Atem“ und „Die Verachtung“), Filmplakate, Fotogalerien, Interview mit Anna Karina (ca. 9 Min.), Kurzfilm „Bardot et Go“, Kurzfilm „Paparazzi“, Pressehefte
Kommentare:

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