Anna & Edith
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Anna und Edith sind Kolleginnen in einer Versicherungsanstalt. Der Chef brüstet sich mit den Arbeitserfolgen der Frauen, Annas Mann hätte es lieber, wenn Sie zuhause bliebe. Anna und Edith kommen sich näher und werden ein Paar. Aber es bleibt nicht nur bei romantischen Ausflügen ins Grüne – Anna und Edith wollen zusammen mit ihren Kolleginnen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen! ...
Inhaltsangabe zu Anna & Edith: 
Anna und Edith sind Kolleginnen in einer Versicherungsanstalt. Der Chef brüstet sich mit den Arbeitserfolgen der Frauen, Annas Mann hätte es lieber, wenn Sie zuhause bliebe. Anna und Edith kommen sich näher und werden ein Paar. Aber es bleibt nicht nur bei romantischen Ausflügen ins Grüne – Anna und Edith wollen zusammen mit ihren Kolleginnen für bessere Arbeitsbedingungen sorgen! Anna & Edith stammt aus dem Hause Salzgeber & Co Medien GmbH.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Anna & Edith:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Anna & Edith:
0Frank Brenner2010-02-25Gleich in den ersten Minuten nimmt Anna (Barbara Stanek) Reißaus vor ihrem Mann. Der möchte sie zwingen, ein Kind zu bekommen und brave Hausfrau zu sein. Aber Anna möchte sich selbst verwirklichen. In einer Kneipe trifft sie ihre Vorgesetzte Edith (Karin Siefart), die emanzipiert ist und Anna gerne bei sich aufnimmt. Im Büro der beiden geht es derweil hektisch zu, weil beider Chef, mit dem Edith mehr oder weniger heimlich liiert ist, lieber Arbeitskräfte einspart, damit er persönlich besser dasteht. Doch gemeinsam mit ihren Kolleginnen proben Anna und Edith den Aufstand, indem sie in einen Bummelstreik treten und nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Bei der politischen Aktion kommen sich die beiden Frauen zusehends näher und entdecken schließlich ihre lesbischen Neigungen.
„Anna und Edith“ hat deutsche Fernsehgeschichte geschrieben, weil er seinerzeit der erste Fernsehfilm war, der das Thema lesbische Liebe behandelte. Aus heutiger Sicht dauert die Entwicklung zu diesem historischen Tabubruch natürlich verhältnismäßig lange, denn erst im letzten Drittel des Films fließt auch dieser Aspekt in die Handlung ein. Zuvor ist der Film eher noch ein früher Vorläufer der beliebten Fernsehserie „Büro, Büro“, gekreuzt mit den Agitprop-Sprüchen aus der Emanzipationsbewegung. Der Zuschauer wohnt dem skurrilen Alltag in einer durchschnittlichen deutschen Versicherungsabteilung bei und ist dabei hin- und hergerissen zwischen der antiquiert-biederen Fassade und der progressiven Sprengkraft so mancher Dialoge. In seiner politischen Vorreiterfunktion und in seinem leicht lehrhaften Duktus erinnert Gerrit Neuhaus’ Film auch an das schwule Pendant Rosa von Praunheims, „Nicht der Homosexuelle ist pervers…“. Da die Relevanz dieses lesbischen Liebesfilms nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und er leider etwas in Vergessenheit geraten war, lohnt sich nun das Wieder- bzw. Neuentdecken umso mehr.
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Gleich in den ersten Minuten nimmt Anna (Barbara Stanek) Reißaus vor ihrem Mann. Der möchte sie zwingen, ein Kind zu bekommen und brave Hausfrau zu sein. Aber Anna möchte sich selbst verwirklichen. In einer Kneipe trifft sie ihre Vorgesetzte Edith (Karin Siefart), die emanzipiert ist und Anna gerne bei sich aufnimmt. Im Büro der beiden geht es derweil hektisch zu, weil beider Chef, mit dem Edith mehr oder weniger heimlich liiert ist, lieber Arbeitskräfte einspart, damit er persönlich besser dasteht. Doch gemeinsam mit ihren Kolleginnen proben Anna und Edith den Aufstand, indem sie in einen Bummelstreik treten und nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Bei der politischen Aktion kommen sich die beiden Frauen zusehends näher und entdecken schließlich ihre lesbischen Neigungen.
„Anna und Edith“ hat deutsche Fernsehgeschichte geschrieben, weil er seinerzeit der erste Fernsehfilm war, der das Thema lesbische Liebe behandelte. Aus heutiger Sicht dauert die Entwicklung zu diesem historischen Tabubruch natürlich verhältnismäßig lange, denn erst im letzten Drittel des Films fließt auch dieser Aspekt in die Handlung ein. Zuvor ist der Film eher noch ein früher Vorläufer der beliebten Fernsehserie „Büro, Büro“, gekreuzt mit den Agitprop-Sprüchen aus der Emanzipationsbewegung. Der Zuschauer wohnt dem skurrilen Alltag in einer durchschnittlichen deutschen Versicherungsabteilung bei und ist dabei hin- und hergerissen zwischen der antiquiert-biederen Fassade und der progressiven Sprengkraft so mancher Dialoge. In seiner politischen Vorreiterfunktion und in seinem leicht lehrhaften Duktus erinnert Gerrit Neuhaus’ Film auch an das schwule Pendant Rosa von Praunheims, „Nicht der Homosexuelle ist pervers…“. Da die Relevanz dieses lesbischen Liebesfilms nicht hoch genug eingeschätzt werden kann und er leider etwas in Vergessenheit geraten war, lohnt sich nun das Wieder- bzw. Neuentdecken umso mehr.
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Anna & Edith:
Originaltitel: Anna & Edith
Land / Jahr: Deutschland 1974
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Anna & Edith:
Kinotrailer, Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Kurzfilm „Hartes Brot“
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