Jerichow
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Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander. Thomas (Benno Fürmann), jung, kräftig, wortkarg, Zeitsoldat in Afghanistan, bis man ihn unehrenhaft aus der Armee entlassen hat; Ali (Hilmi Sözer), vom Leben schon ein wenig mitgenommen, misstrauisch, aber immer noch leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der mit seinen Imbissbuden reich geworden ist; Laura (Nina Hoss), Alis Frau, attraktiv, distanziert, beherrscht, wie jemand, die schon vieles hinter sich hat.
Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern des weiten, flachen Landes, an den Klippen über dem Meer entfaltet sich das Drama dieser drei Menschen, deren Sehnsüchte sich immer wieder in einem anderen, tieferen Traum brechen. Zwischen Schuld und Freiheit, Kalkül und Leidenschaft liegen Wünsche, deren Erfüllung bald nur noch um den Preis des Verrats möglich scheint.
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Inhaltsangabe zu Jerichow: 
Drei Menschen treffen mit schicksalhafter Zufälligkeit aufeinander. Thomas (Benno Fürmann), jung, kräftig, wortkarg, Zeitsoldat in Afghanistan, bis man ihn unehrenhaft aus der Armee entlassen hat; Ali (Hilmi Sözer), vom Leben schon ein wenig mitgenommen, misstrauisch, aber immer noch leutselig, ein türkischer Unternehmer in Deutschland, der mit seinen Imbissbuden reich geworden ist; Laura (Nina Hoss), Alis Frau, attraktiv, distanziert, beherrscht, wie jemand, die schon vieles hinter sich hat.
Auf den Landstraßen des deutschen Nordostens, in den Wäldern des weiten, flachen Landes, an den Klippen über dem Meer entfaltet sich das Drama dieser drei Menschen, deren Sehnsüchte sich immer wieder in einem anderen, tieferen Traum brechen. Zwischen Schuld und Freiheit, Kalkül und Leidenschaft liegen Wünsche, deren Erfüllung bald nur noch um den Preis des Verrats möglich scheint.
Jerichow stammt aus dem Hause Indigo.
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Schauspieler / Schauspielerinnen in Jerichow:
Rezensionen / Kritik / Filmkritik zu Jerichow:
0Frank Brenner2009-11-10Thomas ist pleite und ohne Job. Durch einen Zufall macht er die Bekanntschaft mit Ali, der etliche Imbissbuden der Umgebung verpachtet hat und täglich beliefert. Thomas wird zu seinem Fahrer und wirft schon bald ein Auge auf seine attraktive deutsche Frau Laura. Eindringliches Liebesdrama.
In den Filmen von Christian Petzold ist es häufig ein Unfall, der die Ereignisse ins Rollen bringt. In „Wolfsburg“ war es der Unfalltod des Filmsohnes von Nina Hoss, die sich in der Rolle der Laura in den Verursacher, gespielt von Benno Fürmann, verliebt. In „Yella“ war es dann Nina Hoss selbst, die in der Titelrolle in einen folgenschweren Autounfall verwickelt wurde. Christian Petzold hat nun für „Jerichow“ seine Muse Nina Hoss abermals in der Rolle einer Laura besetzt und ihr erneut Benno Fürmann an die Seite gestellt. Dieser macht als Thomas nach einem leichten Autounfall die Bekanntschaft mit Ali (Hilmi Sözer), der den arbeitslosen Ex-Soldaten fortan als Fahrer engagiert. Doch Thomas wird nicht nur zum Mitarbeiter in Alis kleiner Firma, sondern erliegt auch schon bald den Reizen von dessen hübscher Frau Laura. Die heimliche Liaison wird zunehmend gefährlich, weil Ali unter krankhaftem Misstrauen leidet, wie Thomas schon schnell miterleben kann.
Christian Petzolds Story an sich ist nicht sonderlich einfallsreich. Schon schnell ahnt der Zuschauer, dass sich zwischen Thomas und Laura eine Liebesgeschichte anbahnen wird. Das wird bereits an kleinen Gesten deutlich, an Lauras neugierigen Blicken auf den attraktiven neuen Mitarbeiter, an ihrer Geringschätzung für den trinkfreudigen, allzu Besitz ergreifenden türkischen Ehemann. Deswegen ist bei Petzold einmal mehr das „wie“ entscheidend und nicht das „was“. Die Art, wie er die aufkeimende Leidenschaft einfängt und bebildert, wie er sich zwischen den beiden eine irrationale Liebe entwickeln lässt, die oftmals nur Berührungen für wenige Sekunden gestattet, ist schlichtweg wieder meisterhaft. Auch wie er sein Publikum auf die Folter spannt, ihm erst sehr spät zusammen mit dem Protagonisten Thomas das Geheimnis von Laura und deren Beziehung zu Ali offenbart, ist dramaturgisch ausgefeilt und veredelt die ansonsten eher gewöhnliche Geschichte. Nachdem die Handlung gegen Ende noch ein paar unerwartete Haken schlägt, bricht der Film recht unerwartet ab, nichtsdestotrotz an der bestmöglichen Stelle. Christian Petzold hat sich ganz offensichtlich mittlerweile mit Nina Hoss und Benno Fürmann gut eingespielt, die herausragenden Darsteller unterstützen mit ihren präzisen Leistungen die Zurückgenommenheit seines Inszenierungsstils. Mit Hilmi Sözer und seinem südländischen Temperament kommt eine bislang unbekannte weitere Komponente ins Spiel, die dem Gesamtergebnis ebenfalls nur gut tun kann. Eine schnörkellose, eindringlich inszenierte Alltagsgeschichte, die bewegt und nachdenklich stimmt. (4/6)
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Thomas ist pleite und ohne Job. Durch einen Zufall macht er die Bekanntschaft mit Ali, der etliche Imbissbuden der Umgebung verpachtet hat und täglich beliefert. Thomas wird zu seinem Fahrer und wirft schon bald ein Auge auf seine attraktive deutsche Frau Laura. Eindringliches Liebesdrama.
In den Filmen von Christian Petzold ist es häufig ein Unfall, der die Ereignisse ins Rollen bringt. In „Wolfsburg“ war es der Unfalltod des Filmsohnes von Nina Hoss, die sich in der Rolle der Laura in den Verursacher, gespielt von Benno Fürmann, verliebt. In „Yella“ war es dann Nina Hoss selbst, die in der Titelrolle in einen folgenschweren Autounfall verwickelt wurde. Christian Petzold hat nun für „ Jerichow“ seine Muse Nina Hoss abermals in der Rolle einer Laura besetzt und ihr erneut Benno Fürmann an die Seite gestellt. Dieser macht als Thomas nach einem leichten Autounfall die Bekanntschaft mit Ali (Hilmi Sözer), der den arbeitslosen Ex-Soldaten fortan als Fahrer engagiert. Doch Thomas wird nicht nur zum Mitarbeiter in Alis kleiner Firma, sondern erliegt auch schon bald den Reizen von dessen hübscher Frau Laura. Die heimliche Liaison wird zunehmend gefährlich, weil Ali unter krankhaftem Misstrauen leidet, wie Thomas schon schnell miterleben kann.
Christian Petzolds Story an sich ist nicht sonderlich einfallsreich. Schon schnell ahnt der Zuschauer, dass sich zwischen Thomas und Laura eine Liebesgeschichte anbahnen wird. Das wird bereits an kleinen Gesten deutlich, an Lauras neugierigen Blicken auf den attraktiven neuen Mitarbeiter, an ihrer Geringschätzung für den trinkfreudigen, allzu Besitz ergreifenden türkischen Ehemann. Deswegen ist bei Petzold einmal mehr das „wie“ entscheidend und nicht das „was“. Die Art, wie er die aufkeimende Leidenschaft einfängt und bebildert, wie er sich zwischen den beiden eine irrationale Liebe entwickeln lässt, die oftmals nur Berührungen für wenige Sekunden gestattet, ist schlichtweg wieder meisterhaft. Auch wie er sein Publikum auf die Folter spannt, ihm erst sehr spät zusammen mit dem Protagonisten Thomas das Geheimnis von Laura und deren Beziehung zu Ali offenbart, ist dramaturgisch ausgefeilt und veredelt die ansonsten eher gewöhnliche Geschichte. Nachdem die Handlung gegen Ende noch ein paar unerwartete Haken schlägt, bricht der Film recht unerwartet ab, nichtsdestotrotz an der bestmöglichen Stelle. Christian Petzold hat sich ganz offensichtlich mittlerweile mit Nina Hoss und Benno Fürmann gut eingespielt, die herausragenden Darsteller unterstützen mit ihren präzisen Leistungen die Zurückgenommenheit seines Inszenierungsstils. Mit Hilmi Sözer und seinem südländischen Temperament kommt eine bislang unbekannte weitere Komponente ins Spiel, die dem Gesamtergebnis ebenfalls nur gut tun kann. Eine schnörkellose, eindringlich inszenierte Alltagsgeschichte, die bewegt und nachdenklich stimmt. (4/6)
(Frank Brenner)
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Weitere Filminfos zu Jerichow:
Originaltitel: Jerichow
Land / Jahr: Deutschland 2008
Medien-Typ:
DVD
Bonusmaterial zu Jerichow:
Kapitel- / Szenenanwahl, Making Of, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Audiokommentar des Regisseurs, Booklet
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